Wohlhabende Japaner holen ihre Autos gerne ins Haus. Oder sie bauen ihnen spezielle Luxusgaragen. Ein Besuch bei ganz besonderen Autoliebhabern!
Bild: Christian Bittmann
Claudius Maintz
Jeden Abend das gleiche Programm. Ferrari Dino von hinten: kreisrunde Rückleuchten, lang gezogenes Heck, knalliges Gelb. Mit den Augen schwenkt Kazuyuk Kurihara auf das Objekt seiner Begierde. Manchmal wechselt er den Kanal, dreht seinen Massagesessel dazu ein klein wenig nach rechts. Dann guckt der Restaurantbesitzer Lancia Fulvia 1600 HF, die Serie von 1971. Live und in Farbe. Nicht im TV, sondern durch die Glasscheibe zwischen Arbeitszimmer und Garage. Langweilig wird Herrn Kurihara aus dem japanischen Kiryu nie – obwohl fast jeden Abend die gleichen Filme laufen. "Ich komme zum Entspannen hierher, und das geht mit den Autos prima", sagt er. Der 53-Jährige will seine Klassiker immer um sich haben, lebt mit ihnen in einer Art Männer-WG.
Platz ist in Japan ein knappes Gut. Deshalb ziehen Familien wie die Kasaharas mit ihren Autos zusammen.
Bild: Christian Bittmann
Und das ist typisch japanisch. Während Europäer ihre Oldtimer nach Spritztouren in dunklen Garagen wegsperren, wollen Japaner ihre vierrädrigen Freunde jederzeit genießen, sie am liebsten 24 Stunden pro Tag um sich haben. "Wir lieben nun mal Maschinen und Technik", sagt der Motorjournalist Akira Kawamura. Zudem ist in dem dicht besiedelten Land Baugrund knapp und teuer. Vielen bleibt also nichts anderes übrig, als mit ihrem Auto zusammenzuziehen. Familie Kasahara bewohnt in Tokio ein 66 Quadratmeter großes Haus mit drei Etagen. Im Untergeschoss parkt – neben Vespa und Motorrad – ein hellblauer Renault Kangoo. Farblich passend zum Innenanstrich. Für Ehemann Shunta ist die Garage ein "Ort der Entspannung". Abends kommen oft Freunde, dann wird gemütlich Pfeife geraucht und ein Schwätzchen gehalten. Nicht im Wohnzimmer, sondern neben dem Auto.
Bei Toshiyuki Yokozeki wird gewohnt, nicht geparkt
Die Garage in seinem Haus ist auch für Toshiyuki Yokozeki (Bild) viel mehr als nur Abstellraum.
Bild: Christian Bittmann
Auch die Wagen von Toshiyuki Yokozeki parken nicht mehr nur, sie wohnen längst. Die Mitbewohner heißen Mini 1275 GT und Austin Cooper S. Mit den 51 und 29 Jahre alten Klassikern sowie 50 Lenkrädern, etlichen Modellautos, Nummernschildern und noch viel mehr Krimskrams verbringt der 65-Jährige einen Großteil seiner Freizeit. Die Garage – für Yokozeki mehr als nur ein Lagerraum. "Hier befinden sich alle meine Lieblingssachen", sagt er. Steht das Garagentor offen, kommt es manchmal zu Missverständnissen. "Einmal wollte jemand sein Auto bei mir reparieren lassen, er hielt mein Haus für eine Werkstatt."Ein bisschen ist das auch so, das Gebäude ist Wohn- und Arbeitsort zugleich. In einem Raum stehen große Maschinen, mit denen der Japaner als Zulieferer für Taschenhersteller Lederteile ausschneidet. Platz ist also knapp, doch der England- und Deutschland-Fan würde sich nur zu gerne einen weiteren Oldtimer anschaffen. "Ein alter 911 Carrera ist mein Traum", sagt er. Nur wohin damit in einer Stadt, in der es so gut wie keine Gratis-Parkplätze gibt? Yokozeki tritt auf die Straße, deutet auf ein kleines Gewächshaus. "Das muss zur Not weg", sagt er. Autos statt Gemüse.
Ein Architekturbüro hat aus der Not eine Tugend gemacht
Yuko und Sadahiro Shimizu sowie Masatoshi Matsuzaki vom Archtitekturbüro A5 haben sich auf besondere Gebäude für Autofans spezialisiert.
Bild: Christian Bittmann
Ein Wagen, aber keinen Parkplatz – das Architekturbüro A5 hat aus dieser typisch japanischen Not eine Tugend gemacht. Um das Auto herum bauen die drei Architekten Yuko und Sadahiro Shimizu sowie Masatoshi Matsuzaki moderne, helle Häuser. Meistens sind es fünf bis sechs pro Jahr. "Ein richtiger Trend ist das", sagt Matsuzaki, "meine Kunden betrachten ihre Autos als Teil ihres Lebens." Aber er hat auch etwas ganz anderes beobachtet: "Jüngere Japaner sind nicht mehr so autoaffin." Der Leser von "Garage Life" ist im Durchschnitt 42 Jahre alt. Das Hochglanz-Magazin beschäftigt sich mit den Wohngemeinschaften von Autos und ihren meist männlichen Eigentümern. Außer langen Hochglanzstrecken über pompöse Luxusgaragen finden sich auch Heimwerker-Tipps. Viermal im Jahr erscheint das Heft mit einer Auflage von bis zu 20.000 Exemplaren, das laut Chefredakteur Jun Ishihara "ein wenig mehr Architektur- als Automagazin ist".
