Skoda S 110R: Klassiker des Tages

Skoda S 110 R: RS, Coupé, kaufen

Skoda S 110 R: Klassiker des Tages

Respektvoll wurde der Skoda S 110 R "Porsche des Ostens" genannt. Kein Wunder, schließlich hielt er mit schnellen russischen Lada mit. Klassiker des Tages. 
Wer als DDR-Bürger einen der wenigen importierten Skoda S 110 R sein Eigen nannte, stand in der Verkehrs-Hackordnung hinterm eisernen Vorhang ziemlich weit oben. Das Sportcoupé holt 52 PS aus den 1107 Kubikzentimetern Hubraum seines Vierzylinder-Viertakters und hielt damit seinerzeit sogar mit den schnellen russischen Lada mit. Kein Wunder also, dass der schnittige Skoda den Spitznamen "Porsche des Ostens" bekam.

Sportlicher Anspruch und praktisches Talent

Der Heckmotor holt 52 PS aus 1107 Kubikzentimetern Hubraum. Genug für vergnügliche Fortbewegung.

Aus heutiger Sicht und außerhalb des Auto-Kontexts der DDR hören sich 52 PS eher schwach an. Dabei sprechen die doppelte Zylinderanzahl und die doppelte Leistung im Vergleich zum Trabant bereits Bände. Beim Skoda kommen zur Kraft noch der Heckmotor und eine Pendelachse hinten dazu. Sie machen aus dem S 110 R einen launigen Sportler, mit dem man nach Herzenslust um die Ecken sächsischer oder thüringischer Landstraßen fetzen konnte. Erfahrung vorausgesetzt, denn wer den Lastwechsel nicht exakt vorhersah, landete schnell unbeabsichtigt im Grünen. Vier Erwachsene finden völlig entspannt im Skoda Platz. In den vorderen Kofferraum passt lediglich ein flacher Koffer. Dafür gibt es hinter der Rückbank unter der großen Hutablage einen zweiten. Für den Transport von Möbelstücken reicht der Raum nicht. Aber auch den Ost-Alltag und die Urlaubreise meisterte der S 110 R.

Rost ist der große Feind des Skoda S 110 R  

Sportsitze, Sportlenkrad und drei Zusatzuhren: Der Skoda unterstreicht seinen sportlichen Anspruch.

Der Skoda S 110 R hätte vermutlich das Zeug zum Traumwagen der Werktätigen gehabt, schon allein optisch. Die lange Schräge im Dach und die Lufteinlässe in den Flanken verleihen ihm ein komplett anderes Aussehen als der Limousine. Details wie die aus den Türen herausgleitenden Griffe faszinieren zusätzlich. Doch der Skoda konnte sein Potenzial nicht ausreizen. Schon seine Geburt verdankt er nur der Hartnäckigkeit der Skoda-Ingenieure. Die Fertigung wurde ins Zweigwerk Kvasiny ausgelagert und ging dort deutlich langsamer vonstatten als nötig. Das machte den S 110 R rar und teuer. Der Begeisterung der Fans tut das keinen Abbruch. Wer sich für einen S 110 R erwärmt, sollte Kontakt zu Kennern aufnehmen. Die Coupés rosten schnell. Spezifische Teile sind rar und von den rund 50.000 gebauten Autos schafften es wahrscheinlich nicht mehr als 500 nach Deutschland. Gekauft werden muss also in Tschechien. Und dort wird der S 110 R beinahe wie ein Nationalheiligtum betrachtet. Hier finden Sie schöne Skoda.

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