BMW M5 (E28), Jaguar E-Type: Die 50 schönsten Oldtimer aller Zeiten
Diese 50 Oldtimer muss man einfach lieben
Die 50 schönsten Klassiker aller Zeiten
Jedes Jahr reifen Autos zum Oldtimer heran, doch nur wenige Oldies ragen als Klassiker heraus und bleiben attraktiv. Hier eine Auswahl von 50 Oldtimern, die unser Herz entflammen!
- Lukas Hambrecht
- Matthias Brügge
Wir wissen es, und Sie wissen es auch: Die allermeisten Autos von heute sind zwar patente Begleiter im Alltag, doch in unseren Augen fehlt es ihnen an Charakter. Sie wecken nicht die gleichen Gefühle wie diese 50 Klassiker, von denen wir meinen, dass man sie lieben sollte. Zu denen unbedingt Jaguar E-Type, Land Rover oder Mercedes W 116 gehören. Zwar reifen mit jedem Jahr weitere Autos zum Oldtimer heran, bekommen H-Kennzeichen oder 07-Nummer und verstärkte Zuwendung von Klassik-Liebhabern. Ihnen wird dann der aufreibende Alltagsdienst erspart, der zermürbende Pendlerdienst, im Winter die Fahrt über gesalzene Straßen.
Trotz des täglichen Umgangs mit Traumklassikern musste sich das Team von AUTO BILD KLASSIK auf 50 Autos einigen, die alle Mühe wert sind.

Für viele einer der schönsten BMW, Traumwagen der 80er! BMW M5 (E28).
Bild: Lena Barthelmeß
Welche Autos sind es nun, die geheizte Standplätze und teure Wartung für wenig Laufleistung verdienen? Bei Alltagsautos rechnen viele mit spitzem Bleistift, die Kosten pro Kilometer entscheiden über den Kauf. Bei diese Oldtimern darf man gar nicht drüber nachdenken, denn erst die starken Gefühle fürs Auto öffnen die Brieftasche.
50 großartige Klassiker zum Träumen
Für diese Autos lohnt es sich allemal, ihre alternde Technik zu überhöhen und zu pflegen. Sie sind es wert, sich in der Schrauberhalle die Hände schmutzig zu machen, auch wenn draußen die Sonne scheint. Für die man manchmal das letzte Hemd hergibt. Und alles das für den einen Wagen, den wir lieben – oder mit aller Kraft lieben wollen. Sehen Sie in der Galerie 50 großartige Klassiker – fürs Leben oder einfach zum Träumen.
Die 50 schönsten Klassiker aller Zeiten

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Jedes Jahr reifen neue Autos zum Klassiker, doch wenige Oldies ragen heraus. Hier eine Auswahl von 50 Oldtimern, die unser Herz entflammen! Zum Beispiel der BMW M5 (E28). Er ist ein Wolf im Schäferhundpelz. Mit dem M88/3 aus dem Mittelmotor-Keil M1 unter der 5er-Haube schufen die BMW M-Gruppe den Urahn aller Testosteron-Taxen.
Bild: Uli Sonntag

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Jaguar E-Type: Sir William Lyons' Meisterstück von 1961 war einmal das Schnäppchen unter den Supercars – aber was für eins! Die sexy Linien des E-Type lassen keinen Autofan kalt, Coupé und Roadster gehören für viele ganz nach oben auf die Liste der allerschönsten Klassiker. Unerreicht: die frühe Serie I mit 3,8-Liter-Maschine als Flat-Floor-Roadster.
Bild: Uli Sonntag

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Citroën DS: Nie zuvor – und vielleicht niemals wieder? – flossen so viel Erfindergeist, Genialität und Sinn für Ästhetik in ein Auto ein. Schon gar nicht in ein Auto, das 20 Jahre lang gebaut und massenhaft gekauft wurde.
Bild: Toni Bader

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Und dann fährt sich der große Citroën auch noch höchst charmant. Ein Geniestreich, der so praktisch geriet. Geniale Technik in avantgardistischer Form, das ist die Déesse (französisch: Göttin).
Bild: Christian Bittmann

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Benz Velo: Carl Benz baute schon 1894 Kleinwagen und verkaufte sie in alle Welt. Keine zehn Jahre nach der Erfindung des Automobils produzierten Benz & Cie. in Mannheim Motorkutschen in Serie.
Bild: dpa

