Mitsubishi Lancer Evo: Klassiker des Tages
Der Mitsubishi Lancer Evo ist ein dynamisches Genie
Der Mitsubishi Lancer Evo war erst Rallye-Tier, dann Tuning-Liebling, dann Filmstar. Darüber hinaus glänzte der Japaner mit seiner irren Fahrdynamik.
Wenn es an einer Rallye-Piste knallt wie auf einem Schießstand, gehen Fans nicht in Deckung. Im Gegenteil! Es werden die Köpfe gereckt. Denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich mit dem mächtigen Spektakel ein Mitsubishi Lancer Evo ankündigt, der Sekunden später im Tiefflug vorbeirast oder sehr quer um die Ecke gedriftet kommt.
Die Technik stammt vom großen Bruder Mitsubishi Galant
1992 zwängte Mitsubishi die Technik des Rallye-Galant in den deutlich schlankeren Lancer. Die 250 PS, der Allradantrieb und das aktive Sperrdifferenzial mit begrenztem Schlupf sind drei der Gründe dafür, dass sich schon allein nach der Serienversion der Generation 1 bald die Speedfreaks rund um den Planeten die Finger leckten.
Saß ein Meister wie der Finne Tommi Mäkinen hinter dem Steuer, war der Lancer Evo für vier Rallye-Weltmeistertitel (1996-1999) in Folge gut. Und mehr. Denn der Lancer Evo wird an vielen Stellen bis heute im Motorsport eingesetzt.
Der Lancer Evo fuhr von der Rallye-Piste auf die Kinoleinwand
Das extrovertierte Äußere und die rabiaten Manieren der ersten Generationen machten den schnellen Mitsubishi nicht nur für Sportler interessant. Schnell wurden Tuner auf den Lancer aufmerksam und überboten sich bald in wilden Umbauten.

Wer den Lancer Evo beherrscht, bekommt solch schöne Driftwinkel ohne große Mühe hin.
Bild: Werk
Sogar auf die große Kinoleinwand schaffte es der Mitsubishi Lancer Evo. Im zweiten wie im dritten Teil der Kinoreihe "Fast and Furious" tauchte jeweils ein Lancer Evo auf und überzeugte die Zuschauer von den irren dynamischen Fähigkeiten des Japaners. Und die sind tatsächlich irre.
Selbst die erwachsen (und damit softer) gewordene Generation X des Lancer Evo beschrieb AUTO BILD SPORTSCARS 2016 so: "Der Evo kann mit seinem Drehmoment jonglieren wie kein Zweiter, einzelne Räder abbremsen, andere gezielt mit mehr Kraft versorgen, zwischen vorn und hinten umherschieben, abkoppeln, andocken; hochflexibel und genau so, wie es der jeweilige Fahrzustand erfordert. Klingt komplex, zugegeben, führt letztlich aber zu einer absolut einzigartigen Fahrdynamik, die Traktion und Handling quasi nahtlos miteinander verwebt."
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