Toyota Supra MK4 (1995): Umbau Lexus SC 430 Roadster

So entstand der weltweit wohl einzige Toyota Supra Roadster

Vom legendären Toyota Supra MK4 gab es Coupés, Targas – und einen einzigen Roadster. Zu verdanken ist der einer durchzechten Nacht und viel Durchhaltewillen.
Wer an Lexus denkt, hat meist biedere Limousinen im Kopf. Ab und an bringt die Toyota-Tochter aber echte Überraschungen mit einem guten Schuss Exzentrik. Da wären zum Beispiel der Shooting Brake IS 300 SportCross oder der Hybrid-Kompakte CT 200h. Unvergessen ist auch der Supersportwagen LFA. Was hätte Lexus da wohl erst aus einer Sportwagenikone wie dem Supra MK4 gemacht?
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Wenn es nach Supra-Fan Sháine Xraüsby geht, wäre daraus ein Roadster geworden. Und weil es einen Lexus Supra Roadster bekanntlich nie gab, baute sich der Amerikaner sein Traumauto selbst! Sein Umbau schlug hohe Wellen in Supra- und Lexus-Foren und sorgte für Gerüchte und Spekulationen. Von Anthony Recine, späterer Besitzer des Supra Roadsters und Betreiber der Facebook-Gruppe "TheSupraRegistry", erfuhr AUTO BILD die wahre Story zum Einzelstück!

500 Arbeitsstunden flossen in den Umbau

Die Roadster-Silhouette steht dem Supra MK4 gut. Bodykit und Felgen sind ebenfalls nachgerüstet.

©The Supra Registry

Die Idee zum Umbau kam Xraüsby 2002 nach dem Genuss einiger Drinks. Er betrachtete seine beiden Supra und fragte sich, warum es eigentlich nie eine Roadster-Version gab. Das beschloss er zu ändern. Als Basis für den Umbau diente ihm sein 1995er Supra Coupé JZA80 mit 2JZ-Sauger und Fünfgang-Handschaltung. Das meiste erledigte Xraüsby in Eigenregie. Wie er dabei genau vorging, ist unbekannt. Nur so viel: Der gesamte Umbau nahm sagenhafte 500 Arbeitsstunden in Anspruch.

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Vor dem Umbau wollte Xraüsby das Coupé für 15.000 US-Dollar verkaufen, haben wollte es damals niemand.

©TheSupraRegistry

Unter der Haube saß unverändert der Dreiliter-Sauger namens 2JZ-GE. Ein nettes Detail war der Acht-Zoll-Bildschirm, der die Rolle des Rückspiegels in der Windschutzscheibe übernahm und an eine Playstation 2 angeschlossen war. Aber warum es eigentlich beim Roadster-Umbau belassen? Um Verwirrung zu stiften, ersetzte er die Toyota- kurzerhand durch Lexus-Logos. Ein SC 440-Schriftzug am Heck – eine Anspielung auf das opulente Lexus-Cabrio SC 430 – und Lexus-Nabendeckel machen die Illusion perfekt. Das Ergebnis wäre eines Lexus durchaus würdig gewesen, auch wenn der vermutlich auf den dicken 1UZ-V8 gesetzt hätte. (So funktioniert der legendäre Supra-Motor 2JZ-GTE!)

Vom edlen Roadster zum schnöden Teilespender

Lexus-Logos am Toyota-Heck: Wer sich in der Supra-Materie nicht auskennt, kann da ins Grübeln kommen.

©TheSupraRegistry

Der Umbau sorgte für einen kollektiven Aufschrei in der Supra-Community. In einschlägigen Foren wurde Xraüsby regelrecht angefeindet, wie man das einem Supra nur antun könne. Zur Beruhigung sei gesagt, dass es weltweit keinen zweiten Toyota Supra Roadster geben dürfte. Ob man das Projekt nun mag oder nicht, vor der geleisteten Arbeit muss man auf jeden Fall den Hut ziehen. 2010 verkaufte Xraüsby seinen Umbau auf Rate. Die konnte der Käufer nach einigen Monaten bereits nicht mehr bezahlen und gab Xraüsby das Auto zurück, allerdings in einem desolaten Zustand. Xraüsby nutzte den Roadster dann als Teilespender, um vier andere Supra wieder fahrtüchtig zu machen.

Der Supra in seinem aktuellen Zustand. Gut zu erkennen: Der Targa-Aufbau kam nachträglich dazu.

©TheSupraRegistry

2014 kam das rollende Chassis in den Besitz von TheSupraRegistry-Betreiber Anthony Recine, mit dem AUTO BILD in Kontakt stand. Recine verpasste dem Roadster in einer aufwändigen Prozedur wieder ein Targadach und verkaufte das halbfertige Auto dann seinerseits wieder weiter. Laut Recine will der aktuelle Besitzer eine Art Resto Mod daraus machen. Das Targadach bleibt dabei wohl drauf. Es verspricht auf jeden Fall, spannend zu bleiben. Wir bleiben dran!

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Autor:

Fotos: TheSupraRegistry

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