Der Surfer und Bootsbauer Bruce Meyers kam in den 60ern auf eine geniale Idee: Er baute VW Käfer zu coolen Spaßmobilen um.
Seine Firma Meyers Manx schuf für die Surferszene eine Alternative zu durchgerosteten Gebrauchtwagen – und für die Autowelt eine Ikone.
Meyers Manx Buggy
Schlicht: zwei Schalensitze, ein kleines Sportlenkrad, ein karges Armaturenbrett mit Tacho und Tankanzeige.
Bild: Stefan Grundhoff

Handlich, leicht – ein echter Spaßmacher

Meyers nahm die Bodengruppe eines VW Käfer, verkürzte diese um knapp 40 Zentimeter und zog ihr eine Kunststoffkarosserie über. Der Strandbuggy wurde durch das Kunststoffkleid und die kompakten Dimensionen handlicher, leichter und ein echter Spaßmacher.
Dank der breiten Reifen eignete er sich perfekt für Strand und Straße. Schnell erstarkten die Käfermotoren im Heck mit geänderten Vergasern und größeren Hubräumen deutlich. Einige Kunden tauschten die Vierzylinder-Boxer im Heck gar gegen Porsche-Triebwerke aus dem 911 oder Chevrolet-Corvair-Motoren mit sechs Brennkammern, was die Fahrleistungen und den Klang imposant beflügelten.
Meyers Manx Buggy
Hohes Heck: Das Triebwerk lugt selbstbewusst unter dem roten Kunststoffkleid hervor.
Bild: Stefan Grundhoff

Die Ausstattung ist spartanisch

Die Ausstattung ist dabei gemäß dem Einsatzzweck als Spaßmacher am Strand spartanisch. Zwei Schalensitze, ein kleines Sportlenkrad und ein karges Armaturenbrett mit kaum mehr Informationen als Tacho und Tankanzeige.
Dazu Schalter für Licht und Blinker sowie Überrollbügel, drei Pedale und ein Schaltknüppel. Einige Autos haben Scheibenwischer, andere Zusatzscheinwerfer im Frosch-Look oder gar ein Bikini-Top für den Regenschauer – doch komfortabel war beziehungsweise ist keiner der Strandhüpfer.
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Meyers produzierte über 5000 Buggys

Bruce Meyers selbst produzierte über die Jahre mehr als 5000 Strandbuggys. Obwohl er sich seine Konstruktion hatte patentieren lassen, konnte der Kalifornier das vor Gericht nicht geltend machen. Nach einer verlorenen Klage wucherten überall nur so kunterbunte Strandbuggy-Nachbauten. In Asien, Südamerika, Europa und den USA sollen zwischen 200.000 und 250.000 Fahrzeuge entstanden sein.
Die Konstruktion blieb dabei immer die gleiche: Käfer-Karosserie runter, GFK auf das verkürzte Chassis und eine leichte Vitaminspritze für das Triebwerk, fertig. In Europa machten die Strandhüpfer von Apal oder Karmann von sich reden.