Traumautos der 90er
Wettstreit dreier Traumsportler der 90er

Porsche 911, Honda NSX und Ferrari F355, alles Traumwagen der 90er. Welcher Spaßwagen kickt am meisten und taugt zugleich für den Alltag? Ein Test.
Bild: Roman Raetzke
- Lukas Hambrecht

Der Honda liebt die Kurve, der 911 ist Held des Alltags, der Ferrari sprotzelt am schönsten.
Bild: Roman Raetzke
Ferrari F355 – Rennwagen mit Nummernschild

Klassisch wie sexy: Ferrari 355 GTS. In den französischen Voralpen trötet er nach Italiener-Art.
Bild: Roman Raetzke
Honda NSX – dieser Japaner sucht die Kurve

Honda NSX: 1a-Handling, fauchender Klang, gute Verarbeitung, aber schwaches Image und schlechte Wertprognose.
Bild: Roman Raetzke
Porsche 911 Targa Tiptronic – böse Zungen nennen ihn "Tippse"

Porsche 911 Targa: müde Automatik, aber kompakte Abmessungen und großes Schiebedach, Held des Alltags – Sieger!
Bild: Roman Raetzke
Die Vernunft spricht für den Elfer

Alle drei begehrenswert, jeder auf seine eigene Art.
Bild: Roman Raetzke
Fazit
von
Lukas Hambrecht
Morgens aufwachen, in die Garage gehen und in den eigenen Ferrari steigen, das wär's. Ihn wecken, das Grummeln und Sprotzeln hören, die coolen Klappscheinwerfer hochfahren – was für ein Traum. Aber nur einer für Leute, denen regelmäßig ein paar Tausender für die Werkstatt nicht wehtun. Honda und Porsche sind pflegeleichter, produzieren weniger Folgekosten, sind im Alltag umgänglicher. Den NSX schwächt das fehlende Prestige, der Porsche ist dagegen kaum mehr ein Hingucker der Straße.
Die coolsten Autos der 90er-Jahre

1/63
In den 90ern zieht die Elektronik in die Autos ein. Blick auf ein wildes Auto-Jahrzehnt! Toyota RAV4: Als das erste der kleinen SUV 1994 mit selbsttragender Karosserie zum Händler kommt, schreien Hardcore-Offroader Zeter und Mordio, doch der RAV4 ebnet den Weg für eine Massenbewegung. Heute ist die Fahrzeuggattung die beliebteste in Deutschland.
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Bild: Toni Bader / AUTO BILD

2/63
Als der EB 110 1991 an den Start geht, kaufen ihn Leute wie Michael Schumacher. Sie bekommen nicht nur einen exklusiven Supersportler, der Kaufpreis von fast 700.000 Mark enthält auch einen Wartungsvertrag, der drei Jahre nach Kauf die Verschleißteile abdeckt.
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Bild: Werk /

3/63
Opel Calibra: Der letzte Opel mit Herzfrequenz erhöhender Wirkung. Der Sohn des Manta macht als Calibra 2.0 Turbo 4x4 große Laune – mit 204 PS und Allradantrieb. Unverbastelte Calibra aus erster Hand sind rar und haben Kult-Potenzial.
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Bild: Werk

4/63
Mazda MX-5: Der kleine Sushi-Lotus ist der beste Insel-Roadster des Jahrzehnts. Nur, dass er nicht aus Großbritannien kommt, sondern aus Japan. Damals Auslöser der großen Open-Air-Auto-Renaissance, ist der MX-5 heute der perfekte Einsteiger-Youngtimer.
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Bild: Markus Heimbach

5/63
Chevrolet Impala SS (1B): Dieses fette Schiff rollt 1994 zum Chevrolet-Händer, ein Caprice mit verstärktem Fahrwerk, besseren Bremsen, Hinterachse mit Sperre und einem 264 PS starken LT1-V8 aus der Corvette.
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Bild: Internet

6/63
Renault Twingo: Der kleine erste Twingo kann 1992 schon, was dem Fiat 500 heute glänzende Absätze beschert – nur ohne Retro. Er berührt uns, lächelt sich in unsere Herzen. Vor allem Frauen verfallen dem Augenaufschlag des kleinen Charmeurs.
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Bild: Markus Heimbach

7/63
GMC Typhoon: Das erste Super-SUV der Autogeschichte hat einen aufgeladenen Mitsubishi-V6 unter der Haube und schafft die Verteilmeile in der gleichen Zeit wie ein Ferrari 348. GMC baut nur 4697 Stück des stürmischen S10-Ablegers.
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8/63
Porsche 928 GTS: Als letzter 928 kommt 1992 der GTS. Auf Kundenfang geht er mit besseren Bremsen, einem überarbeiteten Fahrwerk und 350 PS aus 5,4 Litern Hubraum. Mit dem Produktionsende 1995 verabschiedet sich Porsche für Jahre vom GT.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

9/63
Porsche 968 Turbo S. Der Porsche 968 markiert zugleich Höhepunkt und Ende der Vierzylinder-Transaxle aus Zuffenhausen. Den 305 PS starken Turbo S konzipiert Porsche als Straßenversion des Cup-Renners 968 Turbo RS.
Bild: Roman Raetzke

10/63
BMW 8er (E31): Das BMW-Sahnestück der 1990er Jahre heißt 8er. Mit Acht- und Zwölfzylindern tritt das bildschöne Coupé damals gegen die Konkurrenz aus Stuttgart an. Leider gerät der Wagen zu instabil für eine Cabrioversion.
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Bild: Conrad Piepenburg

11/63
Ford Scorpio: Das Äußere des zweiten Ford Scorpio entsteht erstmals vollständig am Computer. Das walgesichtige Design geht leider am Geschmack der potentiellen Kundschaft vorbei. Die gute Ausstattung und die seidigen Sechszylinder verblassen dabei. Schade drum!
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Bild: Sven Krieger

12/63
Volvo 940: Volvos letzter Ziegelstein. Ein Auto, das dank robuster Motoren und gutem Rostschutz bis ans Ende aller Tage fährt, wenn es muss. Sogar beinharter Einsatz als Rallye-Auto kriegen den "Panzerspähwagen" nicht klein.
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Bild: Thomas Ruddies

13/63
Audi S8 (D2): Nichts weniger als die stärkste Allradlimousine der Welt ist der erste Audi S8, als er 1996 antritt. Dank seines permanenten Allrads und dem 340 PS starken V8 hält er beim Spurt von 0 auf 100 mit dem Porsche Carrera (993) mit.
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Bild: Klaus Kuhnigk

14/63
Mercedes 190 E 2.5-16 Evo (II): 1990 bringt Mercedes den zweiten Evo auf 190er-Basis. 502 Stück der 235 PS starken Krawall-Limo werden gebaut, alle in Blauschwarzmetallic. Hammer-Benz!
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Bild: Daimler AG

15/63
Mercedes CLK GTR: Mit seinem Verkaufspreis von rund drei Millionen Mark ist der CLK GTR seinerzeit der teuerste Serienwagen der Welt. AMG baut zu Homologationszwecken 25 der mehr als 600 PS starken Autos für die Straße.
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Bild: Stephanie Gehrt

16/63
Opel Astra GSi (Astra F): Dicke Backen aus Rüsselsheim: In den 90ern bringt Opel den Astra GSi, eine bis 136 PS starke Knallbüchse, die gut in der Hand liegt und mächtig Laune macht.
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Bild: Opel Automobile GmbH

17/63
Ford Ka: Mit ihm bürgert Ford 1996 den Begriff "New Edge Design" ein. Der Ka lässt das Design des großen Bruders Fiesta plötzlich altbacken aussehen. Bis 2008 bauen die Kölner im Werk in Valencia 1,5 Millionen Ka (Ägyptisch für "Seele").
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Bild: Toni Bader

18/63
Porsche Boxster (986): In der Kultserie "Two and a half Men" setzt sich Alan Harper (Jon Cryer) dem Spott seines Bruders aus, als er sich einen Boxster zulegt. Für die Zuffenhauser Sportschmiede sind die Verkaufszahlen Ende der 90er dagegen Balsam.
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Bild: Christian Bittmann

19/63
Mercedes-Benz S-Klasse (W 140): Dieser Brocken geballter schwäbischer Ingenieurskunst repräsentiert 1991 das technisch Machbare, gerät jedoch zu breit für die Autowaggons der Deutschen Bahn – wofür die Kanzler-Klasse Spott erntet.
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Bild: Götz von Sternenfels

20/63
BMW M3 (E36): Der heißeste 3er heißt ab 1992 wieder M3, interner Werkscode E36. Der Neue wird mit einem 286 PS starken Dreiliter-Sechszylinder und variablen Nockenwellen zur Legende.
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Bild: Dennis Voth

21/63
Wartburg 1.3: Ende der 80er will DDR die Ost-Autos Trabant und Wartburg mit VW-Motoren zwangsmodernisieren. Die Umbauten am bis 1991 gebauten Eisenacher kosten am Ende mehr als eigene Motoren. Für Skurrilitäten-Liebhaber sind dies begehrte Autos, andere sprechen von einer "Mumie mit Herzschrittmacher". Dieses böse Wort fällt auch über den, nüchtern betrachtet, ebenfalls coolen ...
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Bild: Harald Almonat / AUTO BILD

22/63
Sachsenring Trabant 1.1: Der bekam den kleinen Viertakter des VW-Polo, entpuppte sich aber dennoch als Wende-Verlierer, damals wollte ihn niemand haben. Als Klassiker ist der Nicht-Zweitakter ein Geheimtipp für Liebhaber.
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Bild: Thomas Starck

23/63
Smart: Ab 1997 parkt der Metropolbürger quer zum Bordstein – zumindest dann, wenn er bereit dazu ist, sich in ein 2,5-Meter-Auto zu zwängen. Der Smart, vom Uhrenbauer Swatch entwickelt und von Mercedes gebaut, ist bis heute unerreicht.
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Bild: Christoph Boerries / AUTO BILD

24/63
Porsche 911 (993): Die Schwaben setzen beim letzten luftgekühlten Elfer auf verbesserte Alltagstauglichkeit. Designer Lagaay schafft es, die klassische 911-Linie stilsicher zu modernisieren. Der 3,6-Liter-Boxer leistet im Basis-Carrera anfangs 272 PS.
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Bild: Roman Raetzke

