Klassiker des Tages: Der BMW 333i hat den Motor vom 7er

3er-BMW als serienmäßiges Muscle Car

BMW brachte Mitte der 80er in Südafrika den BMW 333i heraus. Der Sechszylinder des 7er E23 machte diesen E30 zum Muscle Car ab Werk! Hier alle Infos.
Nationale Vorschriften brachten eine ganze Menge cooler Autos hervor. Etwa den BMW 333i in Südafrika. Dessen Geschichte liest sich so: BMW South Africa wollte in den 80ern in der örtlichen Tourenwagen-Meisterschaft mitfahren und musste dabei ohne den M3 auskommen. Erstens gab es das Auto, das bei uns zur DTM-Legende wurde, am Kap schlicht nicht. Zweitens hätte der Vierzylinder nicht in die Hubraum-Anforderungen der lokalen Rennserie gepasst.

Die Lösung: Leistungssteigerung der alten Schule

Entweder Servo oder Klimaanlage. Beides passte nicht neben den mächtigen Sechszylinder.

Also zwängten die Ingenieure in Rosslyn den M30-Reihensechszylinder aus dem 7er (Baureihe E23) unter die kurze Haube des Dreiers. Die Motorhalter, den Wasserkühler, die Ansaugbrücke und den Luftfilterkasten besorgten sie bei Alpina. Damit die 197 PS des gierig schlürfenden Sechsers auf dem Asphalt ankommen, sitzt an der Hinterachse ein Sperrdifferenzial. Die Kraft wird per kurz übersetztem Fünfgang-Sportgetriebe (erster Gang unten links) übertragen. So stürmt der 333i in 7,3 Sekunden von null auf hundert, die Höchstgeschwindigkeit liegt laut zeitgenössischen Messungen bei 231 km/h. Interessante Notiz am Rande: Die Eigner der rund 200 hergestellten Exemplare mussten sich zwischen servounterstütztem Fahren und angenehmer Temperatur im Auto entscheiden. Servopumpe und Klimaanlage passten nicht beide zum mächtigen Sechszylinder in den Motorraum.
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Den BMW 333i gab es ausschließlich als Zweitürer und als Rechtslenker. BMW bot ihn in den Farben Hennarot, Diamantschwarz, Alpinweiß und Arktissilber an. Der Verbrauch lag bei 12,6 Litern Super pro 100 Kilometer. Mit seinen 1256 Kilogramm Gewicht brachte der 333i gerade mal 45 Kilo mehr als der BMW 325i der gleichen Baureihe auf die Waage.  

Das Ergebnis: Fahrspaß in Hülle und Fülle

Neben seinem Typenschild erkennt der Laie den BMW 333i am leichtesten an den Alpina-Rädern.

Besonders beeindruckend sind das Drehmoment und die Elastizität, mit denen der große Motor im kleinen Wagen zu Werke geht. AUTO BILD KLASSIK hatte 2018 die Möglichkeit, einen 333i zu fahren und war begeistert. Der 333i stürmt aus jeder Drehzahllage vorwärts, als gäbe es kein Halten. Kultiviertes Säuseln überlässt dieser Wagen anderen. Beim Tritt aufs Gaspedal brüllt der 333i nach Herzenslust los und jagt dem Beobachter wohlige Schauer über den Rücken. Wer 3er der Baureihe E30 kennt, bemerkt ein wenig mehr Kopflastigkeit als etwa beim 325i. Trotzdem ist der Sonder-3er kein schwerer Metall-Klotz, an dem sich der Fahrer abarbeiten muss. Er legt klassische BMW-Tugenden an den Tag und lässt sich genauso präzise ums Eck zirkeln wie seine Markenbrüder.

Wählen Sie den Goldenen Klassiker 2020

Wer jetzt sofort einen BMW 333i haben will, sollte sich vorher dringend mit den nötigen Formalitäten eines Auto-Imports in die EU vertraut machen. In Südafrika führt kein Weg an einem spezialisierten Händler vorbei, der den Export übernimmt. Die Bürokratie im Land gestaltet sich Experten zufolge für Nicht-Ortskundige wie ein undurchdringlicher Dschungel. Und dann ist da noch der Flug ans Kap. Das Auto der Wahl vor Ort persönlich zu checken, sollte man keinesfalls scheuen.
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