Mit Autos ist das so eine Sache: Vielen reicht es heute nicht mehr, dass sie vier Räder haben, ein zweckmäßiges Blechkleid und uns mehr oder weniger rasch von A nach B bringen. Es muss schon etwas mehr sein. Schnell wollen die einen sein, bequem reisen die anderen. Ein Dritter legt Wert auf viel Platz, während flinke Wendigkeit oder kein Dach über dem Kopf die Erfüllung anderer automobiler Träume sind. Aber eines verbindet alle: Sie empfinden Freude beim Autofahren. Der eine mehr, der andere weniger und unbewusst. Purer Fahrspaß ist's, den alle wollen. Welches Auto nun den meisten Spaß beim Fahren offeriert, wollte ich herausfinden.
Ohne aufs Geld zu schauen. Mit sieben ganz unterschiedlichen Autos fuhren wir in den Süden, jedes auf seine Art ein Spaß-Auto: 1.Alfa Romeo Spider 2.0 –  das klassische Frischluft-Erlebnis. 2.Austin Mini Mayfair – der winzige Stadtfloh. 3.BMW M3 – die viersitzige Sport-Rakete. 4.Citroën CX 25 GTi – die komfortable Reiselimousine. 5.Honda CRX 1.6i-16 – der flinke Kurvenflitzer. 6.Porsche 911 Carrera – der kompromisslose Sportwagen. 7.VW Golf GTI – der kräftige Erfolgstyp aus der Kompaktklasse. Lassen wir dem Kleinsten den Vortritt, beginnen wir mit dem Austin Mini.
Es war ein genialer Einfall, den Ingenieur Alec lssigonis Ende der fünfziger Jahre hatte. Ein superkurzer Kleinwagen, Motor vorne quer eingebaut, Frontantrieb. Fertig war der Mini. Und so ist er noch heute. Mit 27 Jahren auf dem Blechbuckel. Als Vorbild aller modernen Kleinwagen, die sein Bauprinzip übernahmen. Die Stadt mit ihren engen Gassen und winkligen Straßen ist sein Revier. Hier macht ihm keiner was vor. Parkprobleme kennt er nicht, er findet überall eine Lücke. Im dichten Verkehrsgewühl ist der Mini kaum zu bremsen. Sein munterer 42-PS-Motor hat mit dem 630-Kilo-Auto keine Mühe, auch wenn der Wochenendeinkauf auf der Rückbank liegt (der Kofferraum hinten ist allzu winzig).