Die beliebtesten Oldtimer 2015: Mängel-Check
Top-10-Klassiker bei der HU

Die zehn beliebtesten Klassiker Deutschlands wurden von der GTÜ zur Hauptuntersuchung gebeten. Hier ist die Hitliste der Top-10-Oldtimer und ihre Mängelquoten.
- Stephan Bähnisch
- Christoph Richter

Mercedes stellt sechs der Top-10-Zulassungen bei den Oldtimern.
Bild: Markus Heimbach
Kadett und W123 häufig stark vernachlässigt
Besonders beim 911 und der "Pagode" ist das gute Abschneiden keine große Überraschung. Beide Modelle erfreuen sich extremer Beliebtheit und werden von ihren Haltern anscheinend vorbildlich gepflegt. Auf dem letzten Platz landet dagegen der Mercedes-Benz W123. Lediglich 46 Prozent sind "ohne erkennbare Mängel". Schwerwiegend ist die Tatsache, dass über 20 Prozent der geprüften W123 "erhebliche Mängel" aufweisen und damit als verkehrsunsicher gelten. Auch der Opel Kadett ist häufig in schlechtem Zustand. Nur 47,6 Prozent sind "ohne erkennbare Mängel" geprüft worden. Umweltmängel wie Ölverlust, eine defekte Auspuffanlage und schlechte Abgaswerte sind die häufigsten Fehler der Top 10-Klassiker. Hier belegt der VW Käfer, mit 30.000 Zulassungen Deutschlands Lieblingsklassiker, mit den meisten Umweltmängeln einen unrühmlichen Spitzenplatz. Der Mercedes W123 landet auf dem zweiten Platz der "Umweltsünder".
Vorkriegsmodelle häufig in exzellentem Zustand
Anders als die jüngeren Kollegen sind Modelle aus den Baujahren 1920 bis 1940 häufig in einem erstklassigen Zustand. 80 Prozent der Fahrzeuge weisen keinerlei Mängel auf. 15 Prozent haben nur geringe Mängel, beispielweise einen zerkratzten Spiegel oder eine ausgefallene Kennzeichenbeleuchtung. Bei 4,7 Prozent lassen sich "erhebliche Mängeln" nachweisen. Erreichen Wagen ein Alter von 30 Jahren, sinkt die Mängelquote durch gute Pflege deutlich unter 50 Prozent. 29,8 Prozent aller 30 bis 40 Jahre alten Autos haben nur "geringe Mängel". "Erhebliche Mängel" wurden bei 16,7 Prozent festgestellt. Auffälig ist die Mängelquote bei Oldtimern ohne H-Kennzeichen. Lediglich 46,2 Prozent absolvieren die HU beim ersten Mal. "Geringe Mängel" weisen 31,2 Prozent, "erhebliche Mängel" 22,6 Prozent auf. Mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) erhält die Plakette jedoch im ersten Anlauf.
Oldtimer-Verbrauchstest: Die größten Schluckspechte

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Die Riege der Spritschlucker beginnt mit einem klassischen Säufer. Fünf Finger reichten meist, wenn NSU-Ro-80-Fahrer einander per Handzeichen signalisierten, wie oft ihr Motor schon getauscht wurde, weil die Dichtleisten hinüber waren. Der Spritverbrauch der Wankel-Limousine dagegen lässt sich nicht an zwei Händen abzählen. Konstruktionsbedingt zählt Effizienz nicht zu den Stärken des Kreiskolbenmotors.
Bild: Christian Bittmann

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Ein Testschnitt von elf Litern klingt zwar nicht dramatisch. Trotzdem ist er hoch – sowohl in Relation zur eher milden Kraftausbeute als auch mit Blick auf die Tatsache, dass der von Claus Luthe 1967 faszinierend futuristisch eingekleidete Viertürer nur 1300 Kilo auf die Waage bringt und überdies mit einem günstigen cW-Wert von 0,36 durch den Fahrtwind schlüpft.
Bild: Christian Bittmann

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Immerhin kommt man dank dem 83 Liter großen Tank auf respektable Reichweiten. Unter der Haube geht’s rund: Der Wankelmotor summt wie eine Nähmaschine, die Vibrationsfreiheit wird aber teuer erkauft.
Bild: Christian Bittmann

