Oldtimer in Deutschland: GTÜ-Report
So gut sind Oldies von 1987

Autos von 1987 sind reif fürs H-Kennzeichen. Aber wie gut sind diese Oldtimer in Schuss? Hier kommen die Mängelriesen und -zwerge der Oldies bei der GTÜ-Hauptuntersuchung 2016!
- Maike Schade

Peugeot 405 fielen 2016 bei der HU überdurchschnittlich oft mit schweren Mängeln auf.
Bild: Werk
Bald auch saisonal? Alle Infos zum H-Kennzeichen
Relativ problemfrei ist dagegen laut GTÜ das Mercedes Coupé (124C). Genau 42,4 Prozent der von GTÜ-Prüfingenieuren gecheckten Zweitür-Benze absolvierten die HU "ohne erkennbare Mängel", dicht gefolgt vom Ford Sierra mit 39,4 Prozent an mängelfreien Fahrzeugen. Den dritten Platz mit 37,6 Prozent belegt ein beständiger Japaner, der Mazda 626. Hier das Ranking der beliebtesten H-Kandidaten mitsamt ihrer typischen Schwächen!
Oldtimer besser in Schuss als Youngtimer
Grundsätzlich sind H-Oldtimer laut der Prüfstelle meist in besserem technischen Zustand als deutlich jüngere Autos – im Durchschitt lägen die meisten älteren Autos in der GTÜ-Mängelstatistik auf dem Niveau der acht bis neun Jahre alten Pkw. Mehr als die Hälfte (53,7 Prozent) der Pkw mit H-Kennzeichen im Alter von 30 bis 40 Jahren erhalten bei der fälligen Hauptuntersuchung (HU) die neue Prüfplakette bereits im ersten Anlauf. Zum Vergleich: Bei Youngtimern, also Fahrzeugen im Alter von 20 bis 30 Jahren, fällt jedes Dritte (33,3 Prozent) bei der HU durch.
Reif fürs H-Kennzeichen: Klassiker von 1988

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Vor 30 Jahren kamen eine Menge erfreuliche Autos auf den Markt, die 2018 offiziell Oldtimer werden und ein H-Kennzeichen bekommen können. Den Anfang macht der BMW 5er (E34): Der ...
Bild: Theo Klein / Autobild

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... M20-Sechszylinder wirkt unter 3500 Umdrehungen zwar schlapp, bietet aber Laufruhe und betört mit seinem kultiviertem Klang.
Bild: Theo Klein / Autobild

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Das dem Fahrer zugewandte Cockpit überzeugt mit perfekter Passform, der Hebel der Fünfgangschaltung flutscht locker-leicht durch die Kulisse.
Gebrauchtwagensuche: BMW 5er
Bild: Theo Klein / Autobild

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Auch schon 30: Alfa Romeo 164. Der 164 sollte Alfa nach der Übernahme durch Fiat auf Trab bringen. In Italien gab es den zusammen mit Lancia und Saab entwickelten Fronttriebler im Pininfarina-Outfit schon 1987, nach Deutschland kam er im Herbst 1988. Bis 1990 war die Karosserie teil-, dann vollverzinkt. Preis: 3500 Euro (Zustand 2); 1700 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Alfa Romeo 164
Bild: Aleksander Perkovic / AUTO BILD

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Audi V8: Wer gegen die Platzhirsche antreten will, muss klotzen, nicht kleckern. Audi versuchte es ab Herbst 1988 mit dem V8. Quattro-Antrieb (neu in der Oberklasse), 3,6-Liter-V8 (250 PS), Top-Ausstattung. Doch der teure V8 floppte – auch weil er zu sehr nach aufgeblähtem Audi 100 aussah. Preis: 9500 Euro (Zustand 2); Preis: 3700 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Audi V8
Bild: Audi AG

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Opel Vectra: Im Herbst 2018 wird die Opel-Limousine 30, wirkt aber viel jünger – vor allem im Vergleich zum Vorgänger, dem biederen Ascona C. Folge: Klassikerfans haben den Vectra A noch nicht auf dem Schirm. Dabei setzte er auch technisch Maßstäbe, etwa als 4x4 mit aufwendigem Allradantrieb. Preis: 2400 Euro (Zustand 2); Preis: 1300 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Opel Vectra
Bild: Opel Automobile GmbH

