Kia-Klassiker der 90er
Diese Kia sind schon Oldtimer!

Seit 1993 verkauft Kia Autos in Deutschland – AUTO BILD stellt Kia Sephia, Pride, Sportage, Clarus, Elan und weitere schräge Kia-Oldtimer vor.
Bild: Kia; Harald Almonat / AUTO BILD
Auf Oldtimertreffen sieht man sie noch extrem selten: Autos von Kia. Dabei sind die ersten Kia Pride, Kia Sephia und Kia Clarus längst über 30 Jahre alt, also alt genug, um mit H-Kennzeichen offiziell als Oldtimer eingestuft zu werden – sofern Zustand und Originalität stimmen.
Das Problem ist nur: Es fehlen die Enthusiasten, die diese Oldtimer erhalten. Kia kam 1993 als Billigmarke auf den deutschen Markt, als Konkurrent für Marken wie Nissan, Fiat, Skoda (aus der Ära vorm Octavia I) und Seat. Und: Kia Pride, Kia Sephia und Kia Clarus waren konventionelle Limousinen. Also nichts, wofür in der Wolle gewirkte Auto-Fans sich begeistert hätten. Schon deshalb bewahrte kaum jemand diese Autos auf und erhielt sie hingebungsvoll.

Das erste Serienauto von Kia war der Kia Brisa, ein Lizenzbau des Mazda Familia (aus dem der 323 wurde). Hier als Pick-up.
Bild: Kia
Ein bisschen anders war das beim Kia Sportage: Als kompakter Geländewagen mit gefälligem Design rollte er in eine Marktlücke, die heute ein hart umkämpfter Markt ist. In dieser Hinsicht war er also seiner Zeit weit voraus. Aus deutscher Sicht war er der interessanteste Kia überhaupt – denn montiert wurden die Europa-Modelle bei Karmann in Osnabrück.
Der emotionalste Kia der 90er-Jahre aber dürfte der Kia Elan sein, der … na, wir stellen jetzt besser die einzelnen Modelle der Reihe nach vor. Die Geschichte des Kia Elan ist besonders spannend, aber jetzt erst mal viel Spaß mit den vergessenen Klassikern von Kia!
Ab 1993 in Deutschland: Kia Sephia, der Start bei uns

Kia Sephia: flache Scheinwerfer im Stil des Konkurrenten Daewoo Espero.
Bild: Kia
Die Geschichte des Kia Sephia beginnt mit einer Absage: Seit 1987 produzierte Kia den Pride (siehe weiter unten), einen Lizenzbau des ersten Mazda 121. Das lief gut. Also dachten sich die Koreaner: Lasst uns das in der Golf-Klasse ähnlich machen und ein Modell auf Basis des Mazda 323 auflegen. Mazda aber sagte die angefragte Kooperation ab: Die Japaner fürchteten, dass Kia als Konkurrent zu stark werden könnte. So jedenfalls schreibt es die koreanische Wirtschaftszeitung "Maekyung" (Maeil Business Newspaper).
Was nun? Kia entschied, die eigene Entwicklungsabteilung auszubauen und selbst ein Auto zu entwickeln. Ein bisschen Erfahrung hatten sie schon beim Konstruieren des Kia Sportage gemacht.
1988 startete die Entwicklung des neuen Modells in der Golf-Klasse. Kia investierte insgesamt 530 Milliarden koreanische Won (ca. 1,3 Milliarden D-Mark), davon waren 120 Milliarden Won (300 Millionen Mark) Entwicklungskosten für das neue Modell.
Am 26. Oktober 1991 stellten sie es auf der Tokyo Motor Show vor: den Kia Sephia. (Übrigens zusammen mit dem ebenfalls brandneuen Kia Sportage.)
Der Vierzylinder-Benziner kam trotz allem von Mazda, die Frontantriebsplattform aber stammte laut Kia aus dem eigenen Haus – wobei auch hier die Ähnlichkeiten zum Mazda 323 deutlich sind. Einfach die Plattform vom Hyundai Elantra/Lantra (ab 1990) zu übernehmen, war noch keine Option: Die Marken waren noch Konkurrenten, Hyundai schluckte Kia erst 1998.
1992 startete die Fertigung des Sephia in Südkorea.

