Maserati Boomerang
Kleinlaut ist das Gegenteil des Maserati Boomerang.
Im September ging beim Auktionshaus Bonhams ein spektakulärer Verkauf über die Bühne, bei dem eines der keilsten Autos aller Zeiten den Besitzer wechselte: die Maserati-Designstudie "Boomerang", die 1972 auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wurde. Der völlig zugespitzte Sportwagen stammt aus der Feder von Star-Designer Giorgetto Giugiaro, der damit eines der radikalsten Autos aller Zeiten auf die Räder stellte. "Fast ausschließlich mit dem Lineal" zeichnete Giugiaro den Wagen, und so sieht er auch aus. Um unglaublich flache 13 Grad neigt sich die Frontscheibe, ein Sensationswert. Die Karosserie glänzt silbern, und ist von großflächigen Fenstern durchbrochen. Die Flügeltüren sind mit zwei Fenstern bestückt, die den Blick zum Himmel wie zur Straße freilassen.

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Maserati Boomerang
Durchblick: Die Türen der Studie bestehen zu zwei Dritteln aus Glas.
Technisch basiert der Boomerang auf dem Maserati Bora, dem ersten Straßenwagen mit Mittelmotor aus dem Haus mit dem Dreizack. Der Bora, 1971 vorgestellt, ging im Vergleich zum seinem technischen Bruder allerdings sechs Jahre lang in Serie. Er musste sich speziell auf dem amerikanischen Markt günstigeren Mitbewerbern von De Tomaso und Alfa Romeo geschlagen geben. Insgesamt wurden unter 600 Fahrzeuge gebaut.

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Wie keil ist das denn?
Eines der radikalsten Autos aller Zeiten: der Maserati Boomerang.
Das am 5. September versteigerte Unikat, der Boomerang, hat eine strahlende Geschichte. Zweimal wechselte der rasante Show-Keil, der Tempo 290 laufen soll, den Besitzer, beide Male wurden Summen jenseits der 700.000 Euro fällig. Seit einer Zufallsbegegnung im Jahr 1990 trägt der Sportwagen ein Autogramm seines Schöpfers am Heck. Doch obwohl klar war, dass der Boomerang einen stolzen Preis erzielen würde, dürfte das letzte Gebot doch alle Beteiligten angenehm überrascht haben: für 3,3 Millionen Euro ging der glänzende Keil schließlich weg.

Von

Jonathan Blum