Audi 200 quattro: Klassiker des Tages

Audi 200 quattro: Avant, Turbo, Rallye, Trans-Am

Audi 200 quattro: Klassiker des Tages

Seine Kritiker sahen im Audi 200 quattro einen aufgehübschten Audi 100. Doch der Ringträger sorgte in der Rallye-WM und in der Trans-Am-Serie für Aufsehen!
Der Audi 200 quattro des Typs C3 fuhr in die Lücke zwischen zwei etablierte Brüder und blieb von vielen unverstanden: aufgehübschter Audi 100 oder Audi V8 mit zu wenig Zylindern und Leistung? Dabei sorgte er selbst im internationalen Motorsport für Aufsehen. Heute ist er unser Klassiker des Tages!

Fünfzylinder mit ordentlich Leistung

Das Leistungsspektrum des 200 quattro reicht von 136 bis 220 PS. Das Fahrverhalten ist durchaus sportlich.

Audi hatte den 200 C3 von 1983 bis 1991 im Programm. Der passende Avant rollte von 1984 bis Ende 1990 vom Band. Außen unterschied sich der Audi 200 vom Basismodell durch breitere Doppelscheinwerfer, Nebelscheinwerfer, einen großen Frontspoiler und eine andere Motorhaube. Bis 1988 hatte der Audi 200 ein anderes Armaturenbrett als der Audi 100, spezielle Türverkleidungen und besser gepolsterte Sitze. Das Sondermodell 200 Exclusiv kam mit ausgestellten Radläufen und einer umfangreichen Ausstattung inklusive elektrisch verstellbarer Ledersitze und Klimaautomatik. Die Leistungsspanne der Fünfzylinder-Motoren begann bei 136 PS und reichte bis 220 PS. Zwei von sieben Aggregaten kamen ohne Turbo aus, die restlichen fünf fuhren zwangsbeatmet vor. Ab März 1989 bildete der 200 quattro 20V die Spitze der Baureihe. Der 2,2-Liter-Fünfzylinder mit vier Ventilen pro Zylinder und Turbo brachte es auf 220 PS. Mit ihm lief der Audi 242 km/h Spitze und war eine der schnellsten Serienlimousinen seiner Zeit.

Zwischen Bildschirm und sportlichen Lorbeeren

Innen geht es zeitgenössisch komfortabel zu. Die Verarbeitung stimmt, die Sitze sind bequem.

Audi sparte nicht an Aktivitäten, um dem 200 Aufmerksamkeit zu verschaffen. Auf der Mattscheibe wurde der 200er erfolgreich platziert. Prof. Dr. Brinkmann aus der "Schwarzwaldklinik" fuhr genauso Audi 200 wie Higgins in der US-Serie "Magnum". Ein Audi 200 spielte 1987 eine kleine Rolle im James-Bond-Streifen "Der Hauch des Todes". Im Motorsport waren die Ingolstädter ebenfalls aktiv: Auf die berühmt-berüchtigte Gruppe B in der Rallye-WM folgten 1987 die zahme Gruppe A und der Audi 200. Die auf den ersten Blick völlig absurde Kombination aus Oberklasse-Limousine und Rallyesport erklärt sich aus dem ebenso schnellen wie stabilen Fahrverhalten des großen Wagens. Die Strapazen lohnten sich für Audi: Hannu Mikkola gewann 1987 die Safari-Rallye in Kenia. Schlussendlich war der Audi 200 quattro Trans-Am nach mehr als 50 Jahren Abstinenz der erste Audi-Werkswagen, der bei Rundstreckenrennen eingesetzt wurde. Am Ende der Saison 1988 lag Audi mit Abstand vor Chevrolet auf Platz eins der Meisterschaftswertung der US-Rennserie. Hier finden Sie schöne Audi 200!
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