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VW Passat (B3): Auto-Chronist Werner Oswald spottete über den rundlichen "Leberwurst-Stil" der dritten Passat-Generation. Doch mit mehr Radstand und quer eingebauten Motoren bot VWs Neuer ab Frühjahr 1988 richtig viel Platz. Die Kombiversion Variant folgte im Sommer. Preis: 1900 Euro (Zustand 2); 1000 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: VW Passat
Bild: Volkswagen AG

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Rover 827: Entwicklungshilfe von Honda reichte dem Rover 827 nicht, um ab 1988 die hart umkämpfte obere Mittelklasse aufzumischen. Doch gerade sein Exotenstatus macht das Topmodell mit 2,7-Liter-Honda-V6 und Kat (169 PS) heute zu einem Fall für Liebhaber. Preis: 2400 Euro (Zustand 2); 1200 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Rover 827
Bild: Sven Krieger

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Saab 9000 CD: Wie der Alfa 164 ist auch der 9000 ein Kind der Kooperation des Fiat-Konzerns mit Saab. Allerdings punktete der robuste Schwede von Beginn an mit seiner Unverwüstlichkeit. Die kantige Stufenheckversion namens CD kam 1988. Preis: 6100 Euro (Zustand 2); 2700 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Saab 9000
Bild: Klaus Kuhnigk

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Mitsubishi Galant: Im März 1988 brachte Mitsubishi die sechste Galant-Generation mit serienmäßigem G-Kat nach Deutschland - und ließ die Mittelklasse-Konkurrenz alt aussehen: je nach Modell mit Elektronikfahrwerk oder der weltweit ersten Kombination von Allradantrieb und -lenkung. Preis: 2900 Euro (Zustand 3); 1500 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Mitsubishi Galant
Bild: Mitsubishi Motors

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Porsche 964: In den späten Achtzigern schlitterte Porsche in die Krise. Die Rettung sollte ein verbesserter 911 bringen, der 964. Bodengruppe und Fahrwerk waren ebenso neu wie der 3,6-Liter-Boxer mit Kat und 250 PS. Der Heckflügel fuhr je nach Tempo automatisch aus und ein. Zum Verkaufsstart 1988 trat zunächst der Carrera 4 mit (erstmals beim 911 erhältlichem) Allradantrieb an. Preis: 59.200 Euro (Zustand 2); 37.200 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Porsche 911
Bild: Werk

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Mercedes 190 E 2.5-16: Im Herbst 1988 verpasste Mercedes seinem kleinsten Modell eine große Modellpflege und brachte mit dem 190 E 2.5-16 (mit Kat 195 PS) auch einen stärkeren Nachfolger für die 2,3-Liter-Version. Preis: 22.700 Euro (Zustand 2); 12.900 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Mercedes 190
Bild: Daimler AG

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Opel Kadett GSi 16V: Ein "i" im Namen, am besten gepaart mit dem Zusatz "16V": Das adelte in den 80ern auch sportliche Kompakte. Opel sprang auf den Zug auf und lockte ab Februar 1988 mit dem Kadett GSi 16V (zwei Liter, 150 PS, Kat). Preis: 8600 Euro (Zustand 2); 4500 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Opel Kadett
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD

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Ford Sierra Cosworth: Im Gegensatz zum Vorgänger mit Riesen-Heckflügel wirkt die Straßenversion des 88er Cossie mit 204 PS starkem 2,0-Liter-Turbo-Vierventiler eher unauffällig. Der seltene Sport-Ford wurde nur 1988/89 gebaut. Preis: 19.600 Euro (Zustand 2); 11.200 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Ford Sierra
Bild: The Ford Motor Company

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Opel Corsa GSi: 1,6 Liter Hubraum, 100 PS und weniger als 900 Kilo Leergewicht? Im Mai 1988 war das bei Kleinwagen eine Kombination, die aufhorchen ließ. Immerhin schafft der wieselflinke Opel Corsa GSi 190 km/h Spitze. Preis: 4000 Euro (Zustand 2); 2300 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Opel Corsa
Bild: Opel Automobile GmbH