25/63
Mercedes-Benz A-Klasse: Ein Kompaktvan von Mercedes? Jap, die konservativen Schwaben erfinden sich in den 90ern komplett neu. Tragisch: Der hohe Schwerpunkt des Nesthäkchens ist schuld daran, dass der kleine Stern beim Elchtest kippt.
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Bild: Martin Meiners / AUTO BILD

26/63
Renault Clio Williams: Williams-Renault ist das mit Abstand erfolgreichste Formel-1-Team der 90er-Jahre. Gemeinsam mit dem Traditionsrennstall bringen die Franzosen diesen kleinen Giftzwerg auf die Straße: den Clio Williams mit 150 PS starkem Sechzehnventiler.
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Bild: Artcurial

27/63
Toyota Supra: Der 330-PS-Renner mit dem Riesenflügel ist mehr als nur "The Fast and the Furious"-Darsteller. Einmal den unerreichbaren Lexus LFA ausgenommen, ist der 2002 eingestellte Supra der letzte Toyota, der es mit Porsche und Co. aufnehmen konnte.
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Bild: Martin Meiners / AUTO BILD

28/63
Fiat Multipla: Das sechssitzige Vierauge mit der Speckwulst unter der Windschutzscheibe polarisiert bis heute. Noch immer fragen wir uns: Hatten die Designer einen schlechten Tag oder ist der Multipla doch ein verkanntes Genie?
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Bild: Wolfgang Meier

29/63
Chevrolet Corvette ZR-1: Stimmt, die C4 ist eigentlich ein Kind der 80er. Doch die vierte Generation schwächelt anfangs, erst 1989 gibt's wieder eine Gänsehaut-Variante. Die ZR-1 mit Alumotor leistet zwischen 375 und 405 PS und rennt bis zu 290 km/h Spitze.
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Bild: Roman Raetzke

30/63
Alfa Romeo 156: Die hinteren Türgriffe des 156 verstecken sich in der C-Säule. Außerdem rückt das Scudetto, der klassische Alfa-Grill in Herzform, wieder in den Vordergrund. Der Limousinen-Schönling der 90er!
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Bild: Ingo Barenschee

31/63
Lotus Elise: Er sorgt 1996 dafür, dass beim angeschlagenen Traditionshersteller in Hethel nicht die Lichter ausgehen. Der 733 Kilo leichte Mittelmotor-Sportwagen entspricht dem Rezept von Lotus-Gründer Colin Chapman: Freude durch Verzicht.
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Bild: Andreas Lindlahr

32/63
BMW M5 (E34): Der Ballermann im Smoking glänzt mit geflegtem Understatement und (fast) allen Vorzügen, die auch ein stinknormaler 5er bietet. Endlich bieten die Bayern ihren zweiten M5 auch als Kombi an.
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Bild: Werk

33/63
Lamborghini Diablo: Der Countach-Nachfolger will bei seinem Debüt der schnellste Seriensportwagen der Welt sein. 1990 rast er schließlich los: 492 PS stark und 328 km/h schnell. Mission geglückt. Das Design liefert Miura-Zeichner Marcello Gandini.
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Bild: Roman Raetzke

34/63
Audi TT: Das Fahrverhalten des Designersportwagens erweist sich beim Debüt 1998 als heimtückisch. Nicht selten überrascht das Heck beim Kurvenwedeln! Audi rüstet ein überarbeitetes Fahrwerk, ESP (mit Eigenbeteiligung) und einen Spoiler nach.
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Bild: Uli Sonntag / AUTO BILD

35/63
Subaru SVX: Italienisches Design, japanische Hitech – der SVX ist anders Das Luxus-Coupé mit Allrad, Sechszylinder-Boxer und Aquarium-Verglasung ist heute ein Youngtimer-Geheimtipp für Kenner, die aufs Image pfeifen.
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Bild: Klaus Kuhnigk

36/63
VW Golf Country: Lange vor dem großen SUV-Boom bringt VW ein Auto, nach dem eigentlich niemand gefragt hat. Geländeparcours schafft der Country trotz Allrad und mehr Bodenfreiheit nur mit rutschender Kupplung und glühenden Bremsen.
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Bild: Götz von Sternenfels / AUTO BILD

37/63
Peugeot 306 Cabriolet: Der offenste 306 verführt mit seinem sexy Pininfarina-Design. Ganz unkapriziös ist so ein 90er-Jahre-Spaßauto der Löwenmarke zwar nicht, das Preis-Leistungsverhältnis des Stoffdach-Cabriolets stimmt aber. Geheimtipp für Offenfahrer!
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Bild: Markus Heimbach / AUTO BILD

38/63
Ford Escort Cosworth: Mit ihm lässt Ford ein beflügeltes Präzisionsgerät in die Showrooms driften, das mit seiner biederen Basis nur noch wenig gemeinsam hat. Die Bodengruppe des beflügelten Renners (220 Turbo-PS) stammt vom Sierra.
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Bild: Jens Moennich

39/63
VW Corrado G60: 1988 stellt VW in Nizza den Corrado vor. Als G60 leistet das Golf-Coupé schlappe 160 PS. VW lässt den Corrado bei Karmann bauen, wo 97.521 Stück vom Band rollen. Der Scirocco-Nachfolger hält sich bis 1995 im VW-Portfolio.
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Bild: Roman Raetzke

40/63
Mazda RX-7: Der RX-7 leistet satte 280 Turbo-PS und markiert den Technik-Gipfel in der Wankelgeschichte von Mazda. Ein hoher Preis und unzeitgemäße Abgaswerte sind Schuld am frühen Europa-Aus (von 1992 bis 1996).
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Bild: Holger Neu / AUTO BILD

41/63
VW New Beetle: 1995 steht auf dem Genfer Autosalon die Studie VW Concept 1, der Prototyp eines kompakten Stadtautos mit VW-Käfer-Silhuette. Keine drei Jahre später geht der Retro-Knubbel als New Beetle in Serie, auf Basis des Golf 4.
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Bild: Sven Krieger / AUTO BILD

42/63
Buick Park Avenue: Lässiger Ami-Spätbarock, schon mit Vorderradantrieb und 3,8-Liter-V6 statt dickem V8. Die Technik ist auch nach 300.000 Kilometern meist noch gesund – kaufen, bevor alle weg sind!
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Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD

43/63
Nissan 300ZX: Besonders als Twin Turbo (283 PS als Schalter) eine Empfehlung wert. Der Z kombiniert Leistung, 90er-Jahre-Traumwagendesign und Alltags-Qualitäten mit dem Status eines begehrenswerten Sportwagen-Klassikers. Und alles abseits des Mainstreams!
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Bild: Thomas Ruddies

44/63
Renault Kangoo: Ist er der Renault 4 der 90er? Nicht ganz, zu Ruhm und Ehre eines Auto-Volkshelden reicht's dann doch nicht. Doch der Kangoo zeigt, dass die Franzosen ihre einstige Paradediszplin nicht verlernt haben: Autos zum Leben zu bauen.
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Bild: Flo

45/63
Volvo 850R: Für alle, denen Volvos solide und sicher, aber nicht flink genug sind. Die potenten Fünfzylinder-Turbos der besonders schnellen Schwedenpanzer entwickelt Porsche in Weissach. Bis zu 250 PS in der nordischen Mittelklasse – das ist neu.
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46/63
Fiat Barchetta: Das süße Leben jeden Tag auf dem eigenen Boot genießen – ab 1995 ein bezahlbarer Traum. Der Barchetta ("Bötchen") basiert auf dem Punto und ist Fiats Antwort auf den Mazda MX-5. Barchettas Vierzylinder mit 1,8 Litern Hubraum leistet 131 PS.
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Bild: Thomas Ruddies

47/63
Dodge Viper: Schlangenbeschwörer Caroll Shelby hat bei diesem zehnzylindrigen Ungetüm die Finger im Spiel. Doch nicht die 394 PS dieses Über-Dodge machen die Fachwelt fassungslos, sondern seine 7990 Kubikzentimeter Hubraum.
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Bild: Werk

48/63
VW Polo Harlekin: Ein rollendes Ersatzteillager? Mitnichten, VW treibt es mit dem Polo Harlekin richtig bunt. Ursprünglich soll der Harlekin nur ein farbenfroher Hinweis auf das Baukasten-Prinzip sein. Ein Klassiker der Zukunft!
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Bild: Christoph Boerries

49/63
Honda Civic Type R: Härter, steifer, schneller. Den Civic Type R bietet Honda nur in Japan an. Leider. Das 185 PS (bei 8200 Touren!) starke Hatchback taugt zum GTI-Killer, mit serienmäßigen Recaro-Stühlen, Momo-Lenkrad und nahtgeschweißter Karosse.
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Bild: Internet

50/63
Saab 900 Cabriolet: Obwohl unterm Blech ein Vectra, bleibt der offene 900 eine annehmbare Alternative zum vergriffenen ersten 900. Gerade nach Ableben der Marke sind die verbliebenen Autos coole Klassiker! Am besten aus erster Zahnarzthand kaufen!
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Bild: Werk

51/63
Mercedes-Benz 500 E: Das Beste oder nichts. In diesem Fall das Beste aus zwei Welten, denn die Power-Limousine 500 E ensteht in Zusammenarbeit mit Porsche. 326 PS beschleunigen die Achtzylinder-Limousine in 6,1 Sekunden auf 100 km/h. Die Preise steigen!
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Bild: Markus Heimbach

52/63
Citroën Xsara Picasso: Was Pablo Picasso zu diesem Ei auf Rädern gesagt hätte, können wir uns nur vage ausmalen. Gewagt: Tatsächlich assoziiert Citroën die Silhuette des Xsara Picasso in einem TV-Spot mit dem Bauch einer schwangeren Frau.
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Bild: Thomas Ruddies

54/63
Hummer H1: Millionen sehen das High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle, kurz Humvee (Bild) in den Fernsehbildern aus dem ersten Golfkrieg 1991. Im Folgejahr lanciert AM General eine Zivilversion dieses extrem geländegängigen Kriegsgerätes: Der Hummer H1 ist geboren.
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Bild: Christian Bittmann

55/63
Jaguar XJ: War der Vorgänger XJ40 bei seinem Debüt ein für Jaguar-Verhältnisse sehr progressives Wagnis, geben sich die Briten 1995 beim Styling des X300 umso vorsichtiger. Einen von Grund auf neu entwickelten Jaguar XJ gibt es erst wieder 2003.
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Bild: Thomas Ruddies