Von "Garage Life" porträtiert zu werden, gilt als Ehre
Seine Leser sind "oft wohlhabende Unternehmer", wie er sagt. Termine für Fotoaufnahmen müssten daher oft "mindestens drei Monate im Voraus" vereinbart werden. Nach 66 Ausgaben muss sich die Zeitschrift in ihrem 20. Erscheinungsjahr dennoch keine Sorgen machen, stets neue, faszinierende Garagen zu finden. Es gilt als Ehre, von "Garage Life" porträtiert worden zu sein. Redakteur Shunsuke Oobuchi hat daher schon so ziemlich alles gesehen: verglaste Wohnzimmerböden mit Blick in die automobile Schatzkammer, Wohnhäuser im Design einer offiziellen Lancia-Niederlassung und Garagen mit vier oder mehr Ferrari-Modellen. Oobuchi: "Viele unserer Leser orientieren sich bei der Gestaltung eigener Garagen an unseren Beispielen." Bei der Bauplanung spart so ein Vorbild Zeit.
Und die ist knapp bei Japans emsiger Mittel- und Oberschicht. "Ich bin fast ständig auf Dienstreise, fahre meine Autos viel zu selten", sagt Mac Y. Wang aus Tokio, der wie seine Frau eigentlich aus Shanghai (China) stammt und sein Geld mit dem Import medizinischer Geräte verdient. Vom Arbeitszimmer hat das Ehepaar stets beste Aussichten. Nicht auf die Berge in der Umgebung, sondern auf ein zeitgenössisches BMW 1er Cabrio und einen elf Jahre alten Jaguar XJR in Racing Green.
Architekt Toshihiro Yatsu hat seine Autos nicht zu sich geholt – er hat ihnen ein eigenes Haus gebaut.
Bild: Christian Bittmann
Toshihiro Yatsu dagegen hat seine Oldtimersammlung nicht zu sich nach Hause geholt – der Architekt hat einfach ein ganzes Haus um seine Autos herum gebaut. Mit einer geübten Handbewegung schiebt der 48-Jährige das schwere Stahltor einer grünweißen Lagerhalle in Fukushima auseinander, verschwindet dann in dem schmalen Spalt. Zwei Stockwerke ist sein Bauwerk hoch, es gibt einen Speiseraum mit Brokattapeten, ein Wohnzimmer mit 60er-Jahre-Möbeln und einen kleinen Balkon. Die Räume sind kalt, Yatsu heizt nicht. Er wohnt hier auch gar nicht, das ganze Haus ist nur Fassade. Eine Inszenierung für den Kern der Sache: seine sechs Autos, darunter begehrte Oldtimer wie ein Porsche 356 von 1957, ein alter Fiat Multipla oder ein 1972er Porsche 911 Carrera RS 2.7. Ganz hinten parkt ein seltener VW New Beetle RSi mit 244 PS. Vom Balkon blickt Yatsu auf sein Raritäten- Kabinett im Innenhof. Jeden Tag kommt er nach der Arbeit für eine Stunde in sein Haus in der Halle. Wenn er darüber spricht, ist er bescheiden. "Ach, das ist nur mein Hobbyraum", sagt er.
Kei-Cars: Die skurrilen Mikro-Autos der Japaner
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Während unsere Autos immer größer werden, fahren die Japaner Mikro-Autos. Sogenannte Kei-Cars machen ein Drittel der Neuzulassungen aus. Die Hersteller schrumpfen alles, vom Cabrio bis zum Van, auf Bonsai-Größe.
Bild: Boris Pieritz/autobild.de
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Das neueste Cabrio im Bonsai-Format ist der Honda S660. Der Star der Tokio-Motorshow 2015 erfüllt die gesetzlichen Kei-Car Bedingungen optimal: Nicht länger als 3,40 Meter ...
Bild: Werk
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... nicht breiter als 1,48 und nicht höher als zwei Meter. Die einzige Schwierigkeit für platzverwöhnte Europäer: Sie müssen die Beine am Lenkrad vorbei schieben. Die Bonsai-Autos ...
Bild: Werk
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... sind nicht nur hilfreich in der Platznot der japanischen Millionenstädte. Kei-Car-Fahrer sparen Geld: Sie bezahlen keine ...
Bild: Peter Fischer
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... Kfz-Steuer und müssen keinen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung nachweisen. Kei-Car-Hersteller zeigen, dass auch mit kleinsten Maßen ...
Bild: Peter Fischer
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... viele Fahrzeugkonzepte möglich sind. Dieser Suzuki Mighty Deck ist eine Mischung aus Cabrio und Pick-up. Für Offroad-Freunde ...
Bild: Peter Fischer
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... gibt es mit dem Suzuki Ignis Trail ein Mini-SUV. Mit bulliger Optik und hoher Sitzposition hat dieser Suzuki auf den ersten Blick die typischen SUV-Merkmale – nur geschrumpft. Genau wie ...
Bild: Peter Fischer
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... dieser Partybus namens Suzuki Air Traiser. Hier finden drei Sitzreihen Platz, die zur Lounge umgebaut werden können.