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VW Corrado G60: So richtig hat der Corrado, der eigentlich den Scirocco ablösen sollte, seine Nische nie gefunden. Ab Ende 1988 wurde er ausgeliefert, sofort mit G-Lader: eine Art Volksporsche mit 160 PS. Preis: 9500 Euro (Zustand 2); 5700 Euro (Zustand 3).
Bild: Klaus Kuhnigk / AUTO BILD

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Audi Coupé: Kompakte Sportcoupés waren in den späten 80ern groß in Mode. Deshalb schickte Audi Ende 1988 einen neuen Zweitürer auf Basis des Audi 80 B3 ins Rennen (im Bild das 92er-Modell). Die Mischung aus Limousinen-Design und keckem Kombiheck mit großer Klappe und umklappbaren Rücksitzlehnen funktionierte. Bleiben sie oben, ist's hinten bequem. Preis: 4600 Euro (Zustand 2); 2400 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Audi Coupé
Bild: Klaus Kuhnigk / AUTO BILD

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Maserati Karif: Okay, wer Maserati Biturbo fährt, der sollte angesichts der üblen Qualität leidensfähig sein. Das gilt also auch für den Karif, der nichts anderes ist als ein Hardtop-Coupé auf Basis des Biturbo Spyder. Mit 2,8-Liter-Kat-V6 leistet der Karif 225 PS. 220 Stück entstanden von 1988 bis 1992. Preis: 32.700 Euro (Zustand 2); 19.500 Euro (Zustand 3).
Bild: Maserati

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Buick Reatta: Mit dem Reatta wollte Buick Anfang 1988 junge Kunden ködern, entsprechend hip war das Coupé konzipiert. Digitale Armaturen samt Touchscreen sind genau das Richtige für Computer-Nerds – dachte Buick, doch der Reatta floppte. Schon 1991 war Schluss mit Mäusekino. Preis: 5600 Euro (Zustand 2); 2900 Euro (Zustand 3).
Bild: Werk

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Fiat Tipo: Im Gegensatz zum Vorgänger, dem rundlichen Ritmo, wirkte der Tipo 1988 wie ein kantiger Charaktertyp. Er leitete bei Fiat die Plattformstrategie ein, bei der sich mehrere Modelle das gleiche Rückgrat teilen. Teilverzinkte Karosserie, Platz satt, je nach Version Motoren mit Ausgleichswellen zur Verbesserung der Laufkultur: So wurde der Tipo "Auto des Jahres 1989". Schwache Crashtest-Ergebnisse waren sein Manko. Preis: 2100 Euro (Zustand 2); 1100 Euro (Zustand 3).
Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

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Renault 19: Über zwei Milliarden Mark investierte Renault in die Entwicklung des R9/11-Nachfolgers. Giugiaro war verantwortlich fürs Design, die platzsparende Verbundlenkerhinterachse für den großen Kofferraum. Zu uns kam der R19 zum Jahreswechsel 1988/89, von 1990 bis 1994 war er in Deutschland das meistverkaufte Importauto. Preis: 1500 Euro (Zustand 2); 700 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Renault 19
Bild: Andreas Lindlahr / AUTO BILD

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Volvo 440: Dieser Schwede war Weltbürger: Im Lohnauftrag überarbeitete Porsche seine Motoren, deren Basis stammte von Renault. Gebaut wurde der 440 im niederländischen Born. Mit Volvo-Image, günstig in Verbrauch und Wartung, ging er ab Sommer '88 auf Kundenfang. Preis: 3500 Euro (Zustand 2); 1600 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Volvo 440
Bild: Volvo Cars

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Mazda 121: Braves Outfit, magere Ausstattung – aber geniales Konzept mit verschiebbarer Rückbank samt beidseitig umklappbaren Rückenlehnen. So schaffte sich der 121 Freunde, vor allem als Canvas-Top mit elektrisch betätigtem Faltdach. Preis: 2200 Euro (Zustand 2); 1100 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Mazda 121
Bild: Mazda Motors

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Wartburg 1.3: Seit 1966 pötterte im Wartburg 353 ein schwachbrüstiger Zweitakt-Dreizylinder (45 bis 50 PS). Ab September 1988 pochte unter der Fronthaube ein viertaktendes 1,3-Liter-Herz mit 58 PS aus dem VW Golf. Auch Fahrwerk und Karosserie wurden modernisiert. Den Vierzylindermotor bauten die Chemnitzer Barkas-Werke in Lizenz. Preis: 4200 Euro (Zustand 2); 2000 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Wartburg 1.3
Bild: Harald Almonat / AUTO BILD