56/63
Honda NSX: Ende der 80er-Jahre baut Honda ein Auto, das die technische Kompetenz der Marke demonstriert. Der Honda NSX trägt den Geist Ayrton Sennas im Alu-Gebälk, sein Dreiliter-V6 leistet 276 PS.
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Bild: Uli Sonntag

57/63
Fiat Cinquecento: Bei Fiat tritt der Cinquecento ab 1991 ein großes Erbe an, denn kleine Modelle machten den Auto-Riesen aus Turin einst groß. Der neue Zwerg mimt den Pragmatiker, nicht den Lebemann – und bringt es zum Kassenschlager.
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Bild: Ingo Barenschee / AUTO BILD

58/63
BMW Z3 Coupé: Der Turnschuh als Querdynamiker. 321 PS sorgen im M Coupé für ein Halleluja. Der Langschnäuzer mit dem Shooting Break ist vielleicht der letzte große Charakterkopf aus München. Dafür lieben wir ihn.
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Bild: Sven Krieger / AUTO BILD

59/63
Renault Sport Spider: Ursprünglich plant Renault ein reinrassiges Renngerät für einen Markenpokal im Rahmen der Formel 1. Später bringen die Franzosen das dachlose Fliegengewicht (965 kg) mit den Scherentüren auf die Straße.
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Bild: Götz von Sternenfels

60/63
Suzuki Vitara X-90: Ein Mini-SUV mit Targadach, Heckspoiler und seltsamem Stufenheck. Wem nichts peinlich ist, der findet im Suzuki Vitara X-90 eventuell den idealen Nice-Price-Youngtimer. Alle anderen dürfen geschockt gucken.
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Bild: Wolfgang Blaube

61/63
McLaren F1: 370 km/h bedeuten 103 Meter pro Sekunde. Schneller als der dreisitzige McLaren F1 ist Mitte der 90er-Jahre kein anderes Auto. Der 600 PS starke Zwölfzylinder des CFK-Supersportwagens stammt von BMW.
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Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

62/63
Citroën XM: Die DS der 90er ist kein Kassenschlager. In elf Jahren baut Citroën 300.000 Stück, ein passabler Ausstoß. Und die große Limousine XM ist gut fürs Image – die französischen Spitzenpolitiker lassen sich in den 90ern bevorzugt in der Sänfte chauffieren. Zu neu für Sie? Hier kommen deutsche Autos der 80er-Jahre.
Bild: Angelika Emmerling

63/63
Lotus Omega: 988 Exemplare des schnellsten Omega aller Zeiten werden bei Lotus montiert, 393 kommen nach Deutschland. Mit zwei parallel geschalteten Turboladern bringt es der Reihensechszylinder des seltenen Über-Opel auf 377 PS. Hier kommen die Italiener und Franzosen der 90er!
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Bild: Sven Krieger / AUTO BILD
Die deutschen Autos der 90er-Jahre

1/89
In den 1990er-Jahren schwimmt sich Audi von ihrem Häkeldecken-Image frei. 1990 tritt das Audi Coupé S2 in die Fußstapfen des Urquattro. Sein Fünfzylinder-Turbo leistet anfangs 220 PS, genug für 248 km/h Spitze.
Bild: Andrea Schick-Zech

2/89
Lust-Laster mit Porsche-Genen: Bei seinem Erscheinen im Jahr 1994 ist der RS2 der schnellste Straßen-Audi der Geschichte. Der schwäbische Sportwagenbauer griff Audi bei der Entwicklung des 315 PS starken Superkombis unter die Arme. Ein Klassiker der Zukunft!
Bild: Werk

3/89
Dieses Kombi-Heck sieht so mancher Porsche-Fahrer verdutzt am Autobahn-Horizont verschwinden. Von außen ist der Audi RS2 erst auf den zweiten Blick von einem schnöden 80 Avant zu unterscheiden.

4/89
Ab 1991 gibt sich der einst so piefige 80 offener und edler als je zuvor. Mit dem Cabriolet legen die Ingolstädter einen Meilenstein auf ihrem Weg zur Edelmarke – und produzieren ihn auch mit Dieselmotor!
Bild: privat

5/89
Solider Biedermann nach Windkanal-Diktat: 1990 bringt Audi den Nachfolger des Aerodynamik-Champions C3 und bietet ihn mit Benzinern an, die zwischen 101 und 280 PS leisten. Ab 1991 ist der C3 auch mit einem 2,5-Liter-TDI zu haben.
Bild: Goetz von Sternenfels

6/89
Audi schneidet alte Zöpfe ab: Keiner soll die neue Mittelklasse als Wackeldackel-Transporter missverstehen. Darum heißt sie jetzt A4 und nicht mehr 80. Mit neuem Selbstbewusstsein bläst Audi zum Angriff gegen BMW 3er und Mercedes C-Klasse.
Bild: Klaus Kuhnigk

7/89
Luxusliner im Alu-Kleid: 1994 startet das neue Audi-Flaggschiff A8 mit jeder Menge Technik-Leckerbissen. Topmodell der Baureihe: der S8 mit quatto-Antrieb und 340 PS. Im letzten Baujahr (2001/2002) zieht sogar noch der 6-Liter-W12 in den Ur-A8 ein.
Bild: Klaus Kuhnigk

8/89
1996 bringt Audi den Edel-Golf namens A3. Zunächst liefern die Ingolstädter den Kompakten im Softeis-Design ausschliesslich als Dreitürer. Der praktische Fünftürer kommt 1999, heißt damals aber noch nicht Sportsback.
Bild: Werk / Werk

9/89
1999 wirft Audi den heißesten A3-Ableger auf den Markt. Beim S3 krallen sich serienmäßig alle Viere in den Asphalt. Als Antriebsaggregat dient ein zwangsbeatmeter 1,8-Liter-Vierzylinder mit 210 PS. Genug für 238 km/h Spitze.

10/89
Er war seiner Zeit voraus: Der A2 kommt 1999 mit eigenwilligem Design, Ultraleicht-Karosse aus Aluminium und Dreizylinder-Motor. Das Publikum ist mit so viel geballtem Know-how schlicht überfordert: Der A2 floppt.
Bild: AUTO BILD / Stephanie Bock, Sven Krieger

11/89
Das Heckfenster des Audi A2 ragt weit ins Dach hinein. Im Jahr 2005 stellt Audi die Produktion des Hightech-Microvans ein.
Bild: AUTO BILD / Stephanie Bock, Sven Krieger

12/89
1998 bringt Audi seinen Designersportwagen TT. Für Aufregung sorgt das heimtückische Fahrverhalten: Nach einer Reihe schwerer Unfälle verpasst Audi allen TT ein überarbeitetes Fahrwerk, ESP (mit Eigenbeteiligung) und einen Heckspoiler. Der hat ...
Bild: Werk / Werk

13/89
... den Vorteil, dass nun auch Laien Front und Heck des Audi-Renners unterscheiden konnten. Audi bietet TT und TT Roadster (Foto) mit Vierzylinder-Turbomotoren (150 bis 240 PS) oder mit dem 250 PS starken VR6-Motor an. 2006 folgt die zweite TT-Generation.
Bild: Werk / Werk

14/89
Der BMW 8er ist 1990 der einzige deutsche Gran Turismo mit Zwölfzylinder. Trotzdem können die Bayern das Luxus-Coupé nur schwer an den Mann bringen. Die solvente Kundschaft erwartet in dieser Preiskategorie mehr Leistung und gepflegtes Understatement.
Bild: Andreas Lindlahr

15/89
Auch die Amis wollen das Luxus-Coupé mit den Schlafaugen nicht. 1999 rollt der letzte 8er vom Band. Das skurrile Design des großen BMW-GT stammt von Claus Luthe, der schon den revolutionären NSU Ro 80 entwarf.
Bild: Conrad Piepenburg

16/89
3er, der Dritte. Die Bayern bieten die Neuauflage ihres Volumenmodells im Premierenjahr 1990 ausschließlich als Limousine an. Als Einstiegsmodell dient der 316i mit 99 PS starkem Vierzylinder.

17/89
Nach alter BMW-Tradition rundet ein 192 PS starker Reihensechser das Programm nach oben ab. Fünf Jahre nach dem Launch schiebt München den praktischen Lifestyle-Laster Touring nach.
Bild: AUTO BILD / U. Sonntag

18/89
Und nicht nur die golfenden Yuppies freut es, weil Mercedes erst 1996 ein C-Klasse T-Modell bringt und Audi, damals noch ohne prolligem Singleframe-Grill und Tagfahr-Lichterkette, (noch) das Image fehlt.
Bild: Werk /

19/89
Der heißeste 3er heißt ab 1992 wieder M3 und rast mit einem 286 PS starken 3,0-Liter-Reihensechszylinder nach alter BMW-Schule an. Neu ist die Nockenwellensteuerung VANOS und das automatisierte Schaltgetriebe SMG.
Bild: Werk /

20/89
Der Kurze: Um 20 cm staucht BMW die Karosse der Limousine, heraus kommt der kleine Compact. Auch Innenraum und Fahrwerk unterscheiden ihn von der Limousine.
Bild: AUTO BILD / Holger Schaper

21/89
Ob in Cannes, Bad Tölz oder Miami: Das elegant-kühl gezeichnete 3er Cabriolet mit seiner ansteigenden Gürtellinie wirkt nie deplatziert, sein Fahrer niemals under- oder gar overdressed.
Bild: Werk /

22/89
Das gilt auch für den vielleicht schönsten 7er. Später fasst Designer Chris Bangle Mut, es folgen Unfälle wie der aufgesetzte Kofferraumdeckel. Die Motorenpalette reicht vom schwachbrüstigen Turbodiesel 725tds (143 PS) bis zum souveränen 750iL mit V12 (326 PS).