Bild: Peter Fischer
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Die Mikro-Autos sind oft sehr gut ausgestattet: Allradantrieb, ...
Bild: Christian Bittmann
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... Abstandssensor, ESP, Infotainment und Xenonscheinwerfer gibt es auch in vielen Kei-Cars.
Bild: Peter Fischer
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Weil nicht mehr als 660 Kubikzentimeter Hubraum im Bonsai-Auto erlaubt sind, wird ...
Bild: Peter Fischer
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... mit Turbomotoren zusätzliche Leistung geschaffen.
Bild: Christian Bittmann
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Kei-Cars findet man seit fast 60 Jahren auf Japans Straßen. Die japanische Regierung wollte ...
Bild: Christian Bittmann
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... das Land nach dem zweiten Weltkrieg schnell wieder mobil machen. So wurden "keijidosha", ...
Bild: Werk
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... übersetzt leichte Autos, nicht besteuert.
Bild: Werk
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Der Top-Seller in Japan ist ein Mikro-Van: Der Suzuki Wagon R führt die Neuzulassungsstatistik an. In Europa konnten sich Kei-Cars ...
Bild: Werk
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... wie dieser Mitsubishi iMiev Cargo (2009) nicht durchsetzen. Nur ...
Bild: Hiro Kimura
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... das Cabrio Daihatsu Copen fand seinen Platz in vielen deutschen Garagen. In dem kleinen Auto steckte revolutionäre Technik: Als erstes ...
Bild: Toni Bader
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... Cabrio hatte der Copen ein hydraulisch versenkbares Aluminium-Hardtop, das sich in 20 Sekunden in den Kofferraum faltete.
Bild: Holger Schaper
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Schon 1997 waren Geländewagen nicht mehr Jägern vorbehalten. Der Daihatsu Terios ist so ein früher SUV-Vertreter.
Bild: Sven Krieger
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Allrad, Leiterrahmen und ganze 52 PS – das sind die Merkmale des Subaru Libero (ab 1984). Bei uns konnte ...
Bild: Christian Bittmann
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... sich kein Mikro-Van gegen den VW Bulli durchsetzen.
Bild: autobild.de
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Mit englischen oder französischen Modellbezeichnungen sollten Autos wie der Daihatsu Fellow (1977), ...
Bild: Werk
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... oder der Mazda Chantez (1972) europäischer wirken. In Japan war es schon damals gängig, Kei-Cars ...
Bild: Werk
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... unter demselben Namen in verschiedenen Segmenten anzubieten. Hier der Mazda Chantez als Pick-up.
Bild: Werk
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Auch den Mazda Porter gab es mit zusätzlichen Sitzplätzen als Van (1969), ...
Bild: Werk
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... als Kombi (1969) ...
Bild: Werk
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und mit größerer Ladefläche als Pritschenwagen (1969).
Bild: Werk
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Als erstes Kei-Car gilt der Subaru 360 von 1958. Dieses Modell von 1970 hat noch dieselbe Linienführung wie das Ur-Kei-Car. Zunächst behielten ...
Bild: RM Auctions
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... andere Hersteller die Namensgebung bei. Auch sie nannten ihre Bonsai-Modelle 360. Dieser Mazda R360 zeigt noch große Ähnlichkeit zum Original. Neun Jahre später, ...
Bild: Werk
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... 1967, nannte Honda dieses Kei-Car n360. Der Van hat nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Ur-Kei-Car. Die Mikro-Autos gibt es nicht nur in allen Segmenten, ...
Bild: Werk
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... sie wurden auch im öffentlichen Bereich eingesetzt, hier ein Polizei-Auto.
Es muss doch nicht immer XXL sein! Die Japaner proben den Zwergenaufstand und bauen knutschige Bonsai-Camper auf Basis von Kei-Cars. Die neuesten Modelle gibt es derzeit auf der Japan Camper Show zu sehen. Absoluter Hingucker ist auf der Messe beispielsweise das Concept N-Camp von Honda, ein absolut schnuffeliger, kantiger, kleiner Wohnwagen, der an einem ebenso schnuffeligen, kantigen, kleinen Pick-upchen namens N-Truck hängt. Basis ...
Bild: Werk
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... des Ganzen ist das Kei-Car Honda N-Box. Zwei Erwachsene sollen angeblich im Hochbett des N-Camps schlafen können, und der stylische Wohnbereich sieht zumindest auf dem Foto recht geräumig aus.
Bild: Werk
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Noch so ein schnuffeliges Teilchen! Basis ist in diesem Falle ein Piaggio Porter-Dekkiban G Hochdach. Gesamtlänge: 3395 Millimeter. Breite: 1475 Millimeter. Höhe: 2320 Millimeter. Aber Platz ist ja schließlich in der kleinsten Hütte! Angeblich können ...
Bild: www.japan-rv.jp
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... in diesem absolut oberstylischen Micro-Teil zwei Erwachsene und zwei Kinder hausen! Die roten Kästen könnten Wasch- und Kochmodule sein. Nicht identifzieren ...
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... konnten wir aber den Namen dieses herzigen Häuschens. Wer's genau wissen will: Auf japanisch heißt es かるキャン デッキクルーザーコイズミ.
