Chrysler Voyager 3.0
First class, low cost: Im Chrysler Voyager erfreuen sich die Passagiere an Platz und bequemer Bestuhlung.
Bild: Georg Lukas / AUTO BILD
Zu Beginn der 80er-Jahre drängte die neue Gattung der Familien-Vans auf den Markt. Die Großraumlimousinen hatten ein hohes Dach, mehrere Sitzbänke und mindestenz eine Schiebetür. Sie zeigten, dass Komfort und Nutzwert einander nicht ausschließen mussten. Der Chrysler Voyager gilt als erste Großraumlimousine, weil er die Idee des Vans in der US-Öffentlichkeit und damit in der Welt verankerte. Als Chrysler den Voyager brachte, adoptierte Renault einen fertigen Matra-Van und führte ihn 1984 als Espace ein. Damals kamen auch Nissan Prairie, Mitsubishi Space heraus. Mittlerweile gehören die Vans zum Straßenbild, und viele coole Exemplare der 80er und 90er sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu finden. Der Vorteil der jüngeren Autos: In den 90er-Jahren hatten sich Technik und Rostschutz der familienfreundlichen Raumkreuzer deutlich weiterentwickelt gegenüber den ersten Fahrzeugen.

Ahne der Familienvans: autonova fam

Autonova Fam IAA 1965
Der Van-Urahn: So wurde der ultramoderne Autonova fam auf der IAA 1965 vorgestellt.
Bild: dpa
Die Idee zu dieser Fahrzeuggattung ist allerdings deutlich älter, sie reicht bis ins Jahr 1965. Damals stand das Publikum auf der IAA in Frankfurt staunend vor einem Fahrzeug namens autonova fam. Das fahrfähige Einzelstück aus der Feder von zwei Designern und dem Auto-Journalist Fritz B. Busch bewies ein neues Prinzip: dass man Autos auch anders als bisher konzipieren kann. Nicht aus der Sicht des Ingenieurs, der an Drehmoment, Radführung und Lenkgeometrie denkt. Sondern mit den Augen eines Kunden, der viele Personen transportieren und voluminöse Einkäufe heimbringen will. Hier ein Blick auf die coolsten Familenvans und ihre Ahnen.