Nein, wir wollen niemanden zur Unvernunft verführen. Der Kauf eines Klassikers birgt stets gewisse Risiken, die wir hier jetzt nicht alle aufzählen müssen. Egal ob konstruktions- oder pflegebedingte Schwächen, ob Pfusch oder Rost: drei Jahre problemlos Kilometer schrubben, das ging bisher mit den wenigsten Alten. Doch jetzt tut sich was, denn die Helden der Windkanal-Ära kommen ins H-fähige Alter. Zum Beispiel der "letzte echte Mercedes" W 124 oder der Ford Sierra , der für diese Auswahl leider viel zu günstig ist - diese Typen waren in den 80ern technisch ausgereift, besser gegen Rost geschützt als ihre Vorfahren (und – teilweise – ihre Nachfolger) und noch frei von lästigen Elektronik-Zicken.
VW Käfer 1303
Auch den Super-Käfer 1303 gibt's in gutem Zustand zum Dacia-Tarif – noch, denn die Preise steigen.
Bild: Toni Bader
Zugegeben, ein werksfrischer Dacia Sandero ist solide und preiswert, ohne auch nur annähernd peinlich zu sein. Im Gegenteil: sie sind selten geworden, diese Autos, die gar nicht erst versuchen, mehr darzustellen als sie sind. Die Renault-Tochter aus der großen Walachai baut ehrliche Autos, die nur selten auf den Putz hauen. Dass sie so unaufdringlich sind, macht sie direkt sympathisch. Allerdings gibt es zum Neupreis eines Dacia bereits tonnenweise stilvolles Altblech: egal ob Volksheld, Sportwagen oder Luxusliner - alles ist möglich, die Auswahl groß. Und längst nicht alle Klassiker sind von Grund auf unvernünftig. Schon allein deswegen, weil der Wertverlust hier keine Rolle mehr spielt.

Tage des Donners: Die coolsten Muscle Cars

Der Dacia Sandero bleibt auch in der zweiten Auflage konkurrenzlos günstig. 6790 Euro soll der Kompaktwagen kosten, genauso viel wie sein Vorgänger. Jedoch haben die Rumänen sichtbar an Selbstbewusstsein gewonnen. Auch auf ESP müssen Dacia-Fahrer in Zukunft nicht mehr verzichten. Renaults Billigmarke befindet sich auf dem Vormarsch, daran besteht kein Zweifel mehr. 50 stilvolle Klassiker zum Dacia-Preis finden Sie oben in der Bildergalerie!