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Das drahteselige Velo galt als zuverlässig und pötterte mit maximal 20 Sachen über die mit Pferdeäpfeln übersäten Kopfsteinpflaster damaliger Städte. Fortschrittspaniker von damals hielten es für den Teufel auf leisen (Gummi-)Sohlen.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Ford T-Modell: Es war seinerzeit bezahlbar, verfügbar, und fuhr klaglos über jede Piste. Das "Blechlieschen" motorisierte Amerika, unabhängig davon, dass Henry Ford eben nicht selbst die Idee zum Autobau am Fließband kam.
Bild: Sven Krieger

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Doch Ford setzte die Idee vom Massenauto als Erster erfolgreich um. Sehr erfolgreich. 15 Millionen "Tin Lizzys" in 19 Jahren – diesen Rekord konnte der VW Käfer erst 1972 knacken.
Bild: Sven Krieger

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Cadillac Eldorado Biarritz: Die Cadillac-Leute schafften es, ein Barockschloss auf Rädern zu bauen. Schauen Sie sich die riesigen Zierleitwerke an – als wollte die Luxusmarke von General Motors schon 1959 Autos für die intergalaktischen Space-Highways des Jahres 2525 liefern.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD

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Was GM-Designchef Harley Earl mit seinen Jungs hier auf XXL-Kastenrahmen und Weißwandreifen stellte, ist der unerreichte Gipfel der Flossenmode im Autobau.
Bild: RM Auctions

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Ferrari F40: Ferraris brutale Rache – der F40 hätte dem armen Magnum den Schnäuzer aus dem Gesicht geblasen. Der alte Enzo wusste, dass seine Uhr tickt, der F40 sollte sein Vermächtnis sein.
Bild: Sven Krieger

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Wie nannte Walter Röhrl den Porsche 959? "Komfortauto"? Klingt nach Weichspüler: Das Pin-up-Car der 80er kommt aber aus Maranello. Basta! Der Vollständigkeit halber: Ferrari F40 mit V8-Biturbomotor, 478 PS, 324 km/h Spitze.
Bild: Sven Krieger

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NSU Ro 80: Die Wankel-Limousine war nicht nur ihrer Zeit voraus, sondern auch schnell und reizvoll.
Bild: dpa

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Welch anderes Auto kennen Sie, das den Designstil einer ganzen Klasse prägte, mit revolutionärer Aerodynamik, mutigen Motor- und Getriebekonzepten und viel Platz?
Bild: Sven Krieger

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Cisitalia 202: Dieses Auto läutete mit Pininfarinas Handschrift die Moderne ein. Die Idee einer Ponton-Karosserie war brandneu, als die junge Marke Cisitalia ihrem kleinen Sportcoupé diese entzückende Form überstülpte.
Bild: Christian Bittmann

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Nicht umsonst steht ein 202 dauerhaft im Museum of Modern Art in New York. Unter der langen Haube flötet kein V12, sondern ein überarbeiteter Fiat-1100-Motor, der im Cisitalia 50 bis 65 PS leistet.
Bild: Christian Bittmann

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Porsche 909 Bergspyder: So höllisch leicht kann ingeniöser Wahnsinn sein. Motor-Fans staunten über die Idee eines Zweiliter-Achtzylinder-Boxers vor der Hinterachse. Doch was wirklich schockt: Die Porsche-Tüftler unter Entwicklungschef Ferdinand Piëch drückten das Gewicht dieses Plastiktiers mit Alu-Gitterrohrrahmen auf 430 Kilo. Die beiden 909 rannten nur zweimal, am Gaisberg und am Mont Ventoux.
Bild: Werk

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VW Bus T2 Wohnmobil: Mit ihm lässt sich Fernweh so wunderbar therapieren. Denn so ein Bulli bietet Platz, ist technisch simpel und herrlich uneitel. Dass der Typ 2 vielseitig war, wissen die meisten.
Bild: Sven Krieger

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Zeitzeugen der 70er und 80er erinnern sich, dass ihn Handwerker und Hippies gleichermaßen liebten. 47 bis 70 Boxer-PS reichten der T2-Generation zum interkontinentalen Autowandern. Ob Woodstock oder Weinstraße – daheim ist im Bus.
Bild: Kai-Uwe Knoth / AUTO BILD

