Sondermodelle aus vier Jahrzehnten
Von weißen Katzen und schwarzer Magie

Bild: Markus Heimbach
- Malte Tom Büttner
- Stefan Roßbach
Sie hießen Jeans-Käfer, Opel Manta Black Magic oder VW Scirocco White Cat (womit unsere Überschrift erklärt wäre): Sondermodelle von landläufigen Serien-Autos genießen bis heute einen Nimbus des Besonderen, Edlen. Denn sie grenzen sich schon durch ihren exklusiven Namenszusatz von der scheinbar profanen Normalversion ab. Dazu kommen oft optische Gimmicks, die sie im Straßenbild auffallen lassen. Das kann im einfachsten Fall eine sonst nicht erhältliche Sonderlackierung oder -beschriftung sein, die signalisiert: Seht her, ich bin ein ganz Extravaganter. Die Aura der Exklusivität hält sich meist über die Jahrzehnte, in denen auch die Sympathie für diese automobilen Extrawürste wächst.
Schneekönige ohne Winterschuhe

Der Scirocco White Cat war nicht für die Katz', sondern für trendig-dynamische "Menschen von heute" gedacht.
Wie Mercedes zur Be-un-sinnung kam
Nur ein Hersteller lehnte solche Taschenspielertricks lange Zeit ab: Mercedes-Benz. In Stuttgart zählten innere Werte wie Sicherheit und die Zuverlässigkeit einer soliden, ausgereiften Konstruktion mehr als lachhafte Namenszusätze. Dazu kommt: Hätte es Mercedes-Sondermodelle damals schon gegeben, hätten sie analog zu "Jeans-Käfer" oder "Golf Pink Floyd" zielgruppengerecht "Tweed-Zweireiher-Zweihundert" oder "280 SE Hermann Prey" heißen müssen. Umso größer war die Überraschung, als die Schwaben 1992 die Avantgarde-Linie ihres 190 E in den Ausführungen Rosso, Verde und Azzurro lancierte. Letztere gab es nur mit 2.3 Liter-Motor, nur in Blau-Metallic (343) und vor allem nur mit Ledersitzen mit Einlagen in vier verschiedenen Farben. Willkommen in der Welt der Marketing-Marotten, Mercedes!
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