BMW 3er (E46): Design, gebraucht, Preis, Leistung

Warum die vierte BMW 3er-Generation ein kommender Klassiker ist!

Der BMW 3er E46 ist für viele Fans der schönste und stilsicherste Dreier aller Zeiten. Dieser BMW ist ein kommender Klassiker!
Der BMW 3er ist seit mehr als vier Jahrzehnten das wohl sportlichste Auto der Mittelklasse. Nachdem der BMW Dreier mit der internen Bezeichnung E30 (1982-1994) mittlerweile zum begehrten Oldtimer wurde, warten viele bereits auf die übernächste Baureihe E46 (1998-2007). Auch wenn ihm zum echten Klassiker noch ein paar Jahre fehlen, ist jetzt genau der rechte Zeitpunkt, um zuzuschlagen – denn dieser BMW wird einmal zum Klassiker!
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Wer einen zukünftigen Klassiker sucht, kann der Einfachheit halber jedoch eine ganze Reihe von Modellen ausgrenzen. Die Bestseller des E46 als viertürige Limousine oder den in Europa so beliebten Kombi kann man dabei getrost vergessen.

BMW E46: Coupé und Cabrio sind die beste Wahl

BMW 318Ci Cabrio: Die wunderbar laufenden Reihensechser bringen bessere Fahrleistungen.

©Christoph Börries / AUTO BILD

Das gilt mehr denn je für den nur kurz produzierten 3er Compact, der als dreitüriger Golf-Gegner alles andere als eine Schönheit war. Auch das Fahrverhalten konnte bei den größeren Versionen nicht mithalten. Wer ein besonders wertstabiles Modell will oder in den kommenden Jahren sogar auf steigende Preise hofft, der kommt um Coupé oder Cabriolet nicht herum. Für ein Cabrio ist der 330i wohl die beste Wahl, weil das 231-PS-Triebwerk gut zum Charakter eines offenen Autos passt.

Beste Motorwahl: BMW 330i mit 231 PS

Der 3,2 Liter große Reihensechszylinder der Bauform S54 leistet spektakulär klingende 252 kW/343 PS.

©Christian Bittmann

Beim Antriebsportfolio deckt der E46 ein gewaltiges Spektrum ab. Ideal motorisiert ist der Dreier-BMW der Generation E46, egal ob Coupé oder Cabrio, mit dem 330er-Triebwerk, das 171 kW/231 PS und ein maximales Drehmoment von 300 Nm ab 3500 U/min leistet. Er beschleunigt die alle Karosserievarianten aus dem Stand in unter sieben Sekunden auf Tempo 100 und erreicht zumindest mit Handschaltung 250 km/h. Eine solide Basis für einen guten Klassiker sind die Versionen BMW 325i und 328i mit dem 192 PS starken M54- sowie dem 193 PS starken M52-Aggregat. Keine Chance haben auch die kleinen und vergleichsweise leistungsschwachen Vierzylinder von BMW 316i sowie 318i – und auch der 320i dürfte trotz Reihensechszylinder keine Chance haben, in den nächsten Jahren zu einem begehrten Sammlermodell zu werden. Auch keine große Rolle auf dem Gebrauchtwagenmarkt spielen die einst so beliebten Dieselversionen. Aufgrund der strenger gewordenen Schadstoffeinstufungen und Zufahrtsbeschränkungen interessiert sich kaum ein Klassik-Fan für die Selbstzünder mit einem Leistungsspektrum von 116 bis 204 PS.

Wenn BMW M3, dann mit Sechsgang-Schaltgetriebe

Wer ein Sportcoupé mit Wertsteigerungspotenzial sucht, ist beim BMW M3 genau richtig.
 

©Christian Bittmann

Wer ein ideales Sportcoupé mit Wertsteigerungspotenzial sucht, der ist beim BMW M3 genau richtig. Der BMW M3 ist gerade als Coupé ein grandioser Sportwagen mit exzellentem Fahrwerk und entsprechenden Fahrleistungen. Man sollte darauf Wert legen, dass er mit dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet ist. Das ebenfalls sechsstufige sequenzielle SMG-Getriebe ist bei den schwächeren Sechszylindermodellen eine glatte Fehlbesetzung. Im M3-Sportmodell macht das Schalten nur unter Last wirklich Laune, denn im Komfortbereich kann das SMG nicht überzeugen. Das sequenzielle, automatisierte Getriebe ist obligatorisch im BMW M3 CSL verbaut, dessen Preise sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt bereits in ungeahnte Höhen verabschiedet haben. Unter 80.000 Euro ist nur wenig zu machen, während gut gewartete Exemplare des Serien-M3 Coupé mit weniger als 100.000 Kilometern zwischen 35.000 und 40.000 Euro kosten. Versicherung (zum Kfz-Versicherungsvergleich) und Spritkosten sind bei so einem Sportler natürlich nicht gerade günstig.

Gut gepflegte BMW 330i Coupé starten bei 10.000 Euro

Der von 2001 bis 2004 nur kurz produzierte 3er Compact hat keine große Fangemeinde.

©Ingo Barenschee

Es gibt geteilte Meinungen darüber, ob dem BMW E46 die Modellpflege im Herbst 2001 gutgetan hat. Cabrio und Coupé wurden erst im Frühjahr 2003 überarbeitet. Die Niere wurde dadurch breiter, die Blinker zogen sich nach der Überarbeitung nach oben in die Kotflügel hinein, und die neuen Schürzen beheimateten nunmehr kleinere, runde Nebelleuchten. Zudem wurde das Lampendesign vorne wie hinten leicht geändert – Coupé und Cabriolet bekamen erstmals LED-Rückleuchten. Eine Sechsgang-Handschaltung macht nach der Modellpflege im Jahre 2003 vieles auf Langstrecken angenehmer und sorgt für weniger Realverbrauch. Die Fünfstufenautomatik aus dem Hause ZF nimmt dem agilen und drehfreudigen Sechszylinder dagegen viel von seiner bayerischen Dynamik. Wie bei allen zukünftigen Klassikern gibt es auch beim BMW 3er der Baureihe E46 einen wichtigen Punkt zu beachten: je mehr Ausstattung, desto besser. Ledersportsitze, Klimaautomatik, 18-Zoll-Felgen, Sitzheizung und ein vernünftiges Soundsystem sollten auf jeden Fall an Bord sein. Ein gut gepflegtes BMW 330i Coupé mit weniger als 125.000 Kilometern und guter Ausstattung startet bei fairen 10.000 Euro; das Cabrio ist kaum teurer.

Autor: Stefan Grundhoff

Fotos: Klaus Kuhnigk

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