Sein Markenzeichen ist die bläuliche Auspufffahne und das "Reng-teng-teng" des Zweitakt-Motors: Am 7. November 2017 ist es 60 Jahre her, dass mit dem P50 in Zwickau der erste Trabant vom Band lief. Der kleine Wagen war gemäß der Vorgabe des DDR-Minsterrats robust, sparsam und preiswert und machte bis 1989 mit mehr als drei Millionen gebauten Exemplaren den Osten mobil. Außerdem konnte er damals technisch durchaus mit den Konkurrenten seiner Zeit mithalten, auch mit denen aus der Bundesrepublik.
Der Meistgebaute: Ein Trabant der Baureihe 601. 1964 startete die Produktion der zweitürigen Limousine.
Kernstück ist der knatternde Zweitakter mit zuletzt 26 PS (im Trabant P 601). Laufleistung: durchschnittlich 80.000 Kilometer. Wer bergab den Freilauf nicht einschaltete, riskierte einen Kolbenfresser, weil der Motor nicht ausreichend geschmiert wurde. Verbrauch an Zylinderkopfdichtungen: viele, denn der als Rennpappe bekannte luftgekühlte Trabant kam ganz schön auf Touren. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig: Bis 1984/85 hatte der Trabi Kontakte, die alle 10.000 Kilometer neu eingestellt werden mussten. Erst danach kam eine elektronische Zündanlage.
Modellgeschichte: Januar 1954 DDR-Ministerrats-Entscheidung zum Bau des Kleinwagens P 50 (Personenwagen mit 500-Kubik-Zweitaktmotor) Juli 1955 Zwischenlösung P 70 mit 700 Kubik und 22 PSOktober 1958 Vorstellung des Ur-Trabant P 50 auf der Leipziger Messe: 18 PS, 90 km/h, 6,8 Liter Verbrauch, Preis: 8360 Mark April 1960 Umbenennung P 500 (P 50/2) und Kombi-Version Universal Januar 1963 Umbenennung in P 600 mit größerem Motor und 23 PS Januar 1964 Nachfolger P 60/1 - P 601 - wird 18 Zentimeter länger März 1990 Facelift nach 26 Jahren; neuer 1,1-l-Motor vom VW Polo mit 40 PS April 1991 Produktionsende nach über drei Millionen Exemplaren.
Duroplast statt Blech, Rost gab es trotzdem
Trabant im Rallye-Einsatz: So rannte die "Pappe" zu zahlreichen Erfolgen im Motorsport.
Mit Hilfe welch einfacher Mittel die "Rennpappe" entstand, schildert der inzwischen verstorbene Trabi-Chefkonstrukteur Werner Lang in einer Dokumentation mit dem Titel "Wolle auf Asphalt - Das Experiment Trabant". So entwickelten die Konstrukteure zum Beispiel die berühmte Kunststoff-Karosserie aus Duroplast, weil Blech in der DDR Mangelware war. Zum Symbol für Sozialismus und Planwirtschaft wurde der Trabant nicht nur wegen seiner Präsenz im Straßenverkehr der DDR, sondern auch, weil die Staatsführung schon kurz nach dem Erfinden seine Weiterentwicklung bremste. Erst Ende der 80er bekam der Trabi einen Viertaktmotor von Volkswagen eingepflanzt. Doch da war die DDR politisch wie wirtschaftlich dem Ende bereits nahe und das restliche Auto vollkommen veraltet.
Vom Massenauto zum seltenen Kultobjekt
Endstation Schrottplatz: Viele Trabant wurden nach der Wende aussortiert.
Es folgten traurige Tage als verlachtes, weggeworfenes Verkehrshindernis. Doch die sind längst vorbei. Aktuell sind 34.500 "Rennpappen" bundesweit zugelassen, Tendenz steigend. Liebhaber und Clubs wie das Internationale Trabant-Registerpflegen fahrbereite Exemplare leidenschaftlich und bringen nach und nach Exemplare zurück auf die Straße. Unternehmen wie der Online-Händler Trabantwelt entstanden, der Ersatzteile nachfertigen lässt und Ersatzteil-Pakete bis in die USA, nach Russland, Namibia oder Australien verschickt. Und es interessieren sich laut Wolffang Kießling, dem Vorsitzenden des Internationalen Trabant-Registers, immer mehr junge Menschen für die "Pappe". Auch Tuner, die das alte Mobil mit viel Kreativität in die Neuzeit holen.
Gerade seine Einfachheit macht den Trabi heute interessant. Schwächen werden zu liebenswürdigen Eigenheiten.