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Mitsubishi Colt: Die dritte Colt-Generation erschien im Frühjahr 1988. Frühlingsgefühle weckte der brave Dreitürer zwar nicht unbedingt, dafür stimmte die Qualität. Topmodell war der GTi 16V mit strammen 124 PS (ab 1990: 136 PS). Preis: 3100 Euro (Zustand 2); 1700 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Mitsubishi Colt
Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD

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VW T3 California: Ob der T3 wirklich der letzte echte "Bulli" ist, darüber lässt sich streiten. Zumindest wirkt der Hecktriebler noch schön altmodisch – wie es sich für einen Oldtimer gehört. Als California-Campingbus ist er sehr begehrt. Preis: 13.700 Euro (Zustand 2); 8100 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: VW T3
Bild: Volkswagen AG

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Suzuki Vitara: Zugegeben, der Vitara wirkt gegenüber der SJ/Samurai-Baureihe ziemlich weichgespült. Aber er stand seinen Mann (womöglich öfter seine Frau): Leiterrahmen, zuschaltbarer Allradantrieb, Geländereduktion, knackig kurzer Radstand und Falt- oder Stahldach – so eroberte der Japan-Kraxler ab Sommer 1988 viele Herzen. Preis: 3900 Euro (Zustand 2); 2500 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: Suzuki Vitara
Bild: Andreas Lindlahr / AUTO BILD

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Nissan Terrano: Heute erleben Sport Utility Vehicles (SUV) einen großen Boom, 1988 steckten sie noch in den Kinderschuhen. Damals brachte Nissan den eigentlich für die USA konzipierten (und dort Pathfinder genannten) Terrano nach Deutschland. Hierzulande war er ausschließlich mit zuschaltbarem Allradantrieb lieferbar. Preis: 5000 Euro (Zustand 2); 2800 Euro (Zustand 3).
Bild: Nissan Motor

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BMW Z1: "1988: das Jahr der schrillen Mode, der schönen Stars, des Super-Roadsters aus Bayern", schrieb AUTO BILD 1991. 1987 wurde der Z1 präsentiert, 1988 war er in aller Munde, aber erst Anfang 1989 wurden die ersten ausgeliefert. Der Listenpreis für den Roadster mit 170-PS-Reihensechszylinder betrug anfangs 80.000 Mark. Preis heute: 53.400 Euro (Zustand 2); 38.500 Euro (Zustand 3).
Gebrauchtwagensuche: BMW Z1
Bild: BMW Group

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Jaguar XJ-S V12 Convertible: Endlich bügelfrei! Im Februar 1988 konnten es anglophile Frischluft-Freunde mit dem nötigen Kleingeld kaum erwarten: Jetzt gab es den XJ-S V12 auch als 275 PS starkes Vollcabrio. Geburtshilfe leisteten die Verdeckspezialisten von Karmann in Osnabrück. Preis: 24.200 Euro (Zustand 2); 15.900 Euro (Zustand 3).
Bild: Klaus Kuhnigk / AUTO BILD

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BMW M3 Cabriolet: Im Mai 1988 erschien der M3 der Baureihe E30 auch als Cabrio – für satte 90.000 Mark! Drei Jahre behielt BMW den Viersitzer im Angebot. In dieser Zeit erlagen nur knapp 800 Käufer der offenen Versuchung. Das macht den Frischluft-Feger mit famosem 195-PS-Vierventil-Vierzylinder heute zum seltenen Sammlerstück. Preis: 77.500 Euro (Zustand 2); 53.600 Euro (Zustand 3). Nur ein Jahr zuvor kamen die ...
Bild: BMW Group

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... Neuheiten von 1987 heraus. Zum Beispiel der Ferrari F40, eines der coolsten 80er-Jahre-Autos.
Bild: Patrice Marker

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Der F40 betört heute noch als Gesamtkunstwerk. Mit seiner brachialen, gestauchten Zweckform, wie Pininfarina seither keine mehr abgeliefert hat. Mit dem ungefilterten, mechanischen Fahrerlebnis ...
Bild: Patrice Marker