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Sie erinnern sich gewiss noch an die Transformers, dieses hypercoolen Autobots, die von Sportwagen zu gigantischen Robotern mutieren? Total alter Hut. Denn hier kommt der Transform Camper! Der sieht zunächst mal aus wie ein gewöhnliches, wenn auch etwas zu klein geratenes Wohnmobil. Doch schwuppdiwupp ...
Bild: Werk
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... wachsen dem Kasten Ecken und Kanten, bis er ein Häuschen auf dem Rücken trägt! Basis ist in diesem Falle das Kei-Car Suzuki Carry. Demensprechend ist der Transform Camper 3,39 Meter lang. In der Breite ...
Bild: Werk
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... sprengt er mit seinen 2,09 Meter breiten Auswüchsen das Micro-Maß ein bisschen. Aber dafür ist reichlich Platz in der Hütte! Die Einrichtung ist allerdings etwas spartanisch.
Bild: Werk
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Jedes Eckchen nutzen: Sogar über dem Fahrerraum ist ein kleines Extra-Fach untergebracht.
Bild: Werk
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Mystic Mini Pop Bee – so lautet der klangvolle Name dieses zauberhaften Kleingefährts, das ebenfalls auf dem Suzuki Carry basiert. Wie passend! Denn mystisch ...
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... erscheint tatsächlich, dass vier Personen hier drin wohnen können. Den Mini Pop Bee ...
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... gibt's in verschiedenen, fröhlichen Knallbonbon-Farben.
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Nicht ohne mein Haustier! Gleich mehrere der Micro-Mobile sind perfekt auf Tierliebhaber zugeschnitten. Zum Beispiel der Dog-kun von Auto One. Hier gibt's spezielle Käfige samt Halterungen ...
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... für Waldi und Bello. Herrchen und Frauchen ...
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... klemmen sich auf die Matratze darunter. Wenn gewünscht, kann das Hundchen ...
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... auch seitlich aus dem Fenster gucken. Wuff! Spielzeug, Napf und Leckerli ...
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... passen prima in dieses Fach.
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Falls der Köter furzt, braucht's definitiv eine gute Lüftungsanlage. Durch die kommt immer ...
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... eine frische Brise in den Zwinger.
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Gestatten: der Campmaster, offenbar von einem Aftermarket-Hersteller namens Shuteruto. Er basiert ebenfalls auf dem Suzuki Carry und ist dementsprechend knackige 3,40 Meter lang. Im Fahrbetrieb gibt's vier Sitzplätze, schlafen ...
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... können hier aber nur zwei Leute. Damit die nicht den Kopf einziehen müssen, lüftet der Campmaster das Hütchen.
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Alles drin, alles dran. Und der Lederbezug mit Rautenmuster ...
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... ist wirklich cool! Wer braucht da noch einen Club oder eine Bar? Einfach Cocktail-Kram einpacken und los geht die Party.
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Bei diesem lustigen Gesellen macht schon der Name Laune: Urlaub! Hersteller Auto One hat sich den Suzuki Hustler X Turbo gegriffen (L/B/H: 3390/1470/1660 mm) und ihn zu einem gemütlichen Kai-Camper umgebaut. Anders als ...
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... die Konkurrenten verzichtet der Urlaub aber auf eine klassische Womo-Einrichtung und wird wohl ...
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... eher Spartaner begeistern. Zum Schlafen reicht's aber ja völlig.
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Bitte draußen bleiben: fliegende Blutsauger.
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Klappen und Schränke? Nö. Ein Netz tut's auch als Kleiderschrank.
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Ist das nicht süß? Echt scharf ist der Name dieses rollenden Heims: Tentmushi T-Po. Ein Schelm, wer dabei Unanständiges denkt! Denn ...
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... das Knutschgefährt ist sicherlich nicht dazu gedacht, neben Autobahnauffahrten für amouröse Geschäfte verwendet zu werden, auch wenn es sich als Liebesnest sicherlich hervorragend eignet. Basis ist ein Piaggo Porter.
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Zum Schluss: nochmal der Honda N-Box, diesmal als "White House Camper Neo". Dass die Knuddelgondel aber ...
Bild: Werk
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... ähnlichen Komfort wie das Weiße Haus bietet, darf bezweifelt werden.
Bild: Werk
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Groß gewachsen? Kein Problem: Auch 1,90-Meter-Hünen sollen sich hier bequem ausstrecken können. Barack Obama ...
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... hätte es mit seinen 1,85 Metern also durchaus gemütlich.
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Summ, summ, summ, Bienchen summ herum? Nicht im White House. Da schützen Fliegennetze die Heck- und Seitentür.
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Raffiniert: Herd und Spüle sind auch dabei, und die Heckklappe bietet sogar Schutz! Ob die Küche der First Lady Michelle wohl zusagen würde? Alternativ ...
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... kann auch komplett draußen gebrutzelt und gespült werden.
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Für nette Touren: Die Fahrräder können auch mit.
Bild: Werk
Japan-Klassiker der 70er-Jahre
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Ein Wiedersehen mit den vergessenen Alltagshelden der 70er-Jahre! AUTO BILD KLASSIK zeigt die Nippon-Autos aus der Prilblumenzeit: Cherry, Corolla, S800 und viele mehr.
