Das Trans Am-Experiment : Pontiac Trans Am Kammback
Firebird als heißer Shooting-Brake

Den Firebird gab's auch als Shooting Brake! In den USA wurde einer der seltenen Prototypen eines Pontiac Trans Am Firebird "Kammback" versteigert!
Bild: Photos courtesy of Barrett-Jackson Auction Co, LLC.


Ein seltener Umbau: Pontiac Trans Am Kammback als Shooting Brake.
Bild: Photos courtesy of Barrett-Jackson Auction Co, LLC.
Burt Reynolds und der schwarze "Feuervogel"
2016 begleitete Hollywoodstar Burt Reynolds den 1977er Trans Am selber auf die Bühne der Barret-Jackson-Auktion in Scottsdale (Arizona) – und sah zu, wie sich die Interessenten bis auf 550.000 US-Dollar (ca. 350.000 Euro) hochboten. Für diese Summe ging der schwarze "Feuervogel", der vor vier Jahrzehnten für Werbeaktionen rund um den US-Kinostart der Crash-Komödie "Ein ausgekochtes Schlitzohr" (Original-Titel: Smokey and the Bandit) aufgebaut wurde, an ein Museum in Florida. Im Preis drin sind ein Echtheitszertifitkat der Universal Studios, eine Karte mit Drehorten des Films und Hinter-den-Kulissen-Bilder vom Dreh. Mr. Reynolds erläutert die Einzelheiten hier:
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Filmautos: Die schönsten Klassiker auf Zelluloid
Keine Zukunft in dunkler Garage
Das Museum will den Wagen der Öffentlichkeit zugänglich machen, schließlich ist er einer von höchstens drei Überlebenden. Die vier originalen Filmautos mussten gleich nach Drehschluss verschrottet werden, drei Promo-Fahrzeuge wurden seit 2014 an offensichtlich wohlhabende Fans verkauft. Nummer eins aus dem persönlichen Besitz von Burt Reynolds ging 2014 für etwas mehr als 440.000 Dollar weg, Nummer zwei 2015 für rund 170.000 und nun Nummer drei für eine halbe Million. Da staunten selbst Kenner.
Film- und Serienautos aus aller Welt

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Hier kommen legendäre Klassiker aus Film und Fernsehen. Orangefarbener Lack, Südstaatenflagge, Nummer 01 auf der Tür: So wird jeder Wagen zu einer Hommage an "General Lee". Während der Dreharbeiten für die Serie "The Dukes of Hazzard" schrotteten Bo und Luke Duke in sieben Staffeln von 1979 bis 1985 über 300 orange Dodge Charger, meistens bei großen Sprüngen oder Hausdurchfahrten.
Bild: dpa

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Für den Film mit Seann William Scott und Johnny Knoxville in den Hauptrollen (2005) wurden noch einmal 17 von 21 verwendeten Chargern in verschiedene Zustände der Zerstörung gebracht. Autsch! Damit der Dodge so schön springt, wurde schon in der Serie der Motor ausgebaut (zu große Kopflast) und der Stuntwagen per Flugzeugträger-Katapult abgeschossen. Guten Flug!
Bild: dpa

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Ähnlich hoch hinaus wollte Roger Moore als James Bond im kanariengelben Citroën 2CV. Im Agentenfilm "In tödlicher Mission" steuert 007 den französischen Kleinwagen mit unorthodoxen Manövern durch enge Dorfstraßen und einen kurvigen Olivenhain. Citroën brachte sogar eine Sonderedition der 007-Ente mit aufgeklebten Einschusslöchern heraus, diese ist heute gesucht und sehr selten. Der Peugeot 504 hatte eine weniger ruhmreiche Karriere als nordafrikanisches Taxi.
Bild: Werk

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Dieses weiße U-Boot aus "Der Spion, der mich liebte" ist der Inbegriff für James Bonds High-Tech-Spielzeuge. "Wet Nellie" ist ein Lotus Esprit S1 von 1976. Nie wurde der Sportwagen-Spitzname "Flunder" passender gebraucht. Respekt gebietet das eingebaute Unterwasser-Waffenarsenal mit Seeminen, Torpedos und Boden-Luft-Raketen.
Bild: Werk

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Dieses schwarze Monster ist der "Pursuit Special" aus "Mad Max", im echten Leben ein modifizierter Ford Falcon XB GT mit V8-Motor und großem Kompressor-Aufbau. In Mel Gibsons Durchbruchs-Film von 1979 spielt er zunächst eine sagenumwobene Nebenrolle, wird aber in der zweiten Hälfte zu seinem ständigen Begleiter.
Bild: Filmfoto

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Im 2015 erscheinenden Relaunch von "Mad Max" mit dem Untertitel "Fury Road" ist Mel Gibson nicht mehr dabei. Der Brite Tom Hardy übernimmt die Rolle des Max Rockatansky. Der wild umgebaute "Pursuit Special" ist noch einmal zu sehen – leider aber nicht lange. Wie es ihm gebührt, geht er in einem riesigen Feuerball auf.
Bild: Bildschirmfoto über Andreas Rogotzki