Hans-Dieter Weichel, Kfz-Meister für Trabant, beschrieb die Faszination des Trabis 2001 für AUTO BILD so: "Der Trabant war die Seele der DDR und deswegen ein Kultobjekt wie der Käfer. Seine Uralttechnik ist einfach, aber pflegebedürftig. Dazu zählen die porösen Benzinschläuche, der gammelnde Auspuff, die kaputten Zylinderkopfdichtungen und der undichte Simmerring an der Getriebeseite vom Motor. Gefährlicher sind die rostigen Bremsleitungen. Und auch gerissene Mittelstege an der Bodengruppe sind keine Seltenheit. Ansonsten ist der 601 unverwüstlich, solange er bewegt wird. Wenn er rastet, rostet er, und das gilt vor allem für die Trommelbremsen und den Motor, der wie geschmiert läuft – wenn er läuft." Anlässlich des runden Geburtstags zeigt AUTO BILD KLASSIK die schönsten Trabi-Fotos!
Bildergalerie
Massenauto der DDR: der Trabi wird 60
(Mit dpa)
Massenauto der DDR: der Trabi wird 60
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Er war der Startschuss für die Massenmobilität der DDR und während der gesamten Bauzeit schwer zu bekommen. Nun wird der Sachsenring Trabant 60 Jahre alt: 1957 rollte der erste Trabant P50 auf die Straßen der DDR.
Der kleine Wagen war gemäß der Vorgabe des DDR-Minsterrats robust, sparsam und preiswert und machte bis 1989 mit mehr als drei Millionen gebauten Exemplaren den Osten mobil. Außerdem konnte er in den ersten Jahren technisch durchaus mit den Konkurrenten seiner Zeit mithalten, auch mit denen aus der BRD wie dem Lloyd LP 400.
Bild: Christian Bittmann
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Zunächst verließen Fahrzeuge der Nullserie das Werksgelände in Zwickau, 1958 begann dann der Verkauf.
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Duroplast hieß der Stoff, aus dem die Auto-Träume der DDR waren: baumwollverstärktes Phenoplast. Die dicken Lagen wurden gepresst und ausgerollt, ehe sie geformt wurden. Die Trabant-Konstrukteure hatten diesen Werkstoff entwickelt, weil in den 50er Jahren Blech in der DDR Mangelware war.
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Am Trabi-Stahlgerippe klebten bis zu zehn Duroplast-Platten. Daher auch die Spitznamen "Plastebomber" oder "Rennpappe".
1964 trat der P601 (Bild) die Nachfolge des P60 an. An der technischen Basis mit luftgekühltem Zweizylinder-Zweitakter, Frontantrieb und Duroplast-Karosserie änderte sich nur wenig.
Bild: Günter Poley / Hersteller
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Rennpappe mit 26 PS aus 595 Kubik, von 0 bis Tempo 80 in 20 Sekunden, Spitze 105 km/h. Womit 1964 niemand gerechnet hatte: Dieses Auto sollte ein Vierteljahrhundert lang Bestand haben, technisch nahezu unverändert!
Bild: Thomas Starck / AUTO BILD
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Der Trabant als Zugfahrzeug? Logisch. Die 26 Trabant-PS haben keine Mühe mit dem originalen QEK-Junior-Wohnwagen. Eine Alternative war das Campingzelt auf dem Dachgepäckträger.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
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Diese erdenen Farben waren damals Standard.
Bild: Günter Poley / Hersteller
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So schaltet sich der Trabi: erster Gang vorn unten, zweiter Gang vorn oben, dritter Gang hinten unten, vierter hinten oben. Zum Einlegen des Rückwärtsgangs den Schalthebel mittig ganz nach vorn drücken und über die Sperre nach unten bewegen. Vor dem Losfahren den Benzinhahn öffnen!
Der Benzinhahn liegt rechts neben der Heizung. Beginnt der Trabi beim Fahren zu stottern, zu knattern, und nach neuem Kraftstoff zu betteln, einfach die Reserve aktivieren: Herunter beugen, Hahn ganz nach links drehen und wieder Gas geben. Vier Liter sind nun noch im Tank. Vor '89 war es nun an der Zeit, eine der 1300-Minol-Tankstellen in der DDR aufzusuchen.
Bild: Günter Poley / Hersteller
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Wieviel Zweitakt-Mischung ist noch im Tank? Einfach nachmessen! Das Mischungsverhältnis war Kraftstoff zu Öl gleich 33 zu 1. Ab Modelljahr 1974 reichte auch 50 zu 1.
Bild: Christian Bittmann
13/60
Praktischer ging's kaum als im Trabi-Kombi: Mehr Auto bei einer Länge von nur 3,51 Meter gab es damals nicht. Bei DDR-Bürgern war derTrabant Kombi "Universal" als kompakter Lademeister sehr beliebt.
Bild: Werk
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Aus der Betriebsanleitung des Trabant: "Die Straßenlage und die Beschleunigung Ihres Trabant sind ausgezeichnet. Das sollte Sie jedoch nicht verleiten, leichtsinnig zu werden. Fahren Sie deshalb so, dass Sie jederzeit bei Auftauchen eines Hindernisses rechtzeitig anhalten können, wobei die Straßenverhältnisse berücksichtigt werden müssen."