23/89
Der vierten Generation des 5er pressen die Münchner drei Jahre nach dem Stapellauf einen 400 PS starken V8 der M GmbH unter die Haube. Die Oberklasse-Limo M5 soll in den folgenden Jahren die High Performance-Limousine sein, die es zu schlagen gilt.
Bild: AUTO BILD TEST & TUNING / Holger Schaper

24/89
Der Ballermann im Smoking glänzt dazu mit geflegtem Understatement und (fast) allen Vorzügen, die ein stinknormaler 5er auch bietet. Schade: Hunde müssen leider draussen bleiben, denn als Kombi bietet BMW den E39S nicht an.
Bild: AUTO BILD TEST & TUNING / Holger Schaper

25/89
Rock 'n' Roll made in Bavaria: 400 PS leistet der Fünfliter-Achtender des M5, genauso viel wie ein Ferrari 360 Modena. Der E39S, so die Werksbezeichnung des M5, erledigt den Sprint auf 100 km/h aus dem Stand in 5,3 Sekunden. Ohne Abregelung kratzt der M5 an der 300-km/h-Marke.
Bild: AUTO BILD / Uli Sonntag

26/89
3er, der Vierte: 1998 stellt BMW den E46 vor. Im neuen Volumenmodell der Bayern debütiert die neue Diesel-Direkteinspritzer-Generation. BMW liefert den ersten Bangle-3er mit Vier- und Sechszylinder-Benzinern.
Bild: K. Kuhnigk

27/89
Der avantgardistische Versenktür-Roadster Z1 von 1989 war subjektiv betrachtet ein gutes Auto. Vielleicht schon zu gut, auf jeden Fall aber zu kühl. Drum geriet der Retro-Softrocker namens Z3 (Foto) mit seiner langen Frontpartie deutlich konventioneller und emotionaler. Basis: der 3er (E36).
Bild: Markus Heimbach

28/89
Auf Basis des Z3 Roadsters lässt BMW ein Coupé entstehen, von dem seine Schöpfer schon vorher wissen, dass man es nicht nach dem ersten Hinsehen liebt. Auto-Gourmets schwärmen vor allem für den geschmeidigen 2,8-Liter-Reihensechser mit 193 PS.
Bild: AUTO BILD / Christian Bittmann

29/89
Der Turnschuh als Querdynamiker: 321 PS sorgen im M Coupé für ein Halleluja. Der Langschnäuzer mit dem Shooting Break ist vielleicht der letzte große Charakterkopf aus München. Dafür lieben wir ihn. Wenn auch erst nach dem zweiten Hinsehen.
Bild: Uli Sonntag

30/89
Mit dem Retro-Roadster Z8 lässt BMW den legendären 507 Roadster auferstehen, von dem zwischen 1956 und 1959 nur 252 Stück entstanden. 1997 steht der Z8 als Studie Z07 auf der Motor Show in Tokio, um zwei Jahre später in die Showrooms zu rollen – mit dem 5,0-Liter-V8 aus dem BMW M5.

31/89
BMW lässt den Power-Roadster (400 PS) von Hand fertigen und gibt eine 50-jährige Verfügbarkeitsgarantie für alle Ersatzteile. Und auch James Bond nimmt hinter dem Dreispeichen-Lenkrad des Z8 Platz, bevor ihn seine Gegenspieler längs halbieren. Den Z8, nicht Bond.
Bild: AUTO BILD / Conrad Piepenburg

32/89
Escort, der Fünfte: 1990 bringt Ford den Mk V, anfangs noch mit bewährter Technik aus dem Vorgänger. Die Motorenpalette reicht vom 60 PS starken Diesel bis zum Rallye-Monster RS Cosworth.
Bild: AUTO BILD / Holger Schaper

33/89
Mit dem Escort Cosworth lässt Ford ein beflügeltes Präzisionsgerät in die Showrooms driften, das mit seiner biederen Basis nur noch wenig gemeinsam hat. Die Bodengruppe des beflügelten Renners (220 Turbo-PS) stammt vom Sierra.
Bild: Werk

34/89
Das Weltauto von Ford: In den USA steht der Mondeo als Ford Contour und Mercury Mystique bei den Händlern, bei uns beerbt er den biederen Sierra. Mit dem Mondeo kehrt Ford in der Mittelklasse zum Frontantrieb zurück – nach fast 23 Jahren.

35/89
1995 verpasst Ford seinem Kleinsten eine große Frischzellenkur. Mazda verkaufte die vierte Fiesta-Runde parallel als 121. Der Kasten-Fiesta namens Courier macht vor allem Blumenhändler und Bäckereien glücklich.
Bild: Klaus Kuhnigk

36/89
Der designierte Mustang-Erbe Ford Probe ensteht auf Basis des Mazda Capella. Die zweite Generation des Ami-Coupés schafft es auch zu uns und soll in die Fußstapfen des Capri treten. Mit dem 2,5-Liter-V6 kann eine Probe-Fahrt 220 km/h schnell sein.

37/89
Dieser Skorpion mit Karpfenmaul macht keinen Stich mehr gegen die Oberklasse-Konkurrenz. Cool sieht anders aus. So endet die Geschichte der großen Ford-Modelle mit dem Scorpio Mk II im Jahr 1998.
Bild: AUTO BILD / Klaus Kuhnigk

38/89
Der Ford Ka ist einer der ganz großen Charaktertypen unter den Kleinstwagen der 90er. Der Name Ka stammt aus dem alten Ägypten und bezeichnet die Seele des Menschen.
Bild: autobild.de / Werk

39/89
1996 bürgert Ford mit dem knubbeligen Zwerg Ka den Begriff "New Edge Design" ein. Nur blöd, dass sein großer Bruder Fiesta neben dem Ka plötzlich wie eine Familienpackung Valium wirkt. Bis 2008 bauen die Kölner im Werk in Valencia 1,5 Millionen Ka. Im selben Jahr zeigt Ford in Paris die zweite Ka-Generation.
Bild: Werk / Werk

40/89
Cougar hieß in den wilden Sixties ein Muscle Car von Mercury, das Mitte der 90er auf Basis des US-Mittleklasse-Hobels Ford Contour wieder aufleben soll. Weil Mercury in Deutschland quasi kein Händlernetz hat, kommt der Cougar als Ford zu uns.
Bild: Andreas Erber

41/89
Knuffig rollt der kleine Softsportler Ford Puma daher. Im typischen Öko-Design der 90er. Nur irgendwie wirkt er ein wenig zusammengepresst. Naja, er muss ja schließlich auch auf die Fiesta-Plattform passen.
Bild: H. Schaper

42/89
Tschüss, Escort: Focus heißt ab 1998 die neue Ford-Geheimwaffe in der umkämpften Golf-Klasse.
Bild: Uli Sonntag

43/89
Mercedes-Benz präsentiert 1991 seine neue Super-Klasse, interne Werksbezeichnung W 140. Kanzler Kohl schätzt die Übergröße des 140ers, den die Schwaben jetzt sogar mit V12 anbieten.
Bild: Werk

44/89
Die Fachwelt lästert, weil dieser Brocken geballter schwäbischer Ingenieurskunst zwar das technisch Machbare repräsentiert, jedoch zu breit für die Autowaggons der Deutschen Bahn geraten ist.
Bild: Werk

45/89
Der geflügelte Daimler: Mit dem 190 E 2.5-16 treiben es die Schwaben ab 1989 so richtig wild. Die treue Kundschaft ist schockiert, als dieses Spoiler-Monster in den Showrooms steht. In der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft ist der heißeste Baby-Benz eine Macht.
Bild: Uli Sonntag

46/89
Das Beste oder nichts: in diesem Fall sogar das Beste aus zwei Welten. Der 500 E ensteht in Zusammenarbeit mit Porsche. 326 PS beschleunigen die Achtzylinder-Limousine in 6,1 Sekunden auf 100 km/h.
Bild: Angelika Emmerling

47/89
Sieben Jahre nach der Markteinführung des W 124 schiebt Mercedes ein Cabrio nach, mit dem die Baureihe plötzlich sogar einen weltoffenen Charme erhält. Als Basis dient das Coupé. Die Qualität der späten 124er ist bis heute unerreicht.
Bild: Werk

48/89
Die Vieraugen-E-Klasse hatte es von Beginn an nicht leicht, musste sie sich doch am legendär haltbaren W 124 messen lassen. Der war zumindest zum Ende seiner Produktion der beste Mercedes aller Zeiten.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger

49/89
1,8 Millionen Exemplare des "Baby-Benz" W 201 baut Mercedes zwischen 1982 und 1993. In diese übergroßen Fußstapfen soll die erste C-Klasse treten – mit verbesserter passiver Sicherheit und dem gewohnten Mercedes-Gefühl bei der Langezeitqualität.

50/89
Ein Kompaktvan von Mercedes? Die konservativen Schwaben erfinden sich in den 90ern komplettt neu. Der hohe Schwerpunkt des Nesthäkchens ist Schuld daran, dass der kleine Stern beim Elchtest kippt. Als Konsequenz stattet der schwäbische Autobauer alle A-Klassen serienmäßig mit ESP aus.
Bild: Thomas Ruddies

51/89
Okay, Mercedes hat das versenkbare Stahldach nicht erfunden. Peugeot Eclipse (1935) und Ford Fairlane Skyliner (1957) hatten das System schon. Trotzdem ist der SLK bei seinem Debüt ein gefeierter Superstar. Es bildeten sich Menschentrauben ...

52/89
... um den Klappdach-Roadster, wenn sich die Blechmütze in nur 25 Sekunden zusammenfaltete, um gänzlich im Kofferraum des SLK zu verschwinden. Trotz hoher Grundpreise und langer Wartezeiten mausert er sich zum Topseller unter den Roadstern, die in den 90ern ihre Renaissance erleben.

53/89
Mit dem W 220 ist eine S-Klasse zum ersten Mal zierlicher als ihr Vorgänger (W 140) und auch das Design gerät weniger autoritär. Das Motoren-Portfolio umfasst V6-, V8- und V12-Benziner sowie sparsame CDI-Aggregate.
Bild: Werk /

54/89
Okay, Flundern gibt es immer wieder. Die tragen aber meistens Namen, die sich keiner merken kann. Diese hier heißt CLK GTR und ist ein straßentauglichen Le Mans-Renner. Eckdaten: 6,9-Liter-V12, 631 PS, 1400 Kilo. Preis: 2.650.000 Mark exklusive Mehrwertsteuer.