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... wie es moderne Supercars mit ihren Hybrid-Modi und Formel-1-Schaltpaddeln nicht mehr bieten können. Er fordert seinen Fahrer nicht nur, er schult ihn.
Bild: Sven Krieger

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Im Cockpit herrschen Askese und Enge, etwas Filz am Armaturenträger bedient den Kuschelfaktor.
Bild: Patrice Marker

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Ferrari verwendet für den Body erstmals einen ultraleichten Kunststoff-Mix wie in der Formel 1. Die Motorabdeckung gibt es nur als Sonderanfertigung, sie kostet 20.000 Euro.
Bild: Patrice Marker

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Der V8 versteckt sich mittschiffs, unter Ansaugrohren und einem Paar Behrkühlern für die Turbos.
Bild: Patrice Marker

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Empfehlung: Auch wenn wir es bekloppt finden, Autos wie Aktien zu behandeln, eignet sich kaum ein Auto besser dafür. Gab es vor vier Jahren noch einen guten F40 für 450.000 Euro, knacken sie heute schon die Million.
Gebrauchtwagensuche: Ferrari F40
Bild: Sven Krieger

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Opel Senator 3.0 CD: Selbst im Opel-Universum noch immer den Unterschätzten spielen – dabei haben Sammler die 1987 erschienene Opel-Limousine längst entdeckt und sichern sich gut erhaltene Exemplare. Die Preise schwanken noch; gute Autos kosten oft weit unter 5000 Euro. Dafür gibt es 177 PS und ein heute noch zeitgemäßes Fahrwerk.
Bild: Christian Herb

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Runde Radläufe, breite Rückleuchten: Der Senator ist kein Omega!
Bild: Christian Herb

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Im Fond trifft knautschiges Leder auf knarzigen Kunststoff.
Bild: Christian Herb

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In der CD-Ausstattung war das digitale "Mäusekino" Serie. Irgendwas blinkt immer, der Tankanzeige sollte man nicht zu sehr vertrauen.
Bild: Christian Herb

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Ja, das ist ein Bordcomputer. Wichtige Funktion für (mögliche) Autobahnrennen: die Stoppuhr!
Bild: Christian Herb

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Der seidige Opel-Reihensechszylinder holt aus 3 Liter Hubraum 177 PS. Mit G-Kat sind es nur noch 156.
Bild: Christian Herb

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Empfehlung: Ein überpflegtes Rentner-Garagen-Wenigfahrer-Auto kaufen. Nichts ist undankbarer, als viel Zeit und Geld in einen Senator B zu stecken. Damit, dass ihm (noch) niemand schmachtend hinterherschaut, muss man klarkommen. Die katlose 3.0er-Serien-Motorisierung ist eine sichere Bank; 24V-Ausführungen sind gesuchter, durch hohe Beanspruchung (Bleifuß!) aber auch meist anfälliger.
Gebrauchtwagensuche: Opel Senator
Bild: Christian Herb

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Honda Prelude: Die Fahrleistungen des Coupés von 1987 sind absolut von dieser Welt. Auch das Topmodell kann nicht viel mehr. Konkurrenten wie Toyotas Celica oder der VW Scirocco halten da locker mit. Doch das spielt gar keine Rolle, wenn man mal seiner ferrariesken Front und
der Luftigkeit seines gewächshäuslichen Aufbaus verfallen ist.
Bild: Patrice Marker

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Der Prelude spurt dank 4WS (Four Wheel Steering) gutmütig-spurstabil das Asphaltband entlang.
Bild: Patrice Marker

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Auch der 16V-Motor ist bis auf den alle 100.000 Kilometer (oder alle fünf Jahre) zu wechselnden Zahnriemen relativ anspruchslos.
Bild: Patrice Marker

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So wohnlich Plastik eben sein kann: Cockpit mit Dreispeichenlenkrad und Bediensatelliten.
Bild: Patrice Marker

