Audi Sport Quattro S1 E2: Gruppe B, Replika, Sound

Audi Quattro S1 E2: Klassiker des Tages

Durchs Zähmen des Flügelmonsters Audi Sport Quattro S1 E2 stieg Walter Röhrl endgültig zur Rallye-Legende auf. Fans huldigen beiden Bayern gleichermaßen.
Beinahe synonym für die besonders aufregende Zeit in der Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft stehen für viele Fans die Namen Walter Röhrl und Audi Sport Quattro S1 E2. Mitte der 80er-Jahre pilgerten die Rallye-Fans zu Tausenden an die Strecken, um Röhrl den wildesten Audi aller Zeiten zähmen zu sehen. Treten die beiden Bayern heute auf, infizieren Väter Söhne und Großväter Enkel mit dem Quattro-Fieber.

Turbo-Biest mit 1,8 Bar und fast 500 Nm Drehmoment

Platz für Meister: Hinter diesem Steuer saßen Legenden wie Walter Röhrl und Stig Blomqvist.

1985 trat Audi in der Rallye-WM mit der zweiten Ausbaustufe des Sport Quattro S1 an. Zusätzlich zum kurzen Radstand (für mehr Wendigkeit) hatte der E2 sein charakteristisches Flügelwerk für maximalen Abtrieb bekommen. 20 Exemplare sind entstanden, fürs Werksteam griffen neben Walter Röhrl auch Hannu Mikkola und Stig Blomqvist ins Lenkrad. Im S1 E2 leistete der legendäre 2,1-Liter-Turbo-Fünfzylinder 450 PS bei 7500 U/min. Das maximale Drehmoment von 480 Nm lag bei 5500 U/min an. In den 80ern konnte die Leistung bis jenseits der 500 PS gesteigert werden, der Motor gilt bis 8400 Touren als drehfest. Moderne Nachbauten gehen noch weiter. Eine als besonders authentisch geltende Replika entwickelt mit 1,8 Bar Ladedruck 560 PS, je nach Lader sind bis zu 720 PS drin. Zu seiner Zeit galt der S1 E2 als das schnellste Auto am Kurvenscheitelpunkt der Rennstrecken. Um die Beschleunigung von 2,9 Sekunden aus dem Stand auf hundert Sachen zu ertragen, brauchte es die Fitness eines Kampfpiloten. Am besten beschreibt die Urgewalt des S1 E2 aber das Röhrl-Zitat, das sinngemäß so geht: "Wenn Du nachdenkst, bist Du schon zu spät."

Siege und ein Rekord machten den S1 zur Legende

Im 598 PS starken Sonder-Sport-Quattro stellte Walter Röhrl 1987 am Pikes Peak einen Rekord auf.

Äußeres Erkennungszeichen des Audi ist neben seiner brachialen Optik der unvergleichliche Sound. Wenn 1985 der Starter zur Ouninpohja-Prüfung der 1000-Seen-Rallye herunterzählte (hier auf Youtube zu sehen) und Fehlzündungen wie Gewehrschüsse aus dem Auspuff knallten, freuten sich Fans auf das Inferno, das Sekunden später losbrach. Mit wütendem Gebrüll und durchdringendem Turbo-Trillern schob der Audi über die finnischen Waldwege, flog von Hügel zu Hügel und nahm hier und da in seinem nur für Top-Fahrer kontrollierbaren Vorwärtsdrang auch mal die Böschung mit. 1987 kam der Über-Audi auf dem Zenith seiner Karriere an. Da fuhr Walter Röhrl mit einer 598 PS starken Sonderversion beim Pikes-Peak-Rennen in den USA mit und besiegte nicht nur seinen Konkurrenten Ari Vatanen auf Peugeot 205 T16 E2. Er stellte zudem einen Streckenrekord auf, den bis heute kein Auto mit Frontmotor unterboten hat. Hier finden Sie zivile Audi Quattro!
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