55/89
Ist der CL der letzte schöne Mercedes? Vielleicht. Große Coupés auf S-Klasse-Basis haben beim Daimler Tradition. Es gab sie schon, als der Slogan noch "Der gute Stern auf allen Wegen" hieß. Besonders reizvoll: der CL 65 AMG mit 612 PS starkem V12 unter der Haube.
Bild: Werk /

56/89
Nachfolger der Coupés und Cabriolets auf Basis des Mittelklasse-Heroes W 124: die CLK-Klasse. Zwar rollt sie in der Optik der Vieraugen-E-Klasse W 210 an, jedoch teilt sie sich die technsiche Basis mit der C-Klasse.
Bild: AUTO BILD / Klaus Kuhnigk

57/89
Der Bulli von Mercedes: die V-Klasse. Die Schwaben lassen den Bus in Spanien bauen, daher auch der Name Vito für die schmaler ausgestatteten Versionen: Vito, eine Ableitung von Vitoria-Gasteiz, dem Ort, in dem die V-Klasse montiert wird.
Bild: Klaus Kuhnigk

58/89
1989 bringt Mercedes einen neuen SL und schickt den optisch antiquierten Vorgänger R 107 in den Ruhestand. Stilsicher eingekleidet von Bruno Sacco überlebt der R 129 die kompletten 90er und stirbt 2001.

59/89
Ab 1997 parkt der Metropolbürger quer zum Bordstein – zumindest dann, wenn er bereit dazu ist, sich in ein 2,5-Meter-Auto zu zwängen. Der Smart, vom Uhrenbauer Swatch entwickelt und von Mercedes gebaut, ist bis heute unerreicht.
Bild: Werk /

60/89
Die Dreizylinder-Turbomotoren des Smart leisten zwischen 45 und 61 PS. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 135 km/h begrenzt. Im Jahr 2000 erweitert Smart die Modellpalette um einen Dieselmotor und des Smart Fortwo Cabrio.
Bild: Thomas Starck

61/89
Der letzte Opel mit Herzfrequenz erhöhender Wirkung: Der Sohn des Manta heißt Calibra und macht besonders als 2.0 Turbo 4x4 Laune – mit 204 PS und Allradantrieb. Unverbastelte Calibra aus erster Hand sind rar und haben Kult-Potenzial.
Bild: Klaus Kuhnigk

62/89
Im Jahr 1991 schickt Opel die traditionsreiche Modellbezeichnung Kadett nach 55 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand. Der neue Golf-Gegner aus Hessen heißt Astra F.

63/89
Fasst bei umgeklappter Rücksitzbank bis zu 1630 Liter Rindenmulch: der Opel Astra Caravan. Meist machten ihm schwache Zahnriemen und – ganz klassisch – der Rost nach einem harten Arbeitsleben den Garaus.
Bild: Werk

64/89
Die Kante hat bei Opel erst einmal ausgesorgt. In den 90ern dominieren beim Blitz die runden Formen. Opel muss Absatzrückgänge verkraften, Verarbeitungsmängel nerven die Kundschaft. Der Corsa beweist sich auch in diesen unruhigen Zeiten als solides Opel-Standbein.
Bild: AUTO BILD / Stephanie Bock

65/89
Der letzte große Opel mit Hinterradantrieb: 1994 bringt Opel den Omega B. Später entstehen sogar Prototypen einer Performance-Variante mit Corvette V8. 2003 ist Schluss. Dem angekratzten Opel-Image hätte der Big-Mac-Omega gut getan.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger

66/89
Auf Vectra A folgt Vectra B. Obwohl er die deutschen Auto-Charts nie anführt, kann Opel im besten Jahr 1997 immerhin 140.964 B-Vectra verkaufen.
Bild: Hersteller

67/89
1991 wagt sich Opel in unbefestiges Terrain. Der erste Geländewagen von Opel heißt Frontera und stammt nicht aus einer hessischen Entwicklungsabteilung sondern aus Japan. Dort hieß er in seinem vorherigen Leben Isuzu Rodeo.
Bild: AUTO BILD ALLES ALLRAD / Erwin Fleischmann

68/89
Sportcoupé auf Corsa-Basis: der 2+2-Sitzer Tigra mit seiner markant ansteigenden Gürtellinie baut auf dem kleinsten Modell von Opel auf. Als Antrieb dienen wahlweise ein 1,4- oder ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 16 Ventilen. Der Tigra V6 bleibt ein Prototyp.
Bild: Werk

69/89
1998 erscheint der die zweite Astra-Generation. Opel bietet den Astra G als Schräg- und Stufenheck, Kombi, Coupé und Cabriolet an. Das Design des formschönen Coupés, auf dem auch der DTM-Astra basiert, stammt von Bertone.
Bild: Werk

70/89
Der letzte Transaxle: Porsche gerät in den 90ern mit dem 968, der die erfolgreiche 924/944-Serie beerbt, ein wahres Meisterstück. Der solide 3-Liter-Vierzylinder des 944 S2 wird überarbeitet und hat mehr Drehmoment, außerdem gibt es den 968 nun mit Tiptronic. Damals kostet ein 968 unfassbare 100.000 Mark, heute ist er ein Youngtimer-Schnäppchen.
Bild: Angelika Emmerling

71/89
Zum Ende seiner Bauzeit läuft das Froschgesicht noch einmal zur Höchstform auf. Der 928 rollt stärker und luxuriöser an als je zuvor. Seine Schöpfer verstehen es nun endlich, ihn als das anzupreisen, was immer war: ein gediegener Gran Turismo und kein 911-Erbe. Den wird es wohl nie geben.
Bild: Werk

72/89
Der letzte luftgekühlte Elfer: Mit dem 993 läuft Porsche noch einmal zur Hochform auf. Man setzt vor allem auf erhöhte Alltagstauglichkeit. Designer Lagaay schaffte es, die klassische Elfer-Linie stilsicher zu modernisieren. Der 3,6-Liter-Boxer leistete im Basis-Carrera anfangs 272 PS.
Bild: AUTO BILD / Klaus Kuhnigk

73/89
Nur echt mit Biertheke: der Porsche 911 Turbo. Allerdings erfüllt das mächtige Flügelwerk beim schnellsten Elfer (408 PS, 290 km/h) gleich zwei Zwecke: Zum einen generiert es Abtrieb, zum andern verstecken sich unter ihm die Ladeluftkühler des 3,6-Liter-Biturbos.
Bild: Hersteller

74/89
Ein Roadster mit Boxer: der Boxster. Humor haben sie bei Porsche, obwohl der Sportwagenbauer aus dem Ländle in den frühen 90ern einbrechende Absätze hinnehmen muss. Dass sich Porsche bald wieder in sicherem Fahrwasser befindet, ist auch dem Boxster zu verdanken.
Bild: AUTO BILD / Ingo Barenschee

75/89
Spiegelei, Spiegelei an der Wand: Das sind sie, die umstrittensten Frontleuchten des Jahrzehnts. Harm Laagay liefert mit dem neuen Porsche-Gesichtsausdruck ein mutiges Designstück ab.
Bild: AUTO BILD / Uli Sonntag

76/89
Nach fünf Jahrzenten verpflanzt Porsche seinem Volumenmodell ein wassergekühltes Herz. Seine Jünger tragen den Elfer verbal zu Grabe. Vergebens: Porsche fährt mit dem 996 Rekordgewinne ein und Wendelin Wiedeking erfährt unter deutschen Automanagern quasi religiöse Verehrung.
Bild: AUTO BILD / Ingo Barenschee

77/89
Der erste Golf für Matsch, Schlamm und Schotter: Kompakt-SUV möchte man den Golf Country heute nennen. 1990 gibt es diese Bezeichnung noch nicht, der Country floppt.
Bild: Andreas Lindlahr

78/89
Mit dem Golf III beginnt bei VW die Ära López. Die stärkste Waffe des "Produktoptimierers": der Rotstift. Zulieferer pfeifen aus dem letzten Loch und auch die Qualität der Autos leidet erheblich. Beim Golf III ist sogar Rost plötzlich wieder ein Thema.

79/89
Auch vom Golf III bringt VW wieder eine Rucksack-Variante für Leute, die auf Schunkelmusik stehen. Der neue Konsi-Golf heißt jedoch nicht mehr Jetta, sondern Vento. Der Vento wollte nie ein epochales Auto sein, also verschwenden wir hier, ganz im Sinne des Erfinders, keine Worte. Nächtes Bild, bitte.

80/89
Der GTI verkommt mit der dritten Golf-Generation mehr und mehr zur reinen Ausstattungs-Option. Der 170 PS starke VR6 leidet unter Kopflastigkeit.
Bild: AUTO BILD TEST & TUNING / Ingo Barenschee

81/89
1988 stellt VW in Nizza den Corrado vor. Der Scirocco-Nachfolger hält sich bis 1995 im VW-Portfolio. Als G60 leistet der Corrado schlappe 160 PS. Volkswagen lässt sein Sportcoupé bei Karmann bauen, wo 97.521 Stück vom Band laufen.
Bild: Klaus Kuhnigk

82/89
Rollendes Ersatzteillager? Mitnichten, VW treibt es mit dem Polo Harlekin einfach mal bunt. Ursprünglich sollte der Harlekin nur ein farbenfroher Hinweis auf das Baukasten-Prinzip sein.
Bild: Klaus Kuhnigk

83/89
Bereits 1993 erhält der Passat wieder ein vollwertiges Gesicht mit Kühlergrill, nachdem der Vorgänger (Typ B3) gemeinhin als "Nasenbär" verunglimpft wurde.
Bild: AUTO BILD / Andreas Lindlahr

84/89
Sparsam und innovativ aber zu teuer: der Lupo 3L TDI, das erste 3-Liter-Auto der Welt. Er erscheint 1999, VW stellt die Produktion aber bereits im Jahr 2005 wieder ein.
Bild: Sven Krieger

85/89
Vans kommen in den 90ern in Mode. VW und Ford entwickeln deshalb zusammen eine Großraumlimousine. Sie kommt 1995 als Ford Galaxy/VW Sharan beziehungsweise als Seat Alhambra auf den Markt.
Bild: AUTO BILD / Klaus Kuhnigk

86/89
Komplexere Technik, mehr Elektronik: Der Golf IV kann zwar mit verbesserter Qualitätsanmutung aufwarten als sein Vorgänger, fällt aber mit vereisten Motoren und kaputten Getrieben negativ auf.
Bild: AUTO BILD / Toni Bader

87/89
1995 steht auf dem Genfer Autosalon die Studie VW Concept 1, der Prototyp eines kompakten Stadtautos mit der Silhuette des VW Käfer. Keine drei Jahre später geht der Retro-Knubbel als New Beetle in Serie.
Bild: autobild.de / Werk

88/89
Übersichtlichte Plastik-Landschaft: das Beetle-Cockpit erinnert auch mit viel Fantasie nicht an das Original. Ein Relikt der 50er: die Blumenvase als Ausstattungs-Gag.
Bild: autobild.de / Werk

