VW Golf Rallye 16V G60: Klassiker des Tages
Der VW Golf Rallye 16V G60 hatte 210 PS
Einen VW Golf 2 Rallye mit dem 210-PS-Motor des Golf Limited gab es nicht? Gab es doch. Sein Name: VW Golf Rallye 16V G60. Klassiker des Tages!
Den krassen VW Golf 2 Rallye gab es 5000 Mal, den extrem raren VW Golf 2 Limited mit 210-PS-Motor 71 Mal. Aber beides zusammen?

Über die 71 Golf Limited hinaus baute VW den 210-PS-Motor in eine Handvoll weiterer Autos ein.
Bild: Roman Raetzke
Der Spezial-Golf ist Homologationsmodell plus Prestigeobjekt
Den Golf 2 Rallye legte VW als Homologationsmodell auf, um in der "Rallye Gruppe A" fahren zu dürfen. Mit seinen verbreiterten Radhäusern, eckigen Scheinwerfern, Allradantrieb und serienmäßigen 160 PS ist er längst zur Ikone geworden und wird entsprechend teuer gehandelt. Wenn überhaupt mal einer zum Verkauf steht. 5000 Stück wurden gebaut, Neupreis 1989: 46.500 Mark.
Volkswagen Motorsport führte im 210 PS starken Spezial-Aggregat seinerzeit alles zusammen, was Golf und Co schnell machte. 200 Motoren sollen entstanden sein. 71 davon treiben den Golf 2 Limited an. Darüber hinaus konnte jeder, der rund 25.000 Mark investieren wollte, bei VW Motorsport den Motor-Umbau in Auftrag geben. Drei bis fünf Passat 16V G60 und einige Corrado soll es geben. Dazu kommen ein paar Golf 3 und zwölf Rallye-Golf mit 210 PS.
Die technischen Herausforderungen auf dem Weg zum Top-Golf
Auf den ersten Blick unterscheidet den Sonder-Rallye-Golf nichts von seinen Brüdern. Auch die Details stimmen überein. Im Innenraum sind da der höhere Mitteltunnel und die flachere Mittelkonsole der Allrad- und G60-Versionen. Beim Öffnen der Kofferraumklappe fällt der ebenfalls durch den Allradantrieb höher liegende Kofferraumboden auf.

Höherer Mitteltunnel, flachere Mittelkonsole: Daran lassen sich die Allrad- und G60-Modelle erkennen.
Bild: Sven Krieger
Geht es schnell ums Eck, dann spürt man die direkter übersetzte Servolenkung des Rallye-Golf. Eindeutig zu identifizieren ist der 16V G60 allerdings erst beim Blick unters Blech. Unter der Haube fällt der 16V-Schriftzug auf dem Motorblock auf, beim Blick von unten kommt das Koni-Fahrwerk zum Vorschein. Elektrische Recaros machen das Fahren zum Genuss, für eine Klimaanlage gab es dagegen keinen Platz.
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