VW 1.8 G60 Motor (1988): Golf 2 GTI, Rallye Golf, Corrado, Passat

VW 1.8 G60 Motor (1988): Golf 2 GTI, Rallye Golf, Corrado, Passat

Das stärkste Herz im Golf 2

Den G60-Motor hatte VW mit dem Corrado eingeführt – seinen Ruhm erlangte er im Golf 2 GTI. AUTO BILD erklärt den Kultmotor!
GTI: drei Buchstaben, die die Herzen von VW-Fans höherschlagen lassen. Vor allem die zweite Generation des Golf kam mit besonders vielen GTI-Derivaten. Darunter auch eine besonders potente Version – der Golf 2 GTI G60!

Im Normalfall holt der G60-Motor 160 PS aus 1,8 Litern Hubraum. Ein G-Lader liefert Ladedruck.

Im Golf 2 GTI steckte immer noch ein 1,8-Liter Vierzylinder, je nach Ausbaustufe mit acht oder 16 Ventilen. Je nach Leistungsstufe und anhängig davon, ob ein Kat eingebaut ist, leistet das Aggregat zwischen 112 und 139 PS. Zur Höchstleistung läuft der Motor als G60-Version auf, hier schöpfen die Ingenieure 160 bzw. 210 PS aus dem Vierzylinder. Möglich macht das ein G-Lader, der den Motor mit Ladedruck versorgt und somit die Leistung steigert. AUTO BILD erklärt den Motor des stärksten Serien-Golf 2 – den G60!

Grundaufbau des Vierzylinders

Prinzipiell baut der G60-Motor auf einem Kurbelgehäuse aus Stahl auf. Der Grauguss-Block beherbergt vier Zylinder mit 86,4 Millimetern Hub und einer Bohrung von 81,0 Millimetern. Verdichtet wird beim G60-Motor mit einem Verhältnis von 8:1. Die Zündfolge ist beim 1,8-Liter-Motor 1-3-4-2.

Zylinderkopf und Gemischbildung

Im Golf GTI G60 wurde der PG-Motor mit 160 PS berühmt.

Der G60-Motor (Motorbuchstabe PG) verfügt im Normalfall über eine obenliegende Nockenwelle, die acht Ventile antreibt. Beim G60-Motor im Golf Limited (Motorkennung 3G) kommt eine zweite Nockenwelle dazu, da der Sondermotor mit 16 Ventilen ausgestattet ist. Die Gemischaufbereitung erfolgt über eine elektronische Einspritzung mit "Digifant"-Steuerung. Zum Einspritzen des Kraftstoffs nutzt der Motor elektromagnetisch betätigte Düsen. Sie spritzen den Kraftstoff in das Saugrohr und bilden so das zur Verbrennung geeignete Gemisch.

Aufladung

Hauptmerkmal des Limited-Motors war der Zylinderkopf mit 16 Ventilen und zwei Nockenwellen.

Die Leistung des 1,8-Liter-Vierzylinders wird mit einem G-Lader gesteigert. Der G-Lader basiert auf dem Prinzip des vom Franzosen Léon Creux 1905 entworfenen Spiralladers. Hier sind die beiden Teile des Laders mit einer Art Verdichterschnecke versehen. Während die Schnecke im Gehäuse des Laders statisch ist, bewegt sich die des sogenannten Verdrängers exzentrisch (also außermittig) gegen die Gehäuseschnecke. Eine Nebenwelle sorgt dafür, dass sich der Verdränger nicht um die eigene Achse dreht. Die Luft wird im Lader zur Mitte des Gehäuses hin verdichtet. Beim G-Lader des G60-Motors wird dadurch ein Ladedruck von maximal 0,7 Bar erzeugt. Anders als bei einem Turbolader wird der G-Lader nicht vom Abgasstrom angetrieben, sondern von einem Keilriemen. Die verdichtete Luft erreicht eine Temperatur von bis zu 150 Grad und wird vor dem Eintritt in die Verbrennungsräume durch einen Ladeluftkühler geleitet. Hier wird die Ladeluft um ca. 55 Grad abgekühlt und dabei dichter – was die Leistung steigert, da mehr Sauerstoff seinen Weg in den Zylinder findet.

Modelle mit G60-Motor

Auch im Rallye Golf fand die 210-PS-Version ihren Platz unter der Haube – allerdings nur zwölf Mal.

Der G60-Motor kam nicht nur im Golf 2 GTI G60 zum Einsatz. Leicht abgewandelt und mit anderem Kennbuchstaben befeuerte er auch den Rallye Golf. Als 16-Ventiler nutzte ihn auch das nur 71 Mal gebaute Sondermodell Golf Limited (210 PS, ebenfalls mit neuer Kennung). Auch den Breitbau-Rallye-Golf gab es zwölf Mal mit diesem Sondermotor. VW baute den 1,8-Liter-Motor außerdem in den Corrado G60. Auch der Passat B3 profitierte von der G60-Maschine.

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