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Der im Volvo 264 GLE eingebaute Euro-V6 gehört nach landläufiger Meinung nicht zu den Kostverächtern. Da er auf dem Reißbrett als V8 entstand und dann um zwei Töpfe gekappt wurde, ist er bei ...
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Bild: Bittmann

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... 90 Grad Zylinderwinkel ohne Hubzapfenversatz auch kein Ausbund an Laufkultur. Zum Sparmodell wird der Kantenhauber allerdings auch mit K-Jetronic nicht: Genau elf Liter schossen im Test pro 100 Kilometer durch die Einspritzdüsen, trotz moderater Fahrt. Alter Schwede!
Bild: Bittmann

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Ein Sportwagen mit Dreistufenautomatik? Darauf können nur Amis kommen! Wer sonst verzichtet im Datsun 280 ZX (im Bild ein 240 Z) freiwillig auf Fahrspaß und nimmt im Gegenzug erhöhten Spritverbrauch in Kauf? Obwohl: Beim Highway-Tempo 55 Meilen/Stunde, umgerechnet 89 km/h, kommt ein 2,8-Liter- Reihensechszylinder mit 140 PS nicht ins Schwitzen. Auch dass ein Kat ihm ein paar Pferdchen ausspannt, ist in den USA, das Auto 1981 zugelassen wurde, nicht so wichtig.
Bild: privat

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Hier zählt Komfort, und da es ja in Kalifornien niemals regnet, packt man die Targa-Dachhälften am besten in den Kofferraum und cruist die Küstenstraße Richtung Malibu entlang. Hierzulande hätte man das Japan-Coupé heute lieber mit der serienmäßigen Fünfgangschaltung. Damit entfiele das zentrale Handicap – und der Datsun würde nicht nur beim Fahren, sondern auch an der Zapfsäule mehr Freude machen. So ist der Testverbrauch von 11,1 Litern kein berauschendes Ergebnis.

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Mit Vollgas rast der Alfa Romeo Montreal in die Ölkrise. Trotz lasziver Augenbrauen und betörendem Bertone-Kleids verkauft sich das 200-PS-Sportcoupé nur schleppend. Zudem stimmt die Mischung nicht: Der vorn eingebaute, gezähmte Renn-Achtzylinder aus dem Tipo 33 ist mit einem simplen Fahrwerk kombiniert, das mehr zum Cruisen als zum Kurvenkratzen taugt. Ergebnis: Der 2+2-Sitzer sieht aus wie ein Sportwagen, ist aber keiner.
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Bild: Berndt Andresen

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Bereits in den 70ern überfordert viele Werkstätten die Wartung und korrekte Einstellung der Spica-Einspritzung, was Besitzer frustet und dem Montreal den Ruf des zügellosen Säufers einträgt. Nach der Testrunde wissen wir: Ist die Technik sauber eingestellt und wringt man den Viernockenwellen-V8 nicht aus, reichen elf Liter. Nicht wenig, zugegeben. Aber kein Grund gleich die (Öl-)Krise zu kriegen.
Bild: Berndt Andresen

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In einem Punkt sind sich viele Mercedes-Freunde einig: Ein 280er-Vergaser säuft. Und, logo, der hubraumgleiche Einspritzer schluckt weniger. Ab auf die Teststrecke zum Überprüfen! Am Start: der topfitte 280 S des Kollegen und Mercedes-Papstes Karl-August Almstadt. Als Konkurrent: ein Vorzeige-SE von Classic-Händler Leseberg. Der S ist ein Schalter, der SE hat Automatik – ein Nachteil, den der Einspritzer mit 20 PS Mehrleistung und effizienterer Gemischzufuhr aber ...
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Bild: Bittmann

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... ausgleichen könnte. Pustekuchen! Nach dem Volltanken zeigt sich: Die Vergaser dosieren den Sprit nicht verschwenderischer als die Einspritzanlage. Auf der Testrunde verbrauchte der S mit 11,5 Litern sogar 1,9 Liter weniger als der SE (13,4 Liter). Kann nicht sein? Doch! Eine zweite Fahrt mit dem SE von AUTO BILD KLASSIK-Mann Gerald Schadendorf führt zum gleichen Ergebnis. Sorry, Stammtisch: Wunder gibt es immer wieder.
Bild: Bittmann

