Flops: Sportler des Grauens

DeLorean DMC-12 Vector M12

Flops: Sportler des Grauens

— 24.09.2010

Sportwagen, die keiner braucht

Erfolgreiche Sportler zeichnen sich durch tolles Design und dynamisches Fahrverhalten aus. Wir zeigen Ihnen Exemplare, die von dieser Kategorie meilenweit entfernt sind.

Ein Sportwagen ist ein "windschnittig gebautes (zweisitziges) Auto mit starkem Motor", sagt der Duden – und gibt damit der Gattung der schnellen Flitzer nur ein überaus grobes Gesicht. Nichts steht da von anspruchsvoller Technik und hinreißendem Design – was nicht heißt, dass eigentlich kein Sportwagen ohne diese beiden Attribute auskommt. Aber was passiert, wenn Erwartungen an innovative Technologie, perfektes Design und dynamisches Fahrverhalten nicht erfüllt werden? Dann wird der Sportler im schlimmsten Fall zur Krücke und erntet viel Spott und Häme von der Fachpresse. Bestes Beispiel: unsere Kollegen des englischen Magazins "Top Gear". Die zehn schlechtesten Sportwagen haben die Sportfahrer von der Insel zusammengesammelt und "prämiert". Da wollen wir nicht zurückstehen und haben die Liste der Sportler, die die Welt nicht braucht, um den einen oder anderen PS-Protz ergänzt.

Klasse Sportwagen im Fahrzeugmarkt von autobild.de

Sechs Richtige beim Covini C6W? Wohl eher nicht, denn das Konzept von vier Vorderrädern konnte sich nie durchsetzen.

Wie schwer die Gratwanderung zwischen emotionaler Linienführung und irrwitziger Windschnittigkeitszielen ist, zeigt sich beim Sbarro Challenge. Der Schweizer Supersportler hat zwar einen Cw-Wert von 0,26, sieht aber aus wie ein Türkeil. Wenn dann die Kunden ausbleiben, können auch schnell die Lichter ausgehen. Nicht fehlen darf in dieser Liste auch die Firma Cizeta: Bereits Mitte der 1980er-Jahre hatte sich der italenische Ingenieur Claudio Zampolli in den Kopf gesetzt, seinen eigenen Sportwagen zu bauen. Doch erst als der Musikkomponist und Grammy-Preisträger Giorgio Moroder finanziell in sein Projekt einstieg, konnte er es umsetzen.

Zampolli entwickelte einen Supersportwagen mit 16-Zylinder-Motor – und das lange vor dem Bugatti Veyron. Am Ende konnten dem Cizeta V16T weder sein zeitgemäßes und agressives Design, noch sein revolutionärer Motor helfen: Der Absatz rollte nicht an. Die Fertigungsstraße hätte eine Kapazität von 52 Fahrzeugen im Jahr zugelassen. Nur acht Cizeta V16T wurden zwischen 1991 und 1995 gebaut, und Cizeta verschwand vom Markt.

Supersportler: Start-Stopp-Vergleich

Außen hui, unten pfui: Der OSI-Ford 20M TS hatte zwar eine schöne italienische Karosserie, aber die Technik stammte aus dem Mittelalter. Sein Postkutschenfahrwerk mit Blattfedern aus dem Ford Taunus P7b war auch schon 1967 nicht mehr zeitgemäß. Der DeLorean DMC-12 hatte eine nichtrostende Edelstahl-Karosserie die ihn für die Zukunft qualifizierte. Unter der Haube schlummerte aber ein schwächelnder 125-PS-Peugeot-V6 von gestern. Kein Wunder, dass Marty McFly alias Michael J. Fox in der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie so oft das Problem hatte, die 88 mph (140 km/h) für den Zeitsprung zu erreichen. Da hilft auch kein Fluxkompensator. Sehen Sie oben in unserer Bildergalerie, welche Sportwagen noch am Ziel vorbeigeschossen sind.

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