Die Mercedes G-Klasse (W 460) begann karg und kantig mit dem Basismodell 240 GD. Sie zeigte Charakter als Papamobil für Papst Johannes Paul II. oder als Sieger bei der Rallye Paris-Dakar. Und sie konnte auch wild, wie die kraftstrotzende G 65 AMG Final Edition mit Zwölfzylinder und 1000 Newtonmetern Drehmoment zeigte. Die unvergleichliche Ikone im Allrad-Segment ist 40 Jahre alt und wird zum runden Jubiläum von Daimler mit der Sonderausstellung "G-Schichten" gewürdigt. Das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart zeigt die am stärksten herausragenden Exemplare des höchst lebendigen Kraxlers bis April 2020. Auch von AUTO BILD gab's ein Geburtstagsgeschenk: die Auszeichnung zum Goldenen Klassiker 2019.

Vom Spartaner zum Allzweck-Offroader

Mercedes G-Klasse (2019): Crashtest - Euro NCAP - SUV

G crasht bei Euro NCAP

Die G-Klasse wurde einst als Arbeitstier für Militär und Forstwirtschaft entwickelt. Bei ihrer Geburt hatte sie noch eine eher spartanische Ausstattung und ein vergleichsweise bescheidenes Motorenangebot mit Diesel- und Benzinvarianten zwischen 72 und 150 PS. Grundpreis anno 1979: 32.600 D-Mark. Im Laufe der Jahre wurde sie luxuriöser und vielseitiger. Nicht nur die Bundeswehr nutzte die G-Klasse, aus einem Dreiachser für die australische Armee wurde 2013 der Mercedes G 63 AMG 6x6 (544 PS und 760 Nm) entwickelt, der zu einem Lieblingsspielzeug vieler Scheichs werden sollte.Neben dem Papst begeisterten sich auch Franz-Josef Strauß (fuhr einen 300 GD mit reichlich Sonderzubehör) und viele andere Promis für den Multi-Offroader. Der Extremsportler Jon Olsson ließ sich einen G zum extremen "Lord Hans" umbauen. Und natürlich machte sich auch Daimler-Haustuner AMG ans Werk – vor allem mit dem G 63 mit 5,5-Liter-V8-Biturbo, der in der neuen Generation (seit 2018) vom Vierliter-V8-Biturbo mit 585 PS abgelöst wurde. Hier kommen die elf spektakulärsten G-Modelle aus 40 Jahren Mercedes-Modellgeschichte!