In The Fast & the Furious geht es vor allem um eins: ballernde, testosterongeladene Action. Um das glaubhaft rüberzubringen, müssen auch die Hauptdarsteller knallhart sein. Gemeint sind natürlich die Autos. Mit Toyota Supra MK4 und 1969er Dodge Charger besetzen zwei echte Kraftpakete die automobilen Hauptrollen des ersten Franchise-Teils von 2001.

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Fast and Furious Vin Diesel
Hyundai Coupé
Kia Coupé
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Zu langweilig für The Fast & the Furious
Interessanter ist aber eigentlich, welche Autos es eben NICHT in diesen Film geschafft haben. Das erklärt Craig Lieberman, technischer Berater der ersten drei Fast-&-Furious-Teile. In einem Youtube-Video verrät er, welche Autos abgelehnt wurden und weshalb! (Fast hätte Paul Walker Dodge statt Skyline fahren müssen!)

Hyundai und Kia durften nicht mitfahren

Hyundai Coupé
Hyundai schied von vorne herein aus. Da hatte auch das schnittige Coupé keine Chance.
Bild: Hyundai Motor Company
Kategorisch ausgeschlossen war laut Lieberman von vornherein alles, was von Hyundai oder Kia kam. Die beiden Korea-Marken seien damals schlichtweg als "unzuverlässige Billigeimer" wahrgenommen worden. Speziell Kia seien langsam und irgendwie langweilig gewesen. Außerdem hätten sie nichts mit der US-Tuningszene zu tun gehabt, weshalb auch keine entsprechenden Tuningteile verfügbar gewesen seien. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass sich das Markenimage von Hyundai und Kia in den letzten Jahren stark gewandelt hat. Ebenfalls nicht infrage kam die Marke Mercedes. Im Film geht es schließlich um junge Streetracer ohne Geld, weshalb ein Benz natürlich so gar nicht ins Bild passt. (Fast-&-Furious-Nachbauten auf der Tuning World Bodensee!)

BMW Z3 nicht "männlich" genug

BMW Z3 Roadster
Cabrios kamen nicht infrage. Eine Ausnahme ist der Mitsubishi Eclipse Spyder in Teil zwei.

Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
In einem der ersten Meetings wurde offenbar ein VW New Beetle vorgeschlagen. Den hat Craig Lieberman den Produzenten schleunigst wieder ausgeredet. Einfacher und einziger Grund: zu unmännlich! Dasselbe galt für den BMW Z3, der schlicht und ergreifend ein Frauenauto sei. In die gleiche Kategorie gehört der Mazda MX-5. Auch er bekommt von Lieberman die Prädikate "Frauenauto" und "unmännlich". Offenbar hatten die Produzenten dem Fast-&-Furious-Bösewicht Johnny Tran zunächst einen MX-5 zugedacht. Der wurde für den Film dann aber durch den rund 100 PS stärkeren Honda S2000 ersetzt.

Ford Focus mit Mietwagenflair

Ford BR Focus Hatch
Vin Diesel in einem Ford Focus? Auch im 170 PS starken US-SVT nur schwer vorstellbar.
Bild: Werk
Als letztes stehen in Massen produzierte Kompaktautos auf der No-go-Liste. Vor allem der Ford Focus sei ein langweiliges Auto, das man an jedem Flughafen mieten könne und entsprechend keines, welches das Action-gierige Publikum sehen möchte. Neben maskulinem Flair gibt es natürlich noch andere Voraussetzungen für die Filmfahrzeuge. So sollten sie im ersten Film die zeitgenössische Import-Tuningszene der Westküste Nordamerikas repräsentieren. Außerdem müssen sie innerhalb des Budges liegen und zum jeweiligen Charakter passen. Apropos: Aus Vin Diesels Mazda RX-7 musste eigens der Überrollbügel ausgebaut werden, weil der muskelbepackte Schauspieler sonst keinen Platz gehabt hätte. Wenn das mal nicht männlich ist.