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Empfehlung: Jeden gepflegten Prelude aus seriösem Vorbesitz mit gestempeltem Scheckheft. Einer mit Klappscheinwerfern sollte es schon sein, also aus der zweiten Generation AB (1982–1987) oder der dritten Generation BA4 (1987–1992). Aber schnell: Auch der Preis ist mit unter 4000 Euro noch von dieser Welt, und so kostet der Honda mit der revolutionären Allradlenkung auch in gutem Zustand nicht mehr als ein gebrauchter Dacia Logan.
Gebrauchtwagensuche: Honda Prelude
Bild: Patrice Marker

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Skoda Favorit 135: Ein Favorit hat so viel Gebrauchswert, dass er ihn selbst im Rallye-Trimm nicht verleugnen kann. Als frühe Version, womöglich mit asymmetrisch angeordnetem Markenemblem und schrulligem Innenraumdesign ist er schon selten ...
Bild: Götz von Sternenfels

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... aber nie teuer: Selbst gute Exemplare kosten kaum über 2000 Euro. Darin spiegelt sich aber auch sein Image: Noch ist er kein begehrter Klassiker.
Bild: Götz von Sternenfels

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Das Cockpit entspricht dem Werks-Rallyeauto von 1993. Pures Bretone-Design auch hier.
Bild: Götz von Sternenfels

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Dieser Vierzylinder ist nach Gruppe-A-Reglement aufgebaut, leistet 112 statt serienmäßiger 57 PS.
Bild: Götz von Sternenfels

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Empfehlung: Nach einem frühen Favorit suchen. Aber nicht den erstbesten kaufen, der angeboten wird. Geduld vorausgesetzt, ist die Chance, ein unberührtes Rentnerfahrzeug zu finden, gar nicht mal so klein – wenn auch kleiner als der Markt selbst.
Gebrauchtwagensuche: Skoda Favorit
Bild: Götz von Sternenfels

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BMW 3er Touring: Die Bayern trauen sich in den 80ern was: erst ’nen Diesel, dann 1987
ihren ersten Kombi. Mit
dem E30 Touring haben die Tennis spielenden Yuppies einen neuen Lieblingslaster.
Gebrauchtwagensuche: BMW 3er
Bild: Werk

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BMW 750i: BMW rollt auf der IAA den ersten deutschen Nachkriegs-Zwölfzylinder ins Scheinwerferlicht. Prestigewert? Nicht bezifferbar!
Gebrauchtwagensuche: BMW 7er
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Cadillac Allanté: Das feine Ami-Cabrio: Pininfarina fertigt die Karosserien in Italy, dann fliegen Jumbos sie nach Detroit zur Endmontage.
Gebrauchtwagensuche: Cadillac Allanté
Bild: Cadillac

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Chevrolet Camaro Convertible: Great again: Zum zwanzigsten Geburtstag gibt es den Camaro endlich wieder als Vollcabrio wie zuletzt 1969.
Gebrauchtwagensuche: Chevrolet Camaro
Bild: Chevrolet

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Lancia Delta Integrale: Das Evolutionsmodell mit 185 PS steht 1987 auf der IAA und driftet sich sofort in die Fanherzen. Im Rallyesport ist Lancia in den Jahren darauf eine Macht.
Gebrauchtwagensuche: Lancia Delta
Bild: Sonntag

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Lancia Y10 4WD: 4x4 ist in, drum bringen die Italiener ihren 3,40-Meter-Zwerg auch mit Allrad, mehr Bodenfreiheit, Plastikplanken und Gummischmutzfängern.
Gebrauchtwagensuche: Lancia Y
Bild: Fiat Chrysler

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Mazda RX-7 Turbo: Wankelmotor, Turboaufladung, Klappscheinwerfer – wenn das nicht zum Klassiker reicht, wissen wir auch nicht mehr weiter.
Gebrauchtwagensuche: Mazda RX-7
Bild: Mazda

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Das Beste kommt zum Schluss... Porsche 911 Speedster - leicht und luftig: der Speedster mit niedriger Frontscheibe und GFK- Höckern für Gepäck und Notverdeck. Hier kommen die Neuheiten von 1986!
Bild: Porsche AG
Infos zum H-Kennzeichen

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Wer bekommt ein H-Kennzeichen? Seit 1997 können Fahrzeughalter mit dem H-Kennzeichen historische Autos anmelden, wenn diese vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und in einem guten, originalen oder zeitgenössisch restaurierten Zustand sind. Es sieht aus wie ein normales Nummernschild, endet aber mit dem Buchstaben "H" (für historisch). Es bietet nicht nur für viele Oldtimer-Besitzer ...
Bild: Christian Bittmann