Bild: Werk
15/60
Knatter-Kübel: Eine offene Trabi-Variante für die NVA ("Grenz-Trabant" oder "Stoffhund") folgte 1966, die es ab 1978 auch als ziviles Modell Tramp gab.
Im Gruppe-2-Trabant lieferte der Zweitakt-Motor vom Typ P65 stolze 50 PS und 90 Nm Drehmoment. Das 590 Kilogramm leichte Zweitakt-Geschoss erreichte 150 km/h. Kostenpunkt: für viele unerreichbare 50.000 Ost-Mark.
Bild: Andrea Schick-Zech
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Der historische Moment: Ins kollektive Gedächtnis aller Deutschendürften sich ...
Bild: dpa
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... die Bilder der ab dem 9. November 1989 ...
Bild: dpa
19/60
... über die innerdeutsche Grenze rollenden Trabis eingebrannt haben.
Bild: dpa
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Zu spät, und noch dazu unausgereift: Der Trabant mit dem 1,1-Liter-Motor aus dem VW Polo 86C war erst kurz vor Ende der DDR serienreif. Da wollte kaum jemand mehr den ab Mai 1990 gebauten viertaktenden Trabant 1.1 kaufen.
Statt zwei Zylindern murmelten beim Trabant 1.1 vier im Viertakt unter der Haube, die für den VW-Motor geändert werden musste. "Noch nie haben uns 126 km/h so beeindruckt. Trabi-Rasen macht Freude", schrieb AUTO BILD damals.
Bild: Thomas Starck
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Ab dem 1. Juli 1990 waren auch Westwagen für DDR-Bürger erreichbar. Wer nahm da für 9000 Westmark einen neuen Trabi, wenn gespachtelte Golf I und Fünfthand-BMW lockten?
Bild: Thomas Starck
23/60
"Mumie mit Herzschrittmacher" spottete man damals über den Trabant 1.1. Dabei ist der 1.1 mit nur 700 Kilogramm Leergewicht sehr vergnüglich. Tolles Handling und 40 PS bringen den Trabant ordentlich auf Trab. Bergab mit Rückenwind sind 150 km/h erreichbar.
Bild: Thomas Starck
24/60
Bestellt und nicht abgeholt: Nach nur einem Jahr Bauzeit und 39.474 Exemplaren wurde der Trabant 1.1 am 30. April 1991 eingestellt. Die Herzverpflanzung mit dem 1100-ccm-Motor konnte das fahrende Fossil nicht retten.
25/60
Es folgten traurige Tage als verlachtes, weggeworfenes Verkehrshindernis. Die allermeisten Trabant landeten auf dem Schrottplatz.
Doch diese Tage sind längst vorbei. Aktuell (Oktober 2017) sind rund 34.500 "Rennpappen" bundesweit zugelassen, Tendenz steigend! Fans wie AUTO BILD-Redakteur Lars Busemann (Bild) ...
Bild: Thomas Ruddies
27/60
... und Clubs wie das Internationale Trabant-Register pflegen fahrbereite Exemplare leidenschaftlich und bringen nach und nach restaurierte Exemplare zurück auf die Straße.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
28/60
Unternehmen wie der Online-Händler Trabantwelt entstanden, der Ersatzteile nachfertigen lässt und Ersatzteil-Pakete bis in die USA, nach Russland, Namibia oder Australien verschickt.
Bild: Privat / Robert Lange und Sebastian Treytnar
29/60
Und es interessieren sich laut Wolffang Kießling, dem Vorsitzenden des Internationalen Trabant-Registers, immer mehr junge Menschen für die "Pappe". Auch Tuner, die das DDR-Mobil mit viel Kreativität in die Neuzeit holen.
Bild: Werk
30/60
Grund genug also, sich im weiteren der Galerie in der Welt des Trabant mal umzusehen, inklusive eines Blicks auf historische Aufnahmen ...
Trabant und andere Pkw vor dem Palast der Republik der DDR.
Bild: dpa
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Trabant an einer Tankstelle in Dresden.
Bild: dpa
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Trabant beim Waschen in Eisleben (1985).
Bild: dpa
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Dieses Bild von 1966 zeigt den Trabant mit seinem ungleich berühmteren Westkameraden, dem VW Käfer. Und doch sind Autos Legenden, lassen sich in einem Atemzug nennen. Herzlichen Glückwunsch zum 60., lieber Trabi!
In der DDR gab's eine vielfältige, bunte Autowelt, die weit mehr zu bieten hatte als Trabant und Wartburg! Ob Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober oder Mauerfall am 9. November: Immer lohnt sich der Blick auf die Autos der DDR. Die meisten Autos sind mitllerweile zu Klassikern gereift und heute teils teuer. AUTO BILD KLASSIK zeigt die schönsten Autos der DDR in vielen zeitgenössischen Bildern!
Bild: Harald Almonat
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Mitte der 50er Jahre kam in der DDR das wichtigste Auto des Landes heraus, der Trabant. Hier das erste Funktionsmuster bzw. der erste Prototyp des Trabant. Dessen erste Ausführung rollte ab ...
