Ferdinand Piëch

Porsche und Piëch

— 24.10.2008

Versöhnung in Wolfsburg

VW-Patriarch Ferdinand Piëch hat nichts mehr gegen eine Machtübernahme der Zuffenhausener Sportwagenschmiede Porsche in Wolfsburg. Das sagte er in einem BILD-Interview.

Nacn einem Friedensgipfel der Familien Porsche und Piëch schlägt VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch versöhnliche Töne gegenüber dem Stuttgarter Sportwagenbauer an. "Seien Sie sicher, dass wir hier an einem Strang ziehen" sagte er gegenüber BILD mit Blick auf das Zusammengehen von VW und Porsche. Im Machtkampf bei Volkswagen hatte Piëch im September 2008 dem Hauptaktionär durch eine Stimmenthaltung im Aufsichtsrat eine herbe Niederlage zugefügt. Daraufhin hatte Porsche Kreisen zufolge über Wege beraten, Piëchs Einfluss zu beschneiden. "Das Treffen der Familien Porsche und Piëch hat stattgefunden. Das Interview dürfte ein Ergebnis dieses Treffens sein", bilanzierte ein Porsche-Sprecher.

"Ich beteilige mich nicht an Kämpfen", sagte Piëch nun im BILD-Interview. "Wir alle wollen dieses Vorhaben erfolgreich abschließen. Eine Aufgabe dieser Größenordnung wird nicht von heute auf morgen erledigt. Das muss sich entwickeln. Dabei werden auch Fehler gemacht. Auf allen Seiten." Piëch hatte Porsche kürzlich mangelndes Verständnis für die Besonderheiten bei Volkswagen vorgeworfen, vor allem für die dort traditionell starke Mitbestimmung. In der Vergangenheit hatte Piëch als VW-Chef immer wieder auf die Interessen der Arbeitnehmervertreter Rücksicht genommen. Nun signalisierte er grünes Licht dafür, dass der bei den Arbeitnehmervertretern ungeliebte Sportwagenbauer den VW-Konzern in ein Abhängigkeitsverhältnis bringt: "Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden."

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