Barkas B1000: Klassiker des Tages

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Barkas B1000: Klassiker des Tages

Als Kleintransporter entstand in der DDR nur der Barkas B1000. Vom Bus bis zum Krankenwagen erfüllte der Alleskönner viele Aufgaben. Klassiker des Tages.
Wenn einer den Titel "Alleskönner" verdient, dann der Barkas B1000. Er war der einzige Kleintransporter in der DDR und erfüllte im Arbeiter- und Bauernstaat jede Aufgabe – vom Bus über Kranken- bis zum Leichenwagen. Besondere Stärken: sein Frontmotor mit Frontantrieb und sein sprichwörtlicher Durchhaltewillen.

Darin war der Barkas B1000 gut

So viel Luxus gab es nicht an Bord von jedem Barkas. Die Gardinen sind Eigenanfertigungen.

Als der B1000 1961 herauskam, musste er sich nicht vor der Westkonkurrenz verstecken. Mit 46 PS hatte er mehr Leistung als der VW T1. Außerdem kam er ohne den lästigen Motorkasten im Heck aus. Die Eckdaten der Konstruktion sind noch heute modern: Niederrahmen-Fahrgestell, mittragende Karosserie, Einzelradaufhängung rundum und eine Frontlenkerkabine. Die Räder hängen einzeln an Drehstabfedern, kein Federbeindom ragt ins Gehäuse. Der Frontantrieb des B1000 löste elegant das Problem des wechselnden Ladezustands. Das Gewicht des Dreizylinder-Zweitakters aus dem Wartburg 353 und das Schwerlast-Getriebe auf der Vorderachse verhelfen dem Barkas immer zu genug Traktion, ob beladen oder leer. Bedauerlich, dass sich das allmächtige Zentralkomitee in Berlin genauso wie bei Wartburg und Trabi ins Schicksal des Barkas einmischte. Erst bekam der geplante Nachfolger B1100 nicht die Freigabe zum Bau, das gleiche Schicksal erlitt der selbst entwickelte Viertakter, und am Ende murksten die Werker auf Geheiß von oben mit VW-Motoren herum, mit denen der B1000 gegen den vierzig Jahre jüngeren VW T4 nur untergehen konnte.

Eine freundliche Szene und viel kreativer Spielraum

Barkas als Wohnmobil: Auch diese Aufgabe meistert der B1000 klaglos, zur Freude von Familien.

Die Liebhaber des Knatter-Bullis mit dem freundlichen Gesicht und den gemütlichen Rundungen halten auch heute noch zusammen. Die Clubs sind gut vernetzt und helfen Neulingen gerne. Sie wissen zu den meisten Fragen Rat, zu Autos aus osteuropäischen Ländern wie Ungarn genauso wie zu Quellen für Ersatzteile. Eine Handvoll Spezialisten hat viele Teile vorrätig, sogar aus Originalproduktion. Einen Barkas zu kaufen, ist inzwischen kein Schnäppchen mehr. Dafür bleibt der Unterhalt bezahlbar. Und die Szene zeigt sich entspannt, was Tuning angeht. Tiefergelegte Pritschen etwa ernten kein Kopfschütteln, sondern Applaus. Auch Elektro-Barkas gibt es. Die sind allerdings keine moderne Idee. 1972 experimentierte die damalige TU Karl-Marx-Stadt bereits mit einem E-Barkas. Hier finden Sie Wartburg- und Barkas-Angebote.
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