Original 1968 Ford Mustang "Bullitt" für 3,32 Mio. versteigert

Bullitt-Mustang: Nachbau

Ford Mustang "Bullitt" (Baujahr 1968) für Rekorderlös versteigert

Der teuerste Mustang aller Zeiten!

Was für eine Show! Der originale Ford Mustang "Bullitt" aus dem Film mit Steve McQueen wurde für 3,7 Millionen Dollar versteigert. Damit ist er der teuerste Mustang aller Zeiten!
Für viele ist er das berühmteste Filmauto aller Zeiten: der Ford Mustang GT Fastback "Bullitt" aus dem gleichnamigen Hollywood-Kultstreifen mit dem unvergessenen Steve McQueen († 1980). Nun ist das Auto der teuerste Mustang aller Zeiten! Für sage und schreibe 3,74 Millionen Dollar (mehr als 3,3 Millionen Euro) inklusive Gebühren wurde das Original-V8-Kraftpaket in der Farbe Highland Green beim US-Auktionshaus Mecum in Kissimmee (US-Bundesstaat Florida) an einen Unbekannten versteigert. Bislang galt ein 1967 Shelby GT500 Super Snake als Rekordhalter, für den im Januar 2019 bei 2,2 Millionen Dollar der Hammer fiel, ebenfalls bei Mecum's Kissimmee.
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Ein "Jump Car" und ein "Hero Car" im Einsatz

2018 feierte der Original-Mustang in Detroit seine Wiederauferstehung neben dem Bullitt-Sondermodell.

Genau genommen waren beim Dreh im Jahr 1968 zwei Mustangs im Einsatz: ein "Jump Car" (Seriennummer 558, benannt nach den Endziffern der Fahrgestellnummer 8R02S125558) für die Actionszenen und ein "Hero Car" (Seriennummer 559) für Szenen mit Lieutenant Frank Bullitt alias Hauptdarsteller Steve McQueen. Beide besaßen identische Spezifikationen, vorgenommen von Hollywoods Spitzentuner Max Balchowsky: ein Umbau auf ein robustes Borg-Warner T-10 Viergang-Schaltgetriebe mit extra starker Borg-Warner Kupplung und die Installation eines präparierten V8 mit 390 ci Hubraum (ca. 6,4 Liter). Dazu verstärkte Stoßdämpferdome, Domstreben, Helwig-Stabilisatoren vorn und hinten, Koni-Stoßdämpfer, steifere Schraubenfedern und eine Verstärkungen des Rahmens. Während der Action-Mustang bei den Dreharbeiten schwer beschädigt wurde und irgendwann in Mexiko wieder aufgetaucht sein soll, feierte der nun versteigerte 559er-Ford-Mustang 2018 zum 50-jährigen Filmjubiläum seine Auferstehung auf der NAIAS in Detroit.

Fahrbericht Ford Mustang Bullit

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McQueen wollte das Auto kaufen – vergeblich

Die Familie von Besitzer Sean Kiernan fuhr den Ford Mustang Bullitt oft und regelmäßig.

Bis dahin galt auch er als verschollen, in Wahrheit aber befand sich der Bullitt rund 45 Jahre im Besitz der Familie von Sean Kiernan, dem jetzigen Verkäufer. Dessen Vater Robert erstand den Wagen 1974 von einem Privatdetektiv, der Kaufpreis soll bei rund 3500 Dollar gelegen haben – bei diesem hochsymbolischen Wert startete nun auch die Versteigerung bei Mecum. Dabei fristete das Kultobjekt zunächst nicht etwa ein wohlbehütetes Dasein in einer wohltemperierten Garage, sondern diente den Kiernans als Pendler- und Familienauto, wie Sean Anfang 2018 anlässlich der Anerkennung des Wagens als automobiles Kulturgut der USA erzählte. 1977 widerstand Robert sogar einem hartnäckigen Kaufangebot von Steve McQueen persönlich, der Bullitt gehörte schließlich zur Familie. Anfang der 1980er-Jahre wurde der Fastback dann von den Kiernans mit rund 46.000 Meilen (ca. 74.000 Kilometer) auf dem Tacho stillgelegt und von einem alltagstauglicheren Plymouth Horizon abgelöst. Hier gibt's die sagenhafte Versteigerungsshow des Ford Mustang Bullitt auf der Mecum's Kissimmee Auction im Video.)

Behutsame Restaurierung, Gebrauchsspuren erhalten

Nach zwei Jahrzehnten Ruhe im Familiengral begann Anfang der 2000er die Restaurierung des historischen Mustang Bullitt. Erst durch Robert Kiernan, nach dessen Parkinson-Erkrankung und schließlich Tod 2014 fortgeführt von Sohn und Erbe Sean. Der Motor wurde neu aufgebaut, die alten Teppiche ersetzt und ein neues Lenkrad eingebaut, das genau der Filmversion entspricht. Ansonsten wurden die Gebrauchsspuren und die Patina der jahrelangen Standzeit erhalten. Fast die gesamte Ausstattung – Sitze, Verkleidungen, der für eine Nebelmaschine "gelochte" Kofferraum und sogar die Kamera-Halterungen – blieb unverändert. Auch die Karosserie ist fast original, nur der einst demolierte vordere Stoßfänger und die Frontschürze wurden durch Neuteile ersetzt.

Legendäre Verfolgungsjagd begründete Kultstatus

Was der neue Besitzer des 52 Jahre alten Mustang Bullitt mit seinem Schätzchen plant, ist nicht bekannt. Als Käufer ist eher ein echter Film- und Classic-Car-Liebhaber als ein eiskalter Finanzjongleur zu vermuten. Unbestritten ist hingegen der Kultstatus des Bullitt, den unter anderem eine Nachbau-Kleinserie und das Sondermodell 50 Jahre nach dem Filmstart beweisen. Schließlich ist er für viele das berühmteste Filmauto aller Zeiten, vor allem wegen dieser legendären Verfolgungsjagd:

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