Kommt er oder kommt er nicht? In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal Gerüchte zu einer Neuauflage des legendären Porsche 911 Safari. Jetzt wurde zum wiederholten Mal ein höhergelegter Erlkönig auf 992-Basis gesehen, der die Gerüchteküche weiter anheizt!
Porsche 911 und Rallye – das gehört einfach zusammen. Der 911 ist kein Sportwagen, der nur für die Rundstrecke konzipiert wurde. Schon seit Jahrzehnten sind 911 aller Baureihen auch abseits befestigter Straßen sehr erfolgreich unterwegs. Sogar die legendäre Rallye Paris-Dakar hat Porsche mit dem 953 schon mal gewonnen. Das war 1984.

Schon 2012 gab es einen Prototyp von Porsche

Seitdem wurden unzählige 911 zu Rallyeautos umgebaut, einen offiziellen Porsche 911 Safari gibt es aktuell allerdings nicht. Dabei ist das gar nicht so abwegig! Erst Ende 2020 kam heraus, dass Porsche schon 2012 mit dem 911 Vision Safari einen fahrfertigen Prototyp auf Basis des 991 auf die grobstolligen Räder gestellt hat. In die Serienproduktion hat der es leider nicht geschafft. Diese Lücke im Portfolio übernehmen Kleinserienhersteller oder Porsche-Enthusiasten. Jüngstes Beispiel ist der fabelhafte Singer ACS. Auf Basis eines 911 964 hat Restomod-Spezialist Singer in Zusammenarbeit mit Tuthill Racing ein echtes Offroad-Monster ohne Kompromisse gebaut. Schon die Zutaten sind ein Traum: Carbon-Karosserie, zwei einstellbare Dämpfer pro rad, luftgekühlter Twinturbo-Boxer mit 456 PS, Schalensitze, Käfig und, und, und. So soll der Singer ACS die härtesten Offroad-Rennen der Welt bestreiten.
Erlkönig Porsche 911 "Safari"
Erlkönig mit mehr Bodenfreiheit, Reifen mit größerem Querschnitt und einer leicht veränderten Frontschürze.

Erlkönig mit mehr Bodenfreiheit

Und was macht Porsche? Womöglich mehr als gedacht! Schon mehrfach wurde ein getarnter 911 der Generation 992 mit deutlich erhöhter Bodenfreiheit und grobstolligen Reifen in Zuffenhausen erwischt. Zufall? Vielleicht! Schließlich hat Porsche in der Vergangenheit mehrfach dementiert, einen modernen 911 Safari auf den Markt zu bringen. Andererseits sieht der Erlkönig schon seriennah aus. Neben der größeren Bodenfreiheit fallen vor allem die ausgestellten Kotflügel auf. Am Heck sitzt das Nummernschild eine Etage höher als beim normalen 911 und die Frontschürze ist ebenfalls leicht überarbeitet.
Erlkönig Porsche 911 "Safari"
Am Heck fällt aus, dass das Kennzeichen höher positioniert ist. Als Basis könnte der 911 Carrera 4S dienen.

Was genau Porsche mit dem Prototyp vorhat, ist aktuell nicht mit Sicherheit zu sagen. Dass Interesse an Offroad-Elfern besteht, zeigen die Umbauten von Singer, Tuthill oder auch Ruf (Rodeo Concept). Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass Porsche 2012 in Form des 911 Vision Safari zumindest schon mal mit der Idee eines Offroad 911 gespielt hat. Vielleicht ist es neun Jahre später an der Zeit für eine Neuauflage des 911 Safari!