VW Phaeton 6.0 W12: Klassiker des Tages

VW Phaeton 6.0 W12: Tuning, Luxusklasse

Klassiker des Tages: VW Phaeton W12

Mit dem Phaeton wagte VW Anfang der 2000er den Vorstoß in die Luxusklasse: Auf die Spitze trieb es der Phaeton W12, ein Zwölfzylinder mit 420 PS. Klassiker des Tages!
Die Luxusklasse war 2002 Neuland für VW, als die Wolfsburger mit dem Phaeton einen mutigen Schritt wagten. Oberklasse, das waren Mercedes S-Klasse, Audi A8 und BMW 7er. Ein Auto in diesem Segment schien für Volkswagen undenkbar, schrieb AUTO BILD damals, und ließ zu Versuchszwecken einen überzeugten S-Klasse-Piloten auf Probefahrt gehen. Nicht mit irgendeinem Phaeton, sondern mit dem größten Kraftprotz und Top-Auto der Reihe: dem Phaeton 6.0 W12. Ergebnis: Trotz einiger Schwächen konnte das Dickschiff mit seinen 420 PS und seiner gelungenen Ausstattung den Testfahrer überzeugen.

W12 auf Initiative von Ferdinand Piëch

W12: Der Sechsliter-Motor leistet mächtige 420 PS.

Der Sechsliter-W12 aus dem Audi A8 (später auch im VW Touareg) lieferte über eine sanfte Fünfstufenautomatik 420 Pferdestärken an alle vier Räder. Später, nach einem Facelift 2005, waren es sogar 450 PS. "Seidenweich und leise, faucht nur beim Kickdown aggressiv – so muss ein Zwölfzylinder sein", urteilte der S-Klasse-Fahrer im AUTO BILD-Bericht. Leichte Probleme in hohen Geschwindigkeitsbereichen waren vor allem den 2,4 Tonnen Gewicht des Volkswagen-Luxusliners zu "verdanken". Bis 2011 hielt sich der W12, der wie die Baureihe selbst vor allem ein Werk des Querdenkers Ferdinand Piëch war, im Phaeton. Bei 250 km/h wurde abgeregelt, der Spurt auf Tempo 100 dauert 6,1 Sekunden. Der Verbrauch des Benziners lag bei mehr als 16 Litern auf 100 Kilometer.

Handgebaut in der Gläsernen Manufaktur

Eine besondere Eigenschaft des Phaeton W12 war die zugfreie Klimaautomatik, auch die luxuriösen Sitze im äußerst edlen Innenraum sorgten für Wohlfühlatmosphäre. Endgefertigt wurde das Auto in der "Gläsernen Manufaktur" in Dresden, größtenteils in Handarbeit. Die Preise für den W12 begannen bei knapp 99.000 Euro. Dass der Phaeton insgesamt weit hinter den Erwartungen von 20.000 Fahrzeugen pro Jahr zurückblieb und bis 2016 insgesamt nur 84.235 Mal verkauft wurde, war vor allem ein Imageproblem. Luxus und ein Volkswagen, das passte für viele potenzielle Käufer nicht zusammen. Nur in China fand der Phaeton ordentlich Abnehmer. Heute, gut drei Jahre nach Produktionsende, gibt's gebrauchte Phaeton schon für wenige Tausend Euro. Von allzu günstigen Exemplaren sollte man allerdings ob der hohen Haltungskosten und der noch höheren Reparaturkosten die Finger lassen. Hier gibt es schöne VW Phaeton!

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Zwölfzylinder

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