Früher waren billige Autos meistens nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Heute gibt es Luxus in allen Preisklassen. Sie können wählen: Variabler Kofferraum, Automatik-Getriebe, elektrische Fensterheber – viel ist für 13.000 D-Mark möglich. Honda Jazz/Suzuki Swift: Automatische Getriebe werden mittlerweile auch bei kleinen Stadtflitzern geschätzt. Autos von der Größe eines Honda Jazz und Suzuki Swift bewegen sich vorwiegend im Stadtverkehr, dort, wo die Automatik die meisten Vorteile bietet: kuppeln und schalten entfällt. Hondas Konsequenz: Den Jazz 55 gibt es ausschließlich mit einer Dreigang-Automatik.
Suzuki bietet seine Dreigang-Automatik wahlweise zum Fünfganggetriebe. Makellos arbeiten die beiden Japan-Automaten nicht, aber zufriedenstellend. Die Gangwechsel finden ziemlich ruckartig statt. Dennoch: zwei nachdenkenswerte Angebote. Mazda 323 LX 1.1: Dieser Japaner bietet viele Extras serienmäßig und lässt deshalb die 13.000 Mark-Grenze hinter sich. Exakt 13.500 Mark kostet der Einstieg in Mazdas Antwort auf den Golf. Der 323 ist auf den Zentimeter genauso lang wie sein deutscher Konkurrent aus Wolfsburg, hat genauso viele PS unter der Haube (55), kostet aber über 2000 Mark weniger.
Typisch japanisch ist auch die Serienausstattung des Basismodells 323 LX 1.1. Da fehlen eigentlich nur Drehzahlmesser, ein abschließbares Handschuhfach und der rechte Außenspiegel. Der Motor ist rau – vor allem bei höheren Drehzahlen. Ein Auto für Kleinfamilien, die aufs Geld schauen müssen. Citroën Visa 11 RE "Fahren wie Gott in Frankreich" hieß vor vielen Jahren ein Werbeslogan von Citroën. Gemünzt war er auf den "DS", der sanft schaukelnd über alle Hindernisse der Straßen dahin glitt. Das tut der Visa nicht, aber Ansätze dieses Charakters zeigt auch er. Der Citroën hat die "typisch" französisch-weiche Fahrwerksauslegung, die heute gar nicht mehr so typisch ist.