Bild: Werk /
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... 1957 als Trabant P 50 auf die Straßen der DDR. Zunächst verließen Fahrzeuge der Nullserie das Werksgelände in Zwickau, 1958 begann der Verkauf. 1962 folgte der Trabant 600 mit der internen Bezeichnung P60.
Bild: Werk
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Duroplast-Bomber, Rennpappe oder einfach nur Pappe: Der treue Trabant 601 trägt viele Spitznamen. 1964 trat der P601 die Nachfolge des P60 an. An der technischen Basis mit luftgekühltem Zweizylinder-Zweitakter, Frontantrieb und Duroplast-Karosserie änderte sich nur wenig.
Bild: Alexander Vasiliev
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Der 601 holt 26 PS aus 595 Kubikzentimetern Hubraum, von 0 bis Tempo 80 braucht er 20 Sekunden, Spitze 105 km/h. Womit 1964 niemand rechnet: Dieses Auto sollte ein Vierteljahrhundert lang gebaut werden, technisch nahezu unverändert!
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
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Der Trabant als Zugfahrzeug? Logisch. Die 26 Trabant-PS haben keine Mühe mit diesem originalen QEK-Junior-Wohnwagen (300 bis 360 Kilo Leergewicht). Eine Alternative war höchstens das Campingzelt auf dem Dachgepäckträger.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
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Ocker und erdfarben: Solche Farben waren zu Zeiten des Trabant 601 Standard.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
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So schaltet sich der Trabant: erster Gang vorn unten, zweiter Gang vorn oben, dritter Gang hinten unten, vierter hinten oben. Zum Einlegen des Rückwärtsgangs den Schalthebel mittig ganz nach vorn drücken und über die Sperre nach unten bewegen. Vor dem Losfahren unbedingt den Benzinhahn öffnen!
Bild: Conrad Piepenburg
9/85
Der Benzinhahn liegt rechts neben der Heizung. Beginnt der Trabant beim Fahren zu stottern, einfach auf Reserve umschalten: Herunterbeugen, Hahn ganz nach links drehen und wieder Gas geben. Vier Liter sind nun noch im Tank.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
10/85
Wie viel Zweitakt-Mischung ist noch im Tank? So misst man nach! Das Mischungsverhältnis war Kraftstoff zu Öl gleich 33 zu 1. Ab dem Modelljahr 1974 reichte auch 50 zu 1.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
11/85
Der Zweizylinder des Trabant läuft "mit der Kraft der zwei Kerzen". Diese augenzwinkernde Beschreibung des Knattersounds hat sich in der Trabi-Gemeinde zum geflügelten Ausdruck entwickelt.
Bild: AUTO BILD / Harald Almonat
12/85
Praktischer ging es in der DDR kaum: Bei DDR-Bürgern war der Trabant Kombi "Universal" als kompakter Lademeister sehr beliebt. Mehr Auto war auf einer Länge von nur 3,51 Metern kaum denkbar.
Bild: Alexander Vasiliev
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Aus der Betriebsanleitung des Trabant: "Die Straßenlage und die Beschleunigung Ihres Trabant sind ausgezeichnet. Das sollte Sie jedoch nicht verleiten, leichtsinnig zu werden. Fahren Sie so, dass Sie überall jederzeit rechtzeitig anhalten können."
Bild: Werk
14/85
Eine offene Trabant-Variante für die NVA ("Grenz-Trabant" oder "Stoffhund") folgte 1966. Das gleiche Auto gab es ab 1978 auch als ziviles Modell Tramp.
Bild: Privat
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Im Gruppe-2-Trabant lieferte der Zweitakt-Motor vom Typ P65 stolze 50 PS und 90 Nm Drehmoment. Das 590 Kilogramm leichte Zweitakt-Geschoss erreichte 150 km/h. Kostenpunkt: für viele unerreichbare 50.000 Ost-Mark.
Bild: Andrea Schick-Zech
16/85
Als der Trabant mit dem 1,1-Liter-Motor aus dem VW Polo 86C serienreif war, stand die DDR schon vor ihrem Ende. Kaum jemand wollte den ab Mai 1990 gebauten Trabant-Viertakter 1.1 kaufen.
Bild: Werk /
17/85
Statt zwei Zylindern murmeln beim Trabant 1.1 vier im unter der Haube, die für den VW-Motor geändert werden musste. "Noch nie haben uns 126 km/h so beeindruckt. Trabi-Rasen macht Freude", schrieb AUTO BILD 1990.
Bild: Andreas Lindlahr
18/85
Doch ab dem 1. Juli 1990 waren Westwagen für DDR-Bürger erreichbar. Wer nahm da für 9000 Westmark noch einen neuen Trabi, wenn gespachtelte Golf I und Fünfthand-BMW lockten?
