Sie befürworten ein Tempolimit auf der Autobahn? Nach ein paar Tagen in unserem turboblauen Audi RS 4 würden Sie sich vermutlich dagegen aussprechen. Wenn am frühen Morgen die Autobahn komplett leer ist, man kurz den rechten Fuß senkt und sieht, wie sich die Tachonadel in Windeseile Richtung 270 km/h bewegt – dann macht das einfach Spaß. Vor allem, weil das Schnellfahren – das gut vom Zu-schnell-Fahren zu unterscheiden ist! – im Audi kinderleicht ist.
Hinweis
Audi RS 4 Avant mit bis zu 13.280 € Ersparnis bei carwow.de
Der Kombi liegt satt, reagiert direkt, aber nicht nervös auf Lenkbewegungen, und die Bremsen packen im Zweifelsfall so kräftig zu, dass der brachialen Kraftentfaltung ähnlich rabiat Einhalt geboten werden kann. Apropos Einhalt: Der Audi hat zwar auch einen Pausen-Warner, der den Fahrer auffordert, mal zu entspannen. Not tut der im RS 4 aber nicht, denn spätestens alle 400 Kilometer mahnt der leere Tank sowieso zum Zwischenstopp.
AUDI RS 4 Avant
RS 4-Innenraum: klassisches Audi-Cockpit mit griffigem Alcantara-Lenkrad. Das Infotainment hakt leider immer wieder mal.

Zehn Liter auf 100 km sind mit dem Audi RS 4 machbar – 20 aber auch!

Wobei der Tankstopp auch eher eintreten kann. Wir erinnern uns, früher Morgen. Durchschnittstempo nach knapp 200 Kilometern: 168 km/h. Durchschnittsverbrauch: 21,3 Liter. Macht eine Reichweite von rund 250 Kilometern. Zeitgemäß? Keinesfalls. Aber auch nicht übertrieben. Schließlich fallen hier 450 PS über alle vier Räder und mehr als 1,8 Tonnen her. Ausgesprochen zahm bewegt, sind gut zehn Liter machbar.
AUDI RS 4 Avant
Der V6 schiebt gnadenlos an, Tempo 270 ist problemlos erreichbar.
Hinweis
Audi RS 4 im AUTO BILD-Gebrauchtwagenmarkt

Der Audi RS 4 Avant im AUTO BILD-Dauertest

Dauertest-Start: 27. Mai 2020
Preis des Testwagens mit Extras: 112.980 Euro
Bisher gefahren: 54.560 km
Testverbrauch: 13,1 l S/100 km
Top: Der V6 hat immer noch eine Reserve, egal bei welchem Tempo. Absolut sicheres Fahrverhalten.
Nicht so gut: Das Infotainment hakt immer wieder, neulich ging die Sprachbedienung nicht mehr.

Von

Michael Gebhardt