89/89
Ein Käfer für die Apple-Generation: Als Basis dient der Golf, der Motor sitzt vorn und nicht im Heck. Halb so wild: Die angepeilte Kundschaft wird das selige Rasseln des Boxers schon nicht vermissen – weil sie es nie kannte.
Bild: autobild.de / Werk
Autos der 90er: Italiener und Franzosen

1/86
Blick zurück auf charakterstarke 90er-Jahre-Autos aus Italien und Frankreich: Auf den Kassenschlager Alfa Romeo 33 folgte 1994 der kompakte 145. Ein Jahr später komplettierten der 146 sowie das Topmodell QV das Portfolio.
Exemplar finden: Alfa Romeo 145
Exemplar finden: Alfa Romeo 145
Bild: Klaus Kuhnigk / AUTO BILD

2/86
Die italienische Mittelklasse: 1992 brachte Alfa Romeo den 155 mit Frontantrieb. Die treue Anhängerschaft war schockiert und stilisierte seinen Vorgänger 75 prompt zum "letzten echten Alfa" hoch.
Exemplar finden: Alfa Romeo 155
Exemplar finden: Alfa Romeo 155
Bild: Werk

3/86
Designer de'Silva versteckte die hinteren Türgriffe des Alfa Romeo 156 in der C-Säule, um der Limousine einen coupéhaften Touch zu verpassen. Außerdem rückte er das Scudetto, den klassischen Alfa-Grill in Herzform, wieder in den Vordergrund.
Exemplar finden: Alfa Romeo 156
Exemplar finden: Alfa Romeo 156
Bild: Ingo Barenschee

4/86
Der Alfa 156 gab das Alfa-Design der kommenden zehn Jahre vor, de'Silva machte er zu einem der gefragtesten Auto-Stylisten. Alfa all'arrabbiata: Als 3.2 V6 GTA (ab 2002) ließ der 156 ganze 250 PS auf die Vorderräder los!
Bild: Ingo Barenschee

5/86
Der 2007 eingestellte Alfa Romeo 166 war vermutlich der letzte große Oberklasse-Alfa? Heute fahren die Italiener Alfa mit einem Luxus-SUV vor, dem Stelvio.
Exemplar finden: Alfa Romeo 166
Exemplar finden: Alfa Romeo 166
Bild: Werk

6/86
1989 schickte Alfa Romeo den Spider in die letzte Runde, wie immer mit längs eingebautem Motor und Hinterradantrieb, aber dieses Mal ohne Plastik-Spoilerlippe. 1993 rollte in Arese der letzte dieser werksfrischen Open-Air-Oldies vom Band.
Exemplar finden: Alfa Romeo Spider
Exemplar finden: Alfa Romeo Spider
Bild: Goetz von Sternenfels

7/86
Alfa Romeo lieferte den keilförmigen GTV zwar immer noch mit elastischen Vier- und Sechszylindern, jedoch krallten sich beim Sportcoupé auf 155-Basis nun die Vorderräder in den Asphalt. Die Alfisti waren pikiert.
Exemplar finden: Alfa Romeo GTV
Exemplar finden: Alfa Romeo GTV
Bild: Klaus Kuhnigk

8/86
In den 80ern erwarb der Italiener Romano Artioli die Bugatti-Markenrechte. 1991 raste der EB 110 heran, ein modernes Supercar mit permanentem Allradantrieb. Sein 3,5-Liter-V12 leistete zwischen 560 (GT) und 611 PS (Supersport). Spitze: 351 km/h.
Exemplar finden: Bugatti EB 110
Exemplar finden: Bugatti EB 110
Bild: dpa

9/86
41 Jahre lang nicht zu kippen: der 2 CV "Döschewo", bei uns als Ente bekannt. Citroën plante mehrfach das Ende seines Minimal-Autos. Die Enten-Erben hießen Dyane, LN und Visa. Im Jahr 1990 stellt Citroën die Produktion der Legende ein.
Exemplar finden: Citroën 2CV
Exemplar finden: Citroën 2CV
Bild: Roman Raetzke

10/86
Der Citroën AX beerbte 1986 die Enten-Nachfahren LN und Visa. Absatz bis zum Produktionsende 1998: mehr als 2,4 Millionen. Mit Verbräuchen weit unter fünf Litern war der AX Diesel besonders sparsam. Spritzig: der AX GTi mit 94 PS.
Exemplar finden: Citroën AX
Exemplar finden: Citroën AX
Bild: Conrad Piepenburg / AUTO BILD

11/86
Der Saxo vertrat Citroën ab 1996 in der Polo-Klasse und stand für Durchschnitt statt Nonkonformismus. Von der einstigen Pfiffigkeit der Doppelwinkel-Marke fehlte jede Spur. Die Franzosen lieferten den Saxo wahlweise als Drei- oder Fünftürer.
Exemplar finden: Citroën Saxo
Exemplar finden: Citroën Saxo
Bild: Citroen

12/86
1996 drängte Citroën in eine neue Nische und lancierte den Berlingo. Der Hochdachkombi weckte nicht nur Sehnsüchte nach einer Zeit, in der die Form eines Autos noch seiner Funktion folgte. Er erfüllte sie.
Exemplar finden: Citroën Berlingo
Exemplar finden: Citroën Berlingo
Bild: H.J.Mau

13/86
Der erste Citroën der Golf-Klasse kam 1991, hieß ZX und liess jeden Anflug der Avantgarde vermissen, der die Marke einst ausgemacht hatte. Lobenswert dagegen: die deutlich verbesserte Rostvorsorge.
Exemplar finden: Citroën ZX
Exemplar finden: Citroën ZX
Bild: Citroen

14/86
Im Jahr 1997 löste der Citroën Xsara den gallischen Golf-Konkurrenten ZX ab. Der Xsara kam optisch weniger streng daher und suhlte sich an seinem späten Lebensabend noch einmal als Rallye-Seriensieger erfolgreich im Dreck.
Exemplar finden: Citroën Xsara
Exemplar finden: Citroën Xsara
Bild: Citroen

15/86
Citroën Xsara Picasso: Was Pablo Picasso zu diesem Ei auf Rädern gesagt hätte, können wir uns nur ausmalen. Fakt: Citroën assoziierte die Silhouette des Xsara Picasso in einem TV-Spot tatsächlich mit dem Bauch einer schwangeren Frau.

16/86
Wie sein Vorgänger BX war auch der Citroën Xantia eher Biedermann als Innovationsträger. Immerhin brachte Citroën den Xantia 1992 trotz allgegenwärtiger Konzern-Gleichmacherei wieder mit hydropneumatischer Federung.
Exemplar finden: Citroën Xantia
Exemplar finden: Citroën Xantia
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

17/86
In elf Jahren baute Citroën 300.000 XM, ein passabler Ausstoß, aber kein großer Erfolg. Doch die große Limousine war gut fürs Image. Die französische Spitzenpolitik ließ sich in den 90ern bevorzugt in der Sänfte chauffieren.
Exemplar finden: Citroën XM
Exemplar finden: Citroën XM
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD

18/86
Französisch-italienische Freundschaft: Ab 1994 rollte im gemeinsamen Werk von PSA und Fiat der Eurovan vom Band und gelangte als Citroën Evasion (Foto), Fiat Ulysse, Lancia Zeta und Peugeot 806 in die Showrooms der Händler.
Bild: Klaus Kuhnigk

19/86
Das hier ist kein verstahlt drein glotzender Lamborghini Diablo. Dieser Flachmann nennt sich Cizeta V16T, leistet 540 PS und existiert nur acht Mal. 1995 ging Cizeta pleite.
Bild: Christian Herb / AUTO BILD

20/86
Mit dem F355 begann für Ferrari ein neues Zeitalter in Sachen Qualität und Fahrleistungen. Gegenüber seinem Vorgänger F348 war das neue "Einstiegsmodell" ein Quantensprung.
Exemplar finden: Ferrari F355
Exemplar finden: Ferrari F355
Bild: Roman Raetzke

21/86
Ohne jede Divenhaftigkeit rückte der neue "Kleine" im Ferrari-Portfolio den großen Zwölfzylinder-Modellen mächtig auf die Pelle. Das elektronisch gesteuerte Fahrwerk macht den F355 agiler und berechenbarer.
Bild: Roman Raetzke

22/86
Der kurzhubige Achtzylinder verfügte nun über Fünfventiltechnik. Seine Maximalleistung von 380 PS gab er bei astronomischen 8250 Touren ab, untermalt von einem symphonisch-kraftvollen Sound.
Bild: Roman Raetzke

23/86
Während seiner Bauzeit zwischen 1994 und 1999 bot Ferrari den 355 als Berlinetta (Sportcoupé), GTS (Targa) und als offenen Spider (Foto) an. Ab 1998 lieferten die Italiener ihren Mittelmotor-Sportler auch als 355 F1 mit Schaltwippen am Lenkrad.
Bild: Andreas Lindlahr / AUTO BILD

24/86
1999 löste der 400 PS starke Ferrari 360 Modena den 355 ab und mauserte sich prompt zum erfolgreichsten Modell der Ferrari-Geschichte. Seine Kraft schöpfte der Rassehengst aus einem Achtzylinder mit 3,6 Litern Hubraum.
Bild: Ronald Sassen

25/86
Im Herbst des Jahres 1992 stand mit dem Ferrari 456 GT der Nachfolger des antiquierten 2+2-Coupés 412 in den Startlöchern. Wie sein Vorgänger schöpfte der seine geballte Kraft (455 PS) aus zwölf Töpfen.
Exemplar finden: Ferrari 456
Exemplar finden: Ferrari 456
Bild: Werk

26/86
Für schaltfaule Ferraristi lieferte Maranello den Gran Turismo als 456 GTA mit Automatikgetriebe. Auf Anfrage entstanden außerdem Kombis, Limousinen und Cabriolets für solvente Stammkunden, zum Beispiel für den Scheich von Brunei.
Bild: Ferrari

27/86
Mit dem 550 Maranello kehrte Ferrari nach mehr als zwei Jahrzehnten Abstinenz in der großen V12-Baureihe zum Frontmotor zurück. Der Maranello zitierte an den richtigen Stellen die klassischen Ferrari der 50er- und 60er-Jahre, ...
Exemplar finden: Ferrari 550
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Bild: Michael Specht