Bild: privat
Auf den deutschen Markt wagte Kia sich 1993, und ihr erstes Modell war der Sephia. Es gab ihn nur mit Stufenheck und als Benziner. In Korea war der Sephia ein Renner, in Deutschland verkaufte Kia im ersten Jahr nur 611 Autos.
Mit diversen Steuergeräten, Karosserieteilen aus hochfestem Stahl, Gurtkraftbegrenzer und – beim Topmodell – Scheibenbremsen rundum war der Sephia auf dem Stand der Technik. Stolz wies Kia auf die neuartigen Instrumente mit VFD-Technik hin (Vakuum-Fluoreszenz-Display).
Kia hatte sogar ein Sephia Cabrio geplant; laut der koreanischen Zeitung "Dong-A Ilbo" schätzte Kia die Erfolgschancen aber als zu gering ein und brachte kein Cabrio auf den Markt.

Das erste Facelift des Kia Sephia kam 1994, es bog leicht Richtung Bio-Design ab. Integrierte Nebelscheinwerfer.
Bild: Rudolf Stricker
Zum Facelift 1994 verbesserte Kia nochmals die Aufprallsicherheit und verstärkte die Karosserie. 570 Änderungen gingen in Serie. Von 1996 an gab es je nach Modell auch einen Beifahrerairbag.

Anfangs gab es den Sephia nur mit Stufenheck, ...
Bild: Rudolf Stricker
Neuer Topmotor wurde ein 1,8-Liter mit zwei oben liegenden Nockenwellen und 16 Ventilen, der in Deutschland 112 PS leistete.

... 1996 folgte der Fünftürer mit Fließheck.
Bild: Kia
Nachfolger des Kia Sephia wurde 1997 (in Deutschland 1998) der Kia Shuma.
Der Kia Sephia in Kürze
- Klasse: Stufenheck-Auto der Jetta-Klasse, auch als Schrägheck
- Bauzeit erste Generation weltweit: 1992 bis 1997
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2023
- Warum interessant? Historisch wichtig als erster Kia in Deutschland

Bild: Kia
Ab 1994 in Deutschland: Kia Sportage, teils von Karman
Das Projekt Sportage begann ganz ähnlich wie das Projekt Sephia – nur dass hier nicht Mazda eine geplante Kooperation absagte, sondern Ford. Zwei Absagen in kurzer Zeit: Vielleicht wurde den Kia-Chefs deshalb die Dringlichkeit klar, viel in eine eigene Entwicklungsabteilung zu investieren.

Bild: Harald Almonat / AUTO BILD
Die Technik des ersten Kia Sportage (Baureihe JA/NB-7) ging auf ein Militärfahrzeug mit zuschaltbarem Allradantrieb und Reduktionsgetriebe zurück. Die Karosserie war nicht selbsttragend, sondern ruhte auf einem Leiterrahmen. So fuhr er sich auch: rustikal auf der Straße (wenn auch nicht so schlimm wie der Asia Rocsta, siehe unten), sehr brauchbar im Gelände.
Schon vor der Markteinführung im Januar 1993 nahmen laut koreanischen Quellen zwei Sportage an der Rallye Paris-Dakar teil, einer von ihnen kam an. Wohl 1994 gab es den Kia Sportage auch in Deutschland zu kaufen.
Die ersten Exemplare für Europa wurden noch in Korea gebaut – 1995 eröffnete Karmann ihr eigenes Endmontageband in Osnabrück!

Bild: Karmann
Im selben Jahr ersetzten die Koreaner den 2,2-Liter-Saugdiesel aus dem Transporter Kia Besta durch einen Zweiliter-Turbodiesel mit Ladeluftkühlung. Nach Deutschland kam dieser Motor erst 1997, nach deutscher Norm leistete er 83 PS und verbrauchte 8,6 Liter.
In Deutschland wurde der Sportage bis 1998 gefertigt. International stellte er sich als Dauerläufer heraus: Er wurde bis 2002 gebaut – zunächst ohne Nachfolger, der Sportage der zweiten Generation JE erschien erst 2004. In einigen Ländern wurde der Ur-Sportage sogar bis 2005 montiert.