Bild: Werk
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Daihatsu versucht in den späten 70er-Jahren mit dem Charade erstmals sein Glück in Europa. Markant: der Dreitürer mit dem Bullauge in der C-Säule. Sparsam und elastisch: der 1,0-Liter-Dreizylinder mit 50 PS.
Bild: Werk
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Nissan verkauft in den 70ern seine Autos auch unter dem Namen Datsun ("Sohn des Dat"). Die stärkste Variante des Datsun Violet hört in Deutschland auf die holprige Bezeichnung 160 J SSS Coupé und leistet 83 PS. Preis: knapp 10.000 Mark.
Bild: Werk
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Die Bluebird-Baureihe verkauft sich in Deutschland über viele Jahre hinweg blendend, zu der auch das 180B Coupé zählt. Erst mit dem Erscheinen des ersten Primera 1990 verschwindet die Bezeichnung komplett aus der Datsun-Nomenklatur.
Bild: Werk
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Schluss mit dem Japan-Barock der 60er- und 70er-Jahre: Mit dem betont sachlichen Bluebird (160) startet Nissan 1979 in die 1980er.
Bild: Werk
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Das japanische Kirschblütenfest "Hanami" inspiriert 1972 Datsun dazu, seinen neusten Sprössling Cherry zu nennen. Der Zwerg aus Yokohama verkauft sich auch in Deutschland gut ...
Bild: Werk
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... und das trotz seines eigenwilligen Designs. 1972 kommen die ersten Cherry nach Deutschland. Einstandspreis: 5500 Mark. 45 PS genügen für 140 km/h Spitze. Neben dem zwei- und viertürigen Cherry Stufenheck gab es auch noch ein Coupé und ...
Bild: Werk
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... den dreitürigen Kombi. Der Cherry ist der erste Datsun, der seine Kraft an die Vorderräder überträgt. 1986 schmeißt Nissan den Cherry aus dem Modellprogramm. Die Rolle des Einstiegsmodells übernimmt der Sunny mit 1,3-Liter-Motor.
Bild: Werk
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Im Apollo-Jahr 1969 lanciert Datsun den 240 Z. Ab 1973 gibt es den Nippon-Sportler auch bei uns zu kaufen. Er ist schuld daran, dass wir unsere abschätzige Haltung zur Reisschüssel komplett überdenken. Die Japaner wollten ...
Bild: Uli Sonntag
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... den Nerv der autoverrückten Europäer treffen und engagierten BMW 507-Zeichner Graf Goertz, der die japanische Sportwagen-Ikone einkleidet. Bei uns entscheiden sich nur etwas mehr als 300 Kunden für einen 240 Z.
Bild: Uli Sonntag
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"Liebling ich habe den E-Type geschrumpft": Seinem steil abschließenden Fastback zum Trotz erinnert der Z an den legendären Jerry Cotton-Jaguar. Das ist kein Zufall. Die Amis lieben ihn, insgesamt baut Nissan über 150.000 Datsun 240 Z.
Bild: Uli Sonntag
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Unter der Haube des Z, der in Japan Fairlady heißt, arbeitet ein 2,4-Liter-Reihensechszylinder. Der leistet 140 PS und lässt den Datsun 190 km/h Spitze rennen.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
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Das Cockpit des 240 Z spricht Italienisch, mit starkem Plastik-Akzent. Sogar das Holzlenkrad ist nur imitiert. Z ist nicht tot: Im Jahr 2002 feiert die Fairlady ihr Comeback in Form des 350 Z.
Bild: Uli Sonntag
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Den Datsun Sunny bringt Nissan 1972 unter der schlichten Bezeichnung 1200 nach Deutschland. Die kleine Sushi-Limousine zielt auf die gutbürgerliche Küche von Ford, Opel und VW.
Bild: Werk
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In der oberen Mittelklasse ist Nissan ab 1977 mit dem Datsun Laurel in Deutschland vertreten. 1979 kommt der Laurel C231 mit den eckigen Scheinwerferpärchen zu uns. Sein 2,4-Liter-Sechszylinder ist ein alter Bekannter aus dem 240 Z.
Bild: Werk
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Honda schickt Anfang der 70er den putzigen N360 in die Schaufenster deutscher Autohändler. Ihm folgt der N600, dessen Zweizylinder immerhin 29 PS leistet. 1973 löst ihn der Honda Life ab.
Bild: Werk
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Ab 1969 ensteht auf Basis des Honda Accord-Vorgängers 1300 das entzückende Coupé 9 (bis 1972). Sein Motor leistet dank Vierfachvergaser satte 110 PS.
Bild: Werk
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1976 bringt Honda dann die erste Generation des Mittelklasse-Bestsellers Accord. Dem Fließheck schieben der Tokioter Autobauer bald eine konservative Limousine hinterher. Der Accord verkauft sich vor allem in den USA und Europa gut, nicht zuletzt dank seines günstigen Preises.
Bild: Werk
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Mazda debütiert 1974 mit dem kleinen 1300 in Deutschland. Wie der Datsun Cherry zielt die kleine Limousine auf Escort, Kadett und Golf. Der 1,3-Liter-Vierzylinder des 1300 leistete 66 PS. Im Spätsommer ergänzt ...
Bild: Werk
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... der kleine Mazda 1000 das Portfolio der Japaner. 1977 löst der kompakte 323 die beiden Limousinen ab. Mit deutlich besserem Verkaufserfolg. Heute sind die frühen Mazda so gut wie ausgestorben.
