Reportage: Oldtimer auf Kuba
Die wahre Währung

Oldtimer gehören zur kubanischen Hauptstadt Havanna wie Zigarren, Rum und Salsa. Noch. Nachdem sich der Inselstaat langsam an der Gegenwart orientiert und sogar wieder Neuwagen ins Land lässt, mutieren die Veteranen zur Touristenattraktion.
Bild: M. Heimbach
Als Juan Luis zehn Jahre alt ist, begleitet er seinen Vater ein letztes Mal zum Opel-Händler der Stadt. Auf dem Weg dorthin hat ihm sein Vater von seinen Sorgen berichtet, von der Ungewissheit, was aus dem Land, was aus ihnen werden würde. Der kleine Juan versucht zu verstehen, was sein Vater da erzählt. Dass eine neue Ära begonnen hat. Fidel Castro, Che Guevara und die anderen Revolutionäre haben Diktator Fulgencio Batista gestürzt, Amerika und die westliche Welt wenden sich ab, und Ernest Hemingway trinkt seine Mojito längst nicht mehr in der Bodeguita del Medio. Auch der Opel-Händler in dem feinen Stadtteil Miramar, erklärt der Vater seinem Sohn, wird in ein paar Wochen schließen.
Mexiko: Die letzten VW-Käfer

Auf den Parkplatzen im Zentrum von Havanna warten Dutzende von Oldtimer-Taxis auf Touristen.
Bild: Markus Heimbach
Alte Straßenkreuzer sind Kubas wahre Währung

Sonnige Aussichten: Wer vor dem Capitol mit einem der hochglanzpolierten Oldie-Taxis wartet, verdient gut.
Bild: Markus Heimbach
Das letzte Paradies: Im Wald der toten Autos

Ein fast 60 Jahre alter Chevrolet wartet vor einer Werkstatt-Hütte auf ein neues Spenderherz.
Bild: Markus Heimbach
Immer mehr koreanische und chinesische Modelle prägen das Stadtbild

Wer seinen US-Oldtimer am Leben erhalten will, für den ist jedes noch so kleine Ersatzteil wertvoll.
Bild: Markus Heimbach
Sogar Elvis lebt noch – im Chevrolet Bel Air Nomad

Postkartenidylle: Ein 56er Chevrolet Bel Air unter Palmen am Playas del Este.
Bild: Markus Heimbach
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