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Volvo 240 Kombi: Es hat Stil, Waschmaschine und Kühlschrank im Youngtimer zu holen. Der Knäckebrot-Laster sollte vor allem praktisch werden. Dass seine Käufer ihn als Zeichen gegen Ex-und-hopp-Konsum, als Statussymbol gegen Statussymbole verstanden, war so nicht vorgesehen.
Bild: Markus Heimbach

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Der Mythos Volvo Kombi entstand aus dem Produkt: knorrig, haltbar, geräumig. Und wo kein Styling ist, kommt nichts aus der Mode.
Bild: Werk

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Opel Kapitän P-LV: Opel baute im Wirtschaftswunder herrlich opulente Chauffeurswagen. Der Große aus Rüsselsheim war seinerzeit das amerikanischste Auto Deutschlands und traf den Zeitgeschmack jener Boom-Jahre, als die Deutschen sehnsüchtig über den Großen Teich schauten.
Bild: Werk

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Unter der Kapitän-Haube steckt ein Sechszylinder mit 2,6 Liter Hubraum, 90 PS und (auch für heutige Begriffe) unglaublicher Laufkultur.
Bild: Bittmann

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Voisin C-25 Aérodyne: Er war aus Überzeugung anders. Ex-Flugzeugbauer Voisin baute Autos für reiche Exzentriker der Pariser Hautevolee. Sein Meisterstück, den Aérodyne, federt ein quasi adaptives Fahrwerk, dessen Härte der Fahrer verstellen kann, oben öffnet ein Dach mit Unterdruck, während vorn dezent ein Schiebermotor ohne Ventile wummert.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Land Rover: Der Landy hat alles seit 1947 bezwungen, sogar die Zeit. Klar, das Vorbild der Rover-Ingenieure war der US-Willys Jeep, aber der Landy wurde selbst zur Legende.
Bild: Werk

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Anders als der Jeep sollte der kantige Allesüberwinder aus Coventry keinen Kontinent von Tyrannen befreien, sondern Förster und Schafhirten vor den Tücken ländlicher Matschpisten bewahren. Seinem letzten Nachfahren schlägt erst 2015 die Stunde.
Bild: Werk

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Mauser Einspurauto: Klarer Fall, mehr Motorrad im Auto geht nicht. Gewehre durfte Mauser unterm Versailler Vertrag nicht mehr herstellen, also bauten sie das Einspurauto von Gustav Winkler, das aussah wie ein Zusammenprall von Zündapp und Gondelbahn.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Hat das Ding Tempo drauf, zieht der Fahrer die Stützräder ein und fährt – der Name verrät's – einspurig. Und das macht Laune bis zum Umfallen.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Porsche 911 2.7 RS Carrera: Seinetwegen haben wir auf eine Rangfolge in dieser Galerie verzichtet. Fakt ist: Es gibt wenige Autos, die so schnell abhängig machen wie der gebürzelte 2.7. Der radikale Carrera RS ist der Porsche, den alle heimlich begehren.
Bild: Werk

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Der 911 2.7 RS Carrera ist das Juwel in der 50-jährigen Geschichte eines Jahrhundertsportwagens, der Ur-Elfer in seiner höchsten Eskalationsstufe: leicht, stark, geil auf Drehzahlen. Die reine Lehre.
Bild: Götz von Sternenfels

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Mazda MX-5: Im Grund der beste britische Sportwagen aller Zeiten. Britisch im Geiste – als hätten Mazda-Ingenieure in Norfolk geurlaubt und den Geist klassischer Insel-Roadster eingefangen. Sie entführten ihn nach Hiroshima und zauberten daraus ein geniales Auto: einen Nicht-Lotus, so haltbar, wie Colin Chapmans Klitsche ihn nie hinbekommen hätte.
Bild: Christian Bittmann

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Plymouth Roadrunner Superbird: Der Henkel hintendrauf markierte den Gipfel der Muscle-Car-Ära. Chrysler wollte Ford den NASCAR-Titel abluchsen, also verpassten Dodge und Plymouth ihren Stock-Cars eine aerodynamische Schnauze und einen XXL-Spoiler – und verkauften davon Straßenversionen, weil die Regeln es so wollten. Auf den Ovalkursen erreichten die "Wing Cars" von Richard Petty und Co dank Hemi-Power über 300 Sachen!
Bild: Getty Images

