Omega gegen Nevada
Zwei für alle Fälle

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AUTO BILD Archiv-Artikel 1/1987: Viele Jahre erfüllten Kombis nur einen Zweck: Transportmittel. Heute verwöhnen die Raumfahrzeuge mit hochwertiger Ausstattung – und werden immer beliebter.
Die beiden Kombi-Neulinge, die bei AUTO BILD zum Vergleichstest antraten, sind wirklich nicht von Pappe. Der Opel Omega Caravan und der Renault 21 Nevada machen schon auf den ersten Blick einen properen Eindruck: vier Türen, große Heckklappe und Dachreling. Die Karosserieformen sind harmonisch. Der Opel wirkt aber bulliger, er liegt flach auf der Straße, presst sich förmlich an den Asphalt; dagegen stelzt der Renault auf hochbeinigem Fahrwerk daher und streckt zudem auch noch das Hinterteil zum Himmel. Türen auf, Heckklappe auf. Im Opel wie im Renault gibt es reichlich Platz. Bei beiden Kombis lassen sich die Rücksitzlehnen teilen und umklappen (Ausnahmen: die Renault-TL-/TD-Version und Opel Omega LS).
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Beim Renault im Verhältnis 1/3 zu 2/3, beim Opel in der Mitte. Das schafft Raum. Im Omega maximal bis zu einem Ladevolumen von 1850 Litern und im Nevada von 1710 Litern. Das sind Spitzenwerte in der Mittelklasse. Den geräumigen Nevada gibt es auch mit einer zweiten Rücksitzbank, als Siebensitzer, gedacht für kinderreiche Familien. Die Innenausstattung beider Autos lässt kaum zu wünschen übrig. Alles ist übersichtlich und gut zu bedienen. Auch bei Dunkelheit findet man sich ohne lange Fummelei schnell zurecht. Alle wichtigen Schalter sind beleuchtet und durch Symbole gekennzeichnet. Die Sitze sind bequem und geben ausreichenden Seitenhalt.
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Wobei der Opel spürbar straffer gefedert und gepolstert ist. Deutliche Unterschiede gibt es aber in punkto Materialien und Verarbeitung. Da hat der Omega die Nase vorn. Besonders bemerkbar machten sich die Qualitätsunterschiede auf der AUTO BILD-Teststrecke. Der Nevada dröhnte und klapperte auf Kopfsteinpflaster kräftiger als der Omega. Fahren lassen sich beide Kombis ohne Komforteinbuße genauso angenehm wie die Omega- oder R-21-Limousinen. Der Nevada ist aber handlicher als der 70 Kilogramm schwerere Omega. Im Stadtverkehr ist die Wendigkeit des Franzosen besonders erfreulich.
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