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Und wenn Sie auf diesem Wimmelbild genau hingucken, entdecken Sie auch den Mercedes W123, dessen Karosserie auf das Vorderteil eines Tanklasters geschweißt wurde. Das ist aber noch lange nicht der kurioseste Auto-Umbau, ...
Bild: Warner Brothers

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... denn nichts schlägt diesen Doppel-Cadillac. Film-Insider nennen ihn liebevoll "Gigahorse". Zwei '59er Eldorados übereinander, Kompressor-V8, Monster-Truck-Chassis? Zweimal, zum Mitnehmen, bitte. Mehr Heckflosse geht nicht. Außer vielleicht in unserer Straßenkreuzer-Galerie, die selbstverständlich vom Eldorado angeführt wird.
Bild: Bildschirmfoto über Andreas Rogotzki

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"Starsky & Hutch" in ihrem 1974er Gran Torino mit dem unverwechselbaren weißen Streifen könnten eine Inspiration zu den "Dukes of Hazzard" gewesen sein. Ihre Verfolgungsjagden endeten nämlich auch ähnlich spektakulär wie später die der Duke-Cousins. Insgesamt vier Staffeln von 1975-79 und eine Film-Neuauflage (2004, mit Owen Wilson, Ben Stiller und Snoop Doggy Dogg in den Hauptrollen) lang flog der rote Ford durch die Straßen von Bay City.
Bild: dpa

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Michael J. Fox und Christopher Lloyd als Marty McFly und Doc Brown auf und in ihrem DeLorean DMC-12 aus der "Zurück in die Zukunft"-Trilogie. Interessanter Fakt: Die zur Zeitreise angeblich erforderlichen 88 Meilen pro Stunde (144 km/h) konnten vom Standard-Tacho des DeLorean gar nicht angezeigt werden. Aufgrund von US-Gesetzen endete dieser bei 85. Das war außerdem deutlich zu wenig für die mögliche Höchstgeschwindigkeit von 125 mph (rund 200 km/h).
Bild: dpa

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K.I.T.T. (Knight Industries Two Thousand) hieß der sprechende Pontiac Firebird Trans Am aus der Fernsehserie "Knight Rider" mit David Hasselhoff. Der ist hier leider nicht im Bild, aber auch längst nicht mehr so gut in Form wie das sprechende Superauto.
Bild: dpa

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Der 1959er Plymouth Fury aus "Christine" (Film von John Carpenter, nach dem Roman von Stephen King) hatte auch ein Eigenleben, allerdings ganz im Gegensatz zu K.I.T.T. einen mörderischen Plan: Alle umbringen, die ihm etwas angetan haben. Der Wagen hat die unwirkliche Kraft, Blechschäden von selbst beheben zu können. Sehr praktisch, denn so überlebt er jede Kollision im Film.
Bild: dpa

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Anscheinend sogar, dass er, von einem Bulldozer überfahren, am Ende in der Schrottpresse landet und zu einem Blechwürfel verformt wird. In der Endeinstellung beginnt das Blech sich erneut zu bewegen. Gruselig! Für die Filmaufnahmen wurden nicht nur Furys benutzt, da diese erstens in zu geringer Stückzahl und zweitens gar nicht in Rot hergestellt wurden, deshalb kamen einige Plymouth Belvedere und Savoy verschiedener Baujahre zum Einsatz.
Bild: dpa

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Den flotten Käfer kennt jeder: Herbie wurde seit den 60er-Jahren knapp jede Dekade mal wieder hervorgeholt, zuletzt zusammen mit Lindsay Lohan im Jahr 2005. Hier zu sehen: "Ein toller Käfer kehrt zurück" von 1997, in der auch Herbies böser "Bruder" Horace auftaucht. Der ist nicht nur optisch eine Kreuzung aus Darth Vader und einem VW 1200, spielt mit unfairen Mitteln und verliert natürlich am Ende das Rennen gegen die Nummer 53.
Bild: dpa

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"Thelma und Louise" (Geena Davis und Susan Sarandon) in ihrem Ford Thunderbird Convertible wurden Ikonen der Filmgeschichte – das Auto hielt überraschenderweise das ganze Roadmovie lang durch und wurde zum Metallsarg der beiden Freundinnen.
Bild: dpa

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Ein exzentrisches Leinwandpärchen waren auch "Harold und Maude", nicht weniger exzentrisch ihre fahrbaren Untersätze. Jedem im Gedächtnis geblieben sein dürften neben den vielen inszenierten, nicht tödlichen Selbstmorden des jungen Harold der ...
Bild: DPA

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... Jaguar E-Type im Leichenwagen-Umbau, den sich der Sohn einer stinkreichen und an ihm prinzipiell desinteressierten Mutter zusammenbastelt, als sie seinen geliebten Cadillac-Leichenwagen verkauft hat. Wirklich schade, dass in den letzten Minuten des Films nicht nur eine Hälfte des titelgebenden Paares, sondern auch der Jag dran glauben muss.
Bild: DPA