Bild: Andreas Lindlahr
19/85
"Mumie mit Herzschrittmacher" spottete man damals über den Trabant 1.1. Doch der fährt mit nur 700 Kilogramm Leergewicht sehr vergnüglich. Tolles Handling und 40 PS bringen den Trabant ordentlich auf Trab. Bergab mit Rückenwind sind 150 km/h drin.
Bild: Andreas Lindlahr
20/85
Der VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau war ab Juli 1990 Geschichte, Nachfolgerin wurde die Sachsenring Automobilwerke GmbH. Bis zum 30. April 1991 versuchte man, den Trabant 1.1 zu verkaufen. Vergeblich. Nach nur einem Jahr Bauzeit und 39.474 Exemplaren wurde der Trabant 1.1 am 30. April 1991 eingestellt. Die Verpflanzung des 1100-ccm-Motors konnte das fahrende Fossil nicht retten.
Bild: Andreas Lindlahr
21/85
Neben dem Trabant die zweite große Automarke der DDR: Wartburg. Der 311/312 war ein Höhepunkt des DDR-Autobaus, westliche Eleganz sah nicht anders aus. Angetrieben wurde der 311 vom 900 ccm großen Dreizylinder-Zweitakter mit 37 PS aus dem IFA F9.
Bild: Werk
22/85
Zwar konnte die Technik mit dem ästhetisch bemerkenswerten Auftritt nicht mithalten, die Werbung machte den Wartburg trotzdem zum Traumauto.
Bild: F.O.Bernstein/Stadtarchiv Eisenach/Museum der bildenden
Künste Leipzig
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Geräumige Limousine mit altem DKW-Herz. Dieser Wartburg 1000 (Baureihe 311, 1955-1965) schuftete noch zu Wendezeiten im alltäglichen Einsatz.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
24/85
Das Wartburg 311 Reise-Coupé war ein automobiler Traum. Seine Ästhetik konnte mit Borgward Isabella Coupé oder VW Karmann Ghia mithalten. Als Antrieb diente auch hier der knatternde Dreizylinder anderer Wartburgs.
Bild: Werk
25/85
Der Wartburg 311 Camping war ab 1956 einer der elegantesten Kombis überhaupt. Auch ein zweitüriger 311 Kombi wurde angeboten. Interessantes Stilelement des Camping: die ins Dach gezogenen hinteren Seitenscheiben.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
26/85
Ab August 1966 rollte in Eisenach der Wartburg 353 vom Band. Er entsprach zum Zeitpunkt seiner Präsentation der aktuellen Auto-Mode. Der konservativ gezeichnete Wartburg hatte veraltete Technik an Bord, doch die simple Ausführung erleichterte Wartung und Reparaturen.
Bild: Werk
27/85
Camping war in der DDR sehr beliebt. Daher wurden im Wartburg-Prospekt natürlich die Liegesitze des 353 hervorgehoben.
Bild: Werk
28/85
Standard-Streifenwagen der Volkspolizei war der Wartburg 353. Nach der Wiedervereinigung ergänzten Streifenwagen aus dem Westen die Fahrzeugbestände der Volkspolizei.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
29/85
Das Wartburg-Kombimodell folgte 1969 und trug den Namen "Tourist". Limousine und Tourist teilten sich den Antrieb: Einen Einliter-Zweitakter mit drei Zylindern und zunächst 45, ab 1969 mit 50 PS.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
30/85
Große Klappe: Hält der Wartburg Tourist, was dieses Bild andeutet?
Bild: Werk
31/85
Klar, alles drin. Schon die Limousine bot ein beachtliches Kofferraumvolumen von mehr als 500 Litern. Der Tourist war ein wahrer Lademeister.
Bild: Werk
32/85
Auch einen Pick-up auf Wartburg-Basis gab es. Ab 1985 lief der Wartburg 353 Trans in Eisenach vom Band. An Privatleute wurde er jedoch nicht ausgeliefert, den Trans bekamen Behörden. Nach der Wende gingen aber einige in Privathand über.
Bild: Werk
33/85
Um 1960 hatte man in Eisenach mit der Entwicklung eigener Viertaktmotoren begonnen. Doch das Politbüro wünschte keine Weiterentwicklungen. In den 80ern musste dann mit Gewalt ein VW-Motor in den Warti. Das machte 1988 zu einem letzten Höhepunkt der DDR-Autoindustrie: Der Wartburg 1.3 mit Viertakter und 58 PS erschien.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
34/85
Irmscher machte den Viertakt-Wartburg schick. Doch es hat dem Verkauf nicht mehr geholfen, auch der Wartburg 1.3 Irmscher New Line stand wie Blei bei den Händlern. Heute ist der Irmscher-Wartburg ein begehrtes Sammlerstück!
