Kennen Sie das Geräusch, wenn einem Reporter die Kinnlade runterklappt? Wir, die AUTO BILD-Reporter Matthias Brügge und Frank B. Meyer, kennen es gut. Auf dem ersten Techno Classica Salon in Dortmund 2026 – zugleich eine starke Messe für den Autokauf – haben wir einander mehrmals dabei zugehört. Denn einige der Oldtimer und Youngtimer, die dort ausgestellt werden, begeistern selbst Automenschen, die schon so einiges an Klassikern gesehen haben – sie sind außergewöhnlich.

Porsche 911 (993) Carrera S: umstrittenes Highlight

"Ein Elfer? Echt jetzt?" Frank B. Meyer ist nicht begeistert. "Du willst ernsthaft einen Artikel über die Highlights einer Oldtimermesse mit einem Porsche 911 aufmachen?"
"Ja klar", sagt Matthias Brügge. "Sieh ihn doch an! Diese Fehlfarbe Blau-Türkis und die Teilleder-Innenausstattung in Midnight Blue. Und dann tragen die Felgen auch noch die Wagenfarbe!"
Porsche 911 (993) auf dem Techno Classica Salon in Dortmund
Die Farbe dieses Porsche 911 (993)? Blau-Türkis! Die Felgen sind in Wagenfarbe. Und innen? Midnight Blue. Dazu 295 PS aus 3,6 Boxerlitern, und erst 26.500 Kilometer runter. Ein teures Highlight von Dortmund.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
"Ein schönes Auto, keine Frage", gibt Frank zu. "Aber Oldtimermessen sind einfach übervoll von Porsche 911. Hier stehen doch viel aufregendere Autos."
Matthias: "Klar, die sind auch hier. Nebenan steht nicht EIN BMW 507, sondern gleich drei. Aber mich flasht der 993 Carrera S mit Tiptronic S, 285 PS und nur 26.500 Kilometer runter. Und wenn Du das Leder im Innenraum riechst ... Und nächstes Jahr ist der Carrera S von '97 sogar schon Oldtimer!"
Cockpit im Porsche 911 (993) auf dem Techno Classica Salon
Nüchterne, funktionale Eleganz in höchster Verarbeitungsqualität: Das Cockpit des Porsche 911 (993) Carrera S
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Nun kehrt der 911 aus Japan zurück nach Deutschland. Der Händler ist von seinem hohen Wert überzeugt – und verrät auf AUTO BILD-Anfrage den Netto-Exportpreis von 294.000 Euro. Wer den blauen Luftgekühlten auf deutschen Straßen bewegen will, muss noch Zoll und Mehrwertsteuer hinzuaddieren.
"Na gut", sagt Frank: "Da fangen wir halt mit dem Elfer an. Ab jetzt können wir uns mit den Autos nur steigern."
Über einige überraschende Oldtimer der Messe, die man kaufen kann, berichten wir hier. Nun holen wir Klassiker nach vorn, die uns noch etwas mehr geflasht haben – und ja, auch von denen sind mehrere zu verkaufen. Staunen Sie mit!

Mercedes 190 E SGS Cityfun: Der Multitasking-Schrumpf-Benz

Mercedes 190 E SGS Cityfun stehend schräg von der Seite auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
SGS Cityfun: 45 Zentimeter kürzer als ein Serien-Mercedes 190, Targadach, Überrollbügel, Räder von Centra. Der "Cityfun"-Schriftzug ist nicht foliert, sondern aufwendig auflackiert.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Dieser Mercedes ist so kurz, dass er Mrcds heißen müsste. "Wir haben damals den Radstand um – glaub' ich – 45 Zentimeter gekürzt", erzählt der legendäre Tuner Chris Hahn uns in Dortmund am Messestand seiner damaligen Firma Styling Garage SGS. (Hier geht's zum Fahrbericht des SGS Arrow 1.)
Chris Hahns Idee hinter dem Schrumpf-190er war, einen multifunktionalen Zweitwagen mit vier Funktionen für die Familie zu schaffen:
  • Es gab ein Kombiheck aus Plexiglas, damit war er ein stadttauglicher kleiner Kombi.
  • Vorn hat er ein herausnehmbares Targadach, so wird er zum Targa.
  • Ohne das Kombiheck ist er ein Cabrio mit breitem Überrollbügel.
  • Mit Targadach, ohne Kombiheck und mit umgeklappter Rücksitzlehne ist er ein Pick-up.
Mercedes 190 E SGS Cityfun stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Vorn ist der perlmuttweiße Cityfun nach SGS-Standard getunt: Von der Motorhaube im Coupé-Stil ließ SGS 1000 Stück in Indonesien aus Blech pressen. Auch der Stoßfänger mit Spoiler ist ein SGS-Design.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
So präsentierte Chris Hahn den SGS Cityfun auf dem Genfer Autosalon 1984. Ging das Auto in Serie? Im Prinzip schon: Ein ähnliches Konzept brachten 1986 Nissan Pulsar NX und Nissan EXA. Den Multitasking-Schrumpf-Benz kaufte niemand. "Irgendwann bei der Auflösung der Firma kam er in die Grabbeln", sagt Chris Hahn. "Dann galt er als verschollen."
Innenraum des Mercedes 190 E SGS Cityfun auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Die Recaro-Sitze sind neu mit Leder bezogen. 1984 ließen sich die Rücksitzlehnen umklappen, so entstand eine Ladefläche mit Riffelblech.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
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Der Cityfun fand sich wieder an und wurde restauriert – noch ist er nicht ganz fertig, aber auf dem Techno Classica Salon kann die Öffentlichkeit ihn endlich wieder sehen.