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Dieser bunte Manta verhalf Til Schweiger und Tina Ruland zum Durchbruch ins große deutsche Kinogeschäft. Nur über die Lackierung sollten wir nochmal reden, lieber Til. Gelb geht ja gerade noch, aber die Verbrechen in Türkis, Lila und Pink an Schwelllern und Spoilern wären nicht mal an einem Trainingsanzug aus der Zeit irgendwo gut angekommen. Okay, auf einer Bad-Taste-Party vielleicht. Aber wirklich nur dort.
Bild: dpa

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Zugegeben, Paul Newman oder Burt Reynolds hätten besser ausgesehen. Aber die Rolle des Lieutenant Frank Bullitt im gleichnamigen Film hätte man den ewig grinsenden Hollywood-Sunnyboys nicht so leicht abgenommen wie dem gerne verkniffen guckenden Steve McQueen. Dass der Ford Mustang (1968er 390 GT 2+2 Fastback) durch den Film und insbesondere die Verfolgungsjagd noch populärer werden würde, hätte Ford sich nicht träumen lassen. Angeblich war aber der ...
Bild: dpa

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... '68 Dodge Charger 440 R/T, der in der epischen Verfolgungsjagd in etwa doppelt so viele Radkappen verliert, wie das Auto realistisch gesehen haben könnte, deutlich robuster als das Pony von Frank Bullitt. So überlebte der Ford die Sprünge über San Franciscos Straßen nur mit einem Fahrwerk-Umbau, während der Mopar-Wagen wie frisch aus der Fabrik die Buckel runterkrachte. Und hinterher noch fahrbar war, zumindest so lange, bis er mit einer Tankstelle kollidierte.
Bild: dpa

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"Little Miss Sunshine" von 2006 spielt hauptsächlich in einem VW Transporter, Mittelpunkt des Roadmovies um eine zerrüttete amerikanische Familie auf dem Weg zu einem Kinder-Schönheitswettbewerb ist. Der Bulli muss einiges mitmachen, so wird er auch zum Leichentransporter umfunktioniert, nachdem der Großvater an einer Überdosis Heroin stirbt.
Bild: dpa

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"Absolute Giganten" sind Floyd, Ricco und Walter in ihrem getunten "74er Granada GLX Coupé von Ford". Walter hat ihn selbst "mit nem australischen Fünflitermotor ausgestattet. Es ist damit das beschleunigungsstärkste Aggregat, das auf Hamburgs Straßen unterwegs ist. Der Wagen hat ein Vinyldach." So preist Walter ihn an, als er beim Kickerspiel als Einsatz den Fahrzeugschlüssel wettet. Absolut gigantisches Kino aus Deutschland.
Bild: dpa
Die 50 schönsten Klassiker aller Zeiten

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Jedes Jahr reifen neue Autos zum Klassiker, doch wenige Oldies ragen heraus. Hier eine Auswahl von 50 Oldtimern, die unser Herz entflammen! Zum Beispiel der BMW M5 (E28). Er ist ein Wolf im Schäferhundpelz. Mit dem M88/3 aus dem Mittelmotor-Keil M1 unter der 5er-Haube schufen die BMW M-Gruppe den Urahn aller Testosteron-Taxen.
Bild: Uli Sonntag

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Jaguar E-Type: Sir William Lyons' Meisterstück von 1961 war einmal das Schnäppchen unter den Supercars – aber was für eins! Die sexy Linien des E-Type lassen keinen Autofan kalt, Coupé und Roadster gehören für viele ganz nach oben auf die Liste der allerschönsten Klassiker. Unerreicht: die frühe Serie I mit 3,8-Liter-Maschine als Flat-Floor-Roadster.
Bild: Uli Sonntag

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Citroën DS: Nie zuvor – und vielleicht niemals wieder? – flossen so viel Erfindergeist, Genialität und Sinn für Ästhetik in ein Auto ein. Schon gar nicht in ein Auto, das 20 Jahre lang gebaut und massenhaft gekauft wurde.
Bild: Toni Bader

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Und dann fährt sich der große Citroën auch noch höchst charmant. Ein Geniestreich, der so praktisch geriet. Geniale Technik in avantgardistischer Form, das ist die Déesse (französisch: Göttin).
Bild: Christian Bittmann

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Benz Velo: Carl Benz baute schon 1894 Kleinwagen und verkaufte sie in alle Welt. Keine zehn Jahre nach der Erfindung des Automobils produzierten Benz & Cie. in Mannheim Motorkutschen in Serie.
Bild: dpa

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Das drahteselige Velo galt als zuverlässig und pötterte mit maximal 20 Sachen über die mit Pferdeäpfeln übersäten Kopfsteinpflaster damaliger Städte. Fortschrittspaniker von damals hielten es für den Teufel auf leisen (Gummi-)Sohlen.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Ford T-Modell: Es war seinerzeit bezahlbar, verfügbar, und fuhr klaglos über jede Piste. Das "Blechlieschen" motorisierte Amerika, unabhängig davon, dass Henry Ford eben nicht selbst die Idee zum Autobau am Fließband kam.
Bild: Sven Krieger