Bild: Werk
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Schicksal der Wende: 1989 entstanden etwa 100 Wartburg 1.3 mit Streifenwagen-Ausstattung. Sie kamen nicht mehr zum Einsatz.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
36/85
Der 1969 präsentierte Melkus RS 1000 war das Traumauto in der DDR. Zwischen 1969 und 1979 baute Motorsport-Held Heinz Melkus den Sportwagen unter schwierigen Bedingungen. Dem ein Liter großen Wartburg-Dreizylinder entlockte er nach offiziellen Angaben 70 PS.
Bild: Lena Barthelmeß
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101 Mal entstand der Melkus RS 1000 – und zwar ausschließlich für die Rennstrecke. Den Rennbetrieb haben nur 50 Exemplare überlebt.
Bild: Lena Barthelmeß
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Als Teilnehmer von Oldtimer-Rallyes macht der RS 1000 immer eine gute Figur, wie hier bei der Oltimer-Rallye Hamburg-Berlin-Klassik 2017.
Bild: Matthias Brügge
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1949 begann die Autoproduktion im neu gegründeten Industrieverband Fahrzeugbau der DDR. Erster Auto war der IFA F8. Dieser entsprach der DKW Meisterklasse, einem Modell, das zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Jahre alt war.
Bild: Werk
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IFA F9: Das DDR-Pendant zum DKW F89 bzw. F91 wurde in zahlreichen Karosserievarianten gefertigt. Als zweitürige Limousine, Kombi, Cabrio-Limousine und als Cabrio (Foto). Während der DKW F89 mit zwei Zylindern und 23 PS auskommen musste, gab es den IFA F9 vom Modellstart 1950 an mit 30 PS starkem Dreizylinder.
Bild: Ulli Sonntag
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Kaum bekannt: Die Zwickauer Horch-Werke bauten ab 1956 die Luxuslimousine P 240, erst noch mit Horch-Markenzeichen, ab 1957 dann als Sachsenring. Der nur 1382-mal gebaute P 240 hatte einen Sechszylinder mit 80 PS und war auf der Höhe der Zeit. Wegen seines Preises von 27.500 Mark fuhren ihn nur DDR-Parteifunktionäre.
Bild: Werk
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Bei der Ehrenparade zum 25. Jahrestag der Gründung der DDR im Oktober 1974 zeigte sich die NVA mit Paradefahrzeugen vom Typ Sachsenring Repräsentant. Diese waren fünf Jahre zuvor zum 20. Jubiläum der Republik bei Sachsenring in Auftrag gegeben worden und basierten technisch auf dem P 240.
Bild: Bundesarchiv
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Ein "Sohn Moskaus", das ist die Übersetzung von Moskwitsch, in der DDR: Der russische Moskwitsch 412, gebaut von 1967 bis 1975, stand vor allem bei Taxifahrern hoch im Kurs. Er genoss den Ruf, quasi unzerstörbar zu sein. Der 1,5-Liter-Motor mit obenliegender Nockenwelle ähnelte konstruktiv dem Aggregat des BMW 1500.
Bild: Alexander Vasiliev
44/85
Moskwitsch 2140: 1976 kam der Nachfolger des 412 mit auf 80 PS gesteigerter Leistung und serienmäßigen Scheibenbremsen vorne.
Bild: Alexander Vasiliev
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Auf einigen westlichen Exportmärkten wurde der 2140 als Moskwitsch 1500 SL angeboten – ohne Erfolg. In der DDR wurde der Moskwitsch wegen seiner miserablen Verarbeitung spöttisch "Rostquietsch" genannt.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
46/85
Der Markenname Lada war auch Wessis bekannt, Lada verkaufte Autos auch in die BRD. Der in Russland "Shiguli" genannte Wagen war ein Lizenzbau des erfolgreichen Fiat 124 und war in der DDR ab 1970 erhältlich. Das hier ist ein Lada 1200 im selbstgebastelten Rallye-Trimm.
Bild: Alexander Vasiliev
47/85
In seiner Heimat hieß der Lada 1200 VAZ 2101. Der Fiat 124 war "Auto des Jahres 1967" und punktete vor allem mit üppigen Platzverhältnissen und robuster Technik. In Russland lief er als VAZ 21074 bis 2012 vom Band. In Deutschland war der Nachfolger als Lada Nova bis 1996 neu zu haben.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
48/85
Traumwagen in Staatsdiensten: DDR-Bürger mussten jahrelang auf einen Lada 1200 warten. Meist waren entsprechende Beziehungen nötig, um einen zu bekommen.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
49/85
Tauchte ein Lada im Rückspiegel auf, machten alle Platz. Auch ohne Blaulicht und Martinshorn konnte sich der 75 PS starke Lada 1500 (VAZ 2103, 1972-1984) gegen die meisten DDR-Fabrikate durchsetzen.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
50/85
Mit einer neuen Lackierung war dieser Lada Nova fit für den Dienst in der geeinten Bundesrepublik. Ab dem 3. Oktober 1990 wurden Strafzettel nach Bundesrecht verteilt.