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Mini: Alle lieb(t)en ihn: das Swinging London, Rallye-Asse und Golddiebe. Der Austin Mini ist Britpop, nur dass dort nicht so plötzlich Schluss war wie bei der Band Oasis.
Bild: Werk

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Warum der Mini hier stehen darf, Käfer und (der geschlossene) Fiat 500 dagegen fehlen? Weil BMC-Chefkonstrukteur Sir Alec Issigonis mit dem Mini den modernen Stadtflitzer erfand. Vier Erwachsene in drei Meter Auto – das passte dank Quermotor und Vorderradantrieb.
Bild: Klaus Kuhnigk

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BMW 328: Schon in den 1930er-Jahren hatte BMW mit Downsizing Erfolg – so klein, so handlich und so schnell wie der 328 war damals kein anderer Sportwagen. 464 Stück baute BMW 1936 bis 1940 in Eisenach mit dem verbesserten Zweiliter-Reihensechser aus dem 326 und ganzen 80 PS. Viele Rennerfolge gingen auf das Konto dieses Sportwagens, wie bei der Mille Miglia.
Bild: Privat

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Lotus Seven: Er hat es verdient, allein wegen der Idee Colin Chapmans, so etwas als Bausatz anzubieten. Selbst mit Fahrer wiegt ein Seven nicht mehr als eine halbe Tonne – minimales Auto, maximaler Fahrspaß.
Bild: Stefan Lindloff / AUTO BILD

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Unter der Haube eines Lotus Seven steckten anfangs Ford-Motoren. Dach? Türen? Tankanzeige? Braucht der Fahrer nicht. Der Seven will nur eins sein: Fahrmaschine. Für alles andere gibt es andere Autos.
Bild: Stefan Lindloff

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Fisker Karma: Er nahm uns die Angst vor einer Zukunft ohne Traumautos. Auch wenn sich die Marke gerade mit Mühe neu erfindet: Der Däne Henrik Fisker zeigte uns mit seinem bildschönen Plug-in-Hybriden Karma, wie sexy eine Sportlimousine mit Elektroantrieb aussehen kann.
Bild: Werk

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Jensen FF: Er bewies, dass Allradantrieb nicht nur für Holperpisten taugt. Und zwar lange bevor Audi auf den Quattro kam. Die Form des Sportwagens mit dem Glaskuppel-Heck stammte von Vignale, die V8-Motoren vom US-Autoriesen Chrysler.
Bild: Stephanie Gehrt

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Und Jensen baute in West Bromwich nicht nur den ersten Sportwagen, der sich den Asphalt mit allen vieren krallt, sondern auch den ersten mit ABS.
Bild: Stephanie Gehrt

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Lamborghini Miura: Begründung überflüssig. Na gut: Er war der Urknall, der ein neues Supercar-Universum schuf. Wer ihn mal fuhr, will immer wieder zurück auf diese eine einsame Passstraße.
Bild: Werk

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Mit seinem Zwölfzylinder, der quer hinterm Fahrerrücken sitzt, seinem flachen Body mit den charakteristischen Plastikwimpern über den Klappscheinwerfern und dem durchlöcherten Rahmen, der Gewicht spart. Und dem Fahrverhalten, das plötzlich ins Fiese umschlagen kann.
Bild: Sassen

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Lloyd Alexander TS: Im Ernst? Ja! Denn er ist der Urahn aller sportlichen Kleinwagen. Dabei war das Steilheck noch gar nicht erfunden. Mit 25 PS und Schräglenker-Hinterachse taugte ein Alexander TS ("Touren-Sport“) im Jahr 1958 zum Käfer-Scheuchen. Das Auto durfte kleinen Leuten Spaß machen, anstatt sie nur von A nach B zu bringen.
Bild: Bernd Ahrens

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560 PS im aktuellen M5 beeindrucken heute niemanden mehr, zu satt haben uns all die PS-Orgien gemacht. Im Jahr 1985 war das anders, als 286 PS und die 251 km/h Spitze des E28S eine Sensation waren.
Bild: Werk

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Mercedes 450 SEL 6.9: Niemals kam Verrücktheit so ernsthaft daher. Die blechgewordene Autorität heißt W 116, mit dem größten Motor in den 70ern der Mercedes für Konzernbosse – und den Kanzler.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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Als Über-S-Klasse 450 SEL 6.9 stellte die Luxuslimousine einen Technik-Machtbeweis der Schwaben dar, der schnell seine Fans fand und dennoch keinen Nachfolger bekam. Hydropneumatische Federung, langer Radstand und Klimaanlage waren Serie.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Audi Sport Quattro: Er erschloss ein neues Universum. Vor allem dem Sport Quattro verdankt die Marke ihr sportliches Image. Der 306 PS starke Sport Quattro wurde nur 220 Mal gefertigt. Neupreis: astronomische 204.000 Mark.
Bild: Angelika Emmerling

