Concours d'Elegance in Pebble Beach 2009
Glamour in der Krise
Golfen auf Plätzen, die bis zur kalifornischen Pazifik-Küste reichen, dazu im Hintergrund riesige Villen: Im luxuriösen Ambiente von Pebble Beach präsentierten sich zum 59. Mal die edelsten Oldtimer der Welt.
Auch die Reichen leiden derzeit. Einige zumindest: Die protzige Villa in Pebble Beach, knapp 200 Kilometer südlich von San Francisco gelegen, ist trotz ihrer Lage direkt am Pazifik derzeit nicht einmal für rund 35 Millionen Dollar loszuschlagen. Dabei ist sie ein Schnäppchen: Letztes Jahr hatte sie der Makler im nahen Nobelort Carmel-by-the-Sea noch mit über 60 Millionen gelistet. Aber er findet und findet keinen Käufer. Dabei könnte ein neuer Besitzer hier zu entspannten Gartenpartys einladen: Meist wären hier nur Golfer zu sehen und die Sonne, die abends romantisch im Meer versinkt. Nur einmal jedes Jahr, am zweiten Sonntag im August, rollen weit über 200 Oldtimer auf den kurzgeschorenen Rasen vor dem Anwesen. Seit 1950 treffen sich Auto-Sammler hier regelmäßig zum Concours d'Elegance. Dieses Jahr schaute sogar Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger vorbei. An Dutzenden Bentley und Bugatti schritt er entlang, blickte auf die Armada der gewaltigen Silberpfeile, die Mercedes-Benz zum 75-jährigen Jubiläum der Rennwagen zusammengestellt hatte. Dann nahm der Chef des finanziell völlig ausgebluteten Westküsten-Paradieses das Mikrofon in die Hand und rief den Millionären zu: "Es wäre schön, wenn Sie alle noch einen Monat hier bleiben könnten.
Die Jury wählt einen gewaltigen Horch zum "Best of Show"

Luxus um beinahe jeden Preis

Bild: Dieter Rebmann
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