Mitsubishi Galant AMG: Klassiker des Tages

Diesen 177 PS starken Mitsubishi-AMG kennt kaum jemand!

Als AMG noch nicht zu Mercedes gehörte, gab's auch Tuningaufträge von anderen Herstellern. So kitzelte AMG 177 PS aus diesem Mitsubishi Galant!
Wer das legendäre Kürzel AMG sieht, der denkt sofort an kraftstrotzende Mercedes-Modelle. Kein Wunder, gehören die Affalterbacher doch seit 1998 praktisch zum Mercedes-Inventar – und spezialisieren sich seitdem aufs legale Doping von allem, wo vorn ein Stern drauf ist. Doch bevor Mercedes 1999 einen Anteil von 51 Prozent an seinem Haustuner erwarb, nahmen die schwäbischen Leistungsspezialisten auch andere Aufträge an. Zum Beispiel gab Mitsubishi ein Projekt in Auftrag: Nachdem die zweite Generation der Limousine Debonair optisch verfeinert worden war, nahm sich AMG Anfang der 90er Jahre den Galant E30 vor.
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500 Exemplare des Mitsubishi Galant AMG wurden exklusiv für den japanischen Markt aufgelegt. Zunächst bekam der Wagen einige optische Retuschen. Es gab einen geänderten Kühlergrill, spezielle Felgen, Seitenschweller und einen Heckspoiler. Das serienmäßige Fahrwerk tauschte AMG gegen eines mit Gasdruck-Stoßdämpfern und Sportfedern. Das eigentliche Highlight befindet sich jedoch unter der Motorhaube. Der zwei Liter große Saugmotor des Galant wurde umfassend überarbeitet und bekam unter anderem schärfere Nockenwellen, geänderte Krümmer, neue Kolben, Ventilfedern aus Titan und hohle Kipphebel.

Ein ordentliches Plus an Leistung

Der Mitsubishi Galant bekam von AMG eine technische und optische Aufwertung spendiert.

Diese Behandlung kitzelte 170 statt der serienmäßigen 144 PS aus dem Motor. Für solch eine Leistungssteigerung waren die Zeitgenossen des Galant AMG zwingend auf den Einsatz eines Turbos angewiesen. Die Kraft wurde wahlweise per Viergang-Schaltgetriebe oder Viergang-Automatik an die Vorderräder übertragen. Bei passender Traktion soll der Sprint von null auf hundert in rund acht Sekunden möglich gewesen sein. Ist das Auto original, weisen kleine Embleme im Kühlergrill und am Heckdeckel auf das spezielle Modell hin.

Unscheinbare Limousine mit dem gewissen Etwas

So war der Mitsubishi Galant auf dem deutschen Markt unterwegs. Er holte sich einige sportliche Meriten.

Die sechste Generation des Mitsubishi Galant (Typ E30) war auch auf dem deutschen Markt zu haben. Im Frühjahr 1988 startete die relativ unscheinbare viertürige Stufenhecklimousine, ein Jahr später folgte das Fließheck. Die Leistungsspanne der in Deutschland angebotenen Motoren reichte von 86 bis 144 PS. Der Galant trumpfte, die richtige Variante vorausgesetzt, mit einer von zwei technischen Besonderheiten auf: Als GTI-16V mit Frontantrieb verfügte er über ein Elektronikfahrwerk, das das Auto unabhängig von der Fahrsituation immer auf dem gleichen Niveau parallel zur Fahrbahn hielt. Mit Allrad hatte der GTI-16V Allradlenkung.

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Und eben dieser Allradantrieb war der Clou des Mitsubishi Galant: Die zivile Version erklomm mit seiner Hilfe mühelos schneebedeckte Anhöhen, kämpfte sich durch morastige Waldwege oder fuhr quer durch die örtliche Kiesgrube. Die Rallye-Variante des VR-4 holte sich zwischen 1989 und 1992 mehrere Siege bei wichtigen europäischen, afrikanischen und asiatischen Rallyes!
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