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Dass der Lampredi-V6 kein Kostverächter ist, dürfte niemanden ernsthaft gestört haben. Dolce Vita geht nun mal ins Geld, und wer Anfang der 70er-Jahre ein Oberklasse-Coupé fährt, muss Mark oder Lira nicht zweimal umdrehen, Ölkrise hin oder her. Die beiden Doppel-Fallstromvergaser von ...
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Bild: Christian Bittmann

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... Weber sind beim Fluten der Brennräume nicht zimperlich, und da sich der 3,2-Liter obendrein einen Gutteil seiner 165 Pferde vom Wandler der Borg-Warner- Dreistufenautomatik ausspannen lässt, gehen 11,9 Liter Testschnitt ...
Bild: Christian Bittmann

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... sogar beinahe noch als günstig durch. Außerdem: Wen kümmert bei einem von Altmeister Pininfarina entworfenen Coupé schon schnöder Kleinkram wie der Spritverbrauch?
Bild: Christian Bittmann

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Der Lancia Gamma 2500 Berlina ist ein echter Exot, in doppelter Hinsicht. Wegen der eigenwilligen Fließheck-Form, die Leonardo Fioravanti für Pininfarina entwarf. Aber auch technisch: Unterm Blech des seltenen Südländers steckt ein 2,5 Liter großer Vierzylinder-Boxer. Den Sprit zerstäubt ein ...
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Bild: Bittmann

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... Doppel-Fallstromvergaser von Weber. So spannend der Anblick des 33 Jahre alten Lancia ist, so spannend ist auch die Frage, was er wohl verbraucht. Wir haben nachgemessen: 12,6 Liter. Gar nicht sooo exotisch.
Bild: Bittmann

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Zum Oil Barons Club rollte J.R. Ewing im Mercedes. Dabei hätte ein Cadillac Brougham viel besser gepasst. Das Cockpit ist schwülstig wie das Wohnzimmer der Southfork Ranch. Die Technik stammt aus einer Zeit, in der Jock und Miss Ellie noch heimlich auf der High School knutschten. Und unter der Haube arbeitet ...
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Bild: Roman Raetzke

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... ein Eisenklotz von Motor, bei dem es sich ganz gut trifft, wenn hinterm Haus ein paar Ölquellen sprudeln. Obwohl: Gegen das, was sich J.R. in einer "Dallas"- Folge an Bourbon hinter die Binde kippt, nimmt sich der Durst des Hubraumriesen fast bescheiden aus. 12,7 Liter messen wir als 100-Kilometer-Schnitt – ein Verdienst der mechanischen Benzineinspritzung, mit der Cadillac dem aus dem Chevrolet- Regal stibitzten Aggregat die Kehle trockenlegte.
Bild: Roman Raetzke

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BMW 3.0 Si: Der 200 PS starke 7er- Vorgänger gehörte 1973 zu den schnellsten Limousinen auf Deutschlands Straßen. Noch heute mischt er munter auf der Überholspur mit. Sein sahnig hochdrehender Reihensechszylinder strotzt vor Kraft, ist allerdings kein Kostverächter.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Im Dauertest-Alltag (der überwiegend auf der Autobahn stattfindet) schießt die Bosch D-Jetronic pro 100 Kilometer 15,6 Liter durch die Brennräume. Zahmer bewegt, konsumiert der BMW plötzlich fast drei Liter weniger. Doch 12,7 Liter pro 100 Kilometer gehen auf Dauer ins Geld.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Aber auch ein Resultat der artgerechten Fahrweise: Marschtempo 130 auf der Autobahn treibt den 5,62 Meter langen Straßenkreuzer mit Vierstufenautomatik kaum über den Drehzahl-Ruhepuls. Die Zeitreise in die Ära Ronald Reagan wird an der Tanke nicht zum Horrortrip.
Bild: Roman Raetzke

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Der Jaguar-Sechszylinder im XJ gewann mehrfach nacheinander die 24 Stunden von Le Mans. Seit dem ersten Auftritt 1949 im Sportler XK 120 schleppten die Briten den Doppelnocker durch die Jahrzehnte und Modelle. Mitte der 70er ist er technisch längst veraltet, bietet aber genug von dem, was man von einem Jaguar erwartet: fast lautlose Laufruhe ...
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Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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... lässiges Durchzugsvermögen. Kraftstoff-Effizienz jedoch nicht, auch nicht mit der zuletzt eingebauten L-Jetronic. Beim Testwagen, einem späten Serie-II -XJ in der seltenen Farbe "Moroccan Bronze" (Erstzulassung 8/1978), schütten zwei SU-Vergaser den Sprit in die Brennräume – stolze 14,5 Liter pro 100 Kilometer.
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD