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Bevor der Ringe-Konzern den "Kurzen" losschickte, um Lancia und Peugeot in der Rallye-WM die Hölle heiß zu machen, galt Audi samt Kundschaft als – nett ausgedrückt – wertkonservativ.
Bild: Lena Barthelmess

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Morgan +8: Dieser Entwurf hat es geschafft, sich über alle Klippen der Geschichte zu hangeln. Seit Morgan 1936 sein erstes vierrädriges Auto vorstellte, wurde das Ding kaum verändert. Ab 1968 gab es den Morgan mit einem V8-Motor von Rover. Sollte Ihnen dieses wüste Roadster-Fossil zu wenig knallen, sind Sie zu hart für diese Welt, denn +8 fahren ist eine Überdosis für alle Sinne.
Bild: Bernd Hanselmann

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Unimog: Dieses Universal-Motorgerät hält, was sein Name verspricht. Den genialen Zwitter aus Traktor und Lkw dachten sie sich Ende der 40er bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd aus. Sie ließen ihn bei Böhringer in Göppingen bauen, bevor Mercedes den Laden übernahm.
Bild: Werk

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Über die Hälfte aller jemals gebauten Unimog fahren noch. "Unverwüstlich" – diese Phrase passt zu keinem besser als zum Universalgenie.
Bild: Markus Heimbach

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Fiat 500 Jolly: Kein Auto macht das Leben süßer als dieses. Ghia setzte auf Wunsch des damaligen Fiat-Vizepräsidenten Agnelli die Blechschere an und zauberte aus dem Fiat 500 einen luftigen Strandwagen mit Rattanstühlen zur sonnigen Vorfahrt am Jachthafen.
Bild: Werk

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Wenig später ging der Korb mit Markise in Serie, kostete bei uns allerdings mehr als ein VW Käfer – was seine Kundschaft nicht weiter störte.
Bild: Angelika Emmerling

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Shelby Cobra: Sie lehrte Ferrari mit ihrem Dämon, dem Hubraum, das Fürchten. Carroll Shelby, Hühnerfarmer aus Texas, baute den giftigsten Ami-Sportwagen der Sechziger.
Bild: Werk

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Die Idee war ziemlich simpel: Man nehme einen blattgefederten Insel-Roadster, den AC Ace, und packe ihm einen dicken Motor aus dem Ford-Regal unter die Haube. Besonders böse: der Shelby Cobra 427 mit Siebenliter-V8 und 500 PS.
Bild: Alexandra Lier

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McLaren F1: Dieses Gerät war in den 90ern der Chef unter den Supersportwagen. 370 km/h Spitze bedeuteten 103 Meter pro Sekunde – so schnell ist 20 Jahre später kein LaFerrari. Den 600 PS starken Zwölfzylinder des Le-Mans-Siegerautos von 1997 lieferte BMW. Skurril: Der F1 ist ein Dreisitzer, in dem der Fahrer mittig hockt – so sparten sich die Briten den Umbau für den Export. Neupreis: 1,4 Millionen Mark.
Bild: Uli Sonntag

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Opel RAK: Einst war Opel so verrück, unter ein Raketenbündel vier Räder zu schrauben. Im April 1928 donnerte der erste Opel mit Raketenantrieb über die Piste – eine Sensation. Dann, am 23. Mai 1928, brauste Adams Enkel "Raketenfritz" von Opel auf der Berliner Avus mit dem RAK 2, angetrieben von 120 Kilo Sprengstoff, 230 km/h schnell. Das reichte nicht für den Weltrekord, den tausenden Zuschauern gefiel es trotzdem.
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Bild: Werk

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Lancia Lambda: Er war das Gangsterauto der zwanziger Jahre: leichter als andere, flinker und drehfreudiger, tieferer Schwerpunkt, Einzelradaufhängung vorn und – holla! – Bremsen an jedem Rad. Als die Autoindustrie noch in der Urzeit steckte, brachte Lancia das Auto von übermorgen: selbsttragende Karosserie, Königswellenmotor. Der Lambda fuhr Kreise um die Konkurrenz, zum Beispiel Bentleys Laster.
Bild: Markus Heimbach