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Doch Ford setzte die Idee vom Massenauto als Erster erfolgreich um. Sehr erfolgreich. 15 Millionen "Tin Lizzys" in 19 Jahren – diesen Rekord konnte der VW Käfer erst 1972 knacken.
Bild: Sven Krieger

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Cadillac Eldorado Biarritz: Die Cadillac-Leute schafften es, ein Barockschloss auf Rädern zu bauen. Schauen Sie sich die riesigen Zierleitwerke an – als wollte die Luxusmarke von General Motors schon 1959 Autos für die intergalaktischen Space-Highways des Jahres 2525 liefern.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD

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Was GM-Designchef Harley Earl mit seinen Jungs hier auf XXL-Kastenrahmen und Weißwandreifen stellte, ist der unerreichte Gipfel der Flossenmode im Autobau.
Bild: RM Auctions

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Ferrari F40: Ferraris brutale Rache – der F40 hätte dem armen Magnum den Schnäuzer aus dem Gesicht geblasen. Der alte Enzo wusste, dass seine Uhr tickt, der F40 sollte sein Vermächtnis sein.
Bild: Sven Krieger

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Wie nannte Walter Röhrl den Porsche 959? "Komfortauto"? Klingt nach Weichspüler: Das Pin-up-Car der 80er kommt aber aus Maranello. Basta! Der Vollständigkeit halber: Ferrari F40 mit V8-Biturbomotor, 478 PS, 324 km/h Spitze.
Bild: Sven Krieger

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NSU Ro 80: Die Wankel-Limousine war nicht nur ihrer Zeit voraus, sondern auch schnell und reizvoll.
Bild: dpa

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Welch anderes Auto kennen Sie, das den Designstil einer ganzen Klasse prägte, mit revolutionärer Aerodynamik, mutigen Motor- und Getriebekonzepten und viel Platz?
Bild: Sven Krieger

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Cisitalia 202: Dieses Auto läutete mit Pininfarinas Handschrift die Moderne ein. Die Idee einer Ponton-Karosserie war brandneu, als die junge Marke Cisitalia ihrem kleinen Sportcoupé diese entzückende Form überstülpte.
Bild: Christian Bittmann

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Nicht umsonst steht ein 202 dauerhaft im Museum of Modern Art in New York. Unter der langen Haube flötet kein V12, sondern ein überarbeiteter Fiat-1100-Motor, der im Cisitalia 50 bis 65 PS leistet.
Bild: Christian Bittmann

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Porsche 909 Bergspyder: So höllisch leicht kann ingeniöser Wahnsinn sein. Motor-Fans staunten über die Idee eines Zweiliter-Achtzylinder-Boxers vor der Hinterachse. Doch was wirklich schockt: Die Porsche-Tüftler unter Entwicklungschef Ferdinand Piëch drückten das Gewicht dieses Plastiktiers mit Alu-Gitterrohrrahmen auf 430 Kilo. Die beiden 909 rannten nur zweimal, am Gaisberg und am Mont Ventoux.
Bild: Werk

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VW Bus T2 Wohnmobil: Mit ihm lässt sich Fernweh so wunderbar therapieren. Denn so ein Bulli bietet Platz, ist technisch simpel und herrlich uneitel. Dass der Typ 2 vielseitig war, wissen die meisten.
Bild: Sven Krieger

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Zeitzeugen der 70er und 80er erinnern sich, dass ihn Handwerker und Hippies gleichermaßen liebten. 47 bis 70 Boxer-PS reichten der T2-Generation zum interkontinentalen Autowandern. Ob Woodstock oder Weinstraße – daheim ist im Bus.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD

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Volvo 240 Kombi: Es hat Stil, Waschmaschine und Kühlschrank im Youngtimer zu holen. Der Knäckebrot-Laster sollte vor allem praktisch werden. Dass seine Käufer ihn als Zeichen gegen Ex-und-hopp-Konsum, als Statussymbol gegen Statussymbole verstanden, war so nicht vorgesehen.
Bild: Markus Heimbach

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Der Mythos Volvo Kombi entstand aus dem Produkt: knorrig, haltbar, geräumig. Und wo kein Styling ist, kommt nichts aus der Mode.
Bild: Werk

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Opel Kapitän P-LV: Opel baute im Wirtschaftswunder herrlich opulente Chauffeurswagen. Der Große aus Rüsselsheim war seinerzeit das amerikanischste Auto Deutschlands und traf den Zeitgeschmack jener Boom-Jahre, als die Deutschen sehnsüchtig über den Großen Teich schauten.
Bild: Werk

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Unter der Kapitän-Haube steckt ein Sechszylinder mit 2,6 Liter Hubraum, 90 PS und (auch für heutige Begriffe) unglaublicher Laufkultur.
Bild: Bittmann

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Voisin C-25 Aérodyne: Er war aus Überzeugung anders. Ex-Flugzeugbauer Voisin baute Autos für reiche Exzentriker der Pariser Hautevolee. Sein Meisterstück, den Aérodyne, federt ein quasi adaptives Fahrwerk, dessen Härte der Fahrer verstellen kann, oben öffnet ein Dach mit Unterdruck, während vorn dezent ein Schiebermotor ohne Ventile wummert.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Land Rover: Der Landy hat alles seit 1947 bezwungen, sogar die Zeit. Klar, das Vorbild der Rover-Ingenieure war der US-Willys Jeep, aber der Landy wurde selbst zur Legende.
Bild: Werk