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... steuerliche Vorteile (es müssen nur pauschal 191,73 Euro pro Jahr Kfz-Steuer bezahlt werden, unabhängig von Hubraum und Verbrauch), es zeichnet den Kennzeichenträger darüber hinaus als rollendes Kulturgut aus. Wer dieses Kennzeichen möchte, der muss ein Gutachten vorlegen, das die weitgehende Originalität des Fahrzeugs belegt.
Bild: Christian Bittmann

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Wie bekommt man ein H-Gutachten? Erstellen kann so ein Gutachten seit 2007 jeder geschulte Prüfingenieur. Zur Begutachtung gehört eine Untersuchung im Umfang einer Hauptuntersuchung sowie eine Beurteilung des Pflege-/Erhaltungszustands des Gesamtfahrzeugs und ...
Bild: Angelika Emmerling

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... die Originalität seiner Hauptbaugruppen. Dazu gehören: Aufbau/Karosserie und Rahmen bzw. Fahrwerk, ...
Bild: Christian Bittmann

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... der Motor, die Bremsanlage und die Lenkung, ...
Bild: Christian Bittmann

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... Felgen und Räder (inklusive Dimension der Reifen) sowie ...
Bild: Markus Heimbach

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... der Innenraum. Ein aktuelles Radio mit CD-Player ...
Bild: Christian Bittmann

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... ist genauso tabu wie eine fest installierte USB-Buchse fürs Smartphone.
Bild: Christian Bittmann

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Erlaubt sind jedoch Änderungen am Fahrzeug, die nachweislich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Erstzulassung (ggf. Herstellungsdatum) erfolgt sind. Oder hätten erfolgen können, das würde sie als zeitgenössisch klassifizieren. Dazu gehören auch technische Änderungen, die innerhalb der Fahrzeugbaureihe bereits für zulässig/möglich erklärt wurden und nicht zeitgenössische Änderungen, die nachweislich vor mindestens 30 Jahren durchgeführt wurden.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Die Nachrüstung von Abgasreinigungssystemen ist aus Umweltschutzgründen generell möglich, allerdings muss deren Zulässigkeit nachgewiesen werden. In dieser Hinsicht spricht nichts gegen einen Nachrüst-Kat!
Bild: Werk

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Wie kann ich beweisen, dass Änderungen zeitgenössisch sind? Glücklich ist, wer Unterlagen aufbewahrt hat, beispielsweise Originalprospekte, die besondere Felgen zeigen. Auch Betriebsanleitungen, damalige Herstellerfreigaben oder historische Gutachten eignen sich für den Nachweis der Originalität. Wer so etwas nicht zur Hand hat, kann in Archiven stöbern: Es können Presseveröffentlichungen wie Fahrberichte, in denen das jeweilige Detail erwähnt wird, zum Beweis herangezogen werden.
Bild: Andreas Lindlahr

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Was kostet ein H-Kennzeichen? Insgesamt werden hierfür etwa 230 Euro fällig. Bezahlt werden müssen das Gutachten, etwa 100 Euro (variiert je nach Fahrzeugart); die Hauptuntersuchung, etwa 90 Euro; die Zulassung, etwa 30 Euro, plus ggf. Kosten für ein Wunschkennzeichen (12,80 Euro). Außerdem muss das Fahrzeug versichert werden. Einige Versicherungen bieten für Oldies spezielle Tarife an.
Bild: Ralf Timm

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Was ist ein Saisonkennzeichen? Ein Saisonkennzeichen ist sinnvoll für alle, die ihren Oldtimer nicht das ganze Jahr über auf der Straße bewegen wollen, sondern beispielsweise nur im Sommer. Gerade Oldtimer sind im Winter wegen Frost und Streusalz besser in der Garage aufgehoben.
Bild: MHE / HMA

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Möglich ist eine Zulassung zwischen zwei und elf Monaten, die Kfz-Steuer wird anteilig berechnet. Von wann bis wann das Kennzeichen gültig ist (z. B. "04/10", vom 1. April bis 31. Oktober), steht am rechten Rand des Kennzeichens. Seit 2017 gibt es auch ein saisonales H-Kennzeichen!
Bild: Hans-Joachim Mau