Volkswagen Phaeton W12: Das schwarze Lackwunder

Zu den Autos, deren Zeit eigentlich nie gekommen ist, gehört der Volkswagen Phaeton W12. Zu aufwendig produziert, technisch zu sehr auf die Spitze getrieben, und für den Markenanspruch viel zu hoch positioniert. Das sollte sich aber erst deutlich nach Markteinführung zeigen. Das Top-Modell wird vom legendären W12-Motor mit 420 PS angetrieben. Doch der Blick unter die Haube zeigt nichts als eine komplett abgedeckte 6,0-Liter-Maschine.
Volkswagen Phaeton W12 auf dem Techno Classica Salon
Unilack Schwarz (Farbcode L041 mit der Sonderlackierung FL1 9010) versehen: So sehr kann ein Phaeton glänzen. Und kraftvoll fahren dank 420-PS-W12 unter der Haube.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Volkswagen Phaeton W12 auf dem Techno Classica Salon
Der Motorraum des Phaeton ist bis zum Rand gefüllt – doch so gut abgedeckt, dass vom 6,0 Liter-W12 nichts zu sehen ist.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Hier macht nicht nur der Motor, sondern der Lack das Auto: Dieser Phaeton von 2004 ist in Unilack Schwarz (Farbcode L041, Sonderlackierung FL1 9010) lackiert. Hier ist das Schwarz so glänzend, dass es jedem Flügel zur Ehre gereichen würde. Innen nimmt man auf maximal vier Sitzen Platz, die mit Leder im Vienna-Classic-Stil bezogen sind. Ein Highlight der Messe? Unbedingt.
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Fiat Panda 30: Die Zweizylinder-Kiste, voll restauriert

Fiat Panda 30 stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Urpanda der ersten Serie mit Blechgrill sind selten geworden, auch weil kaum jemand so ein Billigauto aufheben wollte.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Über diesen Panda stolpern wir gleich doppelt. Erstens: Panda 30? Das ist doch der Supersparpanda mit dem Zweizylinder aus dem Fiat 126! Ein luftgekühlter Parallel-Twin mit 652 Kubik (ja: null Komma sechs fünf Liter!) und 30 PS. In Deutschland bot Fiat ihn nie an, deshalb hat man hier noch fast nie einen gesehen.
Motorraum des Fiat Panda 30 auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Der luftgekühlte Zweizylinder-Twin stammt aus dem Heck des Fiat 126, wo er bis zu 27 PS leistete. Im Bug des Panda kühlt ihn kein Radialgebläse mehr, sondern ein Axialgebläse.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Ein zweites Mal stolpern wir, als wir merken: Dieses einstige Billigauto, nein: Billigstauto wurde restauriert! Der Panda 30 steht da wie neu. Der Händler schreibt "body off" ans Auto, demnach wurde der Panda bis auf die blanke Karosserie zerlegt.
Cockpit des des Fiat Panda 30 auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Nach der Restaurierung sieht der Panda 30 aus wie neu. Der Aschenbecher mag schon ein paarmal von links nach rechts geschoben worden sein, aber Asche hat er sicher noch nicht gesehen.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Rund 30.000 Euro soll der Besitzer investiert haben – trotzdem bietet der Händler ihn jetzt für 15.000 Euro an. Man könnte es "gemeinnützige Restaurierung" nennen.
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Welcher Wahnsinnige tut so etwas Grundsympathisches? Das scheint nicht mal jemand in dem niederländischen Händlerbetrieb zu wissen, der den Panda Baujahr 1983 in Dortmund zum Kauf anbietet. Der eine Verkäufer erzählt, ein Holländer hätte den Panda 30 restaurieren lassen, ein anderer, es wäre ein Italiener gewesen. Das einsilbige Inserat immerhin verrät, dass der Panda italienische Papiere hat und seit der Restaurierung 1775 Kilometer gefahren wurde. Der Kilometerzähler zeigt 1793 Kilometer.
Will jemand einen Film drehen, der im Jahr 1983 spielt? Da sollte dieser Fiat Panda 30 unbedingt eine Rolle bekommen!