Bild: Kia
Der Kia Sportage in Kürze
- Klasse: kompakter Geländewagen
- Bauzeit weltweit: 1993 bis 2005
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2024
- Warum interessant? Karmann-Modell ist das erste koreanische Auto aus deutscher Produktion
Ab 1994 offiziell in Deutschland: Asia Rocsta, der Korea-Jeep
Rocsta? Das klingt wie Rockstar. Soll es wohl auch. So ein richtiger Star wurde der Asia Rocsta bei uns aber nie. In Deutschland blieb die Marke Asia, was man in der Musik ein One Hit Wonder nennt: Denn die Kia-Tochter Asia Motors verkaufte hier nur dieses eine Modell – zunächst kamen Grauimporte, 1994 importierte Kia Deutschland ihn offiziell.

Bild: Kia
Streng genommen, wurde es nicht mal ein Hit. Eine deutsche Autozeitschrift gab Mitte der 90er-Jahre dem Asia Rocsta im Test die Schulnote vier – als einzigem Testwagen des ganzen Jahres.
Die technische Basis war halt uralt: Der Rocsta geht zurück auf das Militärfahrzeug K-111 (die Exportversion hieß KM410) von 1978. Die USA hatten 1974 beschlossen, keine Militärfahrzeuge mehr an Südkorea zu liefern; deshalb entwickelte Asia Motors Industries den Geländewagen K-111. Dabei wiederum nahmen sie den US-Militärjeep zum Vorbild – eine gegenüber dem Ur-Jeep Willys MB verbesserte Konstruktion aus den 50er-Jahren. Deshalb sieht der Asia Rocsta auch so aus wie ein US-Jeep.
Die Vorteile der Konstruktion konnte der Rocsta vor allem im Gelände ausspielen: 45 Grad Steigfähigkeit, erstklassige Rampenwinkel, gute Achsverschränkung. Allrad-Fans in Korea liebten den Rocsta dafür und veranstalteten Offroad-Rennen mit viel Publikum.
Als Alltagsauto hatte der Rocsta von 1990 natürlich Nachteile: "Die Fahrzeugstabilität wurde auf eine Höchstgeschwindigkeit von 88 km/h ausgelegt", berichten koreanische Quellen. Der Hersteller betonte, dass der Rocsta an den Vorderrädern Scheibenbremsen hatte. Der Innenraum war schmal, Lärm und Vibrationen waren für ein Auto der 90er-Jahre rekordverdächtig. Dazu kam: Die schwache Motorkühlung führte bei längeren Vollgasfahrten dazu, dass der Zylinderkopf sich verziehen konnte.
Den Rocsta gab es mit einem 1,8-Liter-Benziner (78 bis 85 PS) und einem 2,2-Liter-Saugdiesel aus dem Transporter Kia Besta (61 bis 72 PS), der nach koreanischer Norm nur 6,3 Liter verbrauchte.

Bild: privat
Nachfolger des Rocsta wurde der Kia Retona, der 1997 als Militärfahrzeug K131/KM420 und um 1998 als ziviler Geländewagen erschien. 1999 begann der Verkauf der Kia Retona in Deutschland.
Der Asia Rocsta in Kürze
- Klasse: kleiner Geländewagen
- Bauzeit weltweit: 1990 bis 1997, nach manchen Quellen bis 1999
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2024
- Warum interessant? Exotischer Ableger des US-Jeep, sehr geländetauglich
Ab 1995 in Deutschland: Kia Pride, schon damals ein Oldie