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Anders als der Jeep sollte der kantige Allesüberwinder aus Coventry keinen Kontinent von Tyrannen befreien, sondern Förster und Schafhirten vor den Tücken ländlicher Matschpisten bewahren. Seinem letzten Nachfahren schlägt erst 2015 die Stunde.
Bild: Werk

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Mauser Einspurauto: Klarer Fall, mehr Motorrad im Auto geht nicht. Gewehre durfte Mauser unterm Versailler Vertrag nicht mehr herstellen, also bauten sie das Einspurauto von Gustav Winkler, das aussah wie ein Zusammenprall von Zündapp und Gondelbahn.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Hat das Ding Tempo drauf, zieht der Fahrer die Stützräder ein und fährt – der Name verrät's – einspurig. Und das macht Laune bis zum Umfallen.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Porsche 911 2.7 RS Carrera: Seinetwegen haben wir auf eine Rangfolge in dieser Galerie verzichtet. Fakt ist: Es gibt wenige Autos, die so schnell abhängig machen wie der gebürzelte 2.7. Der radikale Carrera RS ist der Porsche, den alle heimlich begehren.
Bild: Werk

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Der 911 2.7 RS Carrera ist das Juwel in der 50-jährigen Geschichte eines Jahrhundertsportwagens, der Ur-Elfer in seiner höchsten Eskalationsstufe: leicht, stark, geil auf Drehzahlen. Die reine Lehre.
Bild: Götz von Sternenfels

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Mazda MX-5: Im Grund der beste britische Sportwagen aller Zeiten. Britisch im Geiste – als hätten Mazda-Ingenieure in Norfolk geurlaubt und den Geist klassischer Insel-Roadster eingefangen. Sie entführten ihn nach Hiroshima und zauberten daraus ein geniales Auto: einen Nicht-Lotus, so haltbar, wie Colin Chapmans Klitsche ihn nie hinbekommen hätte.
Bild: Christian Bittmann

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Plymouth Roadrunner Superbird: Der Henkel hintendrauf markierte den Gipfel der Muscle-Car-Ära. Chrysler wollte Ford den NASCAR-Titel abluchsen, also verpassten Dodge und Plymouth ihren Stock-Cars eine aerodynamische Schnauze und einen XXL-Spoiler – und verkauften davon Straßenversionen, weil die Regeln es so wollten. Auf den Ovalkursen erreichten die "Wing Cars" von Richard Petty und Co dank Hemi-Power über 300 Sachen!
Bild: Getty Images

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Mini: Alle lieb(t)en ihn: das Swinging London, Rallye-Asse und Golddiebe. Der Austin Mini ist Britpop, nur dass dort nicht so plötzlich Schluss war wie bei der Band Oasis.
Bild: Werk

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Warum der Mini hier stehen darf, Käfer und (der geschlossene) Fiat 500 dagegen fehlen? Weil BMC-Chefkonstrukteur Sir Alec Issigonis mit dem Mini den modernen Stadtflitzer erfand. Vier Erwachsene in drei Meter Auto – das passte dank Quermotor und Vorderradantrieb.
Bild: Klaus Kuhnigk

35/79
BMW 328: Schon in den 1930er-Jahren hatte BMW mit Downsizing Erfolg – so klein, so handlich und so schnell wie der 328 war damals kein anderer Sportwagen. 464 Stück baute BMW 1936 bis 1940 in Eisenach mit dem verbesserten Zweiliter-Reihensechser aus dem 326 und ganzen 80 PS. Viele Rennerfolge gingen auf das Konto dieses Sportwagens, wie bei der Mille Miglia.
Bild: Privat

36/79
Lotus Seven: Er hat es verdient, allein wegen der Idee Colin Chapmans, so etwas als Bausatz anzubieten. Selbst mit Fahrer wiegt ein Seven nicht mehr als eine halbe Tonne – minimales Auto, maximaler Fahrspaß.
Bild: Stefan Lindloff / AUTO BILD

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Unter der Haube eines Lotus Seven steckten anfangs Ford-Motoren. Dach? Türen? Tankanzeige? Braucht der Fahrer nicht. Der Seven will nur eins sein: Fahrmaschine. Für alles andere gibt es andere Autos.
Bild: Stefan Lindloff

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Fisker Karma: Er nahm uns die Angst vor einer Zukunft ohne Traumautos. Auch wenn sich die Marke gerade mit Mühe neu erfindet: Der Däne Henrik Fisker zeigte uns mit seinem bildschönen Plug-in-Hybriden Karma, wie sexy eine Sportlimousine mit Elektroantrieb aussehen kann.
Bild: Werk