Bild: Stefan Lindloff
51/85
Für Dienstfahrten in unwegsamen Gelände griffen die Volkspolizisten auf den VAZ 2121 zurück, in der DDR und darüber hinaus als Lada Niva bekannt.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
52/85
Der Funkstreifenwagen der Volkspolizei auf Basis eines VW Golf 1 kam nie zum Einsatz. Die DDR-Regierung plante ursprünglich, den Golf auf der Transitautobahn als Streifenwagen einzusetzen. Dazu kam es aber nicht.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
53/85
1978 lieferte Volkswagen 10.000 Golf 1 in die DDR. Zu happigen Preisen: Der 50-PS-Zweitürer sollte 30.000 Mark der DDR kosten, der kleinste Diesel ...
Bild: Harald Almonat
54/85
... als Viertürer gar 35.000 DDR-Mark. Weil die Nachfrage aus Sorge um die Ersatzteilversorgung gering war, wurden die Preise auf 22.000 und 26.000 Mark gesenkt.
Bild: Harald Almonat
55/85
Mit dem NSU Prinz verband den Saporoshez SAZ 966 nur eine ähnliche Formgebung. Sein luftgekühlter V4-Heckmotor wurde durch die gut sichtbaren, großen Kiemen im Heck beatmet. Bis zu 40 PS beschleunigten den ukrainischen Kleinwagen auf 130 km/h Spitze.
Bild: Alexander Vasiliev
56/85
Der 1968 vorgestellte Wolga (russische Bezeichnung GAZ M 24) war eine Klasse oberhalb des Wartburg angesiedelt und meist im Dienst der Behörden unterwegs. An Privatpersonen in der DDR wurde der Wolga offiziell nicht verkauft.
Bild: Alexander Vasiliev
57/85
Nur die Gleicheren unter den Gleichen fuhren in der DDR einen Wolga. Dazu zählte neben der Polit-Elite die Volkspolizei (Bild).
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
58/85
Bis 1989 im Einsatz in Berlin: Wolga-Funkstreife, Baujahr 1975. Doch eine Chance gab es für jeden in der DDR, in einem Wolga mitzufahren – im Taxi.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
59/85
Sehr beliebter Importwagen in der DDR: der Skoda 1000 MB. Angelehnt ans Patentrezept aus Wolfsburg setzte Skoda in den 60er-Jahren auf Heckmotoren. 1964 erschien dieser erste Skoda mit Heckmotor und Hinterradantrieb. MB steht für Mladá Boleslav, das ist der Standort der Produktion.
Bild: Alexander Vasiliev
60/85
Den geplanten Produktionsausstoß von 1000 Wagen täglich erreichte Skoda nie. Auf dem Genfer Salon 1966 stellte Skoda das Coupé 1000 MBX (Foto) vor.
Bild: Werk
61/85
1969 kam Skoda mit dem S100, dem Nachfolger des 1000 MB. Es blieb bei Heckmotor und Heckantrieb. Neben dem S100 (44 PS) bot Skoda ab 1969 auch den S110 mit 49 PS an.
Bild: Werk
62/85
Der Skoda S 105 war einer der letzten Heckmotor-Skoda.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
63/85
Parteifunktionäre hatten die Chance auf Tatras starke Stromlinien-Limousine: hier ein 603 mit V8-Motor. In der DDR blieb der Tatra mit luftgekühltem V8 im Heck allerdings eine Ausnahmeerscheinung.
Bild: Stefan Lindloff
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Ein paar Jahre später ließ sich der sozialistische Führungskader im Tatra 613 (1973-1996) chauffieren. So ein Tatra war ein volksferner Bonzendampfer, der Arbeiterklasse blieb er verwehrt.
Bild: Christian Bittmann
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Hochrangige Funktionäre aus der UdSSR wurden in der Hauptstadt der DDR gelegentlich im Tschaika GAZ-13 gesichtet. 5,5-Liter-V8, 200 PS, gebaut von 1959 bis 1977.
Bild: Bundesarchiv
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Den wiegenden Federungskomfort des Citroën CX wusste auch SED-Generalsekretär Erich Honecker zu schätzen. Aber selbst der einflussreichste Mann der DDR musste fünf Jahre auf seinen verlängerten CX warten – wegen Zollproblemen.
Bild: Harald Almonat
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Der Staatsratsvorsitzende ließ sich vorzugsweise in verlängerten Citroën CX und Volvo 264/760 und chauffieren. Die 5,50 Meter lange CX in luxuriöser Prestige-Ausstattung bot Luxus wie Klimaanlage, Viergangautomatik, hydropneumatische Federung und einen Tempomat.
Bild: Harald Almonat
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Dem Genossen Generalsekretär stand auch ein kurzer Citroën CX zur Verfügung. Hier zu sehen beim Empfang von Erich Honecker für Bundeskanzler Helmut Schmidt.
Bild: dpa
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Auch solche Volvo 760 zählten zum Fuhrpark des Politbüros. Das Design des kantigen 7er-Volvo entsprach dem damaligen Autogeschmack in den USA. Der schwedische Karosseriebauer Nilsson verlängerte zehn Volvo 760 für die DDR-Regierung.