Renault Twingo Prototyp: Der Ur-Twingo als E-Auto

Es gibt Autos, von denen man glaubt, sie nie live zu sehen. Dieses ist eines davon, das plötzlich vor uns steht: Der Renault Twingo Y2K-Prototyp stammt aus der großen Renault-Werkssammlung und kam im Zuge einer weit beachteten Artcuriel-Auktion unter den Hammer. Der Wagen entstand 2023 anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Ur-Twingos.
Kann ein Ur-Twingo schöner aussehen? Darüber lässt sich streiten, jedenfalls ist das Finish des Twingo Y2K-Prototyps vollendet, ein E-Auto ist er auch noch.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Aber anstelle des Benzinmotors arbeitet eine kleine E-Maschine unter der kurzen Haube. Denn das Auto wurde mit Hilfe eines Umbausatzes für historische Renaults zum Elektroauto konvertiert Der Twingo verfügt nun über 30 E-PS und zwischen 80 und 100 km Reichweite. Die wird er jedoch nie auf öffentlichen Straßen ausreizen, denn der Prototyp war nie für die Straße bestimmt. Sein futuristischer Retro-Look und das perfekte Werks-Finish inklusive silbrig glänzendem Nappaleder auf den Sitzen verfehlen ihre Wirkung nicht auf den Betrachter. Wer will, kann dieses Auto kaufen – es ist erst 100 Kilometer gefahren.
Renault Twingo auf dem AUTO BILD Gebrauchtwagenmarkt
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Renault Twingo 1.2
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Renault Twingo Phase I /FrameOff Restauriert /Benchmark!
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Mercedes 230 CE (C 124): gut erhaltenes Benz-Coupé

Auch auf dem Techno Classica Salon stehen Autos, in die ihre Besitzer unverhältnismäßig viel Geld gesteckt haben. Aktuelles Beispiel: dieser Mercedes 230 CE (C 124), in ultra-seltener Farbkombination Kristallgrün Metallic außen, innen Velours in Piniengrün (damals teurer als Leder). Der Besitzer freut sich über die Seltenheit des Autos – und erhält den Vierzylinder mit Klimaanlage und Viergangautomatik in fast perfektem Zustand.
Mercedes CE 230 (C 124) von 1992 in Kristallgrün Metallic
Wie viele Mercedes-Coupés der Serie C 124 in Kristallgrün Metallic mag es noch geben? Der Besitzer geht nicht von vielen aus, erst recht nicht mit Veloursausstattung Piniengrün.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Ein wenig aus der Rolle fallen die eher wild anmutenden Alufelgen im AMG-Stil an dem sonst eher zurückhaltend designten Mercedes-Coupé. Doch insgesamt wirken die glatten Flächen stimmig. Selten hielten 132 PS einen Benz eleganter auf Trab.

