Peugeot 205 GTI: Klassiker des Tages
Der "echteste GTI" hieß Peugeot 205 GTI
Kein Peugeot war so wild, unbeschwert und ein bisschen leichtsinnig wie der 205 GTI. AUTO BILD nannte ihn seinerzeit den "echtesten GTI". Klassiker des Tages!
Bild: AUTO BILD
Der Peugeot 205 GTI schlug 1983 ein: Der federleichte Franzose bekam das Triebwerk aus dem Peugeot 305 eingepflanzt und stürmte den Markt der heißen Kompakten.
Schon die 105 PS der Version mit 1,6 Liter Hubraum reichten, um so schnell zu sein wie die Konkurrenten – und um dem VW Golf GTI Paroli zu bieten. Doch Peugeot legte Mitte der Achtziger noch einmal nach!
Peugeot 205 GTI mit straffer Abstimmung und solidem Geradeauslauf
Je engagierter man fährt, desto deutlicher kommt seine querdynamische Kompetenz zur Geltung: Fuß auf dem Gas lassen, und der Peugeot zieht ohne sicherheitsbetontes Untersteuern durch die Kurve. Könner nutzen das leichte Rutschen der Hinterachse für Richtungswechsel.

Schreckgespenst für Golf-Fahrer: Der federleichte Peugeot 205 GTI 1.9 kam Mitte der 80er mit 128 PS.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
AUTO BILD schrieb seinerzeit, der Peugeot sei der "unbestritten reizvollste und echteste aller GTI". Die Talente des 205 GTI sprachen sich schnell herum. So schnell, dass sich der dynamische Löwe bald besser verkaufte als der Ur-GTI aus Wolfsburg.
Brachialer Peugeot 205 Turbo 16 für die Rallye-Homologation
Mit Blick auf den Breitensport nahm Peugeot 1988 den 205 Rallye mit 102 PS und spartanischer Ausstattung ins Programm. Um die Homologation für die berühmte Gruppe B der Rallye-WM zu schaffen, entstand schließlich der brachiale 205 Turbo 16. Der mag aussehen wie ein Tuning-Opfer der 80er, ist aber ein besonderer Leckerbissen für Sportfans.

Der T16 ist ein spektakulärer Sonder-205. Mit ihm griffen die Franzosen in der legendären Gruppe B an.
Bild: Neu
Die Luftein- und auslässe verraten das Konzept: Der 1,8-Liter-Motor sitzt quer hinterm Beifahrer, das Getriebe hinter dem Fahrer. Ein Zentraldifferenzial verteilt die Kraft im Verhältnis 45:55 an Vorder- und Hinterachse, beide mit Differenzialsperre.
Das Auto wurde in Gitterrohrrahmenbauweise konstruiert, um gegen Audi Sport Quattro und Co bestehen zu können. Die Straßenversion muss mit soften 200 PS auskommen. Die Brüder für den Wettbewerb kamen auf mehr als das Doppelte und brannten mit großen Lenkern wie Michèle Mouton und Ari Vatanen am Steuer auf den Rallyepisten rund um den Globus wahre Feuerwerke ab.
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