Ford Escort RS Cosworth: Klassiker des Tages
Der wildeste Escort heißt RS Cosworth

Der Ford Escort RS Cosworth ist die legendärste Ausgabe des Kompaktwagens – und die schnellste. Selbst der ehemalige Youtube-Star Ken Block fuhr einen Turbo-Escort!
Bild: Roman Raetzke
Der Ford Escort RS Cosworth sieht zwar aus wie ein Escort, genau genommen ist er aber keiner. Ford entwickelte den Wagen auf Basis des Ford Sierra Cosworth.
Der Ford was als Konkurrenz für die Sportler von Audi und BMW gedacht
Das auffälligste Merkmal an den ersten 2500 Exemplaren des Escort RS Cosworth ist der mächtige Heckflügel. Entwickler Frank Stephenson wollte eigentlich ein Drei-Deck-Modell haben, musste diesen Gedanken aber wieder verwerfen.

Unter der wilden Hülle des Escort RS Cosworth steckt die Technik des großen Bruders Sierra.
Bild: Roman Raetzke
Der permanente Allradantrieb des Cossie verteilt die Kraft seines 227 PS starken Zweiliter-Vierzylinders mit Turbo im Verhältnis 34 zu 66 Prozent auf Vorder- und Hinterachse. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 232 km/h. Ohne den riesigen Spoiler ist er sogar noch schneller.
Zwei Versionen für die Straße sind entstanden, die ersten 2500 Einheiten waren Homologationsfahrzeuge zur Erlangung der FIA-Akkreditierung für die Gruppe A der Rallye-Weltmeisterschaft. Sie lehnen sich mit ihrem großen Garrett-T3-Lader, kombiniert mit einem T04B-Verdichterrad, eng am Wettbewerbsauto an und fallen durch ihr vergleichsweise ungehobeltes Fahrverhalten mit großem Turboloch auf.
Spätere, ab 1994 produzierte Autos, haben einen kleineren Turbolader, der die Benutzerfreundlichkeit erhöhte. Jetzt konnten die Kunden den Flügel optional streichen.
Der Escort hatte mittelmäßigen sportlichen Erfolg, aber er hat einen legendären Ruf
Von 1993 bis 1997 wechselten sich die Rallye-Größen hinter dem Steuer des Escort Cosworth ab: François Delecour, Carlos Sainz, Ari Vatanen und Juha Kankkunen stehen auf der illustren Namensliste.
Von der war auch der 2023 verstorbene Youtube-Star und viele Jahre Berufs-Ford-Fahrer Ken Block begeistert. So sehr, dass er sich nach einem Unfall mit verheerendem Brand gleich seinen zweiten Ford Escort RS Cosworth bauen ließ.
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