VW Polo Harlekin:

Die coolsten Autos der 90er-Jahre

VW Polo 3 Harlekin: 6N, 90er, Farben

VW Polo Harlekin: Klassiker des Tages

Mitte der 90er verkaufte VW den Polo als Harlekin. Der vielfarbige Auto-Freak sah aus, als seien seine Teile zusammengewürfelt. Und das waren sie auch! Klassiker des Tages.
Der VW Polo Harlekin war ein echter Paradiesvogel, erst recht im damals von Ferdinand Piëch straff organisierten Volkswagen-Konzern. Der Polo 6N war so bunt, wie es nur geht: Stoßfänger vorn, Kühlergrillumrandung, Kotflügel, Motorhaube, Türen vorn und Außenspiegel, Türen hinten, Dach mit Seitenteil hinten, Heckklappe, Stoßfänger hinten – alle Einzelteile wirkten zusammen wie ein vielfarbiger Flickenteppich. Die Farbtöne: Chagallblau, Flashrot, Pistaziengrün und Ginstergelb. Die Wolfsburger trieben es richtig bunt damals. Zu bunt? Die Meinungen gingen weit auseinander, sie reichten von schön bis scheußlich.  Auf jeden Fall ist der Youngtimer inzwischen legendär.

Idee zum Harlekin-Polo stammte von Azubis

Sieht ein bisschen nach Spielzeugauto aus: Aufschrift am Heck eines bunten VW Polo Harlekin.

Dabei war der nur drei Jahre lang (1995 bis 1997) gebaute Polo Harlekin eigentlich gar nicht vorgesehen. 1994 wollte der VW-Konzern Werbung machen für das neue Ausstattungs-Baukastenprinzip des Polo 3, passend zum immer größer werdenden Individualismus, auch beim Autokauf. "Ein paar Azubis hatten die Idee, einen Polo aus unterschiedlich farbigen Karosserieteilen herzustellen", schreibt VW in einem Rückblick auf Youngtimer der 1990er-Jahre. So entstanden aus Marketinggründen 20 Prototypen. Diese nachträglich "Ur-Harlekine" genannten Promo-Fahrzeuge fanden jedoch so viele Fans, dass Volkswagen zunächst eine Charge von 1000 Sondermodellen produzierte, indem es fertige Polo auseinanderbaute und nach dem Zufallsprinzip wieder zusammensetzte. Es gab vier Farbkombinationen, am Ende wurden sogar 3806 extravagante Exemplare zum Preis ab 22.795 Mark verkauft. Wählen konnte der Kunde nicht, er musste nehmen, was er geliefert bekam. Den Polo Harlekin gab es eine kurze Zeit lang sogar bei einem Gewinnspiel von McDonald's zu gewinnen.

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Man liebt oder man hasst ihn

Unter dem bunten Blechkleid des Harlekin-Polo gab es bewährte Technik, als Motoren standen drei Benziner mit 33 kW (45 PS), 44 kW (60 PS) oder 55 kW (75 PS) zur Verfügung. Die Serienausstattung beinhaltete damals unter anderem grüne Wärmeschutzverglasung, abgedunkelte Heckleuchten, Stoff-Sitzbezüge im Design "Harlekin", ein blaues Lederlenkrad mit Airbag, höheneinstellbare Sportsitze vorn und zwei Kopfstützen an einer geteilten Rücksitzbank. Auch wenn es für den bunten Vogel irgendwie nie zum echten Kultobjekt reichte: Seine Anhänger hat er noch heute, wie die alljährliche "Harlekinade" und diverse Fan-Seiten im Internet beweisen. "Man liebt oder man hasst ihn", ist ein oft benutztes Attribut – auf den VW Polo Harlekin trifft es definitiv zu. Inzwischen haben der Rost und der TÜV den Bestand aber arg reduziert. Falls Sie den VW Polo Harlekin lieben: Hier finden Sie ihn im AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt!

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