28/86
... ohne in die Kitsch-Ecke zu driften. 485 PS ließen den Maranello in 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten. Bei 320 Sachen war Schicht im Schacht. 2001 entstanden zudem 444 Exemplare des offenen 550 Barchetta.
Bild: werk / werk

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Anlässlich des fünfzigsten Geburtstags von Ferrari entstand 1995 ein wahrhafter Rennwagen für die Straße. Der 513 PS starke 4,7-Liter-V12 des F50 stammte aus dem Formel 1-Boliden der Saison 1990. Pininfarina schuf eine brachiale Form.
Exemplar finden: Ferrari F50
Exemplar finden: Ferrari F50
Bild: Getty Images

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Bei Fiat trat der Cinquecento 1991 ein großes Erbe an, denn kleine Modelle machten den Auto-Riesen aus Turin groß. Der neue Zwerg rollte humorlos an, mimte den Pragmatiker, nicht den Lebemann – und avancierte trotzdem zum Kassenschlager.
Exemplar finden: Fiat Cinquecento
Exemplar finden: Fiat Cinquecento
Bild: Ingo Barenschee / AUTO BILD

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Technisch basierte der 1998 vorgestellte Fiat Seicento auf seinem Vorgänger Cinquecento, unterschied sich von ihm vor allem durch sein runderes Äußeres. Sogar ein Elektromotor mit 20 PS Leistung war für den Kleinen zu haben.
Exemplar finden: Fiat Seicento
Exemplar finden: Fiat Seicento
Bild: Thomas Ruddies

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Quadratisch, praktisch, noch besser: Der kleine Panda bekam im Frühjahr 1991 ein Facelift spendiert. Im Unterschied zum chinesischen Katzenbär bedroht den einstigen Millionenseller vor allem der Rost. Zeit, sich so eine tolle Kiste wegzustellen.
Exemplar finden: Fiat Panda
Exemplar finden: Fiat Panda
Bild: Autobild

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Auf den Fiat Uno folgte 1993 der Punto. Das Design der neuen Hatchbacks stammte von Giugiaro. Fiat legte Wert auf nachhaltigere Rostvorsorge, ein Jahr nach dem Debüt komplettierte ein Punto Cabrio des Portfolio.
Exemplar finden: Fiat Punto
Exemplar finden: Fiat Punto
Bild: Klaus Kuhnigk / AUTO BILD

34/86
Um katastrophale Crashtest-Ergebnisse des Tipo vergessen zu machen, entwickelte Fiat Anfang der 90er im Eiltempo Bravo und Brava. Ohne großen Erfolg, denn auch die neuen Kompakten schnitten im Crashtest nicht optimal ab.
Exemplar finden: Fiat Brava
Exemplar finden: Fiat Brava
Bild: Thomas Ruddies

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Unauffälliger Italo-Passat: 1996 lancierte Fiat den Marea, eine Strufenheck-Variante des Bravo. Auf dem Marea basierte auch der Kompaktvan Multipla, an dem sich ab 1999 die Geister scheiden sollten.
Exemplar finden: Fiat Marea
Exemplar finden: Fiat Marea
Bild: FCA Automobiles

36/86
Als Vorgänger des Marea gilt der Fiat Tempra. Zwei Karosserien waren zu haben, dieses Stufenheck und ein Kombi namens Tempra Station Wagon. Letzteter stand in Deutschland wahlweise mit Allrad beim Händler.
Exemplar finden: Fiat Tempra
Exemplar finden: Fiat Tempra
Bild: Klaus Kuhnigk

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Frischzellenkur für den Diesel-Direkteinspritzer-Pionier: Als Stufenhecklimousine mit großer Heckklappe nahm der Croma in den 80ern eine Ausnahmestellung ein. 1991 verpasste Fiat dem Croma ein umfangreiches Facelift.
Exemplar finden: Fiat Croma
Exemplar finden: Fiat Croma
Bild: Werk

38/86
Die AUTO BILD-Leser wählten den Fiat Multipla trotz sechs Sitzen und exzellenter Übersichtlichkeit zu einem der peinlichsten Autos aller Zeiten. Dabei hat es der Minivan ins New Yorker Museum of Modern Art geschafft. Hatten die Designer einen schlechten Tag, ...
Bild: Wolfgang Meier

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... oder ist das Vieraugengesicht ein unverstandenes Genie? Fiat verlor 2004 den Mut, fünf Jahre nach dem Debüt musste sich der Multipla einer Gesichts-OP unterziehen. 2010 war Schluss.
Bild: Werk

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Nummer zwei der vier Abkömmlinge der Eurovan-Kooperation von PSA und Fiat war der Fiat Ulysse. An Bord fanden acht Personen Platz, Schiebetüren erleichterten den Einstieg in den Fond. Hauptkonkurrent war seinerzeit der Renault Espace.
Exemplar finden: Fiat Ulysse
Exemplar finden: Fiat Ulysse
Bild: Holger Schaper

41/86
Der Barchetta ("Bötchen") war 1995 Fiats Antwort auf den Mazda MX-5, den Begründer der großen Roadster-Renaissance. Der Vierzylinder mit 1,8 Litern Hubraum leistete 131 PS. Heute sind die meisten Barchetta in Deutschland zugelassen.
Exemplar finden: Fiat Barchetta
Exemplar finden: Fiat Barchetta
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD

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Seinen kleinen Ferrari ließ Fiat von 1994 bis 2000 bei Pininfarina bauen. Schöpfer des markanten Karosseriekleides ist der spätere BMW-Designchef Chris Bangle. Das Fiat Coupé hat vor allem als 2.0 20V Turbo mit 220 PS Klassiker-Potential.
Exemplar finden: Fiat Coupé
Exemplar finden: Fiat Coupé
Bild: Hans-Joachim Mau

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1990 kam der Iveco Daily mit einer abgerundeten Kabine, 2,5-Liter-Diesel und auf Wunsch Allradantrieb. Fiat Ducato und Peugeot Boxer nutzten den Motor ebenfalls, die italienische Bergrettung schätzte seine Kraxel-Fähigkeiten.
Exemplar finden: Iveco Daily
Exemplar finden: Iveco Daily
Bild: Internet/Pschemp

44/86
Der Nachfolger des rollenden Kampfflugzeugs Lamborghini Countach sollte bei seinem Debüt der schnellste Seriensportwagen der Welt sein. 1990 raste der Lamborghini Diablo heran: 492 PS stark und 328 km/h schnell.
Exemplar finden: Lamborghini Diablo
Exemplar finden: Lamborghini Diablo
Bild: Lena Barthelmeß

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Dem Zwölfzylinder mit 5,7 Litern Hubraum spendierte Lamborghini erstmals eine Einspritzanlage der Marke Eigenbau. Bis zum Produktionsende des Diablo wurde immer wieder nachgelegt. So leistete der Diablo VT 6.0 (ab 2001) bereits 550 PS.
Bild: Lena Barthelmeß

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Designer Marcello Gandini, der schon für die Lambo-Meilensteine Miura und Countach verantwortlich war, gelang mit dem Diablo abermals ein Meisterwerk. Allerdings musste sein Designentwurf zunächst die Chrysler-Bosse überzeugen. Der amerikanische Auto-Riese schluckte die italienisches Sportwagen-Schmiede in den 80ern.
Bild: Lena Barthelmeß

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Am Countach als Lambo-Alleinstellungsmerkmal etabliert, verschärften die Scherentüren auch den ohnehin spektakulären Auftritt des Diablo. Mit dem Diablo SE 30 (Foto) feierte der Autobauer ...
Bild: Werk

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... sein dreißigjähriges Bestehen. 150 Exemplare entstanden in Handarbeit. Die auberginefarbenen Samtbezüge im beklemmenden Interieur verbesserten die Rundumsicht nicht.
Bild: Werk

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Insgesamt baute Lamborghini zwischen 1990 und 2001 knapp 2900 Diablo. Als Nachfolger stand bereits der unter Audi-Regie entstandene Murciélago mit Allradantrieb in den Startlöchern.
Bild: Lena Barthelmeß

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Lifestyle-Zwerg auf Basis des Fiat Punto: Lancia-Kunden konnten den Nobel-Mini namens Y nach Herzenslust individualisieren. Der Edel-Hersteller bot für sein kleines Designerstück unzählige Lacktöne und edle Alcantara-Bezüge an.
Exemplar finden: Lancia Y
Exemplar finden: Lancia Y
Bild: Fiat Chrysler Automobiles

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1989 hatte Lancia den Dedra vorgestellt, aus eigener Sicht eine Mittelklasse-Alternative zu Audi 80, BMW 3er und Mercedes 190. Die Käufer griffen jedoch eher dann zum gut ausgestatteten Italiener, wenn sie keinen VW Vento oder Opel Astra wollten.
Exemplar finden: Lancia Dedra
Exemplar finden: Lancia Dedra
Bild: Fiat Chrysler Automobiles

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Auf den Dedra folgte 1999 der Lancia Lybra. Ihn verstand der Fiat-Konzern als luxuriöse Alternative zum Fiat Bravo. Der Lybra hatte erstmals ein System an Bord, über das sich Audio und Telematik aus einer Hand steuern ließen, Navigation auf Wunsch inklusive.
Bild: Sandra Beckefeldt

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Die Individualitätsgarantie war beim Kauf eines Lancia Kappa ebenso serienmäßig wie die wertige Alcantara-Bestuhlung. Das Coupé (Bild) mit den Mini-Heckflossen entstand beim Karosseriebauer Maggiora in Handarbeit.
Exemplar finden: Lancia Kappa
Exemplar finden: Lancia Kappa
Bild: Harald Almonat

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Auch Lancia hatte einen Eurovan im Programm, den Zeta. In der mittleren Reihe gab es drei einzelne, entnehmbare Sitze. In der dritten Reihe gab es wahlweise zwei einzelne Sitze oder eine entnehmbare Sitzbank.
Bild: Werk

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Der Maserati Biturbo ist als Basis des vergleichsweise kompakten Ghibli II klar erkennbar. Bei seinem Debüt schöpfte der Ghibli seine Kraft aus einem V6-Biturbo-Motor mit zwei Litern Hubraum.
Exemplar finden: Maserati Ghibli
Exemplar finden: Maserati Ghibli
Bild: Roman Rätzke

