Für viele Hersteller sind Elektroautos die Zukunft der Mobilität. Eine weitere, nachhaltige Alternative wären aber auch Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Laut Business Insider arbeitet VW an einem neuen Brennstoffzellen-Antrieb, der günstiger als die aktuelle Technologie sein und Wasserstoffautos eine Reichweite von bis zu 2000 Kilometern ermöglichen soll.

Dabei hatten sich die Wolfsburger dazu bekannt, sich voll und ganz dem batterieelektrischen Antrieb zu verschreiben. Doch auch wenn sich VW gegen den Wasserstoffantrieb ausspricht, scheinen sich die Wolfsburger bei der Wasserstoff-Technologie noch ein Hintertürchen offen zu halten. Das beweist unter anderem ein Patent, das VW zusammen mit dem sächsischen Unternehmen Kraftwerk TUBES GmbH angemeldet hat.

Neue Brennstoffzelle kommt ohne Platin und Lithium aus

Darin wird der Autobauer nicht nur als Anwender der Technologie genannt, sondern war wohl auch aktiv an der Entwicklung beteiligt. Der Unterschied zu der Technologie von Hyundai und Toyota bestehe darin, dass eine Keramik- anstelle der üblichen Kunststoffmembran verwendet werde.
Der Vorteil dabei sei, dass die Brennstoffzelle viel günstiger zu produzieren sei, da sie auch komplett auf den Einsatz von Platin verzichte – ein Edelmetall, das die Endkosten deutlich in die Höhe treibt.
Zudem würden sich aufwendige und kostenintensive Systeme erübrigen, die benutzt werden, um die Kunststoffmembran zu befeuchten – um zu verhindern, dass sie bei niedrigen Temperaturen einfriert und bei hohen Temperaturen austrocknet.

Bis zur Marktreife wird es noch dauern

Zudem müsse die Temperatur im System über 40 Grad gehalten werden, da sich sonst Pilze und Bakterien bilden, und das System verschmutzen würden. Noch dazu käme die Brennstoffzelle ohne Lithium aus, das in den meisten E-Auto-Batterien eingesetzt wird.

Obwohl dieses Patent zusammen mit Volkswagen beantragt wurde, versichert die Kraftwerk TUBES GmbH, dass sie nicht exklusiv für eine Marke arbeitet. Unabhängig vom Hersteller ist es deren Ziel, diese Technologie bis 2026 in einem Serienfahrzeug einzusetzen – in Serien von bis zu 10.000 Fahrzeugen, verteilt auf mehrere Hersteller.

Von

Sebastian Friemel