Diese Klassiker fielen auch noch auf

Hier noch in aller Kürze weitere Oldtimer und Youngtimer, die uns auf dem Weg durch die Dortmunder Messehallen von allem ablenkten, was wir eigentlich vorhatten. Kein weiterer Porsche 911, dafür andere tolle Autos.
Acura NSX (Honda NSX) stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Honda NSX? Na, fast: Dieser heißt Acura NSX, in vielen Märkten wurde er unter Hondas Nobelmarke Acura verkauft. Laut Angebot 36.000 Kilometer, zu verkaufen für 124.500 Euro VB.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Audi 100 CD Typ 44 C3 stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Audi 100 Typ 44 / C3: Sehr gut erhaltene (oder restaurierte) Zeitkapsel der ersten Serie vorm Facelift. CD-Ausstattung mit Velourspolstern, Automatik, Nebellicht, Stahlschiebedach und …
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Soundsystem "duo sound Audi design" mit Walkman-Kopfhörern auf der Hutablage des Audi 100 C3 Typ 44
… vier Kopfstützen. Grandioses Fundstück aus den 80er-Jahren: "duo sound"-Auslass für zwei Kopfhörer, fest installiert auf der Hutablage, hier mit zeitgenössischen Walkman-Kopfhörern.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Cadillac Fleetwood 75 des Schah von Persien stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Cadillac Fleetwood 75 von 1965. Man munkelt, dieses Exemplar stamme aus dem Fuhrpark des Schahs von Persien, Mohammad Reza Pahlavi.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Farrari 512 M oder F512 M stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Ferrari F512 M, der Testarossa in ultrakrass: 1994 erschien die letzte Ausbaustufe des Testarossa, mit 440 PS und festen statt Klappscheinwerfern. 501 Stück wurden gebaut. Der hier im Gelbton Giallo Modena hat laut Händler 43.079 Kilometer runter. Preis: 900.000 Euro.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Kettenfahrzeug Lamborghini DL30CTL stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Schwarz-Gelb, da strahlt jeder Dortmund-Fan. Hier über das Kettenfahrzeug Lamborghini DL30CTL von 1956. Lambos erste Raupe hat einen 1,8-Liter-Zweizylinder-Diesel mit 30 PS. Zu verkaufen für 42.500 Euro.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Lotus Europa stehend schräg von hinten auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Das Heck macht dieses Auto aus: Den Lotus Europa kennt man meist vom entsprechenden Matchbox-Modell, in Dortmund steht er in Blech und Gummi. Unter der Haube steckt ein 1,6-Liter-Renault-Motor mit 82 PS. Ein Erfolg war das Auto nie.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Renault 25 Baccara aus dem Vorbesitz von Fürst Rainier von Monaco
Dieser Luxus-Renault hat nur wenige Liebhaber hierzulande, erhöht der blaublütige Vorbesitzer die Attraktivität des Renault 25 Baccara? Er stammt aus dem Vorbesitz von Fürst Rainier von Monaco und kostet 26.000 Euro.
Bild: Matthias Brügge / AUTO BILD
Mazda 616 Coupé stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Mazda 616 Coupé, 1974 neu nach Schweden ausgeliefert, mit 75.000 Kilometern und …
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Rad des Mazda 616 Coupé
… sehr coolen 13-Zoll-Rädern. Zu verkaufen für stramme 39.616 Euro.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Mercedes /8 Strichacht Coupé mit extremer Tieferlegung auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Mercedes /8 in Gold, gebagged bis zum Gehtnichtmehr – das ist so 2011, fällt aber immer noch auf.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Nissan Murano CrossCabriolet stehend schräg von hinten auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Vom Nissan Murano CrossCabriolet (2011 bis 2015) kann man halten, was man will – es war eins der ersten modernen SUV-Cabrios und das einzige mit zwei Heckscheiben übereinander! Dieses hier von 2012 mit knapp 100.000 km soll 20.000 Euro kosten.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
De Tomaso Mangusta stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Qvale Mangusta (1996 bis 2002), konstruiert von De Tomaso, aber verkauft unter dem Markennamen Qvale. Alejandro de Tomaso hatte die Rechte an dem Auto an Kjell Qvale verkauft, aber nicht das Recht, De Tomaso dranzuschreiben. An diesem Auto steht es trotzdem dran.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD
Volkhart V2 Sagitta stehend schräg von vorn auf dem Techno Classica Salon Dortmund 2026
Volkhart V2 Sagitta: Konstrukteur und Rennfahrer Kurt C. Volkhart, bekannt von Opel RAK1 und RAK2, hat auf ein Käfer-Chassis eine windschlüpfige Alu-Karosserie gesetzt. cW-Wert, gemessen 2013: extrem gute 0,217! So holte Volkhart aus 24,5 PS 150 km/h.
Bild: Frank B. Meyer / AUTO BILD

Kommentar

Schon für die wundervollen Klassiker auf dem ersten Techno Classica Salon lohnt sich die Reise nach Dortmund. War die erste Messe des Veranstalters SIHA am neuen Standort nach 36 Jahren in Essen ein Erfolg? Die goldenen Zeiten, als Autohersteller ganze Messehallen buchten, scheinen vorbei. Der neue Name "Techno Classica Salon" ist deshalb eine kluge Idee, "Salon" klingt klein und intim, das dämpft die Erwartungen von Besuchern und Ausstellern. Mit sechs gut gefüllten Hallen und einer Außenfläche wird das gemässigte Versprechen erfüllt.
Kuschlig ist es dennoch nicht. Offenbar gibt es keinen Wettbewerb mehr unter den Clubs, ihre Stände möglichst originell zu gestalten. Wir hatten vielmehr den Eindruck einer Sparveranstaltung. Zum Begriff "Salon" passt auch das traditionelle Konzept. Schön wären ein paar Ideen, mit denen die Messe auch die autobegeisterten jüngeren Leute anspricht, die das Thema auf Social Media feiern.
Toll war aber die Bühne, auf die Aussteller ihre Autos fahren durften, moderiert von Johannes Hübner. Autos in Bewegung gibt es bislang zu wenig auf Oldtimermessen. SIHA-Chefin Janine Franssen betont, dass die Aussteller aus fast allen Ländern Europas kamen. Doch schöner wäre, wenn wie früher "Aussteller aus 60, 70 Ländern" auf der Messe wären. Einstweilen nennt sie den Salon "Weltmesse". Wir mögen ihren Optimismus.