Ford Sierra Cosworth RS500 DTM: Klassiker des Tages
Dieser Sierra Cosworth rockte die DTM
1988 dominierte der Ford Sierra Cosworth RS500 alle wichtigen Tourenwagen-Serien der Welt. Trotz verordnetem Luftmengenbegrenzer rockte er die DTM. Unser Klassiker des Tages!
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Der Ford Sierra Cosworth RS500 gewann 1988 die Tourenwagen-Serien in Deutschland, Japan und Australien. 1989 kam Neuseeland dazu, 1990 Großbritannien. 1988 und '89 entschied der Wagen das harte Bathhurst 1000-Rennen in Australien für sich, 1989 lag er in Spa vorne.

Der Vierventiler des RS500 knackt ohne Air Restrictor die 500-PS-Marke.
Bild: James Mann www.jamesmann.com
500 PS aus einem speziellen Turbo-Sechzehnventiler
Motorenbauer Rudi Eggenberger aus der Schweiz baute das Auto auf, mit dem Ford zur Tourenwagen-Legende wurde. Der schwarze Racer mit der knalligen Texaco-Beschriftung holt dank großem Garrett-Lader mehr als 500 PS aus seinem speziellen Sechzehnventiler mit Turbo.
Da konnten die Konkurrenten mit Saugmotoren nicht mithalten. 1988 führte die DTM Luftmengenbegrenzer ein, sogenannte "Air Restrictoren". Zu Anfang wurden die Autos mit einem definierten Querschnitt von 43,5 Millimetern am Luftholen gehindert. Da standen beim Sierra Cosworth 320 PS auf dem Papier, doch Fachleute vermuteten 400.
Im Lauf der Saison sank der Querschnitt der Luftmengenbegrenzer bei den Sierras daher weiter, erst auf 38 und später auf 36 Millimeter. Den Titel holte sich Klaus Ludwig im Sierra Cosworth trotzdem.

Rückkehr an den alten Arbeitsplatz: Steve Soper hinter dem Steuer "seines" Sierra RS500.
Bild: James Mann www.jamesmann.com
Top-Piloten fuhren den Sierra Cosworth RS500
Neben Tourenwagen-Legende Ludwig griffen weitere illustre Rennfahrer-Typen ins Lenkrad des Ford Sierra Cosworth RS500. Klaus Niedwiedz, heute vor allem als TV-Moderator tätig, war mit dem schnellen Kölner genauso unterwegs wie der Brite Steve Soper.
Soper fuhr in die Tourenwagen-Geschichtsbücher, als er sich 1988 beim zehnten Lauf zur britischen Meisterschaft in Brands Hatch auf Slicks im Regen über viele Runden ein packendes Duell mit seinem Kollegen Andy Rouse – ebenfalls im Ford Sierra Cosworth RS500 unterwegs – lieferte und sich am Ende nur knapp geschlagen geben musste.
Der Renn-Sierra mit der Texaco-Beschriftung gehört mittlerweile zur Sammlung von Ford Classic in Köln und wird gelegentlich bei historischen Rennveranstaltungen eingesetzt.
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