Kultauto Opel GT: Blick auf drei Generationen

Opel GT: robuster Oldtimer mit Großserientechnik

So träumte Opel von der kleinen Corvette

Heute genießt der Opel GT den Ruf eines Traum-Opel. Seine Großserientechnik macht ihn robust, die verwinkelte Karosserie ist rostanfällig. Infos zum Opel GT!
Der Opel GT war seinerzeit eine stylistische Sensation. Dank seiner flachen Silhouette, der fließenden Formen wie bei der Corvette, der kurzen Überhänge, und der Klappscheinwerfer stellte er Ende der 60er ein Sportauto ganz neuer Art für Opel dar. Schnell avancierte der GT zum Kultauto. Fast 50 Jahre nach dem Erscheinen feierte Opel sein kleines Sportcoupé auf dem Autosalon Genf 2016 mit einer futuristischen Neuauflage des GT. Der Opel GT Concept war ein auf das Wesentliche reduzierter Sportler mit Frontmittelmotor und Hinterradantrieb, und schaute grimmig drein aus schmalen Scheinwerfern mit LED-Matrix-Technologie. Nach Übernahme durch PSA war von einer Neuauflage nichts mehr zu hören. Schon ein früherer Versuch, den Mythos Opel GT mit einem neuen Modell wiederzubeleben, war 2007 gescheitert.

Opel GT Concept (Genf 2016): Vorschau

Erfolgsrezept mit Großserientechnik

Welch Abrisskante! Die Heckansicht des Opel GT zeigt ein gelungenes Auto. 

Doch zurück zum Urahn Opel GT. Sein Entwurf erwies sich als Erfolgsrezept. Auf der Basis von Großserientechik, wie Motor, Bodengruppe und Fahrwerk vom Kadett B entstanden der GT 1100, der 1,9-Liter-Motor vom Rekord C trieb den GT 1900 an. Von beiden Versionen brachten die Rüsselsheimer insgesamt 103.463 Mini-Corvetten an den Mann, kein schlechtes Ergebnis. Der GT 1900 kostete seinerzeit 11.880 Mark und schaffte 186 km/h Spitze. Mit seinen 960 Kilo war der GT ein Leichtgewicht und avancierte seinerzeit zum Porsche-Jäger.

Günstig im Unterhalt

Video: Opel GT Concept Teaser (2016)

Opels neuer Sportler

Der günstige Unterhalt war ein großer Pluspunkt, Schrauben war einfach, die Ersatzteillage entspannt. Folglich fielen viele Autos tuningbegeisterten Schraubern in die Hände, die den Bestand an originalen Autos dezimierten. Die seinerzeit schlechte Rostvorsorge tat ein Übriges. Die kurvenreiche, in weiten Teilen verschweißte Teile aufweisende Karosserie hatte ihre Tücken, die beim Repararieren und Restaurieren einen versierten Profi erfordern. Besonders rost­gefährdet sind die vorderen Radkästen, der Bereich um die Scheinwerfer, Schweller und Türen. Aber auch die hinteren Seitenteile, die Heckschürze, der Vorderachskörper und die Querträger sind rostgefährdet. Und: Die Scheinwerfer dürfen beim Schließen nicht zu tief sacken – es besteht Gefahr einees Kabelbrandes. Ansonsten ist der GT ein echter Mini-Sportler für den Alltag mit zauberhaftem Hüftschwung.
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