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Zwar macht die Corvette nach wie vor auf dicke Hose, doch Anfang der 80er ist die US-Ikone als C3 nur noch ein Schatten ihrer selbst. Von den stolzen 300 PS des Smallblock-V8 haben sich viele in der Ölkrise vergaloppiert. Zahme 194 PS bleiben übrig, was dem Verkaufserfolg jedoch nicht schadet: Dass der altersmilde Macho nicht mal mehr 200 Spitze rennt, finden nur wir Europäer lächerlich. Eher zum Heulen: 14,9 Liter Verbrauch.
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Bild: Christian Bittmann

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Porsche 928: Dieser Achtzylinder entzaubert die Legende vom sparsamen Porsche. Bei 14,8 Liter Verbrauch können wir noch von Glück sagen, dass das Fünfgang-Schaltgetriebe an Bord war und nicht die von Mercedes zugekaufte dreistufige Automatik.
Bild: Markus Heimbach / AUTO BILD

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Immerhin sah auch Porsche Handlungsbedarf: Um den Beweis zu liefern, "dass man auch mit großvolumigen Achtzylindermotor auf vernünftige Verbrauchswerte kommen kann", wurde 1981 die Verdichtung auf 10:1 erhöht. Ergebnis: 25 Prozent Einsparung.
Bild: Markus Heimbach / AUTO BILD

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Im Ferrari 412 mit jungfräulichen 25.000 Kilometern und K-Jetronic-Einspritzung fließt Kraft über ein Fünfgang-Schaltgetriebe zu den Hinterrädern – für den Verbrauch sicher vorteilhafter als die alternative Dreistufenautomatik. Dennoch: Im 340-PS-Flitzer würden wir keinen Sparer ...
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Bild: Bittmann

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... erwarten, warum hätte Ferrari sonst einen 120-Liter-Tank eingebaut, der den V-Zwölfzylinder mit Sprit versorgt? Auf zur Testfahrt! Die mit verblüffendem Ergebnis endet: 15,0 Liter. Hätte schlimmer kommen können.
Bild: Bittmann

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Der auf 6834 ccm vergrößerte und von einer Bosch-K-Jetronic-Einspritzanlage versorgte Achtzylinder aus der Staatskarosse 600 bringt es auf 286 PS und 550 Newtonmeter Drehmoment. Damit fährt der 70.000 Mark teure Direktoren-Benz zu seiner Zeit außer Konkurrenz. Zugunsten überlegener Fahrleistungen legt das Werk die Antriebsübersetzung sogar noch kürzer aus als beim gewöhnlichen 450er. Für den Verbrauch ist das ebenso wenig von Vorteil wie ...
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Bild: Christian Bittmann

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... die Tatsache, dass die Automatik nur drei Fahrstufen besitzt. Lassen Herr Generaldirektor Gummi geben, leert sich der 96-Liter-Tank mit beängstigendem Tempo. Beim freien Blasen auf der Überholspur laufen über 25 Liter durch, im normalen Alltag pendelt sich der Verbrauch bei immer noch hohen, angesichts von Hubraum und Leistung aber nicht astronomischen 15,6 Litern auf 100 Kilometer ein.
Bild: Christian Bittmann

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Ich bin der Größte: Der aufgebohrte M 100 aus der Staatskarosse 600 ist Deutschlands hubraumstärkster Pkw-V8.
Bild: Christian Bittmann

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Hier heißt der Zwölfzylinder Jaguar XJ Daimler Double Six, was allen, die seine beiden 45-Liter-Tanks befüllen müssen, Warnung sein sollte: Mit 16,9 Litern säuft er für zwei.
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Bild: Christian Bittmann

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Das dreckige Dutzend: Für Mechaniker ist der Jaguar-V12 ein Albtraum, denn der Motorraum ist bis zur Oberkante mit Technik vollgestopft. Schon ein simpler Kerzenwechsel dauert Stunden.
Bild: Christian Bittmann

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Bevor Sie sich beim Chrysler New Yorker Brougham über die 17,3 Liter Verbrauch empören: Es ist alles eine Frage der Perspektive. Legt man den Spritkonsum New Yorker auf den Hubraum um, zählt der Ami-Schlitten zu den Effizienten hier. Aber mal ohne Flachs: Von nichts kommt nichts. 7,2 Liter Hubraum wollen eben gefüttert werden.
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Bild: Werk