Bild: Uli Sonntag
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Die polnische Lizenzfertigung des Fiat 126 wurde "Maluch" (Kleiner) genannt. Der Polski-Fiat 126p besaß in Polen einen ähnlichen Stellenwert wie der VW Käfer hierzulande. Der charakteristisch heulende, luftgekühlte 595-ccm-Zweizylinder ist flach im Heck eingebaut, so dass Raum für eine praktische Heckklappe blieb.
Bild: Alexander Vasiliev
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Der Polski-Fiat 125p ist eine Zwitterkonstruktion aus dem Fiat 1300/1500 der 60er und der Karosserie des Fiat 125. Ursprünglich ein Statussymbol in der DDR, war die Versorgung mit hochoktanigem Sprit problematisch. Außerdem war die Qualität schlechter als bei Lada. Gegen ihn konnte sich der große Polski-Fiat nicht durchsetzen.
Bild: Alexander Vasiliev
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Wie seine Brüder aus dem Hause Polski-Fiat basierte der FSO Polonez technisch auf dem Fiat 125. Die neu gestaltete Außenhaut mit praktischem Fließheck genügte, als der Polonez 1978 auf den Plan trat, durchaus den ästhetischen Ansprüchen der Zeit.
Bild: Alexander Vasiliev
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Seit 1969 lief der aus Frankreich stammende Renault 12 in Rumänien als Lizenzbau als Dacia 1300 von Band. Der rumänische Franzose leistete 54 PS und wurde auch in der DDR angeboten.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
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Spätere Modelle des 1300ers zeichnen sich durch den bemühten Versuch aus, mit Hilfe eines Kunststoffgrills zeitgemäß zu wirken. Im Schnitt gab es fünf Garantiefälle pro Auto – der Dacia war furchtbar verarbeitet.
Bild: Sascha (Alexander Vasiliev)
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Der Bulli des Ostens hieß Barkas. Kein Volkseigener Betrieb, keine Genossenschaft und auch nicht die Staatssicherheit kam ohne den Barkas B 1000 mit Wartburg-Dreizylinder aus. Hier zu sehen: ein Barkas B 1000 der Verkehrsunfallbereitschaft.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
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Der rote Zierstreifen verrät, dass dieser Barkas B 1000 als Kontrollgruppenfahrzeug der Verkehrspolizei eingesetzt wurde. Das wichtigste Gerät an Bord war das polnische Verkehrsradargerät "Mirado". Im Volksmund wurde dieser Wagentyp wegen des charakteristischen Zierstreifens "Rotkäppchen" genannt.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
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Dieser Barkas B 1000 ist ein originales Einsatzfahrzeug der K1. Die K1 (Arbeitsgebiet I der Kriminalpolizei der DDR) arbeitete mit geheimdienstlichen Mitteln zur "Bekämpfung von Verbrechen gegen die DDR".
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
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Wegen des Mangels an geeigneten Fahrgestellen in der DDR mussten Nutzfahrzeuge der Marke Robur für eine ungeheure Vielfalt von Aufbauten herhalten. Die hier abgebildete Omnibus-Version stellt eine der eher gewöhnlichen Varianten dar.
Bild: dpa
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Ebenfalls gut bekannt: Ein LO 1800 Transportfahrzeug der DDR-Volkspolizei aus dem VEB Robur-Werk Zittau.
Bild: dpa
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Der LD 3004 war Roburs Versuch kurz nach der Wende, mit Motoren von Deutz den Sprung in die freie Marktwirtschaft zu schaffen. Doch weder Spenderherz noch Plastiknase vermochten die schon zu DDR-Zeiten angeschlagene Marke zu retten.
Bild: dpa
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Der IFA W50 war in der DDR das Fahrzeug fürs Grobe. In unzähligen Varianten erhältlich, wurde er jeder Aufgabenstellung gerecht. Die Allrad-Modelle waren dem West-Vorbild in ihrer Steigfähigkeit ebenbürtig.
Bild: dpa
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Die letzten 1000 W50 aus dem IFA-Kombinat Ludwigsfelde standen 1990 auf Halde. Von 1965 bis 1990 wurden insgesamt 571.789 IFA W50 gebaut. Sie wurden in viele sozialistische Bruderländer exportiert, bis nach Vietnam.
Bild: dpa
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Er diente dem Transport von VoPo-Einheiten: ein IFA G5 mit drei Achsen und Allradantrieb.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
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Das ist ein Wasserwerfer "Hydromyl" auf Basis der ehemaligen polnischen Lkw-Marke Star.
Bild: www.deutsche-volkspolizei.de
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Multicar ist die einzige DDR-Automarke, die sich bis heute halten konnte. Das kompakte Nutzfahrzeug ist in zahlreichen Aufbauvarianten erhältlich und vor allem bei Kommunen sehr beliebt.