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Seit 2017 können auch Autos mit H-Kennzeichen saisonal zugelassen werden. Wer seinen Oldie unterjährig zulässt, muss nicht mehr pauschal die Jahres-Kfz-Steuer von 191,73 entrichten. Er kann den Klassiker für einen Zeitraum von zwei bis elf Monaten anmelden, mit anteiliger Steuer. Davon kann jeder profitieren, der seinen Oldtimer im Winter eingemottet in die Garage stellt. Wer seinen Oldie beispielsweise für sechs Monate von April bis September anmeldet, der zahlt ...
Bild: AUTO BILD KLASSIK

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... künftig nur noch 95 Euro Steuer pro Jahr! Achtung: Dürfen beim einzeiligen H-Kennzeichen ohne Saisonbezug vor dem H maximal sieben Buchstaben und Ziffern stehen (z. B. FD-AL 123H oder NWM-A 212H), sind beim saisonalen H-Kennzeichen maximal nur sechs Zeichen vor dem H erlaubt. Damit können ...
Bild: Tüv Nord

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... Halter aus Orten mit drei Buchstaben (ECK, NWM, STA), deren jetziges Kennzeichen etwa zwei Unterscheidungsbuchstaben und zwei Zahlen trägt, die neue Verordnung nicht nutzen. Sie müssten auf ein Kennzeichen mit sechs Zeichen umrüsten.
Bild: Hans-Joachim Mau / AUTO BILD

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Dürfen historische Fahrzeuge in Umweltzonen fahren? Ja! Laut Paragraf 2 Nr. 22 der Straßenverkehrsordnung ist es historischen Fahrzeugen erlaubt, sich auch ohne Umweltplakette innerhalb der Umweltzone zu bewegen.
Bild: AUTO BILD KLASSIK

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Für wen lohnt sich ein H-Kennzeichen nicht? Aus steuerlichen Gründen haben viele Oldtimerbesitzer bislang aufs prestigeträchtige H-Kennzeichen verzichtet. Denn die Kfz-Steuer bei Autos mit geringem Hubraum liegt teils unter den 191 Euro, die für jedes Auto mit H-Zulassung fällig werden. Also ist für Benziner-Kleinwagen bis 800 ccm Hubraum, beispielsweise eine BMW Isetta, eine normale Zulassung günstiger. Das ändert sich auch mit dem H-Saisonkennzeichen nicht. Für all diejenigen, ...
Bild: Angelika Emmerling / AUTO BILD

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... die mit einem Saisonkennzeichen günstiger fuhren, weil nur der anteilige Steuer-Betrag unter 191 Euro lag – das ist bei einer Siebenmonats-Zulassung für alle Autos bis 1,3 Liter Hubraum wie beispielsweise dem Opel Kadett A mit Einliter-Motor der Fall –, dürfte sich der Umstieg aufs H-Saisonkennzeichen lohnen.
Bild: Christian Bittner

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Ist das rote 07er-Kennzeichen eine Alternative? Kommt drauf an. Das 1994 eingeführte rote Oldtimer-Kennzeichen (auch 07er-Nummer genannt) ist gedacht für die wechselnde Verwendung an mehreren, ...
Bild: Ralf Timm

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... mindestens 30 Jahre (bis 2006: 20 Jahre) alten Fahrzeugen einer Fahrzeugart (Motorrad oder andere Kfz), ...
Bild: Matthias Brügge

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... die die gleichen Voraussetzungen erfüllen müssen wie für ein H-Kennzeichen (guter, originalgetreuer Zustand). Im Unterschied zum H-Kennzeichen ...
Bild: Markus Heimbach

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... ist aber keine regelmäßige HU nötig. Auch dürfen damit sehr alte Autos, die eigentlich keine Zulassung bekommen würden, weil sie beispielsweise keine Beleuchtung haben, auf die Straße. Der Nachteil des 07er-Kennzeichens: Die Nutzung wird stark eingeschränkt, etwa für die Teilnahme an Oldtimerveranstaltungen, Probe- und Überführungsfahrten. Das sollen Sie über das rote 07er-Kennzeichen wissen!
Bild: Ralf Timm
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