Lada Nova: Klassiker des Tages
Robuste russische Legende

Ostalgiker und Freunde rustikaler Autos bringt der Lada Nova zum Lächeln: Der Wagen ist eine Ikone russischen Autobaus. Klassiker des Tages!
Bild: Christian Bittmann / AUTO BILD
Kuba grinste währenddessen über den Modellnamen Nova. Das Wort soll eigentlich etwas Neues suggerieren. Doch im Spanischen bedeutet "no va" soviel "funktioniert nicht" oder "fährt nicht". Im Westen hatte der von 1979 bis 2012 gebaute Wagen nur wenige Freunde. Die Mehrheit unterschätzte seine Qualitäten, mancher soll sich gar öffentlich über die Schwächen des Russen lustig gemacht haben.

Die Lenkung ist schwergängig, die Ausstattung rustikal – Fans lieben diese Seite des Lada.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
"Haste Hammer, Zange, Draht ..." gilt auch für den Lada
Klar, Lada Nova fahren muss man wollen: Die 1,2 bis 1,7 Liter großen Vierzylinder des Lada können immer mal wieder Zicken zeigen. Auch sind sie alles andere als Muster an Laufruhe. Dafür funktionieren die rustikalen, 55 bis 84 PS starken, simpel konstruierten Motoren selbst unter den widrigsten Bedingungen, etwa bei extremer Kälte. Frei nach dem Motto "haste Hammer, Zange, Draht, kommste bis nach Leningrad".
Wenn sie kaputtgehen, reichen technische Grundkenntnisse, um die Lada-Motoren wieder zum Laufen zu bringen. Was so ein Lada-Aggregat aushält, bewiesen Anfang 2019 die russischen Youtuber der Garage 54. Die Abenteuer-Schrauber vergruben drei Autos ein Jahr lang im Schlamm. Beim Startversuch nach zwölf Monaten sprang nur der Lada problemlos wieder an.

Der Vierzlinder ist ein unruhiger Geselle, dafür läuft er selbst bei extremer Kälte.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
Der Nova ist ein rustikales Auto für Liebhaber
Fahrdynamische Feingeister sind beim Lada Nova an der falschen Adresse. Die Lenkung ist schwergängig, das Fahrwerk rumpelt, der Wagen bockt über Unebenheiten. Doch wer an einer dieser Stellen die Nase rümpft, versteht den in seiner Heimat als WAS 2105 (Limousine) beziehungsweise WAS 2104 (Kombi) bekannten Russen nicht.
Denn egal wie hart der Weg wird, der Nova bewältigt ihn mit stoischem Gleichmut. Der Vorwärtsdrang endet erst, wenn Vierradantrieb gebraucht wird. Und selbst dann muss der Lada-Fan nicht verzagen.
Schließlich bietet Lada bis heute den nicht minder legendären Geländewagen Niva an. Der heißt auf dem deutschen Markt zwar inzwischen Taiga 4x4, hat aber kaum etwas von seinem sehenswerten Kraxel-Talent eingebüßt. Und er kostet immer noch kein Vermögen.
Service-Links










