Kei-Cars: Die skurrilen Mikroautos der Japaner
Bonsai-Autos aus Japan

Kei-Cars gehören zu Japan wie der VW Golf zu Deutschland. Die skurrilen Bonsai-Autos gibt es inzwischen in allen Formen – vom Cabrio bis zum Van.
Bild: Boris Pieritz/autobild.de
Während unsere Autos immer größer werden, fahren die Japaner mit Mikro-Autos. Die sogenannten Kei-Cars machen dort ein Drittel der Neuzulassungen aus. Vom Cabrio bis zum Van – japanische Hersteller pressen alles in die gesetzlichen Vorgaben. Um ein Auto offiziell Kei-Car nennen zu dürfen, darf es nicht länger als 3,40 Meter, nicht breiter als 1,48 Meter und nicht höher als zwei Meter sein. Die Bonsai-Autos sind nicht nur in der Platznot der japanischen Millionenstädte hilfreich. Kei-Car-Fahrer sparen Geld: Sie bezahlen keine Kfz-Steuer und müssen keinen Parkplatz vor der Haustür nachweisen.

Ungewöhnliche Kei-Studie: Um aus der kleinen Grundfläche möglichst viel Platz rauszuholen, ist die Fahrgastzelle oft besonders hoch.
Bild: Christian Bittmann
Kei-Cars sollten Japan mobil machen

Als erstes Kei-Car gilt der Subaru 360 von 1958. Dieses Modell von 1970 hat noch dieselbe Linienführung wie das Ur-Kei-Car.
Bild: RM Auctions
Die Vergünstigungen sind in Japan so alt wie das Kei-Car selbst. Die Regierung wollte das Land nach dem zweiten Weltkrieg schnell wieder mobil machen. So wurden "keijidosha", leichte Autos, nicht besteuert. Die heutigen Mikro-Autos sind oft sehr gut ausgestattet: Allradantrieb, Abstandssensor, Sportbremsen, Infotainment und Xenonscheinwerfer gibt es auch in vielen Kei-Cars. Weil nicht mehr als 660 Kubikzentimeter Hubraum im Bonsai-Auto erlaubt sind, bläst oft ein Turbo den Motoren zusätzliche Leistung ein.
Zwerg mit Allradantrieb: Honda N-One
Subaru baut 1958 erstes Bonsai-Auto
Als erstes Kei-Car gilt der Subaru 360 von 1958. Nach nur fünf Jahren folgte mit dem Honda T-360 der erste Lieferwagen. Inzwischen gibt es die Micro-Autos in allen Segmenten, ob Cabrio, SUV oder Reisemobil. In der Bildergalerie zeigen wir die skurrilsten Bonsai-Autos:
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