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Facel Vega HK 500: Hier passen Optik, Bums und Sound: Komm, wir fahren durch Gotham City und jagen den Joker. Die französische Luxusmarke baute Autos für den Jetset jener Jahre – nur zehn Jahre lang, in Paris, obwohl Antibes auch gut gepasst hätte. Unter der Haube des mondänen Großcoupés hämmerte ab 1958 ein 5,8-Liter-V8 von Chrysler, die Formen zeichnete Facel-Gründer Jean Daninos selbst.
Bild: Lars Busemann

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Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer: Er ist ein Symbol der Aufbau-Ära in den 1950ern: Jeder kennt den 300 SL. Nur 60 von 1400 gebauten W 198 blieben daheim, die meisten verschiffte Mercedes in die USA, damals in den Wunderjahren.
Bild: Privat

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Wer sich einmal unter der blechernen Möwenschwinge ins Innere fädeln durfte, der weiß, dass es ein Fest für Augen und Ohren ist, den Traumwagen der 50er-Jahre zu fahren. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und so fährt er sich.
Bild: RM Auctions

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Alfa Romeo 1900 Sprint: Pininfarina zauberte nicht nur für Ferrari unfassbar schöne Entwürfe. Auch andere Künstler wie Bertone, Ghia und Vignale schneiderten Blechkleider zum Schmachten für den Millenove.
Bild: Werk

63/79
Es heißt, ein Auto-Fan müsse in seinem Leben mindestens einen Alfa besessen haben – zum Glück bauten sie in Arese später die entzückenden Coupés der Reihe 105, denn die sind bis heute erreichbar.
Bild: Werk

64/79
Peugeot 205 GTI: Er war der beste GTI der Achtziger. Auf ungeraden Landstraßen haute der Klassensprecher aus Sochaux damals allen ab, Tester nannten ihn "den echtesten GTI".
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Der schnelle 205 GTI ist eine Schmach für die Wolfsburger, wo VW selbst den Golf 1 GTI als "Hot Hatch" zum Traumauto einer Generation gemacht hat. Im Peugeot 205 GTI 1.9 treffen 128 PS auf 880 Kilo und das beste Handling aller Kompaktsportler seiner Zeit.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD

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Tucker 48: Er stellte seinerzeit die Spitze des US-Erfindergeists in der Auto-Welt dar. Wer eine Schwäche für innovative Autos und durchgeknallte Konstrukteure hat, liebt den zyklopenäugigen Tucker Torpedo (wie der Wagen nur in der Vorserie hieß). Ende der Vierziger wollte der Geschäftsmann Preston Tucker das Auto von morgen bauen – und scheiterte spektakulär, nach nur 51 von Hand gebauten Autos.
Bild: Michael Specht / AUTO BILD

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Saab 99 Turbo: Der Schwede, der den Turbo in die Mittelklasse brachte. Statt in die teure Fertigung eines Sechszylinder-Topmodells zu investieren, spickte die chronisch klamme Marke ihren 99 mit einem Turbolader.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

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1977 stand Trollhättans Sportlichster als Saab Turbo auf der IAA in Frankfurt – mit Leichtmetallrädern, Tieferlegung, Spoilerkragen und einer Ladedruckanzeige auf dem Armaturenbrett.
Bild: Götz von Sternenfels

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Auto Union Typ C: Der Kampf gegen die Elemente kannte scheinbar keine Grenzen, damals in den Dreißigern, als die silbernen Auto-Union- und Mercedes-Stromlinienrenner von Rekord zu Rekord rasten. Sponsor: die Nazis. Im Januar 1938 nahm der Wahnsinn ein tragisches Ende, als der Wind den Starpiloten Bernd Rosemeyer packte. Sein Auto Union überschlug sich bei 440 km/h mehrfach, Rosemeyer starb.
Bild: Werk

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Renault Espace: Er war der erste europäische Kompaktvan der Neuzeit – und der einzige mit Kunststoff-Karosserie. Matra, der eigentliche Espace-Erfinder, spielte hier seine ganze Erfahrung aus. Der französische Siebensitzer veränderte die Familien-Raumfahrt, war Bus und Kombi zugleich und doch viel mehr, mit seiner variablen Bestuhlung und dem Raumgefühl einer Basilika.
Bild: Werk

