Lada Niva 4x4: Klassiker des Tages
Russen-Allradler für grobes Terrain
Der Lada Niva verkörpert beispielhaft die Tugenden russischen Autobaus. Er ist technisch simpel, günstig und überaus robust. Es gibt ihn kaum verändert seit 1976. Klassiker des Tages.
Seine Besitzer lieben das Fehlen von elektronischem Schnickschnack und schätzen die Nehmerqualitäten des Russen.

Die große Stärke: Gefühlt kommt der Niva erst dann nicht mehr weiter, wenn er im Schlamm versinkt.
Bild: AUTO BILD / Roman Raetzke
Der Niva kann klettern bis an die Grenzen der Physik
Der permanente Allradantrieb des Lada Niva, die Geländeuntersetzung und das sperrbare Zentraldifferenzial lassen den Allradler auch dort noch munter weiterklettern, wo moderne SUVs kläglich versagen. Schaut man sich die Youtube-Videos mancher Offroader an, gewinnt man sogar den Eindruck, nur die Physik könne dem Niva Grenzen setzen. Fest steht auf jeden Fall, dass den Gelände-Lada ein Hohlweg im Harz (s. Bild oben) nicht aus der Ruhe bringt. Im Gegenteil, dort fühlt er sich erst richtig wohl.
Wer sich mit dem Russen anfreunden will, braucht Leidenschaft. Die Benzinmotoren mit 1,3 bis 1,8 Liter Hubraum und 60 bis 82 PS dröhnen. Bauteilen wie den Rad- und Getriebelagern kann man beinahe beim Verschleißen zusehen und Ölverlust ist auch ein Thema.

1976 begann die Produktion des WAS-2121 in Togliatti. Verkaufsname: Lada Niva 1600 oder Niva 4x4.
Bild: Werk
So ein Lada ist ein Liebhaberstück mit Geschichte
Doch kaum ein Auto – Klassiker wie Neuwagen – erdet die Passagiere so wie der Lada Niva. Die Macken der Technik sind allgegenwärtig. Da gibt es keine Überraschungen. An Bord ist alles vorhanden, was es zum Fahren von A nach B braucht, alles andere nicht.
Die Suche nach einem originalen Niva braucht je nach Geschmack Geduld und Fremdsprachenkenntnisse oder sie ist ganz einfach. Zeitgenossen berichten, dass nur wenige Exemplare in die DDR kamen. Die dortigen Forstbehörden mussten sogar im Westen zukaufen, um ihren Bedarf decken zu können. Weiter gen Osten wird die Shopping-Tour komplizierter, je weniger man sich vor Ort auskennt.
Bleibt die Lösung, zum jüngeren Exemplar zu greifen. Die Autos, die sich hinter den Namen Lada 4x4, Taiga (s. Video oben) oder Urban verstecken, unterscheiden sich vom Ur-Modell nur in Details.
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