Der 1975 zunächst als geschlossener GTB vorgestellte Ferrari 308 (1975 bis 1985) basiert auf dem Fahrgestell des 308 GT4. 1977 gab die Targa-­Version GTS auf der IAA ihr Debüt.
Berühmt wurde der Ferrari als das Fahrzeug von US-Fernsehdetektiv Thomas Magnum (1980 bis 1988).
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Markenzeichen des GTS sind die unter schwarzen Lamellen verborgenen hinteren Dreieckfenster. Im Gegensatz zum anfangs aus Fiberglas ("Resina") gefertigten GTB be­sitzen alle GTS eine Stahlkarosserie – auch weil viele in die USA gingen, wo die Kunst­stoffbauweise an Sicherheitsvorschriften scheiterte.

Schnellster GTS ist der Quattrovalvole mit 258 km/h Spitze

1980 endete die Vergaser-­Ära. Statt 255 PS leisteten die von einer Bosch­-K-­Jetronic versorgten Einspritzer nur noch 214 PS. 1984 erstarkte der 308 dank Vierventiltechnik ("Quattroval­vole") wieder auf 240 PS. Der GTS QV ist mit 258 km/h Spitze der schnellste GTS.
Ferrari 308 GTSi
Versteckspiel: Unter den wegklappbaren Lamellen des linken hinteren Dreiecksfensters steckt der Tankstutzen.
Bild: Goetz von Sternenfels
Von den insgesamt 12.149 gebauten 308 besaßen 4968 Exemplare den GTS­-Aufbau. 1985 kam der formal sehr ähnliche, aber weniger filigrane Nachfolger Ferrari 328.

Der rote Keil sieht schneller aus, als er in Wahrheit fährt

Die Linien des 308 GTS suggerieren Geschwindigkeit. Doch der Italiener braucht aus dem Stand gut acht Sekunden auf Tempo 100. Dem Fahrspaß tut dies keinen Abbruch – der V8 röhrt, röchelt, kreischt und brüllt. Selbst in der milden Einspritzerversion mit Kat hängt das 2,9-Liter-Triebwerk gierig am Gas.
Kurven seziert der Ferrari neutral bis untersteuernd, er saugt sich dabei förmlich auf der Straße fest. Der Schaltknauf will mit Nachdruck durch die offene Schaltkulisse geschoben werden, und die servofreie Lenkung erfordert ebenfalls Kraft.
Ferrari 308 GTSi
Die Schaltung mit offener Kulisse erfordert Kraft. Filigrane Hebel regeln Lüftung und Heizung.
Bild: Ronald Sassen
Sorgsam warmgefahren und gewartet hält der V8 problemlos mehr als 100.000 Kilometer, bevor eine Revision ansteht. Diese kann je nach Umfang schon mal gut 30.000 Euro kosten.
Allgemein gilt: Wer sich auf einen klassischen Ferrari ein­lässt, der braucht über die Kaufsumme hinaus ausreichend Spielgeld für Wartung und Reparaturen. Bei der Fahrzeug­wahl auf eine dokumentierte Historie achten.