Bild: Toni Bader / AUTO BILD

Bild: Kia
Für uns in Deutschland war der neue Kia Pride ein alter Bekannter: Denn von 1987 bis 1990 oder 1991 hatte Mazda das gleiche Auto unter dem Namen 121 bei uns verkauft. Der kugelige Nachfolger von Mazda war 1995 schon wieder ein alter Hut, da brachte Kia uns das acht Jahre alte Modell als Kia Pride zurück. Leider ohne die verschiebbare Rücksitzbank, die dem ersten Mazda 121 so viel Praxisnutzen gegeben hatte.
In Korea hatte Kia den Pride schon von Anfang an gebaut, also seit 1987 parallel zu Mazda in Japan.
Der 1,1-Liter-Vergasermotor war in Deutschland nicht erhältlich, bei uns hatte der Kia Pride 1,3 Liter, Einspritzung und entweder 60 PS (nur im Dreitürer) oder 72/73 PS. Von 1997 an bot Kia nur noch eine einzige Motorisierung an, den 1.3 mit 64 PS, auf Wunsch auch mit Automatik.

Bild: Kia
Nachfolger des Pride wurde bei uns im Jahr 2000 der deutlich größere Kia Rio.
Der Kia Pride in Kürze
- Klasse: Kleinwagen
- Bauzeit weltweit: 1987 bis 2000, iranische Ableger bis 2020
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2025
- Warum interessant? Echtes Weltauto mit vielen Ablegern aus vielen Ländern
Ab 1996 in Deutschland: Kia Clarus, Vorstoß in die Mittelklasse

Bild: Kia
Mit dem Clarus traute Kia sich 1996 in Deutschland erstmals mit einer Limousine über die Golf-Klasse hinaus. Mit 4,70 Meter Länge konkurrierte der Kia Clarus mit der Mittelklasse.
In Korea hieß das Auto Credos, was ein bisschen nach lateinischem Bildungsbürger klingt. Bei uns wurde daraus Clarus – auch nicht gerade Straßenkampf, aber immerhin klarer.
Technisch war der Clarus kein völlig freier Wurf ins Blaue. Die Verwandtschaft zum Mazda 626 ist nicht zu übersehen. Kia selbst aber stellte den Credos als drittes selbst entwickeltes Modell nach Sephia und Sportage dar.

Bild: Kia
Vor allem der 1,8-Liter-Vierzylinder T8D war für Kia ein Prestigestück. In Deutschland gab es den Clarus als 1.8 16V mit 116 PS und als 2.0 16V mit 133 PS, das Facelift-Modell ab 1998 auf anderen Märkten auch mit V6.
Wer heute einen Kia Clarus fährt und erhält, rettet damit eines der letzten Exemplare eines Modells, das ebenso zur Geschichte des Automobils gehört wie ein Mercedes oder ein Ferrari.
Nachfolger des Clarus wurde 2001 der Magentis. Da gehörte Kia schon zu Hyundai – der Clarus ist also noch ein Kia aus der kurzen, wilden Zeit vor der Übernahme.

Bild: Kia
Der Kia Clarus in Kürze
- Klasse: Mittelklasse
- Bauzeit weltweit: 1995 bis 2001
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2026
- Warum interessant? Mehrere Facelifts, sehr selten, auch als Kombi
Ab 1996/1997 in Deutschland: Kia Elan/Kia Roadster, Koreas Lotus

