Super-Geländeautos auf der Techno Classica 2025
Techno Classica: Diese drei Geländewagen stechen heraus
Bild: Frank Meyer / Auto Bild
Von Geländewagen geht ein ungeheurer Reiz aus: Sie vermitteln die Illusion, vom Heimatort direkt bis zur und auch durch die Sahara fahren zu können. Und wenn auf dem Weg ein Feld zu überqueren ist, was soll's. Auf der Techno Classica 2025 in Essen stehen neben unzähligen Traumklassikern, vielen weithin unbekannten BMW und liebevoll restaurierten Autos wie einem Post-Golf 2 auch eine ganze Reihe begehrenswerter Geländewagen.
Mag es bei einem die unbändige Kraft sein, oder die solide, ewig haltende Bauweise, die Herkunft einer Sportwagenmarke oder eine Kombination von allem: Diese drei Geländegänger sind bemerkenswert!
Kurzer Mercedes G 500 mit weniger als 40.000 Kilometern
Wer in ein Mercedes G-Modell steigt, ahnt meist, was kommt: Man steigt eher auf als ein, und auch Jahrzehnte nach der Erstzulassung lässt das Auto nicht nach. Bei achtsamer Wartung und rechtzeitiger Rostnachsorge bleibt auch das Blech solide. So wie es bei diesem G aus dem Jahr 2004 zu besichtigen ist, dessen Unterboden 2015 erneut konserviert wurde.
Entscheidend aber für das Fahrgefühl ist, welcher Motor unter der kantigen Haube steckt. Besonders fällt es in diesem kurzen G aus, dessen Typenkürzel die Zahl 500 ziert, denn da wartet ein Achtzylinder mit 296 PS auf den Fahrzeugführer. Der Benz ist in elegantem Silber lackiert und innen mit schwarzem Leder ausgestattet. Da der Kilometerzähler des G 500 bei überschaubaren 39.950 Kilometern steht, ruft der Verkäufer für das herausragend erhaltene Fahrzeug einen Preis von 155.500 Euro auf.

Geht Gelände kraftvoller und eleganter? Dieser G 500 von 2004 ist nur nachvollziehbare 39.950 Kilometer gelaufen, die 296 PS gehen via Automatik an alle Räder. Der Preis ist ambitioniert: 155.500 Euro.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Lamborghini LM002 für 550.000 Euro
Bevor vom US-Hummer die Rede war, kam Lamborghini auf die Idee, den V12 des Lamborghini Countach in ein Trumm von einem Geländewagen zu implantieren. Ergebnis ist der LM002, ein Monstermobil mit 455 PS, von dem ein Exemplar auf der Techno Classica (und vielleicht auch noch danach) auf einen solventen Käufer wartet. Tatsächlich ist Tempo 230 drin, allerdings dürften bei dem Tempo mindestens 50 Liter durch die Vergaser rauschen.

Im Lamborghini LM002 arbeitet der 455-PS-V12 aus dem Countach, die große Hutze auf der Motorhaube gibt den hoch bauenden Vergaser Raum. Der Preis? 550.000 Euro.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Am Zustand dieses weißen LM002 mit obendrein weißen Felgen gibt es nach der Sitzprobe nichts zu bemängeln, der Pflegezustand ist kaum zu toppen. Auf den weißen Ledersitzen kann man, das braune Lenkrad fest im Griff, der Welt entgegenfahren. Wer sich für das Fahrzeug interessiert, sollte in der Lage sein, über 550.000 Euro frei zu verfügen und die Wartungs- und Betriebskosten zu wuppen – bei der Zielgruppe vermutlich kein Thema.
Schier unzerstörbarer Gelände-Toyota HDJ 80
Welches Auto würde man sich aussuchen, um die Welt querfeldein zu umrunden? Der Toyota Land Cruiser der Modellreihe HDJ 80 wäre ein guter Kandidat. Dieses Fahrzeug lief 330.000 Kilometer weit, dann wurde es komplett restauriert, der Rahmen pulverbeschichtet, der 4,2-Liter Sechszylinder-Diesel überholt und ist seitdem keine 1300 Kilometer gelaufen.
Wir durften den Wagen kurz starten und den ruhigen Lauf des dicken Turbodiesels bewundern. Da der 1992 gebaute Wagen mittlerweile auch das H-Kennzeichen bekommen kann, fällt die Steuer für das Auto übersichtlich aus. Dank der haltbaren Technik und der kürzlich zurückliegenden Restaurierung hat der HDJ 80 das Zeug noch für viele weitere Kilometer.

Welches Auto eignet sich für eine Weltumrundung – im Gelände? Der Toyota Land Cruiser HDJ 80 mit Sechszylinder-Reihen-Diesel wäre ein guter Kandidat.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Und da der Land Cruiser auf schönen, ebenfalls überarbeiteten Alurädern steht, ist man auch stilvoll unterwegs. Der freundliche Verkäufer hat das Auto eigentlich für sich restauriert, trennt sich nun aber doch. Die aufwendige Restaurierung spiegelt sich im Preis wider: Für 65.000 Euro würde der Gelände-Toyota den Besitzer wechseln.
Fazit
Wenn ich mich nun entscheiden müsste unter diesen drei Autos: Der Gelände-Lambo ist der teuerste und irrwitzigste der drei Wagen, am besten sitzt es sich weiterhin im G-Modell. Jedes der drei Fahrzeuge ist für sich extrem. Wenn ich die Wahl hätte, ich nähme den Toyota mit, der könnte fast CO2-freien HVO -Ökodiesl tanken und brächte mich noch mehrfach rund um die Welt.
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