71/79
Messerschmitt Tg 500: Er ist eine Droge mit amtlichem Kennzeichen. Eigentlich sollte der Lotus unter den Kabinenrollern Tiger heißen, doch der Name war bereits geschützt. Obwohl das 19,5 PS starke Rollermobil aussieht wie ein müder Schlammspringer, sprintet das 360-Kilo-Teil wie ein Windhund, kostete allerdings auch so viel wie ein VW – und war somit zum Flop geboren. Nur 290 Stück entstanden. Heute sind sie fast unbezahlbar.
Bild: Werk

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Ford Mustang – der Vater aller Route-66-Fantasien. Zumindest für die Neulinge der US-Car-Szene. Mustang war immer Pop, nie Avantgarde. Aber das macht nichts, wenn wir uns hinterm Pony-Lenkrad wie Steve McQueen fühlen.
Bild: Goetz von Sternenfels / AUTO BILD

73/79
Auto-Gigant Ford baute das Auto zum Lebensgefühl der Sixties, die Rolling Stones schrammelten den Sound dazu, in den sich das Knattern der Helikopter über Vietnam mischte.
Bild: Goetz von Sternenfels

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Tatra 87: Der luftgekühlte V8 im Heck unter einer solchen Karosserie ist einfach umwerfend. Für die neuen Reichsautobahnen ausgelegt, erreichte der stromlinienförmige Tatra damals bis zu 160 Sachen. Konstrukteur Hans Ledwinka war ein Freund Ferdinand Porsches – kein Zufall, dass die Form des Käfers ihm ähnlich ist. Ja, er fuhr sich gefährlich, aber liebenswert ist er dennoch.
Bild: Werk

75/79
Panhard Dyna Z: Deses Raumschiff ging zwei Jahre vor der DS auf der Erde nieder: Aluminiumkarosserie, 660 Kilo, 6,5 Liter Verbrauch, 130 km/h Dauertempo. Der Dyna Z bot die Effizienz eines Rennwagens, den Komfort einer Limousine und sechs Sitzplätze. Technikverliebte Franzosen verehrten ihn, aber das waren nur wenige. Audi versuchte das Gleiche 50 Jahre später – aber selbst der A2 kam zu früh.
Bild: Getty Images

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Bugatti Royale: Er zeigte, wie jenseits von Gut das Absolute existiert. 1926 hieß der Überwagen für Kaiser und Könige Royale, war ein sechseinhalb Meter langes Superlativ auf Rädern – gewaltiger, exklusiver und stärker (13-Liter-Reihenachtzylinder, 300 PS!) als jedes Auto vor ihm.
Bild: dpa

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Alle sechs gebauten Bugatti Royale existieren noch. Gibt es mal einen trennungswilligen Besitzer, sind rund 20 Millionen Euro fällig.
Bild: Bernard Canonne

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Nissan Skyline: So geht japanischer Humor. Nissan behauptet, der GT-R R32 hätte 280 PS – der wirkliche Output liegt vermutlich beim Doppelten. Der kommt auch auf die Straße, in feinster Balance. Manche fahren mit ihrem R32 einkaufen. Und zerstören auf dem Heimweg ein paar Porsche-Fahrer-Egos. Der R32 sieht halt aus wie – na ja, ein Nissan. Es hat seinen Grund, dass man ihn hierzulande völlig ignoriert. Und so fährt er sich.
Jetzt passendes Exemplar finden: Nissan Skyline
Jetzt passendes Exemplar finden: Nissan Skyline
Bild: Werk

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VW Golf: Das letzte Auto in unserer Klassiker-Riege. Ein Superlativ, der uns in die Moderne katapultiert hat. 1974 beerbte der Golf den Käfer – der extremste Modellwechsel der deutschen Autogeschichte. Reihenmotor vorn statt Boxer hinten, eine selbsttragende Steilheckkarosserie nach Giugiaro statt rundem 40er-Jahre-Stromlinienhäuschen auf Plattformrahmen, dazu Wasserkühlung und Vorderradantrieb. Der Golf war sofort Deutschlands Nummer-1-Auto. Und hat einen festen Platz in unserem Herzen verdient. Sie wollen weitere Klassiker? Hier kommen die von morgen.
Bild: Roman Raetzke / AUTO BILD
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