Bild: Kia
Der emotionalste Kia der 90er-Jahre ist eigentlich ein Lotus. In Hethel (England) baute Lotus von 1989 an den Elan M100: einen kleinen zweisitzigen Roadster mit Klappscheinwerfern und ziemlich genialem Fahrwerk. Und mit einem Detail, das Lotus-Fans schockierte: Frontantrieb.
Der neue Lotus Elan pfiff durch Kurven wie wohl kein Fronttriebler vor ihm – dennoch blieb der große kommerzielle Erfolg aus.
Nicht nur wegen des Frontantriebs, sondern auch wegen des Preises. Der Lotus Elan war zu teuer in der Herstellung, in den USA kostete er so viel wie eine Corvette. Nach rund 3900 Exemplaren zog GM im Juli 1992 den Stecker.
Im Jahr darauf verkaufte GM Lotus an Bugatti. Offenbar lagen noch Motoren und Getriebe rum, Bugatti ließ von Juni 1994 bis September 1995 noch 800 Lotus S2 bauen.
Doch das war nicht das Ende: Kia kaufte die Rechte am Elan, holte die Werkzeuge nach Korea und baute den Wagen weiter. Aus dem Lotus Elan wurde der Kia Elan. Oder, wie er auch genannt wurde: Kia Roadster.
Äußerlich blieb der Elan weitgehend ein Lotus: keilförmige Karosserie, Klappscheinwerfer, Stoffverdeck. Die Rückleuchten änderte Kia allerdings – beim Lotus stammten sie von der Alpine GTA, beim Kia bekamen sie ein eigenes Design.
Wichtiger: Der 1,6-Liter-Turbomotor von Isuzu flog raus, Kia setzte stattdessen den eigenen 1,8-Liter-Vierzylinder T8D mit doppelten Nockenwellen ein. Die deutsche Variante im Kia Roadster leistete 136 PS. Damit fuhr er flott genug: rund 9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, etwa 200 km/h Spitze, Normverbrauch um neun Liter. In Korea leistete der Kia Elan 151 PS.
Offiziell stellte Kia den Elan im Juli 1996 vor und bezeichnete ihn stolz als ersten echten koreanischen Sportwagen. Das ist ein bisschen geschummelt, denn die Grundkonstruktion kam ja von Lotus. Aber es stimmt auch: Kia machte aus dem Elan ein eigenes Auto, mit eigenem Motor, eigener Produktion und eigenem Markenauftritt.

Bild: Kia
In Japan wurde der Kia Elan als Vigato verkauft. Obwohl die Konstruktion ja aus Großbritannien stammt, trieb Kia nicht mehr den Aufwand, noch Rechtslenker zu bauen – auch nicht für Japan.
Wie Lotus gelang es auch Kia nicht, viel Geld mit dem Elan zu verdienen: Erst hatte Kia Motors lange gebraucht, den Elan zu verändern (auch so, dass er auf den Fertigungswerkzeugen gebaut werden konnte). Dann kostete die Herstellung nach koreanischen Quellen zwischen 30 und 40 Millionen Won – das Auto wurde dort aber für nur 27,5 Millionen Won verkauft. Ein Verlustgeschäft.
Von 1996 bis 1999 oder 2000 stellte Kia nur 792 Exemplare her – nach manchen Quellen 1055 oder 1056 Stück.
Wer heute einen findet, hat nicht nur einen Kia-Oldtimer, sondern einen der skurrilsten Lotus-Ableger überhaupt.
Der Kia Elan in Kürze
- Klasse: kompakter Roadster
- Bauzeit weltweit: 1996 bis 1999, einzelne Quellen nennen 2000 (Lotus Elan: 1989 bis 1995)
- H-Kennzeichen-Alter der ersten Exemplare in Deutschland: seit 2026
- Warum interessant? Als Kia-Weiterführung die interessanteste Version des an sich schon einzigartigen Frontantriebs-Lotus
Heute gehört Kia zusammen mit Hyundai und Genesis zur Hyundai Motor Group (HMG), dem nach eigenen Angaben drittgrößten Autokonzern der Welt.
2025 setzte Kia in fast allen Ländern der Erde 3,1 Millionen Autos ab. In Deutschland waren es mehr als 60.000 Autos, damit hatte Kia hier 1,8 Prozent Marktanteil. Bestseller waren die Ceed-Modelle und der Sportage, der inzwischen in Žilina in der Slowakei gefertigt wird. Laut Kraftfahrt-Bundesamt waren fast 900.000 Kia in Deutschland zugelassen. Wer hätte das gedacht, als 1993 die ersten Kia Sephia zu uns rollten?
Kommentar
Aus Sicht deutscher Auto-Enthusiasten waren Kia Sephia, Clarus und der erste Sportage noch ziemliche Gurken. Aber die Kia-Leute haben schnell gelernt, und von Generation zu Generation haben die Autos sich lange Zeit mehr und mehr Respekt verdient. So mancher Autohersteller, der in den 90er-Jahren Kia noch belächelte, ist heute in Not – oder sogar vom Markt verschwunden.
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