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Jensen FF: Er bewies, dass Allradantrieb nicht nur für Holperpisten taugt. Und zwar lange bevor Audi auf den Quattro kam. Die Form des Sportwagens mit dem Glaskuppel-Heck stammte von Vignale, die V8-Motoren vom US-Autoriesen Chrysler.
Bild: Stephanie Gehrt

40/79
Und Jensen baute in West Bromwich nicht nur den ersten Sportwagen, der sich den Asphalt mit allen vieren krallt, sondern auch den ersten mit ABS.
Bild: Stephanie Gehrt

41/79
Lamborghini Miura: Begründung überflüssig. Na gut: Er war der Urknall, der ein neues Supercar-Universum schuf. Wer ihn mal fuhr, will immer wieder zurück auf diese eine einsame Passstraße.
Bild: Werk

42/79
Mit seinem Zwölfzylinder, der quer hinterm Fahrerrücken sitzt, seinem flachen Body mit den charakteristischen Plastikwimpern über den Klappscheinwerfern und dem durchlöcherten Rahmen, der Gewicht spart. Und dem Fahrverhalten, das plötzlich ins Fiese umschlagen kann.
Bild: Sassen

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Lloyd Alexander TS: Im Ernst? Ja! Denn er ist der Urahn aller sportlichen Kleinwagen. Dabei war das Steilheck noch gar nicht erfunden. Mit 25 PS und Schräglenker-Hinterachse taugte ein Alexander TS ("Touren-Sport“) im Jahr 1958 zum Käfer-Scheuchen. Das Auto durfte kleinen Leuten Spaß machen, anstatt sie nur von A nach B zu bringen.
Bild: Bernd Ahrens

44/79
560 PS im aktuellen M5 beeindrucken heute niemanden mehr, zu satt haben uns all die PS-Orgien gemacht. Im Jahr 1985 war das anders, als 286 PS und die 251 km/h Spitze des E28S eine Sensation waren.
Bild: Werk

45/79
Mercedes 450 SEL 6.9: Niemals kam Verrücktheit so ernsthaft daher. Die blechgewordene Autorität heißt W 116, mit dem größten Motor in den 70ern der Mercedes für Konzernbosse – und den Kanzler.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Als Über-S-Klasse 450 SEL 6.9 stellte die Luxuslimousine einen Technik-Machtbeweis der Schwaben dar, der schnell seine Fans fand und dennoch keinen Nachfolger bekam. Hydropneumatische Federung, langer Radstand und Klimaanlage waren Serie.
Bild: Goetz von Sternenfels

47/79
Audi Sport Quattro: Er erschloss ein neues Universum. Vor allem dem Sport Quattro verdankt die Marke ihr sportliches Image. Der 306 PS starke Sport Quattro wurde nur 220 Mal gefertigt. Neupreis: astronomische 204.000 Mark.
Bild: Angelika Emmerling

48/79
Bevor der Ringe-Konzern den "Kurzen" losschickte, um Lancia und Peugeot in der Rallye-WM die Hölle heiß zu machen, galt Audi samt Kundschaft als – nett ausgedrückt – wertkonservativ.
Bild: Lena Barthelmess

49/79
Morgan +8: Dieser Entwurf hat es geschafft, sich über alle Klippen der Geschichte zu hangeln. Seit Morgan 1936 sein erstes vierrädriges Auto vorstellte, wurde das Ding kaum verändert. Ab 1968 gab es den Morgan mit einem V8-Motor von Rover. Sollte Ihnen dieses wüste Roadster-Fossil zu wenig knallen, sind Sie zu hart für diese Welt, denn +8 fahren ist eine Überdosis für alle Sinne.
Bild: Bernd Hanselmann

50/79
Unimog: Dieses Universal-Motorgerät hält, was sein Name verspricht. Den genialen Zwitter aus Traktor und Lkw dachten sie sich Ende der 40er bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd aus. Sie ließen ihn bei Böhringer in Göppingen bauen, bevor Mercedes den Laden übernahm.
Bild: Werk

51/79
Über die Hälfte aller jemals gebauten Unimog fahren noch. "Unverwüstlich" – diese Phrase passt zu keinem besser als zum Universalgenie.
Bild: Markus Heimbach

52/79
Fiat 500 Jolly: Kein Auto macht das Leben süßer als dieses. Ghia setzte auf Wunsch des damaligen Fiat-Vizepräsidenten Agnelli die Blechschere an und zauberte aus dem Fiat 500 einen luftigen Strandwagen mit Rattanstühlen zur sonnigen Vorfahrt am Jachthafen.
Bild: Werk

53/79
Wenig später ging der Korb mit Markise in Serie, kostete bei uns allerdings mehr als ein VW Käfer – was seine Kundschaft nicht weiter störte.
Bild: Angelika Emmerling

54/79
Shelby Cobra: Sie lehrte Ferrari mit ihrem Dämon, dem Hubraum, das Fürchten. Carroll Shelby, Hühnerfarmer aus Texas, baute den giftigsten Ami-Sportwagen der Sechziger.
Bild: Werk