Bild: Werk
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Der 616 war bei uns schon zu seinen Lebzeiten eine Rarität. Mazda bietet ihn mit Reihenvierzylindern mit 75 oder 100 PS an. Die Version mit Wankelmotor nennt sich RX-2.
Bild: Werk
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Einen Großteil seiner Modellpalette bietet Mazda in den 70er-Jahren wahlweise auch mit Wankelmotor an. Ein wirklicher Erfolg ist dieses Experiment für Mazda nicht, weil die Nachteile des rotierenden Kolbens überwiegen. Vor allem mangelnde Haltbarkeit und hohe Verbräuche nerven die Kundschaft.
Bild: Werk
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Auch den RX-5 bietet Mazda wahlweise mit einem Zweischeiben-Wankel oder einem Reihenvierzylinder-Ottomotor an. Die Kunden reagieren eher verhalten, der RX-5 floppt.
Bild: Werk
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Mittelklasse mit optischen Ami-Anleihen: der Mazda 929. Die Baureihe LA 2, so die interne Werksbezeichnung, startet 1973 als Limousine, Kombi und Coupé. Heute fliegen nicht nur Motorraver auf die kultigen Japan-Granadas. Problem: Es gibt keine mehr.
Bild: Werk
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Geräumig, preiswert, robust und trotzdem gescheitert: der Mazda 929 Kombi.
Bild: Werk
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1977 beginnt bei Mazda die Zukunft mit dem neuen Kompaktmodell 323. Es kommt zwar mit moderner Schrägheck-Karosserie, ...
Bild: Werk
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... jedoch überträgt er seine Kraft noch immer via Kardanwelle an die Hinterräder.
Bild: Werk
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Den Japan-Golf bietet Mazda mit Reihenvierzylindern, die zwischen 45 und 82 PS leisten, an. In Deutschland verkauft Mazda ab 1977 auch die dreitürige Sport-Variante SP (Foto) mit 70 PS und gelb-schwarzen Zierstreifen.
Bild: Werk
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Die Tage des Wankelmotors scheinen längst gezählt, da bringt Mazda den RX-7. Chefentwickler Yamamoto gewöhnt dem Kreiskolbenmotor das Saufen ab und trimmt ihn auf Zuverlässigkeit. Die erste Generation (ab 1978) leistet immerhin 105 PS.
Bild: Uli Sonntag
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Schlafaugen sind in den späten 70ern schwer im Trend. Optisch spielt der RX-7 in der Liga des Porsche 924. Dessen brummiger Audi-Vierzylinder ist zwar stärker, jedoch ist der 914-Nachfolger auch 6000 Mark teurer als ein RX-7.
Bild: Uli Sonntag
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Auf Sport getrimmte Plastik-Landschaft: das RX-7 Cockpit. Heute jubeln wir bei so viel 70er-Jahre-Flair. Die Tachonadel lässt sich über die 190-km/h-Markierung treiben. Dann macht der Zweischeiben-Wankelmotor 7000 Umdrehungen pro Minute.
Bild: Uli Sonntag
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Der RX-7 ist kein Meister aller Klassen, jedoch bietet er ausgewogene Fahreigenschaften zum Spottpreis. Mit 471.000 gebauten Exemplaren ist er das erfolgreischste Wankelauto aller Zeiten.
Bild: Uli Sonntag
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In den frühen 70er-Jahren bedeutet Wort Evolution noch nicht wild bespoilerte Allrad-Limousine. Daran ändert sich auch vorerst nichts, als Mitsubishi seine kreuzbrave Limousine Namens Lancer auf den Markt bringt. Die Basisversion kostet hierzulande 9490 Mark.
Bild: Werk
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Reizend ist der Mitsubishi Galant aus heutiger Sicht mit Sicherheit. Ein seltener Alltags-Oldie mit hohem kulturellen Wert. In den 70er-Jahren ist er ein Auto für Pragmatiker, die auf Marken-Prestige und automobile Statussymbole pfeifen.
Bild: Werk
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Im Zeichen des roten Diamanten: Als Mitsubishi auf den deutschen Markt drängt, gehört der Celeste (1975-1979) dazu. Das Sportcoupé nimmt Scirocco und Capri-Interessenten ins Visier. Als 2000 GSR leistet er 98 PS und fährt 170 km/h Spitze.
Bild: Werk
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1978 führt Mitsubishi den Colt ein. Der Kompakte tritt gegen den übermächtigen Golf an und verkauft sich von Beginn an blendend. Rauchende Colts ...
Bild: Werk
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... bekommt man in den späten 70ern eher selten zu Gesicht, denn Mitsubishis Kleiner ist nicht nur preiswert, sondern auch zuverlässig. Los geht es mit 54 PS, gen Ende des Modellzyklus bläst Mitsubishi aber noch mal zum Angriff. Mit dem 105 PS starken Colt Turbo.
Bild: Werk
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Passat auf Japanisch: Im Jahr 1976 bringt Mitsubishi die glatt gebügelte, dritte Galant-Generation als Limousine und Kombi nach Deutschland. Wahlweise als 75 PS starken 1600 GL oder etwas antrittsstärkeren 2000 GLX mit 85 PS.