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Die Daten des Lincoln Continental Mk 3: 5,49 Meter Länge, mehr als zwei Tonnen Leergewicht, 7,2 Liter Hubraum, nach landestypischem Rezept verteilt auf acht in V-Form angeordnete Zylinder, 245 PS: Mit Verbrauchswundern rechnet hier niemand, eher mit Werten ...
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Bild: Timm

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... deutlich über 20 Liter. Wie man sich täuschen kann: Auch dem Riesen-Coupé reichten 17,3 Liter für 100 Kilometer. Nicht wenig. Aber weniger als erwartet.
Bild: Timm

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Die Leistung seiner Motoren gab Rolls-Royce in den 60ern stets nur mit "ausreichend" an. Britisches Understatement? Wohl eher die Scham, von der kontinentalen Konkurrenz belächelt zu werden. Prüfstandsmessungen bescheinigten dem V8 nur etwa 200 PS. "Ausreichend" stimmt trotzdem, denn bei 6,3 Liter Hubraum ist genügend Drehmoment vorhanden, um den Koloss mit dem Luftwiderstand eines ...
Bild: Timm

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... englischen Landsitzes flott zu beschleunigen. Über den Verbrauch schwiegen die Briten ebenfalls – war ja egal, die Kundschaft nagte nicht am Hungertuch. Gut so, denn 18,2 Liter/100 km zeigen: Der Adel, der sich im Rolls-Royce chauffieren ließ, durfte alles sein. Nur nicht verarmt.
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Bild: Timm

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Zwei Tonnen Blech, lässig verteilt auf gut sechs Meter Länge: Kein Problem, wenn Supermarktparkplätze die Grundfläche des Saarlands haben. 23,5 Liter Verbrauch? Egal, wenn Sprit so billig ist wie 1970 in den USA. Der Olds bedient alle Klischees vom fetten Ami-Straßenkreuzer: Er ist ein ...
Bild: Christian Bittmann

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... Dinosaurier, die pure Verschwendung. Zu seiner Ehrenrettung muss aber gesagt werden, dass wir auf unserer Testrunde nicht nur mit US-Highway-Tempo unterwegs waren.
Bild: Christian Bittmann

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Beim Cruisen kommt man auch knapp unter 20 Liter. Trotzdem: Wer eine Ölquelle im Garten hat, ist klar im Vorteil. Der Hubraum beträgt 7,4 Liter, die Leistung 364 PS. Verbrauchswunder erwartet hier keiner. Der Vergaser zerstäubt den Sprit nicht, er gießt ihn rein – in den größten Schluckspecht unseres Verbrauchstests. Sie suchen weitere Verbrauchskönige? Hier sind sie.
Bild: Christian Bittmann

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Hier das Prinzip des Oldie-Verbrauchstests: Nach 160 Kilometern auf der AUTO BILD-Normrunde, die zu etwa gleichen Anteilen aus Stadtverkehr, Landstraße und Autobahn besteht, stand der Verbrauch fest. Vor und nach der Testfahrt wurde der Tank akribisch bis zum Rand gefüllt und dann der Schnitt aus der verfahrenen Spritmenge errechnet. Hier kommen die Spritknauserer unter den Oldies.
Bild: aubi
Marktanalyse Porsche: Elfer-Preise kühlen ab

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Der Ur-Elfer
Die Marktabkühlung beim Porsche 911 hat etwas nachgelassen. Der Urelfer hat sich preislich stabilisiert. Eine Marktanalyse zum Elfer! Der "Ur-Elfer" profitierte vom Boom der klassischen Elfer mit am stärksten. 2017 war der Höhepunkt erreicht. Doch aktuell ...
Bild: Jens Mönnich

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Der Ur-Elfer
... sind Coupés von 1965/66 vierzig Prozent weniger wert, kosten im Zustand 2 rund 130.000 Euro (Zustand 3: 115.000 Euro). Pauschal gilt immer noch: je älter, desto teurer. Der Preis von Autos mit langem Radstand (ab Modelljahr 69) rutschten aber ins Fünfstellige ab.
Bild: AUTO BILD Montage