55/79
Die Idee war ziemlich simpel: Man nehme einen blattgefederten Insel-Roadster, den AC Ace, und packe ihm einen dicken Motor aus dem Ford-Regal unter die Haube. Besonders böse: der Shelby Cobra 427 mit Siebenliter-V8 und 500 PS.
Bild: Alexandra Lier

56/79
McLaren F1: Dieses Gerät war in den 90ern der Chef unter den Supersportwagen. 370 km/h Spitze bedeuteten 103 Meter pro Sekunde – so schnell ist 20 Jahre später kein LaFerrari. Den 600 PS starken Zwölfzylinder des Le-Mans-Siegerautos von 1997 lieferte BMW. Skurril: Der F1 ist ein Dreisitzer, in dem der Fahrer mittig hockt – so sparten sich die Briten den Umbau für den Export. Neupreis: 1,4 Millionen Mark.
Bild: Uli Sonntag

57/79
Opel RAK: Einst war Opel so verrück, unter ein Raketenbündel vier Räder zu schrauben. Im April 1928 donnerte der erste Opel mit Raketenantrieb über die Piste – eine Sensation. Dann, am 23. Mai 1928, brauste Adams Enkel "Raketenfritz" von Opel auf der Berliner Avus mit dem RAK 2, angetrieben von 120 Kilo Sprengstoff, 230 km/h schnell. Das reichte nicht für den Weltrekord, den tausenden Zuschauern gefiel es trotzdem.
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Bild: Werk

58/79
Lancia Lambda: Er war das Gangsterauto der zwanziger Jahre: leichter als andere, flinker und drehfreudiger, tieferer Schwerpunkt, Einzelradaufhängung vorn und – holla! – Bremsen an jedem Rad. Als die Autoindustrie noch in der Urzeit steckte, brachte Lancia das Auto von übermorgen: selbsttragende Karosserie, Königswellenmotor. Der Lambda fuhr Kreise um die Konkurrenz, zum Beispiel Bentleys Laster.
Bild: Markus Heimbach

59/79
Facel Vega HK 500: Hier passen Optik, Bums und Sound: Komm, wir fahren durch Gotham City und jagen den Joker. Die französische Luxusmarke baute Autos für den Jetset jener Jahre – nur zehn Jahre lang, in Paris, obwohl Antibes auch gut gepasst hätte. Unter der Haube des mondänen Großcoupés hämmerte ab 1958 ein 5,8-Liter-V8 von Chrysler, die Formen zeichnete Facel-Gründer Jean Daninos selbst.
Bild: Lars Busemann

60/79
Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer: Er ist ein Symbol der Aufbau-Ära in den 1950ern: Jeder kennt den 300 SL. Nur 60 von 1400 gebauten W 198 blieben daheim, die meisten verschiffte Mercedes in die USA, damals in den Wunderjahren.
Bild: Privat

61/79
Wer sich einmal unter der blechernen Möwenschwinge ins Innere fädeln durfte, der weiß, dass es ein Fest für Augen und Ohren ist, den Traumwagen der 50er-Jahre zu fahren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und so fährt er sich.
Bild: RM Auctions

62/79
Alfa Romeo 1900 Sprint: Pininfarina zauberte nicht nur für Ferrari unfassbar schöne Entwürfe. Auch andere Künstler wie Bertone, Ghia und Vignale schneiderten Blechkleider zum Schmachten für den Millenove.
Bild: Werk

63/79
Es heißt, ein Auto-Fan müsse in seinem Leben mindestens einen Alfa besessen haben – zum Glück bauten sie in Arese später die entzückenden Coupés der Reihe 105, denn die sind bis heute erreichbar.
Bild: Werk

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Peugeot 205 GTI: Er war der beste GTI der Achtziger. Auf ungeraden Landstraßen haute der Klassensprecher aus Sochaux damals allen ab, Tester nannten ihn "den echtesten GTI".
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Der schnelle 205 GTI ist eine Schmach für die Wolfsburger, wo VW selbst den Golf 1 GTI als "Hot Hatch" zum Traumauto einer Generation gemacht hat. Im Peugeot 205 GTI 1.9 treffen 128 PS auf 880 Kilo und das beste Handling aller Kompaktsportler seiner Zeit.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Tucker 48: Er stellte seinerzeit die Spitze des US-Erfindergeists in der Auto-Welt dar. Wer eine Schwäche für innovative Autos und durchgeknallte Konstrukteure hat, liebt den zyklopenäugigen Tucker Torpedo (wie der Wagen nur in der Vorserie hieß). Ende der Vierziger wollte der Geschäftsmann Preston Tucker das Auto von morgen bauen – und scheiterte spektakulär, nach nur 51 von Hand gebauten Autos.
Bild: Michael Specht / AUTO BILD

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Saab 99 Turbo: Der Schwede, der den Turbo in die Mittelklasse brachte. Statt in die teure Fertigung eines Sechszylinder-Topmodells zu investieren, spickte die chronisch klamme Marke ihren 99 mit einem Turbolader.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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1977 stand Trollhättans Sportlichster als Saab Turbo auf der IAA in Frankfurt – mit Leichtmetallrädern, Tieferlegung, Spoilerkragen und einer Ladedruckanzeige auf dem Armaturenbrett.
Bild: Götz von Sternenfels