Bild: Werk
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Toyota führt 1966 in Japan den Corolla ein, 1971 gibt es Nippons erstes Weltauto auch in Deutschland. Die zweitürige Limousine kostet 6890 Mark, unter der Haube arbeitete ein 1,2-Liter-Benziner mit 58 PS. Heute ist Corolla die meistverkaufte Modellbezeichnung überhaupt.
Bild: Werk
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1970 startet der Toyota Carina auf dem deutschen Markt. Toyota liefert ihn als zwei- oder viertürige Limousine, die Motoren leisten zwischen 79 und 86 PS. In der sportlichen ST-Ausstattung bekommt der bürgerliche Carina sogar ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Auf Basis des Carina ...
Bild: Werk
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... entsteht außerdem Toyotas Westentaschen-Mustang namens Celica. Das japanische Zwergpony mimt gekonnt den Macho und lässt sich nicht anmerken, dass unter seiner Haube kein Big Block, sondern meist nur ein 86-PS-Vierzylinder werkelt.
Bild: Werk
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Toyota baut sein Nobel-Modell Cressida ab 1973. Doch nach Deutschland wagen sich die Japaner mit ihm erst 1977. Und scheitern, weil die Deutschen lieber gebrauchte Mercedes Strichacht kaufen. Der Cressida reiht sich in die Ahnengallerie der gescheiterten japanischen Großwagen ein.
Bild: Werk
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1977 bringt Toyota den Land Cruiser nach Deutschland. Der rustikal anmutende Unkaputtbar-Kumpel ist einer der wenigen Offroader, mit dem man sich tatsächlich in jedes Gelände wagen kann.
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Doch nicht nur die 1970er haben coole Japan-Klassiker hervorgebracht. Hier sehen Sie den japanischen Goggo aus den 50ern. Mit dem 360 baut Subaru erstmals einen Automobil in größeren Stückzahlen. 25 Zweitakt-PS wuppt das knubbelige Kei-Car auf die Hinterachse. Subaru baut ihn bis 1972.
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Ein DAF 55 mit vier Türen? Nein, der Mazda Carol. 1960 beginnt Mazda in Hiroshima mit dem Automobilbau. Der Carol 360 fährt in der Klasse der steuerbegünstigten Kei-Cars, Kleinstwagen mit weniger als 360 cm2 Hubraum.
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In Japan oft als Droschke unterwegs: Toyotas Krönung namens Crown. Die Baureihe S40 bauen die Japaner zwischen 1962 und 1967.
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Die erste Generation des Millionensellers Corolla stellt Toyota im Jahr 1966 vor. Toyota streckt seine Fühler in den folgenden fünf Jahren nur ganz vorsichtig in Richtung Europa aus. Allerdings finden bereits Toyota ihren Weg nach Nordamerika. Nach Deutschland wagen sich die Japaner erst 1971.
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Ein rarer Schönling: der Nissan Silvia, der in den USA als Datsun 1600 Coupé verkauft wird. Nur 554 Coupés entstehen zwischen 1964 und 1968 in Handarbeit auf Basis der Fairlady. Für das Design ist Graf Goertz verantwortlich. Der 1,6-Liter-Reihenvierzylinder der Silvia leistet 90 PS.
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Auf der Motor Show in Tokio sorgt der 2000 GT für kollektives Staunen. Toyota beweist mit dem 2000 GT seinen Mut, den Pfad der Brot- und Butter-Autos zu verlassen und sich in höhere Sphären zu wagen. Und wie! Den Ingenieuren gelang ...
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... ein Adonis auf vier Rädern, wie er in der alten Welt nicht besser hätte gedeihen können. Unter der schier endlosen Haube des 2000 GT...
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... arbeitet ein Zweiliter-Reihensechszylinder, der bei 6600 Touren respektable 150 PS mobilisiert. Dass der Motor keine launische Diva ist, beweist der Autokonzern im Rahmen diverser Rekordfahrten (15.000 Kilomter in 75 Stunden).
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Die Vertäfelungen in Rosenholz sind echt, das Leder nicht. Nur 337 Stück baut Toyota vom 2000 GT in fünf Jahren.
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Im Jahr 1967 kommen die ersten Honda S800 im Hamburger Hafen an. Mit dem 800-Kubik-Roadster beweisen die Japaner sofort technische Kompetenz. Zur Jahrtausendwende tritt die Drehorgel Honda S2000 in die Fußstapfen des S800.
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Britpop aus Fernost: 1965 überarbeitet Nissan die Fairlady komplett und verpasst ihr einen neuen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 97 PS.
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Neben dem Toyota 2000 GT der begehrenswerteste Nippon-Traumwagen der 60er-Jahre: der Mazda Cosmo 110 S. Der elegant gezeichnete Wankel-Sportler ist bei seinem Erscheinen der erste Serienwagen ...
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... mit Zweischeiben-Wankelmotor. 110 PS reichen für 185 km/h Spitze. Mazda baut zwischen 1967 und 1973 etwas über 1500 Cosmo und verkauft sie ausschließlich in Japan.
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Zwangsrotation nach dem Rezept von Felix Wankel: Damals sind sich die Mazda-Ingenieure sicher, dass dem Kreiskolbenmotor die Zukunft gehört. Es folgt der Kauf der Lizenzrechte von NSU und die Entwicklung des Imageträgers Cosmo Sport 110 S.