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1994 erweiterte Maserati die Biturbo-Familie um ein Modell mit vier Türen. Der Quattroporte IV kam deutlich kompakter daher als seine Ahnen. Eine staatstragende Sportlimousine boten die Italiener erst wieder unter Ferrari-Regie an.
Exemplar finden: Maserati Quattroporte
Exemplar finden: Maserati Quattroporte
Bild: Maserati

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Im Zeichen des Dreizacks: Ab 1998 griff Ferrari bei Maserati ins Lenkrad, was der Traditionsmarke spürbar guttat. Als erstes Kind ging aus dieser Traum-Ehe der 3200 GT hervor. Sein klassisches Design stammte vom Italdesign, der V8 aus Maranello.
Exemplar finden: Maserati 3200
Exemplar finden: Maserati 3200
Bild: A. Lindlahr

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Ab 1991 rundete der kleine 106 die Peugeot-Palette nach unten ab. Bis 2003 baute die Marke mit dem Löwen fast 2,8 Millionen Stück. Nachfolger des 106 war der ab 2005 gebaute 107.
Exemplar finden: Peugeot 106
Exemplar finden: Peugeot 106
Bild: Werk

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Frankreichs Auto der 80er und 90er war der Peugeot 205. Irgendwo zwischen Polo und Golf angesiedelt, mauserte er sich zum klassenlosen Siegertyp. Auch die Teutonen liebten den gallischen Golf. Peugeot baute ihn bis 1998.
Exemplar finden: Peugeot 205
Exemplar finden: Peugeot 205
Bild: Sven Krieger / AUTO BILD

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Zum Brandstifter wurde der Peugeot 205 als GTi. Dann trafen bis zu 130 PS auf deutlich weniger als eine Tonne Fahrzeuggewicht. Heißer war nur noch der für den Wettbewerb konzipierte 205 Turbo 16.
Bild: Christian Bittmann

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Kleiner Löwe ganz groß: Der durchgestylte Nachfolger des Peugeot-Retters 205 nannte sich 206 und rollte im Sommer 1998 auf den Markt. Und er verkaufte sich wie frisch duftendes Baguette.
Exemplar finden: Peugeot 206
Exemplar finden: Peugeot 206
Bild: Martin Meiners

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1993 beerbte der kompakte 306 die ungeliebte Talbot-Entwicklung 309. Die Franzosen lieferten ihn anfangs ausschließlich als drei- und fünftüriges Hatchback, ab Frühjahr 1994 komplettierte ...
Exemplar finden: Peugeot 306
Exemplar finden: Peugeot 306
Bild: Peugeot

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... das von Pininfarina gezeichnete Cabriolet das Modellprogramm. Das sportliche Topmodell 2.0i 16V S 16 (163 PS) lieferte Peugeot dagegen nur als dreitürige Limousine mit Fließheck.
Bild: Markus Heimbach / AUTO BILD

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Breite Reifenspuren musste ab 1995 der Peugeot 406 ausfüllen. Er folgte auf den beliebten 405 und nahm es in Deutschland mit Passat und Co auf. Überzeugen konnte er unter anderem mit Diesel mit Partikelfilter und serienmäßigem ABS und Doppelairbag.
Exemplar finden: Peugeot 406
Exemplar finden: Peugeot 406
Bild: Werk

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Für das formschöne Design des 406 Coupé war Pininfarina verantwortlich. Besonders mit Dreiliter-V6 (207 PS) ist der Franzose ein Klassiker der Zukunft. Mutig: Peugeot lieferte das Coupé auch mit Dieselmotor.
Bild: Thomas Ruddies

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Abzüglich der Hydropneumatik teilte sich der Peugeot 605 die technische Basis mit dem Citroën XM. Mit Fahrkomfort, gehobener Ausstattung und kraftvollen Motoren konnte er die Fachpresse überzeugen, die Kunden Griffen dennoch lieber zum deutschen Produkt.
Exemplar finden: Peugeot 605
Exemplar finden: Peugeot 605
Bild: Werk

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Mit großen Limousinen konnte Peugeot in Deutschland nicht punkten. 604 und 605 blieben glücklose Versuche der Franzosen, im Oberklasse-Segment Fuß zu fassen. Trotzdem wagte der Löwe 2000 einen weiteren Versuch mit dem 607.
Exemplar finden: Peugeot 607
Exemplar finden: Peugeot 607
Bild: Werk

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Nummer vier der in Kooperation von Fiat und PSA entstandenen Eurovans hieß Peugeot 806 und war bei den von 1994 bis 2002 im Angebot.
Exemplar finden: Peugeot 806
Exemplar finden: Peugeot 806
Bild: PSA Groupe

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Seit 1947 läuft die Piaggio Ape vom Band. Gemacht für die engen Gässchen italienischer Bergdörfer ist der urige Kleintransporter längst Teil vom Bild Italiens. Deutsche Cafés schwören auf ihre Qualtäten beim Transport und in der Werbung.
Exemplar finden: Piaggio Ape
Exemplar finden: Piaggio Ape
Bild: Christian Bittmann

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An Humor und Individualität mangelte es in den frühen 90ern in der Kleinstwagenklasse. Bis Renault mit dem Twingo Leben in die Bude brachte. Die Franzosen trieben es bunt und erweiterten die Farbpalette stetig. Dazu kamen Sondermodelle.
Exemplar finden: Renault Twingo
Exemplar finden: Renault Twingo
Bild: Werk

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Der Renault Twingo konnte 1992 schon, was dem Fiat 500 heute glänzende Absätze beschert – nur ohne Retro. Er berührte, lächelte sich in die Herzen. Vor allem Frauen verfielen dem Augenaufschlag des kleinen Charmeurs.
Bild: Werk

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Das One-Box-Design des Franzosen-Zwergs bot viel Platz für die Passagiere. Mit Liegesitzen und verschiebbarer Rücksitzbank setzte der Twingo in seiner Klasse Maßstäbe. Zum Microvan fehlten ihm eigentlich nur die hinteren Türen.
Bild: Werk

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Dass der näselnde Vierzylinder im Grunde noch aus dem R4 stammte – Schwamm drüber. Der kleine Renault war schon zu seinen Lebzeiten Kult und so schmerzte es, als die Franzosen ihn nach 14 Jahren ohne nennenswerte Modellpflege in Rente schickten.
Bild: Werk

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1992 rollte in Kolumbien der letzte Renault R4 vom Band. Die Kult-Kiste der wilden 60er und blumigen 70er war an ihrem Lebensabend ein reiner Anachronismus, nachdem sie drei Jahrzehnte lang Generationen die Freiheit auf Rädern geschenkt hatte.
Exemplar finden: Renault
Exemplar finden: Renault
Bild: Werk

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Als die Markteinführung des neuen Kleinen von Renault ins Haus stand, hatten die Franzosen große Erwartungen an den Clio, denn R4 und R5 waren Knaller. Beim Start 1990 leistete der Einsteiger-Benziner (1.2 8V) 54 PS, ein Jahr später ...
Exemplar finden: Renault Clio
Exemplar finden: Renault Clio
Bild: Werk

76/86
... schob Renault einen 1,9-Liter-Diesel und das sportliche Topmodell 1.8 16V nach. 1994 und 1996 unterzogen die Franzosen ihren Kleinen jeweils einem leichten Facelift. 1998 folgte schließlich die Ablöse durch den Renault Clio II.
Bild: Werk

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Der Renault Mégane trat 1995 in die Fußstapfen des Renault-Rettungsankers R19. Renault erweiterte die Modellpalette stetig. Zum Schrägheck und Coupé gesellten sich bald ein schnittiges Cabriolet und der Kompakt-Van Scénic.
Exemplar finden: Renault Mégane
Exemplar finden: Renault Mégane
Bild: Werk

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Vorreiter der Kompaktvan-Welle: Renault legte 1996 mit dem Scénic vor, Citroën zog wenig später mit dem Xsara Picasso nach. Inzwischen baut Renault seinen Mini-Espace in der vierten Generation.
Exemplar finden: Renault Scénic
Exemplar finden: Renault Scénic
Bild: Werk

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Solider Mittelklässler: Der Laguna folgte 1994 auf den biederen Renault 21. Zunächst lieferten ihn die Franzosen ausschließlich als Fließhecklimousine, 1995 folgte der Kombi namens Grandtour.
Exemplar finden: Renault Laguna
Bild: Privat

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Der Oberklasse-Renault namens Safrane bleibt leider nur als farbloser Geselle in Erinnerung. Auch seinem Nachfolger Vel Satis war das Glück nicht hold.
Exemplar finden: Renault Safrane
Exemplar finden: Renault Safrane
Bild: Klaus Kuhnigk

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Von der zweiten, komplett überarbeiteten Espace-Generation liefen bei Matra über 300.000 Exemplare vom Band. Den Vogel schoss 1995 der Renault Espace F1 mit V10-Motor und 810 PS ab. Der Van mit Formel 1-Motor blieb ein Einzelstück.
Exemplar finden: Renault Espace
Exemplar finden: Renault Espace
Bild: Werk

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Reisen wie Gott in Frankreich: Der Espace III war so geräumig wie eine Kathedrale. Und verkaufte sich gut.
Bild: Werk

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Der bis 2018 letzte Alpine entstand zwischen 1991 und 1995 in Dieppe in einer Stückzahl von etwas mehr als 800. Der Alu-V6 des Schlafaugen-Coupés leistete 250 PS aus drei Litern Hubraum. Spitze: 265 km/h.
Exemplar finden: Alpine A610
Exemplar finden: Alpine A610
Bild: Werk

84/86
Ursprünglich plante Renault ein reinrassiges Renngerät für einen Markenpokal im Rahmen der Formel 1. Später brachten die Franzosen das dachlose Fliegengewicht (965 kg) ...
Exemplar finden: Renault
Exemplar finden: Renault
Bild: Werk

85/86
... mit den Scherentüren doch auf die Straße. Ungefiltert. Renault ging keine Kompromisse ein. Die erste Serie des Sport Spider kam sogar ohne Frontscheibe aus! Für Vortrieb sorgte ein 2,0-Liter-Vierzylinder mit 147 PS.
Bild: Werk

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Der Renault 4 der 90er? Okay, zum großen Volkshelden hat es nicht ganz gereicht, immerhin eroberte er seine eigene Nische. Der Kangoo zeigte, dass die Franzosen in den 90ern weiter ihre Paradedisziplin beherschten: Autos zum Leben bauen.
Hier kommen noch mehr Autos der 90er!
Hier kommen noch mehr Autos der 90er!
Bild: Werk
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