Porsche Carrera GT: Hintergründe und Fahrbericht
Der Porsche Carrera GT ist Walter Röhrls Baby
An der Entwicklung des Supersportwagens Porsche Carrera GT war Rennfahrerlegende Walter Röhrl maßgeblich beteiligt – und das merkt man!
Der Porsche Carrera GT (Neupreis: krasse 452.400 Euro) war der erste Supersportwagen, den Porsche direkt für die Kunden und nicht für eine Homologation baute, also als Serienbasis für einen Rennwagen.
Ganz nebenbei gilt die Flunder mit dem V10-Rennmotor im Heck als das Meisterstück von Cheftester und Rennfahrerlegende Walter Röhrl.

Hier lauscht die Legende: Walter Röhrl bei einem Shoot für AUTO BILD SPORTSCARS mit dem Porsche Carrera GT.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Der Porsche Carrera GT erfordert einen erfahrenen Lenker
Bei der Entwicklung des Carrera GT (Bauzeit von 2003 bis 2007) konnten die Ingenieure aus dem Vollen schöpfen. 70 Patente wurden neu angemeldet.

Die Designer haben die zwei Köpfe im Cockpit optisch mit den zwei Zylinderköpfen dahinter verbunden. Der Heckflügel kann nach oben ausgefahren werden.
Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD

Bild: Lena Willgalis / AUTO BILD
Zur passiven Sicherheit tragen Crashboxen aus Edelstahl bei. Sie nehmen die Energie am besten auf und sind rostfrei.

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Die Druckstreben für die Federbeine vorne und die Hinterachsquerlenker sind ebenfalls aus Edelstahl.
Bei der enormen Leistung und dem Hinterradantrieb bedeutet das: Selbst auf trockener, griffiger Strecke muss der Fahrer sehr vorsichtig mit dem Gaspedal umgehen. Nur ein Tick zu viel Gas, und der Carrera GT geht quer. Wichtig vor allem beim Einkuppeln, denn die Carbon-Keramik-Kupplung erfordert Gewöhnung. Zum Glück ist die Leistung dank Saugmotor sehr fein und direkt dosierbar.

Hoch in der Mittelkonsole, nah am Lenkrad, thront der Schaltknauf aus poliertem Schichtholz. Ein Handschmeichler – aber man sollte sich von ihm nicht ablenken lassen! Die Schaltzüge sind aus Edelstahlband.
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Sogar Vollblut-Racer haben Respekt vor dem Carrera GT
Der frei saugende Zehnzylinder des Carrera GT (nicht das ganze Auto) war ursprünglich für die 24 Stunden von Le Mans gedacht – und macht daraus soundtechnisch keinen Hehl. Um ihn für die Straße sanftmütiger zu bekommen, erhöhten die Ingenieure den Hubraum auf 5,7 Liter.

Der V10-Mittelmotor war ursprünglich für die 24 Stunden von Le Mans entwickelt worden. Porsche entschied sich dann doch gegen eine Teilnahme.
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Die technischen Daten sind beeindruckend: 612 PS, 330 km/h Spitze, 0 bis 100 km/h in 3,8 Sekunden, 0 bis 200 km/h in 9,9 Sekunden. Die 300er-Marke fällt nach etwas weniger als einer halben Minute.

Der Carrera GT ist nichts für jedermann. Schon die Carbon-Keramik-Kupplung gilt als Prüfung für Fahrer.
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Da mahnt nicht nur Ex-Rallye-Weltmeister Walter Röhrl die "sittliche Reife" an, die es zum Fahren des Carrera GT braucht. Auch Tourenwagen-Legende Klaus Ludwig drückte einst seinen Respekt vor dem Wagen aus.
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