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Porsche 912
Wer auf hohe Leistung keinen Wert legt und die frühe Elfer-Form vergöttert, trifft automatisch auf den Vierzylinder-Porsche 912. Der war erst billig (nur beim Kauf, nicht bei Reparatur & Wartung). Doch dann machte er den Gipfelsturm des Sechszylinder-Bruders mit, nun geht es wieder ...
Bild: Roman Raetzke

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Porsche 912
... auf Talfahrt: 2013 noch mit 23.200 Euro bewertet, lagen gut erhaltene Exemplare des Vierzylinder-Porsches mit 90 PS im Jahr 2020 etwa bei 51.000 Euro. Der Preis von 2020 blieb auch aktuell bei 49.000 Euro (Zustand 2), stagnierte also. Im Zustand 3 müssen Käufer mit um die 34.000 Euro rechnen.
Bild: AUTO BILD Montage

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911 T "Ölklappe"
Ein außen liegender Einfüllstutzen für das Öl – von 1972 bis 1973 wurde der 911 so gebaut, etwa 10.000 Exemplare mit dieser kuriosen Lösung entstanden. Angeblich führte das zu katastrophalen Folgen: Tankwarte füllten regelmäßig den Sprit dort (hinten rechts) ein, Ergebnis Motorschaden. Daher ...
Bild: Werk

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911 T "Ölklappe"
... verschwand die Klappe schnell wieder. Von 2011 bis 2015 stiegen die Preise für den Zweiklappen-Porsche deutlich an und pendelten sich um 130.000 Euro ein, doch in der aktuellen Marktanalyse sank die Preiskurve auf 85.100 Euro für ein Auto im Zustand 2 (Zustand 3: 63.400 Euro).
Bild: AUTO BILD Montage

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Carrera RS 2.7
Der bekannteste Sport-911 ist der Carrera RS 2.7: Es entstanden 1308 Touring und 217 spartanisch ausgestattete und 100 Kilo leichtere Sportversionen. Eine Legende mit unzähligen Anekdoten, ein Traum – und unbezahlbar. Aber der "Entenbürzel-Carrera" gehört auch zu den großen ...
Bild: Toni Bader

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Carrera RS 2.7
... Verlierern der vergangenen fünf Jahre Träume von 500.000 bis 900.000 Euro sind geplatzt. Jetzt scheint eine Talsohle erreicht, der Preis stagniert auf hohem Niveau. Aktuell (Ende 2021) liegt ein RS 2.7 im Zustand 2 bei 450.000 Euro (Zustand 3: 320.000 Euro).
Bild: AUTO BILD Montage

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911 Turbo 3.3 (930)
Nur ein Turbo-Loch? Der Porsche 911 Turbo 3.3 im Zustand 2 wurde 2019 mit 116.000 Euro am höchsten datiert. Sein Marktwert sackte 2020 auf 107.000 Euro (Zustand 3: 77.000 Euro) ab, startete dann ...
Bild: Porsche AG

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911 Turbo 3.3 (930)
... aber zwischenzeitlich wieder durch – auf aktuell 115.000 Euro im Zustand 2 bzw. 78.000 Euro im Zustand 3.
Bild: AUTO BILD Montage

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Das 911-G-Modell
Faltenbalg-Stoßstangen mit integrierten Blinkern kennzeichnen das 1973 eingeführte G-Modell. Preislich bilden die Porsche 911 SC-Modelle der 1980er-Jahre den Einstieg in die Welt der luftgekühlten Elfer. Einer der ...
Bild: Roman Rätzke

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Das 911-G-Modell
... Gewinner der vergangenen Jahre ist preislich der 911 SC Targa (1980-83). Er legte um üppige 10.000 Euro zu und kommt nun auf einen Marktwert von 54.000 Euro (Zustand 3: 35.600 Euro, hier beträgt die Differenz 4600 Euro).
Bild: AUTO BILD Montage

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G-Modell als Carrera
Ein weiterer Wertverlierer aus dem preislichen Mittelfeld: Als Klassiker längst etabliert, wird der 3,2-Liter-Carrera der frühen 80er-Jahre mit 231 PS erschwinglicher. Nachdem die Preise ...
Bild: Roman RätzkeUli Sonntag

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G-Modell als Carrera
... für dieses Auto 2019 bei gut 77.000 Euro stabil lagen, dippte er 2020 auf 54.000 Euro im Zustand 2 (Zustand 3: 39.000 Euro) – und stieg 2021 wieder auf 59.100 Euro (Zustand 2). Im Zustand 3 stagnierte der Preis bei 39.000 Euro.
Bild: AUTO BILD Montage