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Die ersten 60 Vorserien-Cosmo verteilt Mazda an handverlesene Vertragshändler auf den japanischen Inseln, anschließend beginnt die Serienfertigung.
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Italienisch wirkt er, der 117. Das kommt nicht von ungefähr: Giorgetto Giugiaro zeichnete das formschöne Coupé, von dem Isuzu zwischen 1968 und 1981 immerhin 86.192 Exemplare verkauft – auf Wunsch sogar mit Diesel-Motor!
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1965 bringt Toyota seinen ersten Seriensportwagen. Der Sports 800 kommt mit Targadach und wiegt nur 580 Kilogramm. Für ausreichenden Vortrieb sorgt ein Zweizylinder-Boxer mit 0,8 Litern Hubraum.
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Hoppla, ein zu heiß gewaschener Dodge Challenger? Nein, der Nissan Skyline 2000 GT-R mit 160 PS starkem Zweiliter-Sechszylinder. Nach Deutschland kommt Nissans heißestes Eisen offiziell nicht. Nur 197 Exemplare bauen die Japaner. Nach einem halben Jahr ist Schluss.
Bild: Werk
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Stark geglättet startet der Nissan Silvia in die 80er-Jahre. Zum Verkaufsstart 1979 sollte die Silvia eigentlich einen Wankelmotor bekommen, doch die Ingenieure bekommen die Kinderkrankheiten nicht in den Griff.
Bild: Werk
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1982 startet der letzte Cherry. Sachlich, funktional und weit weniger verspielt als sein knuffiger Vorgänger. Alfa Romeo wagt es im Rahmen eines Joint Ventures tatsächlich, den Cherry zu verkleiden und als Alfa Arna zu verkaufen. Der Erfolg ist eher übersichtlich.
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Japanischer Turbo-Pionier: Der Mitsubishi Starion schöpft dank Aufladung satte 170 PS aus zwei Litern Hubraum. 1990 löst ihn der Hightech-Bolide 3000 GT ab.
Bild: Aleksander Perkovic
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Die Vorstadtjugend hat sie fast alle verheizt, dabei ist der Honda CRX der Prototyp des japanischen Kompaktsportlers. Die Symbiose aus einem genauso drehfreudigen wie robusten Aggregat und dem Fliegengewicht von 900 Kilo macht den CRX zu einem wirtschaflichen Sportgerät für engagierte Fahrer.
Bild: Daniel Fortmann
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1987 bringt Honda die dritte Generation des Prelude auf den Markt. Mit Vierradlenkung und modernen Sechzehnventil-Motoren.
Bild: Toni Bader
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Toyotas sportliches Flaggschiff heißt ab 1986 nicht mehr Celica, sondern nur noch Supra. Der zwangsbeatmete Dreiliter-Sechszylinder leitest 238 PS und neigt zu Thermikproblemen. 235 PS reichen für 245 km/h Spitze. Ein Targadach ist optional erhältlich.
Bild: Andreas Lindlahr
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Der Mazda 626 ist der erste japanische Sieger in einem Vergleichstest. Doch schon vor 1986 spielt Japan längst in derselben Liga wie die etablierten Autonationen.
Bild: Werk
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Mutiges Luxuscoupé von Subaru: Der SVX kommt 1991 mit elektronisch geregeltem Allradantrieb, Sechszylinder-Boxer und spaciger Cockpitverglasung. Die Kundschaft beißt nicht an, der SVX floppt.
Bild: Klaus Kuhnigk
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Während Honda seinem Highend-Renner auf Mittelmotor-Bauweise schwört, setzt Mitsubishi auf 286 Turbo-PS und Allradantrieb. Wenn am 3000 GT irgendwas negativ auffällt, dann, dass er vielleicht ein bisschen zu perfekt geraten ist, um Emotionen zu wecken.
Bild: Stephanie Gehrt
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Eclipse heißt der kleine Bruder des Hitech-Renners Mitsubishi 3000 GT. Er kommt im Traumwagen-Design der frühen 1990er und mit kernigem 2,0-Liter-Vierzylinder. Sein Nachfolger gerät zu schwülstig und zu schwer, Eclipse der ersten Serie fielen oft der Dorfjugend zum Opfer.
Bild: Werk
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Ende der 80er-Jahre beschließt Honda, dass ein Auto die technische Kompetenz der Marke beweisen soll. Der Honda NSX trägt den Geist Ayrton Sennas im Alu-Gebälk. Sein Dreiliter-V6 leistet 276 PS.
Bild: AUTO BILD TEST & TUNING / H.-J. Mau
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Die Aufgabenstellung ist klar: Der NSX soll in Sachen Handling Maßstäbe setzen, und tut es auch. Erst 2005 tritt er ab. Vorher lässt Honda noch den abgespeckten NSX-R vom Stapel.
Bild: AUTO BILD TEST & TUNING / Sven Krieger
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1989 leitet Mazda mit dem MX-5 eine beispiellose Roadster-Renaissance ein. Im Gegensatz zu seinen raubeinigen Vorbildern aus Großbritannien bietet der Kleine bezahlbaren Open Air-Spaß ohne Reue und nervige Technik-Leiden. Und hat trotzdem Charakter. Hier kommen die deutschen Autos der 70er!