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Auto Union Typ C: Der Kampf gegen die Elemente kannte scheinbar keine Grenzen, damals in den Dreißigern, als die silbernen Auto-Union- und Mercedes-Stromlinienrenner von Rekord zu Rekord rasten. Sponsor: die Nazis. Im Januar 1938 nahm der Wahnsinn ein tragisches Ende, als der Wind den Starpiloten Bernd Rosemeyer packte. Sein Auto Union überschlug sich bei 440 km/h mehrfach, Rosemeyer starb.
Bild: Werk

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Renault Espace: Er war der erste europäische Kompaktvan der Neuzeit – und der einzige mit Kunststoff-Karosserie. Matra, der eigentliche Espace-Erfinder, spielte hier seine ganze Erfahrung aus. Der französische Siebensitzer veränderte die Familien-Raumfahrt, war Bus und Kombi zugleich und doch viel mehr, mit seiner variablen Bestuhlung und dem Raumgefühl einer Basilika.
Bild: Werk

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Messerschmitt Tg 500: Er ist eine Droge mit amtlichem Kennzeichen. Eigentlich sollte der Lotus unter den Kabinenrollern Tiger heißen, doch der Name war bereits geschützt. Obwohl das 19,5 PS starke Rollermobil aussieht wie ein müder Schlammspringer, sprintet das 360-Kilo-Teil wie ein Windhund, kostete allerdings auch so viel wie ein VW – und war somit zum Flop geboren. Nur 290 Stück entstanden. Heute sind sie fast unbezahlbar.
Bild: Werk

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Ford Mustang – der Vater aller Route-66-Fantasien. Zumindest für die Neulinge der US-Car-Szene. Mustang war immer Pop, nie Avantgarde. Aber das macht nichts, wenn wir uns hinterm Pony-Lenkrad wie Steve McQueen fühlen.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

73/79
Auto-Gigant Ford baute das Auto zum Lebensgefühl der Sixties, die Rolling Stones schrammelten den Sound dazu, in den sich das Knattern der Helikopter über Vietnam mischte.
Bild: Goetz von Sternenfels

74/79
Tatra 87: Der luftgekühlte V8 im Heck unter einer solchen Karosserie ist einfach umwerfend. Für die neuen Reichsautobahnen ausgelegt, erreichte der stromlinienförmige Tatra damals bis zu 160 Sachen. Konstrukteur Hans Ledwinka war ein Freund Ferdinand Porsches – kein Zufall, dass die Form des Käfers ihm ähnlich ist. Ja, er fuhr sich gefährlich, aber liebenswert ist er dennoch.
Bild: Werk

75/79
Panhard Dyna Z: Deses Raumschiff ging zwei Jahre vor der DS auf der Erde nieder: Aluminiumkarosserie, 660 Kilo, 6,5 Liter Verbrauch, 130 km/h Dauertempo. Der Dyna Z bot die Effizienz eines Rennwagens, den Komfort einer Limousine und sechs Sitzplätze. Technikverliebte Franzosen verehrten ihn, aber das waren nur wenige. Audi versuchte das Gleiche 50 Jahre später – aber selbst der A2 kam zu früh.
Bild: Getty Images

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Bugatti Royale: Er zeigte, wie jenseits von Gut das Absolute existiert. 1926 hieß der Überwagen für Kaiser und Könige Royale, war ein sechseinhalb Meter langes Superlativ auf Rädern – gewaltiger, exklusiver und stärker (13-Liter-Reihenachtzylinder, 300 PS!) als jedes Auto vor ihm.
Bild: dpa

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Alle sechs gebauten Bugatti Royale existieren noch. Gibt es mal einen trennungswilligen Besitzer, sind rund 20 Millionen Euro fällig.
Bild: Bernard Canonne

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Nissan Skyline: So geht japanischer Humor. Nissan behauptet, der GT-R R32 hätte 280 PS – der wirkliche Output liegt vermutlich beim Doppelten. Der kommt auch auf die Straße, in feinster Balance. Manche fahren mit ihrem R32 einkaufen. Und zerstören auf dem Heimweg ein paar Porsche-Fahrer-Egos. Der R32 sieht halt aus wie – na ja, ein Nissan. Es hat seinen Grund, dass man ihn hierzulande völlig ignoriert. Und so fährt er sich.
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Bild: Werk

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VW Golf: Das letzte Auto in unserer Klassiker-Riege. Ein Superlativ, der uns in die Moderne katapultiert hat. 1974 beerbte der Golf den Käfer – der extremste Modellwechsel der deutschen Autogeschichte. Reihenmotor vorn statt Boxer hinten, eine selbsttragende Steilheckkarosserie nach Giugiaro statt rundem 40er-Jahre-Stromlinienhäuschen auf Plattformrahmen, dazu Wasserkühlung und Vorderradantrieb. Der Golf war sofort Deutschlands Nummer-1-Auto. Und hat einen festen Platz in unserem Herzen verdient. Sie wollen weitere Klassiker? Hier kommen die von morgen.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
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