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Porsche 959
Biturbo mit Register-Aufladung, elektronisch gesteuerter Allradantrieb, 450 PS: Der Über-Elfer der Spät-80er zeigte in den letzten Jahren eindrucksvoll, dass der Markt keinen rationalen Mechanismen mehr gehorcht. 2005 fielen die Preise noch, 2010 kostete der 450-PS-Bolide keine 200.000 Euro. Doch dann ...
Bild: Werk

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Porsche 959
... knackte der 959 die Million Euro-Marke, stieg 2015 gar auf 1,2 Millionen Euro. Der Preis fiel bis auf 780.000 Euro im Jahr 2020 – um 2021 wieder auf 900.000 Euro zu klettern. Übrigens: für Zustand 3 gibt es keine Schätzung. "Haben Sie den schon mal im Zustand 3 gesehen?", fragt Marius Brune von Classic Data. Genau.
Bild: AUTO BILD Montage

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911 Speedster
Billig war das Kleinserien-Cabrio Porsche 911 Speedster von 1989 (nur 2102 Stück wurden gebaut) nie. Rarität ist gefragt, daher ...
Bild: Werk

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911 Speedster
... steigt der Preis weiter: Gute Autos im Zustand 2 waren 2020 bei um die 130.000 Euro (Zustand 3: 80.000 Euro), ein Jahr später sind wir schon bei 154.000 Euro (Zustand 2) bzw. 102.000 Euro (Zustand 3).
Bild: AUTO BILD Montage

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Porsche 911 (964)
Porsche 911 Carrera 4 (964): Puristen machen um den Carrera 4 einen Bogen und bevorzugen den hinterradgetriebenen 964. Aktuell geht es mit dem Modell ...
Bild: AUTO BILD

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Porsche 911 (964)
... bereits wieder leicht aufwärts: Von 58.000 Euro für Zustand 2 (Zustand 3: 37.000) im Jahr 2020 auf nunmehr 69.000 Euro (Zustand 2) bzw. 45.500 Euro (Zustand 3).
Bild: AUTO BILD Montage

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Porsche 964 RS
Der mit dem Raritäten-Bonus: Für den Porsche 964 RS von 1991 machten Fans 2015 noch gut 190.000 Euro locker. Auch hier knickte der Preis vergangenes Jahr leicht ein, um jetzt wieder ...
Bild: Werk

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Porsche 964 RS
... aufzufrischen: Preise für den 260-PS-Renner stiegen von 154.000 Euro im Zustand 2 (Zustand 3: 110.000 Euro) im Jahr 2020 auf nun 165.000 Euro (Zustand 2) bzw. 120.000 Euro (Zustand 3).
Bild: AUTO BILD Montage

23/25
Der letzte Luftgekühlte (993)
Der letzte Luftgekühlte: Der Boom beim Porsche 911 (993) hält weiter an, wenn auch die Teuerung für gute Autos "nur" 5200 Euro beträgt. Aber selbst Zustand-3-Autos gibt es nur noch selten für weniger als 50.000 Euro. 75.200 Euro wären der Preis für ein Auto im Zustand 2 (Zustand 3: 49.600 Euro).
Bild: AUTO BILD

24/25
996 als Schnäppchen-Elfer
Schnäppchen-Alarm: Richtig teuer war der 996 als Youngtimer nie, aber im Moment tropft der Preis in den Rinnstein. Das erste Modell mit Wasserkühlung und Scheinwerfern wie zerlaufene Spiegeleier wird von den Fans bisher nicht für voll genommen. Dabei scheint es vorläufig auch zu bleiben. Der Preis ...
Bild: autobild.de

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... stieg zwar – antizyklisch – von 18.000 Euro (Zustand 2) im Jahr 2019 auf 29.200 Euro im Jahr 2020. Nur eine Fata Morgana? 2021 liegt der 996 als Coupé jedenfalls bei 26.600 Euro im Zustand 2, Exemplare im Zustand 3 notieren derzeit bei 19.100 Euro. Billiger kann man nicht 911 fahren. Ob der 996 irgendwann in den Olymp der "reinrassigen" Elfer aufgenommen wird (und sich der Preis verfünffacht), ist ungewiss. Hier der Test: Welcher ist der Über-Elfer?
Bild: autobild.de
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